@ thaumazo

    war ne ernstgemeinte frage ^^ und da ich in diesem thema hier nicht lückenlos alles gelesen habe und deine einstellung nicht wirklich kenne, frag ich mich grad ob deine aussage nun ironisch gemeint ist oder nicht ^^


    was die keltologen betrifft: alles was diese leute ausgraben, finden usw sind nur bruchstücke und details einer welt die man wohl niemals mehr nachvollziehen kann. der ganze rest ist spekulation, teils wohl bloße fantasie um das bild greifbarer zu machen,also für mich persönlich viel zu spärlich als das mir irgendjemand wirklich erzählen könnte er praktiziere den wahren heidnischen glauben...


    zum thema natur: ob man es nun verehrt oder nicht, es ist doch nachvollziehbarer die natur zu verehren als irgendwelche personifizierten gottheiten anzubeten, oder nicht ? die natur ist etwas greifbares, etwas wundervolles, und immer wenn menschen nicht weiterwissen oder sich dinge nicht erklären können neigen sie dazu eine höhere macht dafür verantwortlich zu machen, im falle der heiden war es eben das nächstnaheliegende ;-) irgend ein baum oder so.. hehe....


    abgesehen davon finde ich die natur alles ander als vergänglich.


    also nur das man mich nicht mißversteht, ich bin kein heide, also ich renne nicht des nächtens nackt um uralte eichen oder sowas, ich finde diesen glauben nur wesentlich angenehmer und nachvollziehbarer als alles andere.

    @Thaumazo Und weiter geht’s mit dem Heidentanz...

    ...und meinem Kirchenproblem in aeternam :-D

    Zitat

    Eine Letztbegründung der Gottesfrage kann die Theologie nicht nur nicht liefern aus erkenntnistheoretischen Gründen, sondern vor allem deswegen, weil die Frage nach der Erfassung des unendlichen Gottes durch den endlichen Menschen schon das Wesen des "ganz anderen" Gottes verkennt. Soll heißen, dass wenn Gott ein fassbares Etwas wie die anderen erfassbaren Etwasse, die es so gibt, wäre, dann wäre er eben nicht Gott, sondern ein Etwas neben allen anderen

    ]


    Schöner Gedankengang. Aber du musst doch zugeben, dass jemand der so argumentiert nicht ausschließen kann dass er sich irrt.


    Zumal die Lehre des Christentums im Widerspruch zur Realität der Welt steht. So proklamiert die Kirche die Existenz eines "allmächtigen und barmherzigen Gottes" (z.B. im Urbi und Orbi Segen des Papstes). Es genügt allabendlich die Tagesschau zu sehen um zu wissen, dass hier ein logischer Fehler vorliegt.

    Zitat

    Es geht also im Letzten nicht um Wissen, wie in der "Wissen"schaft, sondern um Glauben, besser "Vertrauen"

    Würdest du an jemanden glauben (= ihm vertrauen) dessen Worte im Widerspruch zu dem stehen was du täglich siehst und hörst? Für eine gewisse Zeit vielleicht, aber es kommt der Punkt an dem du dich abwendest.


    P.S. Ich muss dir natürlich schon ein Lob aussprechen, dass du Zeit und Geduld aufbringst die ganzen elenden Ketzer hier zu bekehren. Bertmännchen flüchtet sich in die Aussage, dass wir alle unmoralische und diskussionsunwürdige Monster sind und lässt dich somit im Stich. Einen Kasten Bier hast du dir auf alle Fälle verdient – sollte man sich mal im Real-Life treffen.

    threadschrotter

    ich würd euch nie als Ketzer bezeichnen, aber bezeichne mich nicht als .."männchen", und ich flüchte nicht, sondern habe viele Fragen gestellt, die Du bis heute nicht beantwortet hast.


    Aber ich wäre schon froh, wenn Du etwas darüber nachdenken würdest. Müsstest Dir nur die Mühe machen und sie ein paar Seiten zurück nochmal suchen. *:)


    Und mir gings nur ums "poppen in der Kirche" und nicht um Deine Grundsatz- und Glaubensdiskussion.

    @Bertman

    Zitat

    Und mir gings nur ums "poppen in der Kirche" und nicht um Deine Grundsatz- und Glaubensdiskussion.

    1.Das eine hängt meiner Meinung nach mit dem anderen zusammen.


    2. Zugegebenermaßen ist meine "Grundsatz- und Glaubensdiskussion" meilenweit vom anfänglichen Threadthema entfernt. Aber ein Meinungsaustausch diesbezüglich finde ich wesentlich interessanter als die Ausgangsfrage.


    Aber wenn dich das überfordert kannst du natürlich weiter gerne über das Poppen in der Kirche diskutieren. ;-D

    Ich zitiere unseren Herren Dekan:


    "Um gläubig zu sein, muss man nicht oft in die kirche gehen"


    das stimmt. Ich bin auch gläubig, obwohl ich das letzte mal an meiner Firmung in der Kirche war (Dezember diesen Jahres).


    Ich glaube an Gott und an das Glaubensbekenntnis.


    Ergo -> Ich bin Gläubig.


    Also, diese Diskussion sollte jetzt beendet sein :-D


    das mit dem "poppen" in der kirche:


    Ich glaube nicht, dass die Kirche dazu gedacht ist, zu Poppen... Wer sowas macht hat einen Schuss....

    threadschrotter

    Eine Grundsatzdiskussion überfordert mich nun überhaupt nicht.


    (schon arrogant eine solche Unterstellung)


    Ich habe mich lange genug mit der Kirche als Institution beschäftigt und habe auch manches Problem mit Gottes "Bodenpersonal". Aber ich weiß, dass derartige Diskussionen mühsam und wenig erfolgreich sind und überlasse das den Berufenen.

    Vorab: @Vergeltungsgevögel

    In der ganzen Pro-Argumentation kommt immer wieder auf, daß es "der Kirche" ja ganz recht geschehe, entweiht und beleidigt zu werden - quasi als Strafe für all ihre historischen und aktuellen Verfehlungen. Ich glaube nicht, daß das eine Linie ist, die wirklich weiterführt. Sie wirkt auf mich reichlich konstruiert und bleibt obendrein an der kirchlichen Sexualmoral kleben, statt eine Loslösung zu fördern. Schließlich verzettelt man sich in Diskussionen, ob "die Kirche" jetzt gut oder böse sei und verliert darüber die Frage nach der Legitimität von Kirchensex aus den Augen.


    @Kirchensex allgemein


    Kirchen, besonders alte, sind - von ihrer "Heiligkeit" mal abgesehen - Orte, die auf Wirkungsentfaltung angelegt sind. Sie sind dafür gebaut, Sinnlichkeit, Spiritualität und Vertiefung zu vermitteln, und das gelingt ihnen auch oft recht gut. Damit geben sie jenseits des religiösen Kontextes einen prachtvollen Austragungsort für Sex ab.


    Der Tabubruch kommt als Extrakick dazu.


    @Tabubrüche (und Moscheenvergleiche)


    Gesellschaftliche Tabus werden sehr früh anerzogen und gefestigt. Rational sind sie oft weder erfaß- noch erklärbar. Mit zunehmender Reflektionsfähigkeit stellt man irgendwann fest, daß einige davon unnütz sind oder Zwecken dienen, mit denen man sich nicht identifiziert. Dann gewinnt der Gedanke an den Tabubruch an Reiz.


    Kirchensex sehe ich in erster Linie nicht als nach außen gerichteten Angriff, sondern als persönlichen und individuellen Akt der Loslösung von als unnütz erkannten Beschränkungen. (Daß die Heftigkeit der Loslösung je nach erlebter Intensität der Beschränkung variiert und im Extremfall in das oben beschriebene "Vergeltungsgevögel" ausarten kann, steht auf einem anderen Blatt. )


    Ähnlich gelagerte Tabubrüche sind NS- und Analspiele (lest mal die Threads quer, wie oft da jemand den Reiz des "Verbotenen", des "Schmutzigen" anführt), für die älteren und/oder strenger erzogenen unter uns meinetwegen auch SB.


    Moscheensex dagegen ist für mich - und vermutlich für den überwiegenden Teil der Mitdiskutanten - kein ähnlich gelagerter Tabubruch. Es gibt reizvolle Aspekte, und es gibt rationale Gründe dagegen, ja, dieselben die es auch gegen Kirchensex gibt - aber weil meine Sozialisation in einer christlich geprägten Gesellschaft stattgefunden hat, ist eine Moschee für mich nicht in der Art tabuisiert wie eine Kirche. Daß es Dinge gibt, die "man in Kirchen nicht tut", hat man mir schon beigebracht, bevor ich überhaupt wußte, daß es Moscheen gibt.


    Andersherum läßt es mich relativ kalt, den Haaransatz einer Frau sehen zu dürfen, und während ihrer Periode mit ihr zu schlafen ist auch kein besonderer Kick. Das mag wieder für Juden oder Moslems anders sein.


    @ Respekt vor Gefühlen der Gläubigen


    Das ist das einzige Contra-Argument, das ich einigermaßen akzeptieren kann. Ich halte es allgemein für eine Notwendigkeit des zivilisierten Zusammenlebens, andere nicht willentlich und bewußt zu verletzen, ob man deren Glauben, Werte und Ideale nun teilt oder nicht.


    Niemand konnte mir allerdings bisher erklären, worin die Verletzung besteht, sofern der Kirchensex unentdeckt bleibt. Um das Analspiel-Beispiel wieder aufzugreifen: Ich kenne mehrere Leute, die sich schlicht weigern würden, mir die Hand zu geben, wenn sie wüßten, wo die schon dringesteckt hat. Obwohl sie seitdem mehrfach gewaschen wurde. Sie wissen es nicht, und wir begrüßen uns mit Handschlag. Verletze ich die auch?

    Zitat

    Ich kenne mehrere Leute, die sich schlicht weigern würden, mir die Hand zu geben, wenn sie wüßten, wo die schon dringesteckt hat. Obwohl sie seitdem mehrfach gewaschen wurde. Sie wissen es nicht, und wir begrüßen uns mit Handschlag. Verletze ich die auch?

    sehr gutes beispiel :)^


    was das "vergeltungsgevögel" betrifft, ist es zumindest in meinem fall nicht als solches zu sehn. meine verachtung der kirche gegenüber sorgt nur dafür das ich keinerlei hemmungen emfpinden würde diesen ort auf mannigfachige weise zu "entweihen" :-)


    da ich davon ausgehe nicht erwischt zu werden verletze ich auch niemanden damit, und davon abgesehen sind diese orte für mich auch nicht heilig. höchstens der boden auf dem sie stehen, ist es doch eine bekannte tatsache das im zuge der christianisierung die kirrchen fast immer auf vormals heidnischen stätten gebaut wurden.

    @ KleineMamus88

    ...Respekt vor den Religiösen Empfinden Hier geborener Christen ???


    Pah, das ich nicht lache...ich denke ein ,,schmutziger'' Beischlaf in einem dieser Verdummungstempel, wäre genau die Art von Respekt, welchen Mann den Pfaffenvolke entgegenbringen sollte


    :)^.


    ...die Vorstellung hatt schon was führ sich...werde meiner Freundin mal


    zu Gemüte führen


    ;-D

    Grishnak

    1. Klar war meine Aussage war ernst gemeint. Meine hiesigen Beiträge triefen ja geradezu von christlicher Glaubensüberzeugung.


    2. Das mit den Keltologen tut mir wirklich Leid. Ich habe mich zwischenzeitlich ein bisschen über die Kelten informiert. Ist ja hochinteressant, natürlich auch das Wenige, was man über ihre Religion weiß.

    Zitat

    also nur das man mich nicht mißversteht, ich bin kein heide, also ich renne nicht des nächtens nackt um uralte eichen oder sowas, ich finde diesen glauben nur wesentlich angenehmer und nachvollziehbarer als alles andere.

    Schade, ich finde jegliche Art von Glaubensausübung, solange darunter andere nicht leiden müssen, immer noch besser als diesen faden Indifferentismus, der so verbreitet ist.

    threadschrotter

    Zu allererstmal, bevor sich der Fehler in aeternam weiter fortpflanzt: Es muss natürlich aeternum heißen.

    Zitat

    Schöner Gedankengang. Aber du musst doch zugeben, dass jemand der so argumentiert nicht ausschließen kann dass er sich irrt.

    Es geht hier nicht um irren oder nicht irren. Nach christlicher Vorstellung ist Gott wie oben beschrieben. Du kannst dir natürlich z. B. auch einen Gott vorstellen, der so "menschlich" ist, dass seine Hauptbeschäftigung im Aufreissen von irgendwelchen weiblichen Schönheiten besteht (*:) griechische Antike). Ist nur die Frage, ob der in den "Widerfahrnissen" [tolles Wort] des Lebens und des Sterbens einem so eine große Hilfe ist. Also nochmal, es geht nicht darum, Gott zu beweisen, denn wenn er so kümmerlich wäre, dass er zu beweisen wäre, wäre er nicht Gott.

    Zitat

    Zumal die Lehre des Christentums im Widerspruch zur Realität der Welt steht. So proklamiert die Kirche die Existenz eines "allmächtigen und barmherzigen Gottes" (z.B. im Urbi und Orbi Segen des Papstes). Es genügt allabendlich die Tagesschau zu sehen um zu wissen, dass hier ein logischer Fehler vorliegt.

    Endlich kommt sie, die Theodizee, der "Fels des Atheismus". Eine befriedigende Antwort hat keiner der großen Denker, angefangen von Augustinus, über Leibnitz und Kant bis Adorno und so weiter, gefunden. Selbst thaumazo, von seinen Zeitgenossen genannt der Große, ob der Tiefe und Schärfe seines Denkens, ist in seiner "disputatio contra threadschrotterum" daran gescheitert. Doch haltet ein, nicht ganz: Frei nach Helmut Schmidt prägte er den klassischen Satz: "Das Christentum ist eigentlich Blödsinn, aber mir fällt auch nichts besseres ein". Zudem gab er zu bedenken, ob


    ad1) Gott alles tun muss, was er tun könnte


    ad2) Leid von vorneherein als grundsätzlich sinnlos angesehen werden muss


    ad3) Gottes Allmacht nicht freiwillig seine Grenze an der menschlichen Freiheit findet

    Zitat

    Würdest du an jemanden glauben (= ihm vertrauen) dessen Worte im Widerspruch zu dem stehen was du täglich siehst und hörst? Für eine gewisse Zeit vielleicht, aber es kommt der Punkt an dem du dich abwendest.

    Siehe obige Erwägungen

    Zitat

    Ich muss dir natürlich schon ein Lob aussprechen, dass du Zeit und Geduld aufbringst die ganzen elenden Ketzer hier zu bekehren. ... Einen Kasten Bier hast du dir auf alle Fälle verdient – sollte man sich mal im Real-Life treffen.

    Besten Dank. Billiger würdest du natürlich mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" davonkommen, aber das ist eben ein Privileg der Gläubigen.;-D


    Ich bemerke aber gleich mal vorab, dass ich ein erbitterter Feind der sogenannten "Fernsehbiere" (Warsteiner & Co.) bin und mein diesbezüglicher Bekehrungseifer meinen religiösen noch weit übertrifft. Aber das ist ein Thema für einen anderen Faden ...