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    so einfach ist es nicht....

    welches ist die quelle dieser definition/kritik ?


    nachdenklich stimmt mich dies hier

    Zitat

    S. Freuds Vorstellungen sind stark kritisiert worden. Es fällt auf, daß Freud sich an der Anatomie und nicht an der Funktion der Geschlechtsorgane (s. Geschlechtsmerkmale) orientiert hat. Es gibt beneidenswerte weibliche Vorzüge wie z.B. die Gebärfähigkeit und die größere Sicherheit der sexuellen Potenz. Der P. ist wahrscheinlich nicht durch den körperlichen Unterschied bedingt, sondern vor allem durch die gesellschaftliche Bewertung dieses Unterschieds in einer von Männern beherrschten Gesellschaft.

    Nun, was bitteschön weiss das kleine Mädchen über die Funktion der Geschlechtsorgane, was über eine gegenüber dem manne größere sicherheit der Potenz (was über lange zeit hinweg betrachtet bezweifelt werden darf, Stichwort "Wechseljahre")? Was weiss es bitteschön über die die sozialen Rollen von Mann und Frau? (die 2-3-j.)


    Es darf kritisiert werden, ob sich die 2-3j. der "Vorzüge des Gebärens" bewusst ist. Und wenn das vom Penisneid befallene Mädchen früher oder später diese Feststellung macht, so wird der Wunsch nach dem Penis durch den nach einem Kind ersetzt (s. obige definiton). Soviel zur Kritik der Kritik...


    Jetzt Freuds Argumentationsgang (wie ich hoffe ein wenig nachvollziehbarer als er aus der definiton oben ersichtlich ist) :


    Das kleine Mädchen bringt sowohl dem eigenen Genital (aufgrund lüsterner Empfindungen in Verbindung mit dieser körperstelle, die durch körperpflege/autoerotische betätigung/säuglingsonanie entstehen), und analog daraus folgernd auch dem männlichen eine hohe Wertschätzung entgegen. Nun ist das männliche Genital aber viel größer als sein (unsichtbares) weibliches Gegenstück. Aus der Freud'schen Annahme, das kleine Mädchen beneide den Knaben von nun an um "das bißchen mehr" auf einem so wichtigen Gebiete, scheint eine nachvollziehbare Logik heraus.... unabhängig davon, ob sie nun zutrifft oder nicht.

    @ sabine37:

    hmm... dein beitrag bezieht sich nun nicht konkret auf die fragen anna-marias (3. abschnitt), ihr zweiter abschnitt jedoch mag in der tat das detaillierte mitteilen solcher geschichten herausfordern.


    an die Augen eines Engels: man bzw frau kann den penis auch auf andere art als beim koitus "in sich aufnehmen", stichwort fellatio, vielleicht sogar... lassen wir das


    in puncto spätere potentielle folgen des penisneides wäre noch viel hinzuzufügen, so beispielsweise das auslaufen desselben in einen persistenten männlichkeitskomplex, ferner in homosexualität.


    fg

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    Vicky

    wo hast du denn den schwachsinn her, wir lebten in einer männerbeherrschten gesellschaft????


    Eine frau kann noch so nuttig am arbeitsplatz erscheinen, wenn sie einen passenden kommentar bekommt, gehts zur frauenbeauftragten und mann bekommt eine abmahnung. Die ganzen dreckjobs werden überwiegend von männern gemacht, während die geistig minderbemittelten tussen sich im öffentlichen dienst die titten schaukeln und diesen als sanatorium und nicht als arbeitsplatz betrachten. Wenn man dann die eine oder andere dann ermahnt ihren job zu machen und nicht von einem kaffekränzchen zur nächsten geburtstagsfeier zu rennen, dann ist das schon majestätsbeleidigung und man bekommt zu höen, erst komme der mensch und dann die arbeit.


    Solch ein werhalten kann sich kein müllmann erlauben. es ist zeit mit diesem schwachsinnigen klischee aufzuräumen. frauen und schwule werden ganz im gergenteil massiv gefördert und unterstützt mit quoten etc...

    Re: Penisneid?

    Hallo Steven,


    du fragtest (vor ein paar Ewigkeiten):


    >>Nun, was bitteschön weiss das kleine Mädchen über die Funktion der Geschlechtsorgane, was über eine gegenüber dem manne größere sicherheit der Potenz (was über lange zeit hinweg betrachtet bezweifelt werden darf, Stichwort "Wechseljahre") ? <<


    Antwort: Über Potenz weiß es wohl nichts. Es gibt aber Hinweise darauf, daß das kleine Mädchen den Penis eher als komisches baumelndes Anhängsel betrachtet denn als einen beneidenswerten Besitz. D.h. der Penis wird nicht als etwas Starkes empfunden, was er ja auch nicht ist, und die Potenzproblematik hängt da ja unmittelbar dran.


    Deinen Klammerzusatz kann ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, denn gerade in diesem Alter (Wechseljahren) driften die Fähigkeiten der Geschlechter ja immer weiter auseinander - zugunsten der Frau. Wovon sie natürlich nicht unbedingt so viel hat, wenn der Partner nicht mithalten kann.


    Grüße,

    Re: paule

    erts mal etwas namenstechnisches: weder heisse ich steven, noch komme ich aus LA. Eigentlich sollte "lastEven" unter meinen posts erscheinen, hab bei der registrierung jedoch offenbar nen klitzekleinen fehler gemacht... egal


    zum thema:

    Zitat

    Es gibt aber Hinweise darauf, daß das kleine Mädchen den Penis eher als komisches baumelndes Anhängsel betrachtet denn als einen beneidenswerten Besitz. D.h. der Penis wird nicht als etwas Starkes empfunden, was er ja auch nicht ist.

    Hmm... welche Hinweise ? Neuere Erkenntnisse auf diesem Gebiete ? Bitte um Rückmeldung

    Zitat

    denn gerade in diesem Alter (Wechseljahren) driften die Fähigkeiten der Geschlechter ja immer weiter auseinander - zugunsten der Frau.

    na wie soll ich denn diese logik verstehen ? salopp formuliert: Die Frau hat keine Lust mehr, der Mann aber schon, und die Frau ist dennoch "fähiger", "potenter" in puncto Sexualität?

    Zitat

    Im Körper der Frau werden geringe Mengen männlicher Geschlechtshormone (Androgene) gebildet. Dazu gehören die Hormone Testosteron und Dehydroepiandrosteron (DHEA). Auch ihre Produktion versiegt jenseits des 55. Lebensjahres. Das macht sich in einem geringeren sexuellen Verlangen und nachlassender Leistungsfähigkeit bemerkbar.

    (http://www.netdoktor.de/ratschlaege/fakten/wechseljahre.htm)


    warte auf deine rückmeldung


    fg


    lastEven

    Also, ich habe schon Penisneid !!!

    Ich muß ehrlich zugeben: Ich beneide meinen Penis wirklich. Den ganzen Tag hängt er faul rum, muß nicht arbeiten gehen oder sich irgendwie anstrengen. Ab und zu steht er auf und guckt in die Gegend, und dann und wann spielen wir zusammen ein Gesellschaftsspiel. Aber ansonsten hat er nicht viel vor. Wird regelmäßig gewaschen und alles. Die Sau. Ich beneide ihn.

    Freud hatte doch selbst Komplexe....

    Freuds Frauenbild ist zu Recht scharf kritisiert worden. In seinem Weltbild tauchen Frauen nur als misslungene Männer auf, da ihnen der Penis fehlt. Seine Thesen über Frauen wurden damals schon als biologistischer Unsinn zurück gewiesen, dennoch haben zwei Generationen eigentlich gescheiter Frauen darunter gelitten, dass es ihnen am vaginalen Orgasmus mangelt. Andererseits war die Psychoanalyse vor allem ein Frauenberuf und Freud hatte einige herausragende und kluge Mitstreiterinnen, deren Intelligenz er anerkannte und die er charmant umwarb. Die Autoren Lisa Appignanesi und John Forrester, sie ist Schriftstellerin und Literaturdozentin, er ist ein in Cambridge lehrender Freud-Forscher, lassen keinen Zweifel über die bedenkliche Dissonanz zu Freuds Werk und seinem Leben, wenn sie sich daran machen "Die Frauen Sigmund Freuds" vorzustellen.


    Das Buch von der Größe und dem Gewicht eines Ziegelsteins beginnt mit Freuds Mutter, seinen Schwestern und findet in seiner Brautwerbung und der Heirat mit Martha Bernays einen ersten Höhepunkt. Die Fragwürdigkeit seines patriarchalischen Auftretens leuchtet hier schon auf. Ausgezeichnet wird die Stellung und Rolle der Hysterikerinnen aufgezeigt, die Freuds erste Patientinnen waren und seiner Theorie entscheidende Impulse gaben. Ihre Krankheit, die Hysterie, war sowohl Produkt als auch Gegenwehr gegen eine patriarchalische Gesellschaft. Die gesellschaftliche "Produktion" von Hysterikerinnen hat Freud jedoch nie wirklich ins Kalkül gezogen, seine Psychoanalyse war im Grundsatz immer Individualanalyse unter Ausblendung der sozialen Situation.


    Der Fall Anna O. (Bertha Pappenheim) war das Verpuppungsstadium der "Redekur", die sich später zum bunt schillernden Schmetterling der Psychoanalyse entfalten sollte. Freuds Freund Breuer hatte am 7. Juni 1882 die Behandlung von einem Tag auf den anderen abgebrochen, angeblich, wie Freud 50 Jahre später schrieb, weil Bertha in einem hysterischen Anfall behauptete, von Breuer ein Kind zu bekommen. Freud selbst behandelte Anna O. nie; die Geschichte von der Scheinschwangerschaft ließ sich nie verifizieren. Wahrscheinlich ist, dass sich Freud irrte, oder dass er Breuer in seiner Funktion als Arzt absichtlich diskreditierte, um sein Licht als unerschrockener Pionier der Psychoanalyse heller strahlen zu lassen. Jedenfalls scheint das energische und einflussreiche Leben, das Bertha sich schuf, erstaunlich weit entfernt von der hysterischen Episode ihrer jungen Erwachsenenjahre zu sein. Später stand sie der Psychoanalyse skeptisch gegenüber: Sie sei ein zweischneidiges Schwert, je nachdem, wer sich ihrer bedient.


    Man mag sich wundern, dass eine weitere Initialzündung der Psychoanalyse, die "Traumdeutung" von 1900, in diesem Buch eine breite Erörterung erfährt, doch ist dies gerechtfertigt, da in "Irma", der Zentralfigur seines zentralen Traumes, sich drei für Freud wichtige Frauen verdichten. Das alles wird sehr klug und minutiös auseinander genommen. Das Hauptmotiv des Traumes ist übrigens keineswegs das einer Wunscherfüllung, jedenfalls nicht von Freud, allenfalls vom Arzt Otto, der die falsche Injektion setzte; das Hauptmotiv ist vielmehr eine Rechtfertigung Freuds, er möge an den Schwierigkeiten seiner Patienten Irma nicht schuldig sein. Warum Freud auf dem Traum als Wunscherfüllung beharrte, bleibt auch nach den klugen Ausführungen von Appignanesi und Forrester ein Rätsel.


    Ebenfalls ohne Aufhellung bleibt die rätselhafte Wendung Freuds in der Verführungstheorie. Er verstieg sich in die Vorstellung, dass alle seine Patientinnen vor der Pubertät vom Vater sexuell belästigt worden waren. Freud drängte seine Patientinnen, sich an frühen sexuellen Missbrauch zu erinnern, und als das nicht gelang, ließ er von der Verführungstheorie ab. Von nun an behauptete er, kleine Mädchen wollten von ihren Vätern geschwängert werden - die Geburtsstunde der Ödipus-Komplex-Theorie. Mit welchem faktischen Material Freud diese Wendung vollzog, bleibt im Dunkeln. Man muss wohl den gesamten Komplex - die Verführungstheorie, die Abkehr davon und den Ödipus-Komplex - als Spekulation ablegen.


    Diese Spekulationen waren um 1900 vor allem sexueller Art, angewandt auch im "Fall Dora". Freud waren diese an den Haaren herbeigezogenen Deutungen wichtiger als die konkrete Person, die er behandelte, und so scheiterte die Behandlung auch dieses Falles, wie überhaupt die Erfolgsquote der Analyse immer recht bescheiden blieb. Ida Bauer, so der richtige Name von "Dora", entzog sich dem sexuellen Treibhausklima des Verbalakrobaten Freud auf eine höchst anständige und erwachsende Weise. Den schwierigen Fall stellen die beiden Autoren kongenial und facettenreich vor.