Schüchtern & Borbarad

    Ein sehr schönes Beispiel. Ich habe Höhenangst. Mir fällt es u.a. sehr schwer über freitragende Balken zu laufen, relativ unabhängig davon, ob diese sich nun 40 cm oder 4 m über dem Boden befinden.;-) Einen Bungeesprung könnte ich wahrscheinlich niemals machen. Aber ich kann freie Treppen, Leitern, Stiegen erklimmen; bei Aussichtsplattformen oder Türmen habe ich gelernt, mich auf die wundervolle Sicht zu konzentrieren und habe fast gar keine Mühe mehr. Weil ich es will und mich nicht so von meinen Ängsten einschränken lassen wollte. Gut, so groß waren die auch nicht, es war und ist keine richtige Phobie, eher eine starke Unsicherheit.


    Ich will also das Gleiche sagen wie Borbarad: kleine Schritte. Und das Ziel im Auge behalten dabei.:-D

    Aldahafera

    Bei phobischen Ängsten hilft nur konfrontieren. Allein schafft man das aber nicht immer. Höhenangst ist ein gutes Beispiel, ich bin auch damit gesegnet, ziemlich stark sogar. Als ich im 8. Stock wohnte - leider nur ein halbes Jahr im Studentenheim - habe ich mich jeden Tag mehrmals aus dem Fenster gehängt und versucht, mich bewusst zu entspannen. Nach wenigen Wochen hatte ich kaum noch Höhenangst, sie kam allerdings wieder, als ich mein tägliches Training nicht mehr machen konnte.

    Monika

    Zitat

    Bei phobischen Ängsten hilft nur konfrontieren.

    Das ist richtig; genau wie dein Hinweis auf therapeutische Begleitung bei stärker ausgeprägten Formen. Ich habe wohl glücklicherweise nur eine sehr leichte Höhenangst, welche gut zu händeln ist.

    @Monika65

    Zitat

    Ist es so schlimm? Siehst du Möglichkeiten, das irgendwie anzugehen? Üben... warum nicht auch in einer Therapie, möglichst in einer Gruppe?

    klar sehe ich eine Möglichkeit das anzugehen. Mag sich in anderen Ohren vielleicht lächerlich anhören, aber meine derzeitige Therapie ist einfach die Arbeit. Ich habe meinen Beruf ursprünglich zum Teil deshalb ausgewählt weil ich da mit Menschen nichts zu tun habe, nun arbeite ich aber nicht mehr in der Produktion wie immer vorgestellt, sondern im Verkauf. Ich kann sozusagen gar nicht anders als mich zu konfrontieren. Ich mach das jetzt seit ein paar Monaten (ca. 3) und langsam kann ich z.B. auch ohne total ausgetrockneten Mund mit den Kunden umgehen und solche Sachen. ;-D


    Wie sehr mich das zum positiven verändert, so dass ich das auf´s restliche Leben übertragen kann, muss sich erst noch rausstellen. Aber eine richtige Therapie werde ich wohl nicht machen.

    Zitat

    Und sehr viel Wut: Ich wollte mir mein Verhalten von mir nicht mehr länger bieten lassen!

    :)^ Es muss aber darum gehen, diese Wut in konstruktive Handlungen umzuleiten, nicht in Selbstzerfleischung...


    Manchmal ist meine Wut so gross, dass sie mich regelrecht blockiert und ich paradoxerweise wie gelähmt bin. Aber das ist immer noch besser als sich in die bequeme Opferrolle zurückzuziehen.

    @herr koch

    Zitat

    fremde leute im allgemeinen oder nur frauen?

    im allgemeinen


    @Monika65

    Zitat

    Therapie, ist auch ein gutes Verfahren bei phobischen Ängsten.

    Was für eine Therapie? Wo muss ich dafür hin? Wer zahlt das (Krankenkasse??)

    schüchtern

    In deinem Fall würde man das wohl als Sozialphobie einordnen, grob gesehen Neurosen. Die Finanzierung seitens der Krankenkasse hängt vom Therapeuten ab, ob der mit der Krankenkasse abrechnen kann. Ärzte können das und auf bestimmte Art und Weise ausgebildetet Psychotherapeuten, obwohl es auch sehr gute gibt, die nicht abrechnen können. Hängt auch mit von deiner Kasse ab und von der Art der Therapie.


    http://www.psychotherapiesuche.de/

    Zitat

    Öööööhm, wenn Du mit ihnen vorher nicht kommuniziert hat, wie kannst Du dann beurteilen, ob Veränderungen stattgefunden haben?

    Das i liegt neben dem o, es sollte also "noch" heissen.


    Ich beziehe mich auf Leute, die ich teilweise real getroffen habe, und wenn nicht real, dann mindestens _jeden_ Tag mit ihnen Kontakt gehalten hab. Also ist dein folgender Text über mich einfach Mumpitz.


    Zottelbär, DU hast dich vielleicht verändert. Das habe ich NIE in Frage gestellt.

    Erzkanzler

    Was ist mit dem, was ich schrieb? Dass die Veränderungen nur demjenigen bewußt waren und nicht von außen wahrnehmbar? Wäre das nicht wenigstens auch z.T. eine Erklärung? Hmm... es gibt einiges (nicht viel) in meinem Leben, was sich bei mir erst in der Rückschau und nach genauer Reflektion als geänderte Einstellung herausgestellt hat. Wo mir also erst weit im Nachhinein aufgefallen ist, dass ich manches anders händle als früher, ohne da jemals eine bewußte Entscheidung darüber getroffen zu haben. Vielleicht spielt so etwas auch mit rein?:-/

    Fiann

    Worauf genau bist du wütend? Auf dich? Auf "verlorene" Zeit? Auf das Alleinsein? (Das sind nur Beispiele, sollen keine Richtung angeben...) Und inwiefern blockiert dich diese Wut? Beschreib es mal genauer, bitte.:)*