hallo,


    ich spreche nicht aus eigener Erfahrung,


    aber ich habe eine Freundin , die kam mit jemanden zusammen,


    der war Arzt, genauer Internist, kam aus sehr gutem Elternhaus (alles Ärzte mit Praxis mit Klinikstatus)....groß, blond, super-nett, kultiviert und gebildet.... viele Freunde, Segel-Schein, Flugschein, promoviert.... 28 Jahre....


    und NOCH NIE eine Freundin.


    Die beiden waren vier Jahre zusammen und haben dann geheiratet.


    Wir anderen fanden das zunächst amüsant, aber der Typ hat einfach überzeugt und da hat es dann weder meine Freundin noch uns ander interessiert.


    Wenn der richtige kommt, ist es doch unwichtig, was vorher war.


    Ich kam mit 22 mit meinem Mann zusammen – das vorher hätte ich mir auch schenken können.

    ....die Frage, die sich mir bei solchen Freds immer stellt:


    woher diese Angst vor Frauen?


    Das zieht sich soooo durch, dass die betroffenen Männer die Frauen einfach nicht als Mitmenschen sehen können,


    selbst ein Gespräch mit der Kassiererin ist schwierig....


    liegt das an der sexuellen Komponente, die unbewusst mit schwingt?

    Zitat

    ich bin in einer selbsthilfegruppe für soziale ängste. mir hilft das sehr.


    vielleicht könnte das auch für dich ganz gut passen?


    meine gruppe ist in prenzlauer berg (bei der KIS – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, Fehrbelliner Str. 92), trifft sich immer freitags 19-21. die leute sind sehr nett, unterstützen sich gegenseitig gut. wir teilen die gruppe meist auf, manche von uns tauschen sich einfach nur aus, andere machen übungen auf verschiedene soziale situationen bezogen, rollenspiele etc.

    Ich war mal ne Zeitlang in der SHG. War ganz ok, war leider oft so das die Leute nicht in meinem Alter waren, naja etwas unterhalten konnte man sich trotzdem. Das Problem ist auch das soziale Probleme eine enorme Spannung haben.

    Zitat

    der war Arzt, genauer Internist, kam aus sehr gutem Elternhaus (alles Ärzte mit Praxis mit Klinikstatus)....groß, blond, super-nett, kultiviert und gebildet.... viele Freunde, Segel-Schein, Flugschein, promoviert.... 28 Jahre....

    Ja schon erstaunlich mit solchen Vorrausetzungen. Da kann ich nichtmal die hälfte davon bieten.


    Das Beispiel was du hier bringst ist eher die Ausnahme. Viele haben tiefe persönliche Probleme, oder werden von Frauen nicht wahrgenommen.

    Also ich bin inwzischen froh das ich einigermaßen locker mit Frauen sprechen kann. Dafür habe ich schon allein 20 Jahre gebraucht. Viel mehr is auch nicht. Frauen ansprechen eher nicht. Dates habe ich eigentlich so gut wie nie. Mir sind manche Freundschaften schon zu intim.


    bei Frauen ist das ganze um den Faktor 100 schlimmer. Körperlicherkontakt kann ich mir kaum vorstellen, Sex sowieso nicht.

    .....versuch doch mal, die welt nicht in mann frau aufzuteilen, sondern einfach menschen ,die du kennst und menschen, die du nicjt kennst. Mir ist es zb ganz egal, ob mein gegenueber ob privat oder beruflich ein mann oder eine frau ist. Wenn das thema oder die chemie stimmt ,unterhaelt man sich, ansonsten ist man halt hoeflich und laesst es.

    ....eigentlci wollte ich mit der beschreibung des typen nur deine frage beantworten.: meiner freundin war das nach kennen lernen voellig egal ,ob er schon mal eine freundin gehabt hatte und wir als freundeskreis fanden es zwar kurzfristig amuesant, aber das war es dann auch, wie oben schon geschrieben. Bewerte es nicht ueber, wenn die richtige kommt ist es doch egal, was vorher war.

    ....vielleicht kennst du auch die falschen frauen? Mein mann kannte fruher auch nur frauen, die ich nicht mit der kneifzange anfassen wuerde, er kannte das auch nicht anders als dass frauen #halt so sind#. Als er dann mit mir zusammen kam, hat sich das schnell geaendert.


    Frauen als freunde und ernsthafte gespraechspartner und hobbyteiler kannte er gar nicht, weil er immer nur mit typischen hausfrauen zu tun hatte.

    Zitat

    Warum nicht, wenn ich fragen darf?? Schlechte Erinnerungen? @:)

    Gute Frage war irgendwie schon immer so. Ich geb Männer und Frauen lieber die Hand als sie gleich zu umarmen. Aber ich denke wenn ich eine Frau näher kennenlernen würde würde sich das mit der Zeit verbessern.


    Zeit!, das ist das Stichwort.


    Ich brauch einfach mehr Zeit um Menschen näher kennenzulernen. Bis ich den Leuten mal vertrauen kann usw.


    Bei einer Partnerschaft wäre es mir am liebsten wenn es ganz langsam gehen würde. Also Bekanntschaft, Freundschaft und dann erst Beziehung, so im Zeitramen von mehren Monaten. Alles andere würde mir wohl zu schnell gehen und ich würde irgendwann blockieren.

    Zitat

    Also Bekanntschaft, Freundschaft und dann erst Beziehung, so im Zeitramen von mehren Monaten. Alles andere würde mir wohl zu schnell gehen und ich würde irgendwann blockieren.

    das zeigt, dass Du noch nie verliebt warst @:)


    am anfang reicht einmal am Tag, dann werden es zweimal, irgendwann jede freie Minute, die man erübrigen kann....die abende, die nächte...


    immer....


    ohne, das ist dann wie körperliche Schmerzen und das passiet innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen *:)

    Hi,


    Mir selber ging es vor ein paar Jahren sehr schlecht, kaum soziale Kontakte, Schüchternheit etc.


    Dennoch kann ich meine Situation eigentlich kaum mit deiner vergleichen, da ich nie gemobbt wurde oder andere schlimme Erfahrungen gemacht hätte.


    Ich habe dann nach der Schule beschlossen, für ein Jahr nach Australien zu fliegen. Alleine, ohne irgendjemanden den ich kenne und ohne irgendjemanden dort zu kennen. Ich muss sagen es mich enorm Überwindung gekostet, ich hatte einfach richtig Angst davor. Aber ich wollte es unter allen Umständen durchziehen.


    Nun was soll ich sagen, es war die Beste Entscheidung die ich treffen konnte!


    Du würdest dir selbst dadurch eine Situation schaffen, die du zuhause in deinem normalen Umfeld nie bekommen würdest: Es sind unglaublich viele junge Leute (Auch sehr viele Deutsche) in Australien unterwegs und du würdest in Hostels schlafen, sprich mit mehreren Leuten in einem Raum, idR. alles junge reisende zwischen 20 und 30. Auf diese Weise lernst du unglaublich viele Leute kennen, auch ohne dass du großartig auf jemanden zugehen musst. Man kommt einfach von ganz alleine ins Gespräch wenn man sich mit jemandem ein Zimmer teilt und es gibt so gut wie immer einen Gemeinschaftsraum wo zusammen getrunken wird etc.


    Da viele allein unterwegs sind, sind eben auch viele daran interessiert, neue Leute kennen zu lernen. Anders als in Deutschland, wo die meisten bereits einen festen Freundeskreis haben.


    Und das schöne daran ist, wenn es dir irgendwo nicht gefällt, dann fährst du einfach weiter oder gehtst in ein anderes Hostel. Die Leute die du kennen lernst wirst du in den meisten Fällen auch nie wieder sehen, so hast du eine tolle Möglichkeit einfach jede menge unverbindliche Gespräche zu führen ohne groß Fremde leute anzusprechen. Das tolle daran ist, dass eigentlich alle völlig vorurteilsfrei an die Sache ran gehen, einfach weil sie dich noch nie gesehen haben. und ein weiterer Vorteil ist, dass es eigentlich keinen Interessiert ob du in Deutschland viele Freunde hast oder nicht, die sind schließlich so oder so 27std. Flugzeit weg.


    Und natürlich bilden sich mit der zeit auch tiefere Freundschaften.


    Ich habe jetzt nicht den gesamten Thread gelesen und weiß nicht genau ob es evtl. sogar schon vorgeschlagen wurde oder ob du überhaupt Interesse an soetwas hast.


    Ich wollte es nur erwähnt haben, mir persönlich hat es unglaublich geholfen und gleichzeitig riesen Spaß gemacht.


    Insgesamt hatte ich eine tolle zeit die ich nie vergessen werde und die mich sicherlich auch längerfristig prägen wird.


    Es kostet eben nur einiges an Überwindung. Aber wenn man einmal da ist, geht eigentlich alles von alleine.


    Vielleicht wär das ja was für dich.

    Zitat

    das zeigt, dass Du noch nie verliebt warst @:)

    Hmm was hat das damit zu tun. Selbst wenn ich verliebt wäre würde ich den Kontakt nur langsam aufbauen...


    Aber ich will ja auch mal ein bisschen was von meinem Fortschritt posten, in den letzten 5-10 Jahren.


    Wie gesagt musste ich mir vieles erst neu erarbeiten.


    Früher war es undenkbar für mich Frauen anzuschauen oder gar anzuschauen.


    Ich habe mir als erstes antrainiert nicht mehr auf den Boden zu schauen.


    Dann habe ich die Körperhaltung verbessert, so das ich nimmer wie ein schlaffer Sack herumlaufe.


    Dann war das äußerliche Erscheinungsbild dran. Da musste ich erst viel ausprobieren, doch jetzt weiß ich was mir steht und was nicht.


    Ich hab dann also erstmal versucht Menschen insbesondere Frauen in die Augen zu schauen, auch beim alltäglichen laufen durch die Stadt oder im Bus. War ganz schön schwer.


    Inzwischen habe ich daraus ein kleines Spiel gemacht. Ich versuche einer Frau welche mich anschaut oder mir entgegenkommt möglichst lang in die Augen zu schauen ohne natürlich zu starren. Inzwischen klappt das ganz gut. erstaunlich wenige Leute können lang in die Augen schauen.


    Am schwersten ist es wenn mir eine Frau entgegenkommt, und sonst keine Menschen in der Nähe sind. Bei attraktiven Frauen bin ich da immernoch etwas zittrig und ich bin froh wenn ich an ihr vorbei bin. Ganz anderst is das in der Stadt wo noch viele andere Menschen unterwegs sind.


    Das liegt daran da sich in der Situation alleine alles auf mich konzentriert, und ich bin natürlich dann extrem angespannt.


    Flirten konnte ich nie wirklich gut. Wenn ich lächle sieht das aus wie bei einem Clown der eine Grimasse macht.


    Wenn mich Frauen anlächeln schaffe ich es inzwischen wenigstens fast immer zurückzulächeln.


    Von mir aus mache ich das allerdings wirklich fast nie. Da muss ich schon ein verdammt guten Tag haben und gut drauf sein das ich mir das traue. Die Angst zu versagen oder das da irgendwas schlechtes zurückkomt ist immer noch sehr groß.


    Das kommt natürlich auch noch von früher, weil ich auch von Frauen auf das übelste naja beleidigt worden bin.


    Ich war lange Zeit unfähig Gespräche mit Frauen zu führen. Das Studium hat mir da sehr geholfen, weil ich es da musste.


    Immerhin kann ich mich inzwischen einigermaßen unterhalten. Aber wenn die Frau zu selbstsicher ist , flüchte ich meistens.


    Genauso bin ich überfordert wenn zu private Fragen gestellt werden, dann denke ich immer das das was ich bin schlecht ankommt. Allgemein versuche ich zu wenig. Wenn Frauen mich ansprechen weiß ich oft nicht wie ich reagieren soll, aber das MUSS mit der Zeit besser werden, ich brauch einfach mehr so Situationen. Ich würde z.b. nieeinfach so nach einem treffen fragen, zumindest nicht nach kurzer Zeit. Ich müsste da die Frau einfach viel besser kennen, um die Chance auf Ablehnung so gering wie möglich zu halten.


    Grundsätzlich kann ich ein Gespräch eh selten in die private Richtung lenken.


    Nun zum schwierigsten das Ansprechen. Damit habe ich zaghaft erst vor ein paar Jahren angefangen.


    Ich hatte höchstens eine Handvoll Situationen (also nichtmal 5 in 2,3 Jahren...) in welchen in mich überhaupt getraut habe eine Frau anzusprechen.


    Ich spreche eine Frau grundsätzlich nicht einfach so an.


    Ich brauch eine Sicherheit, diese Sicherheit gewinne ich meistens durch eine Situation.


    D.h. ich brauche einen Aufhänger damit ich weiß das es nicht peinlich rüberkommt.


    Leider muss dieser Aufhänger schon verdammt gut sein das ich überhaupt was mache.


    Und selbst wenn ich das Ansprechen mit Müh und Not schaffe, bin ich so angespannt das ich meistens nichts gescheites rede.


    Meistens is das Gespräch dann relativ schnell zu Ende, und ich fühle mich danach wie ein geprügelter Hund...