• Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen (Teil 2)

    Fortsetzung des Fadens: http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/95559/ (Zitat)Auf so nen Spruch würd ich prompt antworten "und nach deinem Tod wären alle froh, dass das Arschloch mit der frechen Klappe nicht mehr unter uns weilt". Ernsthaft, der Spruch ist das allerletzte, so was würde ich mir nicht bieten lassen! Wenn jemand kein Respekt vor dir hat nur…
  • 34 Antworten

    @ colt

    Zitat

    Napoleon Hill hat wohl nichts gebracht.

    Seine Kernbotschaft man könne alles erreichen wenn man es ernsthaft genug will halte ich für zu oberflächlich und unrealistisch. Es bringt nichts mir jeden Abend wenn ich ins Bett gehe zu sagen "Ich will in 10 Jahren Millionär sein." Das kann man sich so oft sagen wie man will. Es lässt sich nicht herbei reden.

    Zitat

    Vergleiche das mal mit einem Raucher: Er weiß kognitiv, dass er giftige Dämpfe einatmet. Aber er ist sich dessen nicht bewusst, denn dann würde er es nicht machen.

    Das ist etwas anderes. Der Raucher will es nicht wahr haben oder er redet das Problem vor sich selbst klein. Typische Aussagen von Rauchern sind: "So schlimm kann es doch nicht sein." oder "Meine Oma hat auch immer geraucht und ist 80 Jahre alt geworden." Es wird verharmlost oder sich geweigert die Realität zur Kenntnis zu nehmen.

    Zitat

    Du solltest hier eher die Aktiv-Form anbringen: Du machst es Dir selber kompliziert.

    Ich selbst mache es nicht kompliziert, kann ich garnicht. Es besteht eine Erwartungshaltung die von außen an mich herangetragen wird. Wenn ich diese Erwartungshaltung steiern könnte wäre es kein Problem, dann wäre es einfach.

    Zitat

    wir leben in einer oberflächlichen Welt, wo der äußere Schein und das Sich-verkaufen-können mehr zählt als Qualifikationen.

    Genau so ist es, leider.


    Ich habe ein seminar besucht zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Dort wurden auch typische Fragen die gestellt werden besprochen. Bei vielen Fragen darf man alles sagen nur nicht die Wahrheit.


    "Warum wollen Sie für unser Unternehmen arbeiten?"


    Wahrheit: "Ich wurde leider nicht als Kind reicher Eltern geboren und muss deshalb arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren."


    Antwort die man geben soll: "Ich finde Ihr Unternehmen ist das beste und tollste das es jemals in diesem Sonnensystem gab und ich würde mich über alle erdenklichen Maßen hinaus glücklich schätzen .....blablabla...."

    Naja, eine gewisse Grundsympathie dem Unternehmen gegenüber sollte man schon empfinden ... insofern ists nicht nur gelogen. Klar, man bewirbt sich in der Regel nicht nur, weil mans so toll findet. Aber wenn mich der Betrieb nur ankotzen würd, würd ich mich auch nicht bewerben.


    Ein "Ich hab viel Gutes gehört und möchte auch meinen Teil zu Ihrer erfolgreichen Firma beitragen" ist nicht zu viel geheuchelt, zeigt aber trotzdem Interesse. Und Motivation.

    @ KWAK

    Zitat

    Antwort die man geben soll: "Ich finde Ihr Unternehmen ist das beste und tollste das es jemals in diesem Sonnensystem gab und ich würde mich über alle erdenklichen Maßen hinaus glücklich schätzen .....blablabla...."

    Zugegeben: Die Anforderungen an die Menschen im Berufsleben nehmen zu. Und einen Job zu finden ist denke ich sehr viel schwerer, als zu Zeiten der Vollbeschäftigung.


    Dennoch: Wie wäre es denn mit ein wenig Authentizität? Ich meine: Ich hätte offen gesagt das gleich Problem wie Du, zu erläutern, warum ich in einer bestimmten Firma arbeiten wollte. Aber die Leute, die wirklich wissen was sie wollen (die zudem vermutlich auch eher Checker bei Frauen sind), die können das vermutlich relativ authentisch rüberbringen. Beziehungsweise, die müssen sich nicht verstellen, weil sie nur zu solchen Firmen gehen, die sie auch interessant finden.


    Stell Dir mal vor, Du wüsstest 100%ig, was Du willst, wo und wie Du arbeiten willst. Was glaubst Du, wie angetan die HR-Leute von Dir wären (die erforderlichen schulischen Qualifikationen vorausgesetzt).


    Das ist das, was ich hier immer wieder anbringe: Das JM-Problem ist nur eine Symptomatik. Ich glaube letztlich scheitern wir auch daran, dass wir nicht wissen was wir wollen auch in Bezug auf Frauen, da wir keine/kaum Erfahrung haben. Es ist doch inzwischen bekannt, dass die "Alphatiere" eine Mission haben, Selbstvertrauen ausstrahlen. Und die Pickup-Artists sagen doch auch: Eine Frau ist nicht Dein Lebenszweck, sondern immer an 2. Stelle! (man mag von denen halten was man will, aber in gewisser Weise haben sie da Recht)

    Nachtrag:


    Und genau da schließt sich der Kreis: Man muss (so glaube ich) gelernt haben, Dinge im Leben zu wollen und seinen Willen durchsetzen zu können. Das lehren einem aber die Eltern und die Umwelt nicht immer oder der Wille dazu wurde in irgendeiner Form unterdrückt.

    colt

    Zitat

    Das lehren einem aber die Eltern und die Umwelt nicht immer oder der Wille dazu wurde in irgendeiner Form unterdrückt.

    Nach meinen Erfahrungen mit Kindern bringen manche einfach weniger die Voraussetzungen dafür mit, das ist Typsache, angeboren. Denjenigen, denen es leicht fällt, fällt es schon als Kind leicht und umgekehrt. Als Eltern kann man daran nicht so viel ändern, allenfalls unterstützen.

    Im Kern ist es angeboren, das heißt, die es nicht haben, müssen es lernen, die anderen nicht. Und das zu lernen ist ein langer Prozess, je nachdem, und nicht jeder lernt es. Menschen sind nunmal verschieden, man kann sich nicht etwas antrainieren, was ganz und gar nicht dem eigenen Wesen entspricht.

    Zitat

    Ich selbst mache es nicht kompliziert, kann ich garnicht. Es besteht eine Erwartungshaltung die von außen an mich herangetragen wird. Wenn ich diese Erwartungshaltung steiern könnte wäre es kein Problem, dann wäre es einfach.

    Wenn ich das richtig verstehe, lehnst Du gesellschaftliche Regeln wie soziale Kompetenz & Kommunikationsfähigkeit für Dich ab. Du willst so bleiben und akzeptiert werden wie Du bist. Nun ja, ich glaube, dass auch diese Erwartungshaltung unrealistisch ist. Ein gutes gesellschaftliches Miteinander - z.B. am Arbeitsplatz - erfordert nun mal gewisse soziale Fähigkeiten und ich meine, dass jeder auch in der Lage ist, diese zumindest zu verbessern.


    Nehmen wir mal an, die gesellschaftlichen Regeln, die Dich stören, wären nicht mehr da. Wärst Du dann mit Deinem selbst gewählten Lebensweg glücklich?

    Zitat

    Im Kern ist es angeboren, das heißt, die es nicht haben, müssen es lernen, die anderen nicht. Und das zu lernen ist ein langer Prozess, je nachdem, und nicht jeder lernt es. Menschen sind nunmal verschieden, man kann sich nicht etwas antrainieren, was ganz und gar nicht dem eigenen Wesen entspricht.

    Das finde ich sehr gemein. Ich habe auch nicht viel davon.

    Zitat

    Im Kern ist es angeboren, das heißt, die es nicht haben, müssen es lernen, die anderen nicht. Und das zu lernen ist ein langer Prozess, je nachdem, und nicht jeder lernt es. Menschen sind nunmal verschieden, man kann sich nicht etwas antrainieren, was ganz und gar nicht dem eigenen Wesen entspricht.

    Das stimmt meiner Meinung nach auf keinen Fall.


    Meine Eltern sind beide sehr "starke" Persönlichkeiten, lassen sich nicht unterkriegen und bekommen was sie wollen.


    Ich bin genau das gegenteil. Eigentlich sollte ich es von meinen Eltern geerbt haben aber ich bin im gegensatz zu ihnen ein "Feigling" der immer angsat hat, wenn er leute lachen sieht, dass sie über ihn lachen und der sich nicht zu einenm Bewerbungsgespräch traut..


    Und warum? Weil meine eltern mich so erzogen haben. Das haben sie auch selber schon gesagt. Meine eltern haben mich mit 18 noch behandelt wie ein kleines Kind, mir alles gemacht und zu allem verholfen das ich erreichen wollte. Ich war nie eigenständig und auf mich selbst angewiesen. Dadurch hab ich nie gelernt selber aufzustehen und etwas zu wollen. Sie es mehr Gehalt, selber den Sender beim TV im Pausenraum in der Arbeit vor den Kollegen zu bestimmen, oder eine Freundin.


    Ich bin der Überzeugung, dass das hauptsächlich an der Erziehung liegt, sofern es bereits in der Kindheit beginnt.

    @ Julien-Matteo:

    Klar wären "wir" dann glücklichER.


    Schließlich wäre das Leben dadurch erheblich einfacher. Sicher müssten wir selber auch etwas tun aber eben auch nur mehr so viel wie "Normale" auch.

    Zitat

    Verdammt, ich muss mir dringend aneignen, ein Arschloch zu werden. Sonst gibt das in diesem Leben nix mehr mit ner Frau.

    Das halte ich für ein Irrtum. Du kannst ja versuchen ein Arschloch zu werden aber wenn Du kein wirklich echtes bist, wirst Du vielleicht dann eine Frau anziehen die nicht zu Dir paßt. Ich kenne genügend Männer die keine Arschlöcher sind und auch ne Frau haben.

    Zitat

    Ich bin der Überzeugung, dass das hauptsächlich an der Erziehung liegt, sofern es bereits in der Kindheit beginnt.

    Gibt aber ja auch Paare die mehrere Kinder haben. Kind 1 kann sich durchsetzen, Kind 2 nicht so gut. Wie kann das denn ?

    Zitat

    Klar wären "wir" dann glücklichER.

    Also ich bestimmt nicht. Was würde es einem Introvertierten bringen, wenn alle Menschen introvertiert wären? Das wäre ja eine todlangweilige Welt.

    Zitat

    Schließlich wäre das Leben dadurch erheblich einfacher. Sicher müssten wir selber auch etwas tun aber eben auch nur mehr so viel wie "Normale" auch.

    Wer hindert Dich daran, ein einfaches Leben zu führen? Wenn Du nicht so viel für Dich tun willst, dann lass es doch einfach.