Hmmm, ich habe hier gerade voll den Stress/Zeitdruck, weil ein Fachbeitrag heute noch fertig werden muss. Aber irgendwie geht nix mehr. Gestern abend gab's Feuerzangenbowle mit ein paar Bekannten. Da ist's definitiv zu spät geworden....

    Na, dann könnt ich

    mal kurz von meinem Sohn berichten, ist schon komisch, wie man, wenn man mal auf so ein Thema sensibilisiert ist, hellhörig wird und dann gleich nachdenkt... er macht die Tanzschule und fragt am Beginn des Abends ein Mädchen, das ihm gefällt, ob sie mit ihm tanzt, sagt sie ja, dann ist Damenwahl und er steht in der Nähe von ihr... weil sie gut getanzt hat, faßt er Mut und fragt sie, ob sie auch jetzt mit ihm tanzt, sagt sie wieder ja... dann fragt sie ihn, ob er mit ihr zum Abschlußball geht und er ist ebenfalls einverstanden... als er dann, um das ganze ein wenig zu fördern fragt, ob sie mal so was unternehmen, zögert sie und druckst herum, um nicht direkt nein zu sagen... und darum geht er jetzt zwar zu dem Ball, aber freuen tut er sich momentan gar nicht mehr drauf... weil fragen will er natürlich nicht nochmal... obwohl ich so im Hinterkopf schon die Hoffnung hab, daß sich vielleicht was ergibt :-)

    Zitat

    weil fragen will er natürlich nicht nochmal... obwohl ich so im Hinterkopf schon die Hoffnung hab, daß sich vielleicht was ergibt

    Wir sind Mensche, und Menschen machen sich häufig Hoffnung, wo es vieleicht gar keine Hoffnung gibt

    das ist dann schwer nachvollziehbar für den herren ... sie zeigt interesse, aber nur bis zu einem punkt. das führt dann dazu, dass man nicht unbedingt minderwertigkeitskomplexe bekommt, aber den eindruck hat, man seis einfach nicht "wert", mehr zu sein als ein blosser bekannter/tanzpartner/etc.


    hm. schnügi trägt heut ein shirt, das ihr zu klein ist. sie hat gemeint, sie wisse nun, warum sie das nie angezogen habe. rrrr *infaustbeiss*

    So, Text ist fertig. Jetzt muss nur noch Chefe drübergucken und dann ist Wochenende. Yippie!!!


    Das mit der Tanzschule sehe ich anders. Kann doch sein, dass sie gerne mit ihm zum Abschlussball geht, weil sie denkt, dass er von den zur Verfügung stehenden Jungs der Netteste ist. Dass muss aber noch lange nicht heißen, dass sie ihn so sympathisch findet bzw. sich mit ihm so viel zu sagen hat, dass sie sich ein Date mit ihm vorstellen kann. An potenzielle Partner stellt man da doch schon irgendwie andere Anforderungen als an den Tanzpartner für den Abschlussball (= für einen Abend).

    Zitat

    An potenzielle Partner stellt man da doch schon irgendwie andere Anforderungen als an den Tanzpartner für den Abschlussball (= für einen Abend).

    Das stimmt. Meine Tanzpartnerin ist auch eine sehr nette, sympatische Frau, aber das irgendwas laufen würde, kann ich mir nicht vorstellen. Das liegt nicht mal daran, das sie einiges älter ist als ich (keiner kennt ihr älter, sie sagt es auch keinem weiter), trotzdem sie ist einfach jemand, wo ich beim tanzen viel Spass habe, weil es vom Charakter auch ganz gut passt.

    Zitat

    Gestern abend gab's Feuerzangenbowle mit ein paar Bekannten. Da ist's definitiv zu spät geworden...

    Dafür kam ich gestern mal zeitig ins Bett, so dass ich heute morgen endlich mal wieder relativ zeitig aus dem Bett kam ... ;-)

    Zitat

    Jetzt muss nur noch Chefe drübergucken und dann ist Wochenende.

    Wie? :-o Dein Chef ist JETZT noch in der Firma? ???

    So jetzt aber endlich mein Text

    Hier jetzt etwas später als geplant mein gestern versprochener Beitrag. Ich frage mich wie ich von Frauen die mich sehen wahrgenommen werde.


    1. netter Mensch von dem man auf Sachfragen gute Antworten bekommt


    2. wirkt hilflos und irgendwie seltsam - weckt mütterlichen Instinkt


    3. muss irgendwie seltsam sein


    Version 1 ist noch die angenehmste. Es ist gut als vertrauenswürdig und sympathisch wahrgenommen zu werden. Aber auf die gefühlsmäßige Ebene reicht es nicht.


    Version 2 kam in der Vergangenheit mehrmals vor. In letzter Zeit nicht mehr.


    Version 3 macht mir im Moment Sorgen. Das ist jetzt etwas schwer zu erklären. Ich habe manchmal einfach das Gefühl am falschen Platz zu sein. Andere die mich dann sehen merken wahrscheinlich, dass ich mich gerade unwohl fühle und nicht richtig weiß was ich tun soll. Das Problem habe ich wenn viele Leute auf begrenztem Platz zusammen sind.


    Diese Woche war es mal wieder so. Erst fing es gut an. Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines eigenen Notebooks was mir auch ermöglicht in der Uni über WLAN ins Internet zu kommen. Allerdings ist dieser Zugang dort passwortgeschützt und es erwies sich als schwierig jemanden zu finden der diese Passwort kennt. Also fasste ich einen mutigen Plan. Jemanden der gerade mit seinem Notebook beschäftigt ist danach fragen. Der mutige Teil daran wenn möglich sollte es eine Frau sein. Also ab in den Computerraum. Tatsächlich waren die Rahmenbedingungen gut. An einem Tisch mit 4 Plätzen saßen 2 Mädels an ihren Notebooks auf 2 Plätzen am Rand. Auf dem Platz neben dem einem Mädel stand ein weiteres Notebook dessen Besitzer gerade nicht da war. Ich konnte mich leider nicht neben sie setzen. Also setze ich mich auf den freien Platz und schalte mein Notebook an. Die 2 Mädels arbeiteten zusammen an etwas. Ich fragte die näher an mir sitzende ob sie das Passwort weiß und es mir sagen kann. Sie wusste es. Ganz selbstverständlich unterbrach sie ihre Arbeit und sucht auf ihrem Computer nach der Datei in der sie das Passwort gespeichert hatte. Es war eine ewig lange Reihe aus Ziffern und Buchstaben. Sie diktierte es mir geduldig. Währenddessen kann die Besitzerin des dritten Notebooks neben mir zurück und setzte sich zwischen uns. Sie würdigte mich keines Blickes. Das hatte den großen Nachteil ich hatte keinen Blickkontakt zu meiner Helferin. Nach der Passworteingabe kam die Aufforderung vom System es erneut einzugeben. Kopieren ging natürlich nicht. Sie diktierte es mir erneut. Und es ging. Sie nahm gleich wieder das Gespräch mit ihrer Nachbarin über ihre Arbeit auf. Und dummerweise saß die dritte zwischen ihr und mir. Also schlechte Voraussetzungen für ein weiteres Gespräch. Und dann merkte ich noch, dass ich eigentlich schon seit 5 Minuten in der Vorlesung sein sollte. Also stand ich auf und packte mein Notebook ein. Bevor ich ging bedankt ich mich nochmals bei ihr. "Gern geschehen" sagte sie mit freundlicher Stimme leider ohne hoch zu schauen. Sie war zu sehr auf ihre Arbeit konzentriert. Dann ging ich.


    Immerhin ein Erfolg in der Sache. Ich kann endlich WLAN nutzen. Aber ein par nicht sachbezogene Worte waren wieder nicht drin.


    Also Plan für den nächsten Tag. In den Aufenthaltsraum gehen wo auch fast immer Leute am Notebook im Internet unterwegs sind. Wieder neben ein Mädel setzen die auch am Notebook beschäftig ist, erst ganz normal meine Emails anschauen oder so was dabei unauffällig schauen womit sie sich beschäftigt und versuchen darüber mit ihr ein Gespräch anzufangen.


    Also rein in den Aufenthaltsraum. Es war gerammelt voll, kein einziger Platz frei. Neben einem Mädel schon gar nicht. Ich stand da schaute herum und wusste nicht wohin. Noch dazu fing ich an zu schwitzen weil es unerträglich warm war. Ich kam mir vor wie ein Trottel der hilflos in der Gegend rumsteht und schwitzte noch mehr. Also auf dem schnellsten Weg wieder raus. Dann im Gang die Frage wohin jetzt? Also doch wieder in den Computerraum. Aber diesmal keine Gelegenheit neben einem Mädel Platz zu nehmen. Plan war für diesen Tag gescheitert.


    Solche Situationen gibt es öfter. Ich fühle mich unwohl, fehl am Platz. Dabei wirkt ich sicher seltsam und hilflos. Keine gute Voraussetzung um mit einem unbekannten weiblichen Wesen ein Gespräch anzufangen.


    Danke an alle die bis zu Ende gelesen haben.


    *:)