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    Meine frühere beste freundin hatte in der 4. Klasse ihr erstes mal sie war 9 !!!

    *ironie an* Dann hatte sie wohl schon im Kindergarten Sexualkundeunterricht ... *ironie aus*


    Leute, wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen. Solche emotionsgeladenen Diskussionen bringen uns doch nicht weiter, also stay cool ...


    Sexualkundeunterricht hat mit "ficken" nichts zu tun. Das Interesse am "ficken" kommt früher oder später bei jedem, völlig unabhängig davon, ob man mal aufgeklärt wurde, oder nicht. Der Unterschied ist nur: wer mal Sexualkunde hatte, weiß damit umzugehen, weil er versteht, was da in ihm vorgeht und welche Verantwortung er dabei zu tragen hat.


    Das Problem, dass heute schon "Kinder" Sex haben, liegt größtenteils daran, dass die Pubertät heute schon früher einsetzt, einen gewissen Effekt haben wahrscheinlich auch diverse sexlastige Medien.


    Die Sexualkunde beginnt in der 3. Klasse mit ganz generellen Dingen, der Unterschied zwischen Mann und Frau, die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen, die Entstehung eines Babys, einige (heutzutage leider) ein wenig romantisch verklärte Vorstellungen von Liebe und Familie ...


    Weiter geht's dann meistens in der 5. oder 6. Klasse (da sind die "Kinder" zumindest in dem Alter, wo sich das Interesse an Sex durchaus schon regen kann) mit detailierten Erklärungen zu Sex und Partnerschaft, Verhütung, Krankheiten, Bedürfnissen, Entwicklung, Selbstbefriedigung usw.


    In der 8. der 9. Klasse wird das Thema meistens nochmal etwas aufgerollt und intensiviert.


    Du siehst also, man wird sachlich und nicht überstürzt oder ekelerregend auf das Thema vorbereitet.


    Die wohl wichtigste Lehre aus der ganzen Sache ist: die Bedeutung der Verantwortung beim Sex, die Verantwortung für uns selbst sowie für den Partner. Und das ist das Problem, warum es so viele schwangere 15jährige und die Verbreitung von Sexualkrankheiten gibt. Nur wer weiß, was er da tut und über seine Verantwortung beim Sex aufgeklärt ist und danach handelt, hat auch unbeschwert Spaß daran. Und dafür brauchen wir Sexualkundeunterricht.

    Zitat

    wo ist das kribbeln wenn man händchen hält ... wo ist die liebe

    Das kann ich allerdings nur unterstreichen. Da ist an einigen Stellen sehr viel verloren gegangen in den letzten Jahren. Der Grund dafür liegt aber viel tiefer in der Gesellschaft, in den Familien und an der medialen Dauerbeschallung und nicht am Sexualkundeunterricht.

    Hyatim

    Zitat

    Die Kinder sind da grad mal 8 Jahre alt glaubst du die denken daschon an ficken oder was?

    Was du was sexuelle Aufklärung heißt?


    Ziel ist es ja, den Kindern den unterschied zw Mann und Frau zu erklären, also Grundlagen der Sexualität. Das sollte zum einen zu hause und zum Anderen in der Schule im Sexualkundeunterricht vermittelt werden.


    Das hat mit Ficken doch nichts zu tun:-/


    Wann sollte deiner Meinung nach denn sexuelle Aufklärung stattfinden?


    Ab wann sollte ein Kind bescheid wissen?


    Gruss

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    Zitat

    denke auch, das 13 schon sehr früh ist. Denke da kann man die schönheit des aktes ja nicht genießen.

    Na ja, "Die Schönheit des Aktes" ist wohl ziemlich hochgegriffen. Zunächst ist das ein animalischer Akt. Ihn schön zu gestalten muss man/sie lernen. Ok, 13 Jahre ist früh. Ich werde es Niemandem raten oder empfehlen. Ein aufgeklärtes 13-jähriges Mädchen kommt damit sicher besser zurecht als ein unaufgeklärtes. Grundsätzliche Bedenken habe ich allerdings trotzdem. Die steht die Verhütungsfrage im Vordergrund. Die ist in dem Alter eben nicht so einfach zu lösen.

    @ Roland_321

    also wenn beide es wollen, dann kann es unter gewissen umständen ja etwas exorbitant schönes sein, auch wenn ich glaube 13 ist noch zu früh dazu. Jedoch gebe ich dir recht, denn nicht nur die verhütung ist ein problen, sondern auch das alter und damit einhergehend die psychische reife.

    Zitat

    denn nicht nur die verhütung ist ein problen, sondern auch das alter und damit einhergehend die psychische reife.

    Darum hat der Gesetzgeber auch sexuelle Handlungen für unter 14 Jährige verboten. Fehlende innere Reife und sexuelle Handlungen mit denen sie beim Sex konfrontiert werden können viele Kinder noch nicht verstehen. Das Schutzalter für sexuelle Kontakte liegt daher bei 14 Jahren.

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    Die Sexualkunde beginnt in der 3. Klasse mit ganz generellen Dingen, der Unterschied zwischen Mann und Frau, die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen, die Entstehung eines Babys, einige (heutzutage leider) ein wenig romantisch verklärte Vorstellungen von Liebe und Familie ...

    Nicht nur das, da stehen solche Texte wie z.B.: "Wenn der Penis des Mannes erregt ist und steif ist und die Muschie der Frau feucht ist, dringt der Mann mit dem Penis in die Wagina der Frau. Beide haben viel Spaß dabei und bekommen einen sogenannten Orgasmus."


    Genau dieser Text der natürlich noch weiter ging stand bei meiner Nachhilfescülerin die gerade in der 3. Klasse ist auf dem Arbeitsblatt! Ich finde da ist das alles so harmlos dagestellt und sozusagen kindlich ausgedrückt!


    Sie selbst sagt dass sie das Thema ekelig findet und alle in der Klasse sich schämen und ebenfalls anekeln!


    Die Kinder verstehen sowas noch nicht, sie sehen es aus kindlicher Sicht und nicht aus erwachsener Sicht, genau sowas muss man bedenken!!!

    Hayatim

    Zitat

    Meiner Meinung nach sollte Sexualkunde erst dann Unterrichtet werden wenn die Kinder in die Pupertät kommen!

    Hm


    Ich denke nicht das man Jugendliche z.B. vor einer ungewollten Schwangerschaft oder sexuell übertragbaren Krankheiten bewahren kann wenn man erst im pubertären Alter mit der Aufklärung beginnt.

    Zitat

    Nicht nur das, da stehen solche Texte wie z.B.: "Wenn der Penis des Mannes erregt ist und steif ist und die Muschie der Frau feucht ist, dringt der Mann mit dem Penis in die Wagina der Frau. Beide haben viel Spaß dabei und bekommen einen sogenannten Orgasmus."


    Genau dieser Text der natürlich noch weiter ging stand bei meiner Nachhilfescülerin die gerade in der 3. Klasse ist auf dem Arbeitsblatt! Ich finde da ist das alles so harmlos dagestellt und sozusagen kindlich ausgedrückt!

    Leider wird das Thema Sexualkunde in den Schulen nicht immer Kindgerecht durchgeführt und es werden Wörter und Begriffe verwendet die Kinder vielleicht noch nicht verstehen. Da gebe ich dir Recht und ich verstehe auch das du deshalb gegen Sexualkunde in der Grundschule bist.


    Denoch halte och eine frühe Aufklärung für sinnvoll, auch in der Schule. Nur muss dieses Kindgerecht geschehen und auch dem Alter entsprechend angepasst sein.


    Mir ist unverständlich wie eine Lehrerin so ein Arbeitsblatt an Kinder rausgeben kann. Das hätte auch anders aussehen können.


    Zuhause seitens der Eltern findet nicht immer Aufklärung statt. Es gibt genug Eltern denen das Thema peinlich ist und dem Kind lieber nichts sagen wollen oder die Eltern haben selbst kaum Ahnung von Sexualität. Klingt zwar doof, aber ist so.


    Sexualität ist nicht in jeder Familie ein Thema, sondern kann auch ein Tabu sein.


    Ich finde grundlegende Sachkenntnis kann und sollte in der Grundschule vermittelt werden. Die Kinder sollten z.B. lernen was der unterschied zw Mann und Frau ist, wie entsteht ein Kind, Körperbau usw. das Thema Verhütung kann man ansprechen, aber genau ins Detail würde ich da noch nicht gehen.


    Ich denke ein Kind von 8 oder 9 muss noch nicht wissen wie ein Kondom über eine Banane gezogen wird:-/


    Nein, vielmehr muss Sexualkunde den Fragen und Bedürfnissen der Kinder angepasst sein. Es kommt auch vor das Lehrer selbst mit dem Thema überfordert sind auch wenn es einen Lehrplan für die Schulen gibt, was dein Bsp von deiner Nachhilfeschülerin zeigt. Was passiert das die Kinder förmlich mit Informationen über Sexualität , Verhütung, Kondome usw überschüttet werden, die Kinder können das noch nicht so einordnen.


    Hier sollte auch von seiten der Lehrer behutsamer an das Thema herangegangen werden.


    Ein sehr tolles Buch zu dem Thema heißt Peter, Ida und Minimum


    Ich finde das ist eine gute und altersgerechte Aufklärung.


    Gruss

    Dann will ich mich auch mal äussern. Erstens habe ich Schulkinder und zweitens unterrichte ich unter anderem Sexualkunde - in der Regel bei 15-16-Jährigen. Und was da zum Vorschein kommt ist oft - vorsichtig ausgedrückt - HAARSTRÄUBEND!!! Die Hälfte ist überrascht, dass Frauen keine Prostata haben - wo kommt denn der Scheidenschleim her. :-o Was? Mit einer Hepatitis-B-Impfung kann ich trotzdem AIDS bekommen? Wenn jemand Pickel hat, dann nimmt man einfach die Pille - wirkt auch bei Männern :-o Etc. pp. Also, da frage ich mich dann schon, was vorher abgelaufen ist.


    Meine Kinder fragen sehr wohl, was sie wissen wollen. Und ich beantworte ihre Fragen - altersgerecht. Es gibt auch sehr gute Literatur, die das beschreibt, ebenfalls altersgerecht. Man muss solche Quellen lediglich nutzen. Und Kinder müssen auch nicht von Anfang an in jedes "Geheimnis" eingeweiht werden. Sie fragen. Ich antworte. Am Anfang ist doch einfach wichtig, dass sie lernen, was so an ihnen dran und drin ist - immer so, wie sie es verstehen können. Irgendwann stellen sie auch fest, dass es bestimmte Gefühle auslöst, wenn sie sich an Penis oder Klitoris berühren, etc. Und dann haben wir neuen Gesprächsstoff. Ich finde, das ist sehr wohl auch Aufgabe von Eltern. Aber wenn die verklemmt, versteckt oder sonst wie "geschädigt" sind (ich meine das nicht bösartig), dann wird es auch für die Kids schwierig, die Natürlichkeit im Ganzen zu sehen. Und was verboten oder igitt erscheint, bekommt plötzlich eine eigenartige Eigendynamik.


    Manchmal ist es schon seltsam, dass Kindergartenkinder erklären können, wie das Herz eines Frosches aussieht - aber über ihren Körper wird Stillschweigen bewahrt, bis sie irgendwann "Probleme" haben. Ich finde, oft stimmt einfach die Verhältnismässigkeit nicht.


    Ich finde, wenn Kinder fragen, sollte man genau DAS beantworten, was gefragt ist. Nicht mehr. Auf die Frage: "Wo komm ich eigentlich her?" ist mitunter die richtige Antwort: "Aus der Stadt XY." Es braucht ein bisschen Gespür und Fingerspitzengefühl. Und Offenheit.


    Um auf das Thema am Anfang zurück zu kommen - Das Gesetz ist da sehr klar. Aber die menschliche Entwicklung richtet sich nicht nach dem Gesetz. Manchmal kann jemand mit 13 tatsächlich reifer sein, als jemand, der 15 ist. Aber dann würde das auch bedeuten, dass der/die Betreffende über den eigenen, wie den anderen Körper und den Funktionen Bescheid wissen sollte - ebenso, wie man richtig verhütet. Dazu fällt mir auch wieder ein, dass viele überrascht sind, dass Kondome nicht alle gleich gross sind... Und wie man die richtig handhabt, wissen viele auch nicht - wir üben das im geschützten Rahmen (die, die wollen). Am Ende des Unterrichts wissen ALLE: Ohne Dings, kein Bums. Und bis jetzt ist noch niemand von meinen Pappenheimern vorzeitig schwanger geworden und soweit ich weiss, sind sie auch alle gesund. Wenn doch mal ein Problem auftaucht, ist der Kontakt immerhin so gut, dass sie mich anmailen oder anskypen - auch wenn sie bereits "Ehemalige" sind.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Unterricht auch bei 8Jährigen nicht verkehrt ist. Die Frage ist lediglich WIE. Und die Eltern sollten sicher auf Fragen ihrer Nachkommenschaft eingehen. Manchmal ergibt sich auch die Gelegenheit, wenn ein Geschwisterchen unterwegs ist. Aber auch hier gilt - altersentsprechend und nur soweit, wie es begreifbar ist. Und wenn es geht locker und unverkrampft.