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    Die Alkoholkrankheit kann bereits durch den regelmäßigen Konsum kleinerer Mengen beginnen. Nicht immer fallen die Betroffenen durch häufige Rauschzustände auf. Die Alkoholkrankheit eines Betroffenen ist nicht immer nach außen hin bemerkbar. Ist der Betroffene weiterhin leistungsfähig, spricht man von einem funktionierenden Alkoholiker. Die Alkoholkrankheit verläuft relativ unauffällig und langsam (meist über mehrere Jahre hinweg). Den erkrankten Personen wird die Schwere ihrer Erkrankung oft nicht bewusst und wird oft von den Süchtigen negiert.

    (...)

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    Im Laufe von Monaten bis Jahren lässt seine Toleranz für seelische Belastungen so sehr nach, dass er praktisch tägliche Zuflucht im Alkohol sucht. Da er nicht offen betrunken ist, erscheint sein Trinken weder ihm noch seiner Umgebung verdächtig. Mit der Zeit erhöht sich die Alkoholtoleranz. Der Alkoholiker entwickelt einen gesteigerten Bedarf. Nach weiteren Monaten bis Jahren geht das Stadium vom gelegentlichen zum dauernden Erleichterungs- /Entlastungstrinken über. Für die gleiche Wirkung wird immer mehr Alkohol benötigt.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholismus


    Ich denke auch, das Schnüffz hier das größte argumentative Gewicht in die Waagschale legt.

    Begreift es doch endlich mal, es geht hier doch nicht um mich. Hab ich mich beklagt???


    Geht mal nach einer Theateraufführung mit Schauspielern in ein Restaurant. Ich habe noch keinen kennen gelernt, der nicht ein frisch gezapftes Bier trinkt. Oder einen guten Wein. Am nächsten Morgen sind wir wieder pünktlich auf der Probe oder stehen vor der Kamera.


    Sind alle Schauspieler Alkoholiker? Ich kannte einige, wo das nicht immer funktionierte. Der/die durften gar nichts trinken, weil krankhaft Alkoholiker. Da gab es keine am nächsten MOrgen kein Weiterarbeiten. Z.B. Harald, Gott hab ihn seelig. Ein begnadeter Schauspieler, der viel mehr aus seinem Talent hätte machen können.

    Nachtrag:

    Ich kenne mich eher mit der Nikotinsucht aus, weil ebenfalls betroffen. Von denen, die ich kennengelernt habe (und das sind einige): Wer glaubt, dass es einen schrittweisen Entzug gibt ("Morgen rauche / trinke ich xx weniger"), hat das Wesen der Sucht nicht begriffen und lügt sich in die eigene Tasche. Es gibt nur einen Weg: die Konfrontation und die Beschränkung auf das Wesentliche.

    @ Schnüffz:

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    In der Zeit, die ich da mit sinnlosen gesprächen vertue

    Ich war noch nie bei so einer Beratung. Keine Ahnung, wie es dort abgeht. Ich lasse es mal auf einen Versuch ankommen, vielleicht haben die ja noch einen anderen Tipp parat, außer: "Verlassen Sie ihn!"

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    Du akzeptierst sein Bier, machst ihm zwar Vorhaltungen, aber im Grunde verhälst du dich still.

    Das widerspricht sich ja irgendwie! Nee, still halte ich nicht, vor allem in den letzten Tagen nicht, seit ich den Thread eröffnet habe. Heute haben wir wieder drüber gesprochen, er sieht es mittlerweile auch ein und will versuchen, von seinem Pegel runterzukommen. Wie es ausgeht, weiß ich nicht.

    @Intendant:

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    Es hat doch inzwischen mal sexuell geklappt. Also kann es doch nicht am Bier allein liegen

    Liegt ja auch nicht am Bier, liegt an den Tabletten. Er kann ja auch, wenn er will, nur er will nicht, weil er keine Lust hat und das kommt von den Pillen. Und die kann er weglassen, wenn er kein Bier mehr trinkt. Jetzt endlich verstanden, Intendant?

    @Dancerinthedark:

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    Es gibt keine speziellen Situationen. Er kauft sich morgens sein Bier und trinkt es über den Tag verteilt, fertig.

    warum? Weiß er nichts mit sich anzufangen?


    Klar gibt es diese Situationen jetzt nicht mehr; jetzt hat er sich ja auch ausgeklinkt, sogar mit Erlaubnis des Arztes.


    Er hat sich geschickt gedrückt, und bis jetzt ist es ihm egal.

    @dancerinthedark

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    warum? Weiß er nichts mit sich anzufangen?

    Nein, im Moment leider nicht. Er kann momentan nicht arbeiten und keinen Hobbies nachgehen. Er ist nach 10 Min. gehen erschöpft, darf ohne mich eigentlich gar nicht alleine raus, ist zu 80 % schwerbehindert geschrieben. Er kann sich nicht richtig unterhalten und ausdrücken, da die OP nah am Sprachzentrum lag, daher schämt er sich, sich mit Leuten zu unterhalten, da sie denken könnten, er sei dumm oder nicht ganz richtig im Kopf.

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    jetzt hat er sich ja auch ausgeklinkt, sogar mit Erlaubnis des Arztes.

    Versteh ich nicht. Wie meinst du das?

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    Er hat sich geschickt gedrückt, und bis jetzt ist es ihm egal

    Du meinst vor dem Sex gedrückt? Es ist ihm mittlerweile nicht mehr egal!

    Hallöchen *:)


    Weist du Stücksken das hört sich aber noch schlimm an, die Folgen der OP, muß er zu keiner Behandlung? Logopäde, Physiotherapie usw.? Das hält doch fit und man hat seine Aufgaben über die Woche verteilt. Sinnlos zu Hause rumhängen ist ja auch nicht der Bringer. Wenn er schon nach 10 Minutern ko ist hat er vielleicht auch Angst im Bett zu schwächeln.


    Also ich würde mich auch an eine Beratungsstelle wenden und ihn erstmal in Kurse schleppen, Schwimmen versuchen usw. Das die Lebensfreude Einzug hält.

    Sehr geehrter err Intendant

    Sie sollten sich einmal etwas besser über Alkoholkrankheit informieren, dann würden Sie feststellen müssen, dass alle Suchtkranken Menschen (nicht nur Alkoholkranke) die besten Schauspieler sind, die man sich nur vorstellen kann. Lassen Sie sich einmal von Ihrem Arzt ihren MCV-Wert feststellen. Das hilft sicher weiter. Ich schrieb absichtlich alkoholkrank, weil diese Menschen wirklich krank sind, es nur nicht merken und die meisten Alkoholkranken liegen nicht unter der Brücke sondern arbeiten, sogar in Chefetagen.


    Viele liebe Grüße von einem Trockenen