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    Kleine Denkaufgabe; warum ist z.B. Viagra Weltbekannt, ist ein Millionen Geschäft und Mönchspfeffer nicht

    Das ist ganz einfach: weil es sehr viel mehr Leute mit vermeintlichen Erektionsproblemen gibt (im Sinn von "er steht nicht mehr"), als das Gegenteil. Mönchspfeffer soll leicht libidosenkend wirken, so wie Weidenrinde leicht schmerzlindernd ist. Das sind halt keine Hammermedis, aber eine Wirkung ist da (und sei sie nur wie beim Placebo eingebildet, was wirkt, gewinnt). Zumindest lohnt ein Versuch.

    Zitat

    Das ist ganz einfach: weil es sehr viel mehr Leute mit vermeintlichen Erektionsproblemen gibt (im Sinn von "er steht nicht mehr"), als das Gegenteil.

    Falsch.


    Viagra funktioniert. Mönchspfeffer nicht.

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    Ich vestehe das Problem, aber ich verstehe nicht was so schwierig an einer Lösung ist?


    Ist es wirklich so krass abweichend vom "Normalo"? ich masturbiere halt 1-2 mal täglich (dauert paar Minuten) macht ja aber auch Spass. Und schon hat man seinen Kopf wieder frei und alles ist gut.


    Klar nervt es manchmal wuschig rumzulaufen und gerade nichts dagegen tun zu können ;-D . Aber alles hat Vor-und Nachteile im Leben.


    Ohne Masturbation (falls dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte) kann ich den Threadtitel aber voll und ganz nachvollziehen. Würde dann auch chemische Mittel empfehlen.

    ** Warum fällt es so vielen Menschen schwer sich einfach ein wenig distanziert mit diesem thema auseinanderzusetzen?**


    Ich könnte damit beginnen meinen Frust abszulassen bei den ganzen wer-mit-wem-und-wenn-ja – wie-oft-geplänkel, das hätte mir dann aber ganzen tag versaut. Wendet euch bitte an ein Forum für Pubertätsbehinderungen oder an die Telefonseelsorge.


    Stattdessen wollte ich mal was ganz neues machen und mal bei einer ganz interessanten Fragen weiter machen, die am Anfang gestellt wurde.


    Fakt ist: Jedes gesunde Lebewesen ist darauf ausgelegt sich fortzupflanzen. Das kling villeicht komisch, ist aber so.


    Der Wille dieses auch zu tun ist tief in uns allen verankert, keiner würde das leugnen. Dieser Instinkt oder Trieb hat auch eine Funktion! Denn obwohl technisch gesehen ein enorm großer Mehraufwand darin Besteht, seine Art zu erhalten, sind seid miliarden von jahren alle Lebewesen oft einen sehr großen Teil ihres Lebens damit beschäftigt dem nachzukommen. Alle Lebewesen zeugen auf unterschiedlichen Weisen Nachkommen und ziehen diese manchmal auch sehr lange auf. Oft scheint es ihr einziges Ziel im Leben zu sein sich fortzupflanzen, da dieses evolutionstechnisch gesehen die weitergabe der Gene bedeutet.


    Die natürliche Ausleese der Evolutionstheorie ist ein ganz nettes Hilfsmittel um zu erkennen, dass sich nur die Menschen dann besonders gut und oft fortpflanzten die dazu auch einen inneren Willen dazu hatten. Wer ihn mehr hatte, der hat sich mehr vermehrt, wer ihn weniger hatte, der ist wahrscheinlich ausgestorben.


    Das ist jetzt nicht schlimm oder so, da dieses dazu beiträgt, dass wir Menschen bzw. die Tiere nicht aussterben, aber es ist doch gut darüber bescheid zu wissen, dass dieses "Pogramm" in uns nicht von der Vernunft her gesteuert wird, sondern immer dann abspielt, wenn es von bestimmten Schlüsselreizen ausgelöst wird. Der Sexualtrieb oder libido ist das, was uns mit dem triebhaften Verhalten von Tieren verbindet. Er ist nicht auf logisch nachvollziehbaren Überlegungen aufgebaut, sondern es ist das Ergebnis einer millionen Jahre langen Auslese, bei der sich immer die Individuen am meisten vermehrt haben, die das Pogramm zur Vermehrung am stärksten in sich trugen.


    Soweit so gut, nur was bedeutet das jetzt für die vielen interessanten Fragen die xor und Abendbrot sich gestellt haben?


    Ich denke, dass es ein aussichtsloser Kampf ist, wenn man versucht sich gegen diesen Trieb zu wehren. Es gibt genug logisch nachvollziehbare Gründe dieses zu tun (Überbevölkerung; keine Zeit, kein Interesse an solchen Fickfreunden; der Wille, über seine Instinkte hinaus Selbstbestummung zu haben;...), Ausschalten kann man ihn einfach nicht. Es macht nämlich evolutionstheoretisch keinen Sinn, wenn wir einen Schalter hätten mit dem man ihn ausschalten könnte. Es ist einfach so, dass das Gehirn immer dann körpereigene Drogen ausschüttet, wenn gewisse Schlüsselreize erfahren.


    Je mehr Schlüsselreize wir uns aussetzen (aussetzen lassen), desto stärker bekommt der Trieb Überhand über den eigenen freien Willen.


    Wichtig ist zu wissen, dass je mehr ein Mann sexuell aktiv ist, desto mehr Testosteron wird in seinem Hoden produziert. Manche finden das toll, da dieses Hormon aus einem typischen "Weichling" in einen großen, starken, selbstsicheren "Machotypen" mit hohem "Begattungsdrang" verwandelt. Es stärkt die primären und sekundären Männlichen Schlüsselreize aber auch den Drang danach möglichst viele Weibchen ins Bett zu zerren.


    Schon vor längerer Zeit habe ich aus logischen Folgerungen entschlossen lieber "Weichei" als "Machotyp" zu sein. Die Beweggründe sind ähnlich wie die von xor und Abendbrot. Deshalb habe ich vor 3 Monaten Mönchspfeffer ausprobiert. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus D2) ist ein homöopathisches Medikament zur Unterdrückung dieses Triebes und ist für 10€ rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Jetzt ist schon die 2. Flasche davon leer und ich muss sagen, dass es leicht an Wirkung verlohren hat, villeicht ist auch nur der anfängliche Placeboeffekt verlohren gegangen. Es schaltet den Libido nicht ab, aber es schwächt ihn ein wenig, um besser mit ihm besser zu unterdrücken können. Ich würde mir in Zukunft aber auch gerne Testosteron-Blocker verschreiben lassen, wenn es diese endlich mit weniger Nebenwirkungen erhältlich sind.

    ich geb Dir jetzt den guten Rat, auf keinen Fall etwas unumkehrbares zu machen. Irgednwann wirst Du wahrscheinlich die richtige Partnerin finden, und "es" gehört einfach dazu. Und wenn die Sexualität nicht funktioniert, wird das zu echten Zerreißprobe für jede Beziehung.


    Ich kenn beide Zustände, garnix empfinden, obwohl frau möchte, oder die Gedanken an Sex nict aus dem Kopf zu bekommen, obwohl frau eigentlich was anderés zu tun hätte. Das eine ist so beschissen - verzeiht die Wortwahl- wie das andere!!!!!!

    @ Topmamanager

    Du das hast Vitex agnus-castus D2 genommen und es wirkt?


    Nach dem, was ich im Internet gelesen habe, soll Mönchspfeffer eher stimulierend wirken wenn es in homöopathischen Dosen verabreicht wird.




    Eigentlich sollte Mönchspfeffer in einer nicht homöopathischen Dosis von 16 bis 40 mg pro Tag Triebzügelnd wirken. Das wären zum Beispiel 4 bis 10 Filmtabletten Mönchspfeffer Ratiopharm.


    Grüße,

    @ Mr. Foreskin

    Die Dosierung von Vitex agnus-castus D ist 5 Tropfen 1-3-mal täglich, das steht auf der Flasche drauf. Am Anfang gleich 3-mal Täglich genommen – > ich hatte keine Morgenlatte mehr, fand ich sehr gut, da ich genau dann den Trieb am meisten gespürt hatte und ihn am wenigsten wollte.


    Tagsüber konnte mich länger konzentrieren, effizienter arbeiten etc. Habe in der Zeit gelernt, dass es einfach andere Sachen gibt, für die es sich zu leben lohnt. Nach der ersten Flasche hab ich die Dosierung gesenkt, mittlerweile brauche ich nur noch alle 2 Tage die 5 Tropfen und bin immer noch wirklich sehr zufrieden damit.


    Wenn ich es absetze merke ich genau, wie meine Triebe versuchen meine Entscheidungsfähigkeit zu beeinflussen, wenn ich es wieder nehme wird es wieder besser.


    Einfach ausprobieren, Nebenwirkung gibt es kaum.

    Ich experimentiere gerade seit 2 Wochen mit Agnus Castus Al. Zur Zeit mit 6 Filmtabletten täglich. Bin auf die Idee gekommen nach dem ich diesen Faden gefunden hatte. http://www.kaesekessel.de/forum/moenchspfeffer-und-die-libido-t-379-1.html. Die Dosis sollte man aber nicht vom Beipackzettel abhängig machen, da die Tabletten ja für die Regulierung des weiblichen Hormonhaushalts gedacht ist. Vielleicht sind 2 Wochen noch zu wenig um eine Wirkung zu spüren. Das einzige was es bisher verursacht hat sind Blähungen. Vielleicht sollte ich doch auf die hömeopatische Variante umsteigen.


    Kennt sich hier jemand mit Hömeopathie aus, oder hat jemand Erfahrung damit.

    @ Topmanager:

    Wie bist du auf D2 gekommen? Warum nicht Urtinktur oder C-Potenzen.

    Zitat

    Welchen rationalen Grund gibt es denn dafür, das man(n) seine Libido drosseln wollen würde ?!??

    Weil man ein wirklich wirklich großes problem mit dem eigenen Körper hat?!?!


    Weil man versucht "geist" von "körper" zu trennen?!?!


    Ich glaub dass das erste wirklich schade ist und zweiteres nie funktionieren kann - dass kommt alles in anderer Form wieder!!!


    und zum Thema: Homöpathie...billiger ist es Zucker in wasser auzulösen, das wirkt genauso viel (oder wenig) ist aber wesentlich billiger.....(und nicht ganz so abergläubisch)

    Zum Thema das kommt wieder vielleicht noch näheres: als ich dmals meine Sexualität verneint hatte, gab es drei "interessante" nebeneffekte: ständig extrem entzündete Nagelwurzeln, manchmal unerklärliche Anfälle von relativ hoher Agressivität (vor allem gegenüber meinem damals fast asexuellen Partner), und ein extrem schlechtes Körpergefühl -> derartig viele Unfälle und Beinaheunfälle, meinem damaligen fast die Zähne ausschlagen (unabsichtlich...außer mein Unterbewusstes hat mir einen streich gespielt...), mich selber regelmäßig gerade doch nicht verstümmeln etc. hatte ich weder vorher noch nachher.


    Inzwischen bewege ich mich relativ gewandt und habe auch keine entzündeten Nagelwurzeln mehr... könnte daran liegen dass Sexualität in meinem Leben wieder "erlaubt" ist.... und Agressionen ohne Grund sind auch perdu.

    Zitat

    Weil man ein wirklich wirklich großes problem mit dem eigenen Körper hat?!?!


    Weil man versucht "geist" von "körper" zu trennen?!?!

    Ersteres fände ich eher bedenklich – aus welchem Grund könnte man sich das wohl antun wollen? Was ist an Sexualität so schrecklich, das man sie nicht mehr haben möchte? Ich mein, das Argument mit der "verschwendeten Zeit" finde ich ja noch halbwegs nachvollziehbar – selbst wenn es für mich ganz im Gegenteil qualitativ extrem hochwertige Zeit ist. ":/


    Und zweiteres... nunja, das dürfte etwas weit hergeholt sein, oder? Denn der "Witz" für den geistlichen Ansatz liegt doch gerade darin, das man es nur mit reiner Willensstärke schafft, dem zu widerstehen. Das es eben eine ... Prüfung ist. ":/

    Mir liegt nix ferner als meine Sexualität zu verneinen!


    Aber was ich da so rausles und reininterpretier und mir zusammenreime ist dass es eine seltsame Art von Ersatbefriedigung ist wenn der Geist über den Körper "siegt" (das beides eines ist, wird dabei völlig ignoriert) - diverse religiöse lehren zielen ja immer wieder auf ähnliches ab (besonders die christlichen Religionen) - das habe ich mit "geist vom Körper trennen" gemeint.


    Ich betrachte mich als eine Einheit - dazu gehört mein verstand genauso wie meine "niederen" Emotionen (der Eros ist aber wie bereits Freud beschrieben hat eine DER Triebfedern und Kraftquellen im Leben!) - ich fühle mich einfach ganzheitlich pudelwohl in meiner Haut (inzwischen, aber auch erst seitdem ich meine Sexualität voll und ganz akzeptiert habe) und gerate nicht mehr in Situationen die mir unangenehem sind (okay nicht nicht, aber viel seltener - ich bin mehr "ich selbst" falls das für Lesende jetzt irgendeinen Sinn macht) - es gehört meine Sexualität genauso zu mir wie meine Vorliebe für eher salziges als Süßes, wie mein Musikgeschmack, wie die große Zuneigung zu meinen Freunden, wie mein 8-Stunden-Schlaf-Bedürfnis, wie mein Humor, wie mein Spaß an Rätseln.


    Meine Sexualität verneinen heißt einen Teil von mir abzulehnen, der aber auch ich bin, daher schockiert es mich wenn Leute das freiwillig machen (ich hab es einmal halbfreiwillig "mitgemacht", und muss sagen: nie wieder) - was aber nicht heißt dass ich die Begründungen nicht sehe, ich verstehe sie sogar, ich kann sie bloß nicht nachvollziehen (intelektuell ja, emotionell nein)

    So würde ich das auch beschreiben wollen, gotchanot. @:) Ich würde mich dahingehend auch als eine Einheit bezeichnen und nicht als Körper und Geist getrennt. Nicht zuletzt sind wir nunmal einfach auch hormongesteuerte Lebewesen, ob uns das nun großartig in dem Moment gefällt – oder aber auch nicht. Das heisst zwar nicht, das man auch unbedingt nach seinen Neigungen reagieren muß – doch diese zu unterdrücken halte ich für den falschen Weg (von etwaigen der Gesellschaft oder dem Leben gegenläufigen und daher nicht tragbaren Neigungen mal abgesehen). Denn das beeinflusst automatisch den GANZEN Menschen und nicht nur die etwaig abgeschaltete Sexualität.