Suche Medikamente zur Ausschaltung der Libido

    Hallo,


    da ich aus psychischen Gründen kein Sexualleben haben kann, suche ich schon seit längerer Zeit nach (wenn möglich, frei erhältlichen) Medikamenten, die das sexuelle Verlangen dauerhaft betäuben können, d.h. nicht nur die Potenz, sondern auch die Libido so weit wie möglich ausschalten. Homöopathische Mittel wie Mönchskraut sind mir schon bekannt, allerdings ist ihre Wirkung sehr schwach, sodass ich nach effektiveren Möglichkeiten suche.

  • 195 Antworten

    Ich sehe nur drei realistische Möglichkeiten:


    1.) Strick


    2.) Operative Kastration (Es wird kaum möglich sein, einen Chirurgen zu finden, der bereit ist, diesen Eingriff bei einem vollkommen gesunden jungen Mann mit durchschnittlichem Sexualgeschmack durchzuführen, außerdem fürchte ich mich ein wenig vor dieser brutalen Lösung)


    3.) Medikamente zur Senkung der Libido


    Methode 3.) scheint mir da noch am Vernünftigsten. In meinem momentanen Zustand kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen - die sexuelle Frustration und der Druck des sexuellen Verlangens sind nach 25 Jahren unfreiwilliger Asexualität so enorm geworden, dass ich kaum noch in der Lage bin, mein Studium zu bewältigen, mich künstlerisch oder intellektuell zu betätigen oder meine Zeit mit sonst einer sinnvollen Beschäftigung zu füllen. Ich kann inzwischen keinen Spaziergang mehr unternehmen, ohne dass beim Anblick einer attraktiven jungen Frau eine Art Schock durch meinen ganzen Körper zieht. Ich habe auch das Gefühl, dass diese immer stärker werdende Dauerfrustration zu einer schleichenden Verblödung führt, indem sie mich zwingt, meine Gedanken monomanisch auf ein einziges dominantes Thema zu konzentrieren und außerdem meine Konzentrationsfähigkeit massiv abnimmt bis hin zu schweren Denkstörungen. Bisweilen bin ich nicht mehr in der Lage, zehn Seiten eines wissenschaftlichen Werkes oder sonst irgendeiner Art von Literatur höheren Niveaus zu lesen, ohne in der Zwischenzeit den Inhalt der ersten Seite wieder vergessen zu haben. Auch charakterlich werde ich durch diesen Zustand immer ungenießbarer, werde immer mürrischer, reizbarer und exzentrischer. Noch 50-70 Jahre halte ich das ohne Methode 2.) oder 3.) jedenfalls definitiv nicht mehr aus.

    @ Ich2009

    Ich habe das Thema gegenüber meinen Hausarzt einmal angeschnitten, allerdings scheint es in Deutschland fast unmöglich zu sein, als sexuell völlig durchschnittlich veranlagter Mann in dieser Hinsicht Hilfe zu bekommen. Dafür müsste ich wahrscheinlich schon pädophil oder ein Sexualverbrecher sein...


    Die Psychotherapie lehne ich - da ich sie im Wesentlichen als Quacksalberei betrachte, deren Arbeitsweise wissenschaftlich nicht hinterfragbar oder nachprüfbar und somit inakzeptabel ist - prinzipiell ab und glaube, dass Gesprächstherapien u.Ä. nur einen autosuggestiven Placebo-Effekt bei Personen haben können, die von ihrer Wirksamkeit ohnehin überzeugt sind, was bei mir nicht der Fall ist.


    Deshalb suche ich nur nach einer rein medikamentösen Lösung.

    @ Georgionis

    Fast alle modernen Antidepressiva (SSRI) setzen die Libido herab - manche mehr, manche weniger.


    Da ich bei dir evtl. auch eine begl. depressive Verstimmung vermute wäre das - zumindest für eine begrenzte Zeit - vielleicht eine Lösung für dich.


    Deine Meinung zur Psychotherapie kann ich nicht teilen.

    hmm verstehe, du bist a-sexuell und dich nerven deine männlichen triebe weil du sie nicht ausschalten kannst.. verstehe..war bei meinem freund auch so


    19 jahre strikte a-sexualität bis ich kam


    ... jedenfalls


    tut mir leid, ich kann dir nicht weiter helfen, wüsste nur den ratschlag das du einen arzt finden solltest, der dir weiter helfen kann.. also wegen die medikamente

    Zitat

    In meinem momentanen Zustand kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen - die sexuelle Frustration und der Druck des sexuellen Verlangens sind nach 25 Jahren unfreiwilliger Asexualität so enorm geworden, dass ich kaum noch in der Lage bin, mein Studium zu bewältigen, mich künstlerisch oder intellektuell zu betätigen oder meine Zeit mit sonst einer sinnvollen Beschäftigung zu füllen. Ich kann inzwischen keinen Spaziergang mehr unternehmen, ohne dass beim Anblick einer attraktiven jungen Frau eine Art Schock durch meinen ganzen Körper zieht. Ich habe auch das Gefühl, dass diese immer stärker werdende Dauerfrustration zu einer schleichenden Verblödung führt, indem sie mich zwingt, meine Gedanken monomanisch auf ein einziges dominantes Thema zu konzentrieren und außerdem meine Konzentrationsfähigkeit massiv abnimmt bis hin zu schweren Denkstörungen. Bisweilen bin ich nicht mehr in der Lage, zehn Seiten eines wissenschaftlichen Werkes oder sonst irgendeiner Art von Literatur höheren Niveaus zu lesen, ohne in der Zwischenzeit den Inhalt der ersten Seite wieder vergessen zu haben. Auch charakterlich werde ich durch diesen Zustand immer ungenießbarer, werde immer mürrischer, reizbarer und exzentrischer. Noch 50-70 Jahre halte ich das ohne Methode 2.) oder 3.) jedenfalls definitiv nicht mehr aus.

    also asxuell und sexuelles verlangen schließen sich aus!! beides geht nicht


    und meiner meinung nach ist dein verhältnis zur sexualität schwer gestört... mach eine therapie (auch wenn du das nicht gern hörst!).


    ein therapeut löst deine probleme nicht, das ist klar. ABER er gibt dir hilfestellung dir selber zu helfen und das wär bei dir echt sinnvoll ;-)

    aber gute Psychotherapie erfolgt eigentlich schon mit Medikamenten, obwohl ich dir dann einen Besuch beim Psychater empfehlen würde, dieser darf ja auch Medikamente verschreiben.


    Da du aber nicht zu einem Therapeuten willst würde ich dir spontan den Urologen empfehlen, der setzt sich ja schließlich jeden Tag mit der Sexualität auseinander. Vielleicht kann der dir ja helfen.

    @ wiseman86

    wenn man as-exuell ist, ist man nicht sexuell gestört


    man will es einfach nicht, das muss nicht mal mit einem erlebnis zusammen hängen.... man hat einfach kein interesse daran


    sein verhätniss zur sexualität ist nicht gestört, er ist trotzdem a-sexuell... trotzdem hat er noch die männlichen triebe die er gerne ausschließen würde.. weil es ihn nervt


    therapeut nicht nötig, bin der gleichen meinung, die behandeln einen wie jeden anderen, dabei gehören manche (selten) menschen nicht der masse an, und somit kann auch kein therapeut helfen

    @ Annalena

    Die Kriterien, auf denen die Psychotherapie beruht, sind generell nicht falsifizierbar, außerdem unterliegen sie fast ausnahmslos dem sogenannten naturalistischen Fehlschluss (Also der krausen Annahme, dass man aus Beobachtung Bewertungen ableiten könne). Insofern ist sie definitiv keine Wissenschaft und für mich somit nicht ernstzunehmen.

    @ wiseman

    Deshalb schrieb ich ja von "unfreiwilliger Asexualität": Meine Libido und Potenz sind vollkommen normal entwickelt, nur kann ich sie eben nicht verwirklichen. Außerdem frage ich mich, was deiner Ansicht nach an meinem Verhältnis zur Sexualität schwer gestört ist? Meine sexuellen Wünsche sind so absolut durchschnittlich wie nur irgend möglich, ich kann sie nur leider nicht ausleben.

    Noch einmal zur Klarstellung: Ich lebe zwar - unfreiwillig - wie ein Asexueller, habe aber eine ganz normal entwickelte Libido und Potenz und sehne mich brennend nach einem Sexualleben, das ich aber leider nicht haben kann.

    "wieso unfreiwillig? und wieso kannst du kein sexualleben haben?"


    Eine Mischung aus körperlicher Unattraktivität, Außenwirkung als Exzentriker, absoluter Unbeholfenheit mit Kommunikation im Allgemeinen und Smalltalk im Speziellen und Introversion und Schweigsamkeit bis an den Rand des leichten Autismus. In meinem gesamten Leben war ich noch nie auch nur in der Nähe eines Kusses oder sonst irgendeiner Art von Intimität mit einer Frau.

    Zitat

    Eine Mischung aus körperlicher Unattraktivität, Außenwirkung als Exzentriker, absoluter Unbeholfenheit mit Kommunikation im Allgemeinen und Smalltalk im Speziellen und Introversion und Schweigsamkeit bis an den Rand des leichten Autismus. In meinem gesamten Leben war ich noch nie auch nur in der Nähe eines Kusses oder sonst irgendeiner Art von Intimität mit einer Frau.

    sag ich doch ;-)


    du hast ein gestörtes verhältnis zur sexualität....

    Lieber Georgionis


    Ich erkenne mich in deinen Zeilen wider. So einzigartig, wie du zu sein glaubst, bist du höchstwahrscheinlich auch nicht. Ich bin zwar noch jung, habe aber auch ein ambivalentes Verhältnis zur Sexualität, das mich zur zweitweiligen Ablehnung jeglicher sexueller Handlung (auch SB) und jeglichen sexuellen Gedankens für ein ganzes Jahr geführt hatte. Nach diesem Zeitraum war der Geist wahrlich total asexuell (was man nicht kennt, misst man nicht). Nichtsdestotrotz habe ich mich aus anderen Gründen zur Wiederaufnahme geringer Sexualität entschlossen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrung erachte ich Sexualität als eine Art natürliche Sucht, die genau so abgelegt werden kann wie jede andere (trotz massiver Entzugserscheinungen).


    Ich schließe mich übrigens wiseman in seiner Feststellung an, dass du ein gestörtes Verhältnis hierzu aufweist. Sexualität ist wie jeder andere Trieb, sei es Hunger, Durst, oder das Streben nach Glück: ein Teil deiner emotionalen Existenz.


    MfG,