Kein Analsex - Trennung?

    Ein nächtliches ,,Hallo!" an alle hier... *:)


    Vorab: Ich war nicht sicher, ob das Thema ins Forum ,,Beziehungen" oder ,,Sexualität" gehört, aber ich hab es jetzt mal hier reingepackt. o:)


    Nun gut: Ich bin seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen; er steht wahnsinnig auf Analsex - ich hingegen gar nicht. Grundsätzlich bin ich ein offener Mensch, der nicht gleich alles ablehnt, sondern sich auch mal auf etwas einlässt und Neues ausprobiert. Ich bin 27 Jahre alt, hatte meine ersten sexuellen Erfahrungen mit 17 - von dem her weiß ich mittlerweile aber zumindest ungefähr, was mir gefällt und was nicht. ,,Ungefähr" deshalb, weil es ja mit jedem Partner wieder ein neues Erleben sein kann, aber was mir bisher noch nie zugesagt hat, war eben Analsex. :|N Egal wie vorsichtig und mit wie viel (übertrieben ausgedrückt) Tonnen Gleitgel mein Partner rangeht - es gibt mir einfach nichts. Auch nicht mit klitoraler Stimulation etc. - es turnt mich einfach ab, wenn an meinem Po herumgefummelt wird und ich mag auch das Gefühl an sich nicht. 8-( (Plus: Mein Partner hat keinen überdimensionalen Penis, aber doch einen, für den wir Kondome von mysize in einer größeren Größe kaufen - das erleichtert die Sache auch nicht unbedingt.)


    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können und gemeint, was denn so schlimm daran wäre, wenn ich es einfach ihm zuliebe machen (bzw. eher ,,über mich ergehen lassen") würde, wenn ich keine argen Schmerzen dabei verspüre (für mich ist es aber immerhin unangenehm bzw. manchmal schon schmerzvoll :-( ). Kompromisse, wie dass er an meinem Po reiben oder von mir aus auch einen Finger einführen kann, lehnt er ab bzw. geben ihm nichts. :(v Ich habe Analsex ihm zuliebe auch mit ihm schon probiert/mitgemacht, aber ich fühle mich nicht in der Lage, dauerhaft über meine Grenzen zu steigen. Das ,,auch" im vorigen Satz bezieht sich übrigens darauf, dass einer meiner Ex-Partner sich nämlich genau aus diesem Grund (dass ich keinen Analsex wollte) von mir getrennt hat. O-) Eine Freundin, der ich mich anvertraut habe, hat mir geraten, weiterhin Analsex zu haben, weil doch sonst alles in unserer Beziehung passe. Mich belastet das aber... Sehe ich das alles zu eng/streng? Wie weit würdet ihr für den Partner gehen? (Ich frage mich, warum er mir nicht entgegenkommen kann - Sex ist doch nicht alles und normalen Sex haben wir ja?)


    Hat jemand Ähnliches erlebt? Von ihm habe ich nur zu hören bekommen, dass seine Ex-Freundinnen es entweder von Haus aus gemocht haben (Wie schön - interessiert mich das? %-| ) oder es mögen gelernt haben, obwohl es bei ihnen am Anfang auch nicht zum Standardprogramm gehört hatte.


    Wir stehen kurz davor, zu zweit zusammenzuziehen - da frage ich mich, ob das überhaupt einen Sinn hat?


    Vielen Dank für eure Lesezeit und für eure Antworten schon im Vorhinein! x:)

  • 45 Antworten
    Zitat

    Wir stehen kurz davor, zu zweit zusammenzuziehen - da frage ich mich, ob das überhaupt einen Sinn hat?

    Kurz gesagt, nein.


    Wenn ihm das SO wichtig ist, wird er sich eine andere Frau suchen müssen, die er in den Hintern poppen kann.

    Zitat

    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können

    Ist ja wohl eindeutig. Entweder, du lässt ihn hinten rein, oder er sucht sich eine andere. PUNKT.


    Wohl ein kleiner Fetischist, dein Freund.

    Hallo meine Liebe,


    du bist eine offene Frau und ein Versuch war es auch Wert, aber wenn es dir keinen Spass macht


    bzw. eher schmerzvoll ist solltest du es nicht mehr machen.


    Wenn er dich lieben sollte (was ich bezweifle) dann soll er dich lieben dass es euch beiden Spass macht,


    dh. es soll auch für dich schön sein !!!!


    Sorry für meine Offenheit, aber mein Rat ist, lass ihn ziehen und suche dir einen besseren Mann


    welcher dich auch liebt wie du bist und nicht wie du sein solltest !!!


    LG und viel Glück !!


    Fritz

    Zitat

    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können und gemeint, was denn so schlimm daran wäre, wenn ich es einfach ihm zuliebe machen (bzw. eher ,,über mich ergehen lassen") würde, wenn ich keine argen Schmerzen dabei verspüre

    Wie wäre es, wenn Du ihm sagst, dass Du das auf keinen Fall noch einmal mitmachen wirst, es kann doch nicht zu schlimm sein, wenn er Dir zuliebe darauf verzichtet ...


    Es gibt einfach Dinge, wo man keinen Kompromiss finden kann und da muss einer dem Anderen zuliebe etwas tun oder lassen.


    Ich finde es da nicht verkehrt, wenn dejenige dabei sozusagen "im Vorteil" ist, der körperlich den "größeren Schaden nimmt".


    Also er würde auf Befriedigung dieser Art verzichten, nicht aber auf Befriedigung generell.


    Sein Sexualleben ist also bedingt eingeschränkt.


    Du hingegen fühlst Dich dabei nicht wohl oder hast sogar Schmerzen ... da ist die Sache doch eigentlich klar.


    Wenn das für ihn ein Trennungsgrund ist ... dann ist mit dem "aus Liebe" wohl nur solange, wie er seinen Vorteil hat ... da kann man seine Liebe durchaus auch jetzt schon in Frage stellen.

    Zitat

    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können

    Dann würde ich das Zusammenziehen erst einmal lassen und auf Distanz gehen. Sag ihm, dass du dich nicht für ihn verbiegen kannst und du eben nicht auf einen angenehmen Sex verzichten kannst. Es geht ja nicht nur um ihn.


    Wenn du ihm wirklich als Mensch viel bedeutest (und nicht nur als "Arsch" im Wortsinne), dann wird er sich auf Kompromisse einlassen können. Wenn er dann die Beziehung beendet, hast du dir einen Fehlstart erspart. So traurig das ist. Ich würde aber die Hoffnung auf Kompromisse nicht aufgeben. Auch du kannst dich noch entwickeln und Freude an anderen Praktiken finden. Da kann man sich ja rantasten. Aber heute ist es eben so, dass du das nicht magst. Also kannst du ihm auch keine Hoffnungen machen, dass es eines Tages anders wird. Entweder er lässt sich auf die offene Entwicklung ein, weil du ihm was bedeutest, oder eben nicht.

    Zitat

    Das ,,auch" im vorigen Satz bezieht sich übrigens darauf, dass einer meiner Ex-Partner sich nämlich genau aus diesem Grund (dass ich keinen Analsex wollte) von mir getrennt hat.

    Schon zweimal dieses Pech? Autsch. :-X

    Das wird ewig zwischen euch stehen... wenn er damit langfristig nicht umgehen kann, dass du das eben nicht magst dann könnte die Konsequenz natürlich sein dass ihr euch trennt.


    Doch wer zieht die Konsequenz?


    Er - der nicht akzeptieren will das AV in eurer Beziehung nicht praktiziert wird und im AV wichtiger ist als die Beziehung


    Du - die sich von ihm bedrängt fühlt und sich nicht zum Aufrechterhalt der Beziehung auf AV einlasen will (was ich richtig finde!)

    Was für Deppen es doch gibt...! %-|


    Das musst du dir nicht gefallen lassen!


    Er soll sich überlegen, ob er mit dir zusammenbleiben möchte und somit auf Analsex verzichtet, oder er soll sich ne Neue suchen, die auf Analsex steht... Da könnte er sich auch nen Mann suchen, Anal geht ja schliesslich mit jedem Geschlecht!


    Ich find das unmöglich von ihm, stell ihn echt vor die Wahl, wenn du den geringsten Zweifel an ihm erkennst, solltest du ihm den Laufpass geben! :)^

    Zitat

    wenn ich es einfach ihm zuliebe machen (bzw. eher ,,über mich ergehen lassen") würde,


    für mich ist es aber immerhin unangenehm bzw. manchmal schon schmerzvoll

    Nicht er, sondern Du entscheidest, ob Du Analsex haben willst oder nicht! Gibt es etwas, was er absolut nicht mag? Dann sage ihn, dass Du das gerne regelmäßig hättest und schau auf seine Reaktion! Vielleicht versteht er das dann besser.

    Zitat

    Eine Freundin, der ich mich anvertraut habe, hat mir geraten, weiterhin Analsex zu haben, weil doch sonst alles in unserer Beziehung passe.

    Was hast Du für unempathische Freundinnen???

    Zitat

    Wir stehen kurz davor, zu zweit zusammenzuziehen - da frage ich mich, ob das überhaupt einen Sinn hat?

    Du schriebst dazu:

    Zitat

    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können

    Entweder, er findet sich damit ab, oder Ihr trennt Euch! Und zusammenziehen, bevor solch wichtige Fragen nicht geklärt sind, ist eine krasse Fehlentscheidung oder hast Du Hoffnung, dass er sich für immer damit abfindet?


    Auch ich hätte gerne AV, weil ich weiß, wie schön und intim sowas ist (das war auch für meine Ex sehr schön, wie sie sagte.), habe mich aber damit abgefunden, dass es in meiner Beziehung keinen AV geben wird. Wenn der Partner nicht auf AV verzichten will, hat die ganze Beziehung keinen Wert und ein Zusammenziehen schon gar nicht!


    Alles Gute!


    Gruß Andi *:)

    stimme alles obrigen zu, ich würde ihn noch Fragen ob er sich denn von dir mit einem Dildo penetrieren lassen würde dir zuliebe ]:D


    ich finde es auch tragisch dass deine Freundinnen dir raten es einfach über dich ergehen zu lassen.....unglaublich

    Ich bin grundsätzlich schon ein Freund davon, in Beziehungen auch mal etwas mitzumachen, worauf man selbst vielleicht nicht steht, solange es für einen selbst kein völliges Ekel-Schmerz-Ding ist.


    So scheint es ja bei dir zu sein. Du stehst halt nicht besonders drauf, aber dass es für dich - überspitzt gesagt - in einem Albtraum aus Schmerz und Ekel endet, wenn ihr es tut, lese ich da jetzt auch nicht heraus.


    Insofern kann man die Überlegung, ihm ab und zu eben mal "den Arsch hinzuhalten" (sorry ;-D ) durchaus erwägen (ich finde die Freundin und ihren Rat da nicht zwingend unempathisch). Natürlich möchte man seine sexuellen Bedürfnisse gerne mit seinem Partner er- und ausleben. Ob du das willst ob es z.B. einen quantitatives Limit gibt, dass du akzeptieren könntest o.ä., ist natürlich deine freie Entscheidung.


    Was mir aber zu denken gibt, ist, dass er das tatsächlich als Kriterium für die Zukunft oder Nicht-Zukunft eurer Beziehung sieht. ":/ Das wirft Zweifel an seinen Gefühlen auf. Sexuelle Kompatibilität ist nicht unwichtig, aber ob man jemanden liebt oder nicht macht man m.E. nicht von der Ablehnung zu einzelnen Praktiken abhängig (wie du eben sagst, "Sex ist nicht alles"). Das ist hier der viel größere Knackpunkt als das Thema Analsex (insofern doch vielmehr ein Beziehungs- als ein Sex-Ding).


    Das finde ich relativ leichtfertig. Das Zusammenziehen würde ich mir daher auf jeden Fall noch überlegen.

    @ Stalfyr

    Die Grenze muss aber die TE ziehen und nicht ihr Partner.


    Für Dich wäre

    Zitat

    kein völliges Ekel-Schmerz-Ding ist.

    noch OK, um es mitzumachen und vielleicht sieht das ja auch der Partner und die Freundinnen so.


    Für jemand anderen reicht

    Zitat

    für mich ist es aber immerhin unangenehm bzw. manchmal schon schmerzvoll :-( ).

    aus, um es nicht (mehr) machen zu wollen.


    Ich glaube auch, dass gerade durch das "mitmachen", obwohl man es unangenehm findet das Gefühl des Unwohlseins wächst und die Liebe leidet ... insofern sollte man da besser früher stop sagen, als erst dann, wenn es in Ekel umgeschlagen ist.

    Ihr seid erst ein Jahr zusammen, da wäre es günstiger, sich jetzt zu trennen als später.


    Dass der Trennungsgrund dabei "nur" der fehlende Analsex sein soll, klingt allerdings etwas seltsam.


    Ich fürchte, da passen mehrere Dinge nicht so recht und mit dem Analsex fällt das Kind jetzt in den Brunnen.


    Nee, lass mal. Wenn er den Analsex so sehr braucht, dann bist du nicht die Richtige für ihn und er wohl auch nicht der Richtige für dich. Shit happens.

    Zitat

    Mein Partner hat nun geäußert, so absolut nicht ,,für immer" weitermachen zu können und gemeint, was denn so schlimm daran wäre, wenn ich es einfach ihm zuliebe machen (bzw. eher ,,über mich ergehen lassen") würde, wenn ich keine argen Schmerzen dabei verspüre (für mich ist es aber immerhin unangenehm bzw. manchmal schon schmerzvoll :-( ).

    Aus diesen Zeilen springt mich das Unverständniss für deine Gefühle sowie in diesem Punkt mangelnde Empathie an wie ein Frettchen auf Speed.


    Allein dass er "keine argen Schmerzen" für tolerierbar hält halte ich für eine gehörige Portion Egoismus.


    Etwas überspitzt ausgedrückt, es ist ihm egal dass es für dich unangenehm und manchmal schmerzvoll ist, seine Befreidigung ist wichtiger.


    Positiv an dem was er gesagt hat ist für dich: Du weißt woran du bist. Analsex ist für ihn eine Conditio sine qua non für eine Beziehung.


    An Kompromissen ist er nicht interessiert.

    Zunächst: Analsex ist auch für mich etwas Schreckliches. Es turnt mich einfach nur ab, ist schmerzhaft und ganz und gar nicht erotisch. Okay, ginge bei mir eh seit 'zig Jahren nicht mehr, weil ich hinten zugenäht bin. Somit kann eh niemand mehr auf unangenehme Gedanken kommen ... ;-D


    Ein Partner, der das von mir verlangen würde und bei Verweigerung die Beziehung in Frage stellen würde, wäre die längste Zeit mein Partner gewesen.


    Mein erster Mann verlangte auch Praktiken von mir, mit denen ich mich so gar nicht anfreunden konnte. Gut, er zwang mich nicht. Seine diesbezügliche Befriedigungen holte er sich dann aber bei anderen Frauen. Damit hatte ich dann die Schnauze voll.