test

    Zitat

    Ich habe immer die Erfahrung gemacht, daß gerade offenes Reden über Sexualität gar keinen Sinn macht bzw. besser gesagt, die Situation nicht verbessert, da sich ein Partner immer unter Druck gesetzt fühlt.

    schlimm, wenn du für dich diese erfahrung gemacht hast.


    es tut mir leid, aber dazu kann ich dir dann nur sagen, dass du falsch redest.


    es gibt durchaus die möglichkeit, ohne vorwurf in der stimme zu reden, es muss schon ein zugewandtes, liebevolles gespräch sein, ohne vorwürfe, ohne verdecktes anklagen, dann geht das durchaus!

    test,


    es ist aber ein unterschied ob man eine richtige diskussion über das gemeinsame sexualleben beginnt oder ob man einfach im ganz normalen alltag, immer, in jeder minute, miteinander kommuniziert.


    wenn ich einen mann zb. von hinten berühre, so dass er eher überrascht sein wird, dann mache ich das nur, wenn zu diesem zeitpunkt schon eine art erotische stimmung in der luft liegt. aufgrund des verlaufes der letzten zwei, drei stunden weiß ich dann mit 99 prozentiger sicherheit, dass die berührung jetzt ok sein wird.


    falls sie wider erwarten doch nicht ok sein sollte, dann wird er mir sagen "du, kuckucksblume, tut mir leid, jetzt passt es für mich gerade nicht so".


    also wenn es schon passiert, dass man sich mit seiner einschätzung "er wird es mögen" irrt, dann kann man doch zumindest den irrtum SOFORT aufklären und nicht erst monate später!

    saldo

    Zitat

    Aber ich bin der Meinung, dass er glaubt, SEINE Version des Verständnisses der Situation sei richtig.

    ja eben!


    das hieße aber, dass er eben GLAUBT, dass er die situation verstanden hat aber in wirklichkeit ist ihm eben nicht bewußt, dass für ternchen das oftmalige anfassen von hinten bei alltagssituationen (bad, haushalt..) WIRKLICH unangenehm ist.


    deswegen meine ich ja, dass wahrscheinlich die kommunikation nicht sehr gut ist in diesem bereich.


    es wurde zwar geredet aber nicht so ausführlich, dass die botschaft bei ihm tatsächlich ganz angekommen ist.

    hallo test,


    ich hab nochmal nachgelesen,


    also ich finde, dass man auch lernen muss es auszuhalten dem partner manchmal ein "nein" zu geben. den partner dann zu beschimpfen, so wie es deine freundin gemacht hat, das finde ich ziemlich schwach.

    Zitat

    Dann sagte sie, wir könnten doch erstmal ein paar Kerzen anmachen und mal abwarten, aber im Prinzip merkte ich schon, daß sie eigentlich nicht soviel Lust hat. Das ist schon schwer...


    Sie war dann auch ärgerlich und meinte dann, daß ich ihr das Gefühl gäbe, es sei nur ein guter Tag, wenn ich mit ihr gef... hätte. Ich solle sie dann halt f... oder "vergewaltigen".

    du hast einen wunsch! und es ist KEIN verbrechen einen wunsch zu haben, das muss sie noch lernen!!


    (@all, entschuldige, dass ich heute so drauflostrattere mit meinen beiträgen!)

    kuckucksblume

    Ich muß fairerweise sagen, weil das die verkürzte Version war, daß es zwischen meinem Versuch, ihrem "Nein" und ihrem Spruch auch noch ein paar Aussagen von mir waren. Ich glaube, ich habe eine ziemlich klare Erwartungshaltung gehabt, daß ich Sex möchte und meine Freundin meint, ich verziehe dann irgendwie das Gesicht. Ich bin kein guter Schauspieler in privaten Dingen. Wenn mir irgendetwas nicht gefällt, sieht man mir das an.

    Zitat

    und meine Freundin meint, ich verziehe dann irgendwie das Gesicht.

    naja,


    du hattest einen wunsch.


    der wunsch ging nicht in erfüllung.


    du warst enttäuscht.


    das ist eine normale reaktion, finde ich. auf einen unerfüllten wunsch folgt enttäuschung.


    diese enttäuschung ist aber kein vorwurf an deine freundin sondern die enttäuschung ist einfach nur der ausdruck deiner momentanen gefühle (abzulesen an deinem gesichtsausdruck).


    deswegen finde ich es nicht fair, dass es dir deine freundin zum vorwurf macht, dass man an deinem gesicht die momentane enttäuschung sehen konnte.

    Ich hab' mich durch die vielen Seiten durchgequält und das Problem meiner eigenen Beziehung wiedererkannt. Das grundsätzliche Problem ist ein unterschiedlich häufiges Bedürfnis nach Sex.


    Leider suche ich immer noch nach einer Lösung und habe sie auch hier leider noch nicht gefunden. Viele Schreiber gehen davon aus, dass es nur dann Sex gibt, wenn beide Partner Lust haben. Hier fangen allerdings schon die Probleme an. Bei meiner Freundin gibt es die zustände keine Lust und gar keine Lust. Wenn sie keine Lust hat läßt sie sich gerne verführen und wir haben lustvollen Sex, der uns beiden Spaß macht. Wenn sie gar keine Lust hat fühlt sie sich wie Ternchen von meinen Verführungskünsten bedrängt und es kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Streit. Beide Zustände lassen sich ohne Versuch nicht unterscheiden :-(.


    Durch zu häufige Fehlversuche hat sie sich permanent bedrängt gefühlt und dicht gemacht. Bei einer Aussprache haben wir vereinbart, dass ich sie nicht weiter bedränge und sie den 1. Schritt macht. Nach über einem halben Jahr habe ich den Versuch abgebrochen. Das war für uns (mindestens für mich) also nicht die Lösung.


    Durch meine aktive Rolle kommt bei meiner Partnerin der Eindruck auf, dass ich permanent Lust hätte. Da ein Fehlversuch aber den Zähler nicht auf Null stellt, fängt man nicht wieder am Anfang an, sondern versucht weiterhin bei ihr zu landen. Wenn nun die Initiative von ihrer Seite aus geht folgert sie automatisch, dass ich sofort Gewehr bei Fuß zur Verfügung stehe. Sie kann sich aufgrund ihrer Wahrnehmung gar nicht vorstellen, dass ich auch mal keine Lust habe oder zumindest eine gewisse Anlaufzeit brauche. Und in so einer Situation dreht sich der Spieß um, weil sie sich dann nicht mehr wirklich geliebt fühlt. Mit Reden haben wir es Geschafft die Situation zu analysieren und den Mechanismus zu verstehen. Aber gefühlsmäßig ist es kaum möglich das zu akzeptieren.


    Und hier sehe ich ein weiteres Problem, was auftaucht, wenn keiner der beiden Partner wirklich 24h 7 Tage in der Woche Lust hat. Wie synchronisiert man seine Lust ohne den Partner zu bedrängen?


    Und eine Schwierigkeit ist es ja auch immer einen Kompromiss zu finden. Hir in diesem Faden wurde vorgeschlagen, dass immer der Partner entscheidet, der keine Lust hat. Wenn es sich dabei aber immer um den selben handelt wird das für den anderen auch extrem frustrierend.

    Zitat

    Ich hab' mich durch die vielen Seiten durchgequält und das Problem meiner eigenen Beziehung wiedererkannt.

    jürgen,


    ternchens beziehung sehe ich schon anders als deine.


    in ternchens beziehung haben beide lust, nur hat einer noch häufiger lust als der andere. ternchen hat aber von sich aus oft lust, das schrieb sie ja zu beginn.


    wenn ein partner IMMER verführt werden muss um überhaupt sex zu wollen, das stelle ich mir wirklich extrem schwierig vor.

    Hallo Ternchen,


    ich habe jetzt nicht alles hier gelesen, aber mit deinem Eröffnungsbeitrag kann ich mich 1:1 identifizieren. Egal wann, wo, wie etc., er kann und will immer. Klar fühlt man sich teilweise geschmeichelt, aber auf Dauer bekommt man das Gefühl, irgendwie mithalten zu müssen und zwingt sich dann dazu, mitzumachen.


    Meiner Meinung nach bringen ständige Krisendiskussionen überhaupt nichts, sie führen lediglich dazu, dass sich beide hinterher noch schlechter fühlen (er als "geiler Bock" und du als "frigide Kuh".


    Mein Tipp ist folgender: spreche ganz klar wann, was dich bedrückt/ärgert etc. Sollte er dann immer noch drängeln, lass ihn doch einfach mal "so drüberrutschen", richtig lustlos, mach auf keinen Fall mit uns beschwer dich am besten noch die ganze Zeit dabei. Ist zwar nicht die feine Art, aber so bekommt er das Gefühl, sich aufzudrängen. Ich denke so wird es ihm auf keinen Fall Spaß machen und sich nächstes Mal überlegen, ob er ich wirklich dazu bequatschen will. Also bei hat das damals funktioniert. Mein Freund will zwar immer noch deutlich öfter als ich, aber seitdem drängt er auch nicht mehr so extrem. Ich denke, einen Versuch wäre es wert...


    Gruß,

    dem kleinen Prinzen

    kann ich mich nur anschließen.


    Ohne funktionierenden und übereinstimmenden Sex gelingt auf Dauer keine gute Partnerschaft.


    Bemühungen, Zurückweisungen, Enttäuschungen werden irgendwann unweigerlich zu Unzufriedenheit und Frust, die sich dann auch in anderen Bereichen der Beziehung ausdrücken.


    Entweder es paßt oder es paßt nicht - du kannst einen Menschen nicht so umformen, dass es paßt.


    (Furchtbar altbekannt und banal - aber leider immer wahr!)


    A.

    Du musst endlich mit ihm reden!


    Weil wenn er es weiß wird er es verstehen und sich bemühen sich zu bessern!


    Wenn er merkt, dass wenn er ein paar Tage nicht aufdringlich ist und auch mal Zeit für kuscheln etc hat und du ihm dann auch sex gibst( wenn er nicht aufdringlich ist und halt jeden 3. tag oder so), wird er es schätzen lernen und seine Fehrler einsehen und auch glücklich sein

    Zitat

    Sollte er dann immer noch drängeln, lass ihn doch einfach mal "so drüberrutschen", richtig lustlos, mach auf keinen Fall mit uns beschwer dich am besten noch die ganze Zeit dabei. Ist zwar nicht die feine Art, aber so bekommt er das Gefühl, sich aufzudrängen.

    Das könnte funktionieren ... und wenn er es nicht merkt und öfter so drängt, obwohl Du deutliche Unlust zeigst, dann weißt Du dass Du wirklich nicht mehr als eine lebende Gummipuppe für ihn bist ...


    Bei mir ist es tatsächlich mehr wie bei Jürgen M

    Zitat

    Bei meiner Freundin gibt es die zustände keine Lust und gar keine Lust.

    So kenne ich das auch bei meiner Frau und wenn man dann auf die Suche geht ... also die Suche nach dem verschollenen Schalter die Lust zu wecken ... dann kann das schonmal zu viel sein.


    Aber ich denke, dass wir das mit der Kommunikation inzwischen ganz gut hinbekommen, dass eine Ablehung mich nicht verletzt und mein "Drängen" sie nicht dauerhaft unter Druck setzt, dass es zusätzlich für Unlust sorgt.


    Bei Ternchen sehe ich es auch ehr so, dass eine klare Kommunikation, und zwar direkt, wenn es passiert, dass sie z.B. in einem bestimmten Moment nicht "erotisch" angefasst werden will, helfen wird, dass er lernt ihre Bedürfnisse (und Körpersprache) so zu verstehen, dass er sie (überwiegend) nur dann versucht zu verführen, wenn sie auch dazu bereit ist.


    Und wenn sie das ohne Vorwurf macht ... "tut mir leid, ich bin heute nicht in Stimmung" und seine Entäuschung dabei erwartet (weil er sie ja zeigen wird) das aber nicht als weiteren Druck empfindet (dafür muss er aber seine "Du begehst mich nicht mehr" Nummer lassen) dann wird ein erneuter Versuch der Annäherung auch nur ein erneuter Versuch der Annäherung sein und nicht die Dauerbelästigung durch den "geilen Bock".


    Und für ihn wird eine Ablehnung eben eine momentane, einmalige Ablehnung sein und nicht ein wochenlanger Dauerzustand von Lustlosigkeit.

    @ ternchen

    Ja, ich bin eine Frau - zum besseren Verständnis... :-) Bin ja auch rot geschrieben :-)

    @ Jürgen M

    Ich kann mich total in Dich reinversetzen...


    Der lustlose Partner, man selber nimmt sich zurück und ist in Wartestsellung, wenn dann der andere den Anfang macht will man am liebsten nein sagen weil man nicht dann springen will wenn der andere meint. Sagt man dann nein meint der andere man liebt ihn nicht mehr.


    Meine Patnerin hat auch die Vorstellung von mir dass ich ständig Sex will. Was jedoch nicht stimmt - aber wie sollte sie es auch merken wenn sie nur alle paar Wochen mal von sich aus Lust hat. Da ist es ja logisch dass ich dann mitmache bevor ich nochmal ein paar Wochen warten muss. Ich habe durchaus Tage an denen ich überhaupt keine Lust habe, das merke ich dann daran dass es mir an diesen Tagen vollkommen egal ist wenn von ihr wieder nichts kommt.


    Ich persönlich habe mir eine Frist gesetzt die ich durchziehen werde. Sollte sie ankommen gibt es ein nein, wenn ich merke dass sie dann auftaut und mich rumkriegen will (zur Abwechslung mal nach vier Jahren) denke ich können wir das Ruder noch rumreißen. Kommt von ihr aber nichts in die Richtung und sie lässt es einfach so dahinlaufen dann geht es nicht mehr... Ich habe meine Frist auf April angesetzt... Das wären dann sechs Monate ohne Sex und ich denke dass es nicht zu viel verlangt ist in sechs Monaten vom Partner eine Reaktion zu bekommen. Da sie ja immerhin wenn sie solo war im Schnitt alle zwei Monate einen ONS hatte.


    Ich denke das würde ich mittlerweile allen frustrierten raten.