• Warum guckt ihr Männer Pornos?

    ich würde...

    Pornos gucken--> um druck abzulassen. Ich finde daran nichts schlimmes, sei froh dass er nicht fremd geht.
  • 360 Antworten
    Zitat

    Und glaubst du, Frauen sind so blöd, sich in solche Kategorien einordnen zu lassen?

    das, wie schon weiter oben angesprochen, ist im übrigen einer der punkte, die mich bei der ganzen frauenbewegungskiste mit am meisten annerven (ich meine mich zu erinnern, dass dibbuk mal was ähnliches geschrieben hat). ich hasse es, wen frauen als dummchen behandelt und in die opferrolle gesteckt werden. ich habe mich in der gross-aufräumphase meines lebens vor einigen jahren recht intensiv mit diesem thema "opferrolle" auseinandergesetzt. es ist mit das schlimmste, was man einem menschen antun kann, wenn man ihn in die opferrolle steckt. opfer sind definitionsgemäß ohnmächtig, ohne die klugheit, kraft und fähigkeit, ihr leben selbst in die hand zu nehmen. diese rolle nimmt den frauen jede macht über ihr eigenes leben.


    ich finde das im interesse der gleichberechtigung mehr als kontraproduktiv. nicht nur ist es völlig unerklärlich, warum sich die weibliche hälfte der menschheit über jahrtausende in solche rollen drängen lässt, wenn sie angeblich den männern ebenbürtig sind. da liegt eine klare bewertung drin, ganz im gegensatz zur these gleichwertiger, aber andersartiger pole. es wirft auch nochmal ein ganz anderes licht auf die "gleichmachungs-bestrebungen". wenn man das mal vor dem hintergrund der opfer-rolle sieht: was soll damit eigentlich erreicht werden? sollen die frauen "besser" gemacht werden, damit sie den männern ebenbürtig sind, oder die männer "schlechter"? in beiden fällen ist implizit, dass frauen irgendwie unterlegen sind und dieser gehalt solcher argumentationen passt mir persönlich überhaupt nicht.

    damiana

    Vielleicht sind sie nicht so blöd, aber haben gelernt, dass man als Frau mehr gemocht wird, wenn man sozial und emotional, lieblich ect. ist. Darauf zielt ja auch immer das Vorurteil von manchen ab, dass Emanzen nur häßlich und sexuell frustriert seien und es durch Männerhaß kompensieren, dass sie keinen abbekommen.


    Jeder passt sich in gewisser Weise an, um anerkannt zu werden. Dazu kommt, dass Frauen bei körperlichen Auseinandersetzungen meistens tatsächlich schwächer sind und wenn sie schwanger sind und Kinder haben mitunter einen Mann dazu bringen müssen, sie zu unterstützen (was die Gafahr einer Abhängigkeit in sich trägt). Wieso ist es also dumm, sich den Anforderungen anzupassen und mit seiner Schläue im Hintergrund zu agieren, um so gut wie möglich durch zu kommen, auch wenn man dabei nicht selten den untersten Weg des Kompromisses gehen muss?


    Außerdem gibt es Familienclans, die seit vielen Jahrhunderten immer die Verliererkarte gezogen haben, vielleicht, weil für die Gewinnerkarte ein "hochwohlgeboren" vorausgesetzt wird. Es gibt auch ganze Völker die ständig die "Arschkarte" ziehen, z.B. die Kurden, obwohl ich nicht denke, dass sie im Schnitt dümmer sind, als andere Völker. Solche langfristigen Stärke/Schwäche - Verhältnisse gibt es auch in anderen Bereichen.

    Zitat

    Vielleicht sind sie nicht so blöd, aber haben gelernt, dass man als Frau mehr gemocht wird, wenn man sozial und emotional, lieblich ect. ist.

    und dass das so ist, das ist nur den männern anzulasten, und die frauen in ihrer zahlenmäßig den männern gleichwertigen gesamtheit haben es in keiner gesellschaft und über jahrtausende nicht vermocht, dieses bild zu korrigieren? wie verhältnismäßig schnell haben es die schwarzen in südafrika geschafft, ihre situation zu ändern? wie blöd muss eine bevölkerungsgruppe sein, die nicht kriegerisch erobert und mit waffengewalt unterdrückt, die zahlenmäßig gleich stark ist und jahrhundertelang zeit hatte, und es trotzdem nicht schafft, diese situation zu korrigieren?

    (re) wieauchimmer

    das ist die billigste, unbefriedigenste entgegnung, die ich jemals von dir gelesen habe. du ziehst eine 10 jahre andauernde situation heran und willst damit meine these widerlegen, dass eine bevölkerungsgruppe, die jahrtausendelang bei zahlenmäßiger und nach feministinnen auch anderweitiger ebenbürtigkeit "unterdrückung" erduldet", irgendwie ein defizit haben muss?

    noch dazu bezieht sich dein beispiel auf ein kriegsgebiet, zumindest ein kürzliches kriegsgebiet ! und aus sowas willst du rückschlüsse auf die situation der frau in unserer gesellschaft ableiten? --- mir scheint ich hab dich bislang überschätzt.

    damiama

    Das bezieht sich auf die philosophische Idee, dass Frieden nur eine Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist, denn die Machtverhältnisse verändern sich durch einen Krieg meist nicht wesentlich (vielleicht wechseln die einzelnen Personen, wenn überhaupt). Wie oft haben die Europäer gegeneinander Krieg geführt? Friedenszeiten heißen ja selten, dass die Konflikte bewältigt sind, sondern dass man es eine Weile mit Diplomatie versucht.


    Wie viele Jahrhunderte können sich Briten und Franzosen schon nicht leiden? ....und wieso war bei den Nazis gegen die Juden das Argument überzeugend für manche Teile der Bevölkerung, dass die Juden ja schon damals den Tod von Christus verursacht hätten. Manche Konflikte werden immer wieder aufgewühlt, weil sie scheimbar nie ganz verschwinden.

    damiana,

    Zitat

    opfer sind definitionsgemäß ohnmächtig, ohne die klugheit, kraft und fähigkeit, ihr leben selbst in die hand zu nehmen. diese rolle nimmt den frauen jede macht über ihr eigenes leben.

    gut, du redest von "in die Opferrolle gesteckt".


    Was wäre aber wenn Frau sich gerne selber als Opfer sieht?


    Sich als Opfer darstellen bedeutet letztenendes (moralische) Macht haben.


    lg Grainne

    passiv/aktiv

    passiv:


    Sie wird zum Opfer gemacht.


    Sie wird zum Kochen gezwungen.


    Sie wird versorgt.


    Sie wird nicht zum Orgasmus geführt, weil er zu früh kommt.


    Sie wird geschwängert.


    aktiv:


    Sie ist selbstbewusst und lässt sich nicht zum Opfer machen, sondern sucht sich männliche Opfer.


    Sie kocht, wann es ihr gefällt.


    Sie versorgt sich selbst.


    Sie befriedigt sich selbst, wenn er es nicht schafft. Oder fordert ihn auf, die Angelegenheit mit der Zunge zum erfolgreichen Ende zu führen, das geht immer.


    Sie wird schwanger, wann sie es für richtig hält.


    Kurz: die aktive Frau führt nicht all' ihre Probleme auf Männer zurück, sondern sucht erst bei sich selbst!

    guido

    nette beschreibung...


    aber so klar und einfach lässt sich passiv/aktiv nicht trennen... nur als beispiel: auch die aktive frau bzw. der aktive mann kann sich gern zum opfer machen lassen...


    aber dein letzter satz gefällt mir ;-) ;-D

    babs

    Vollkommen richtig!


    Aber dann wird sie oder er nicht zum Opfer GEMACHT, sondern MACHT sich zum Opfer. Also doch aktiv!


    Das wird sowieso oft falsch verstanden. Eine Frau, die sich gern sexy kleidet, tut dies nicht notwendigerweise auf Anweisung oder um ihrem Freund einen Gefallen zu tun.


    Gleiches gilt, wenn sie ein Kopftuch trägt.


    Selbst bei Fesselspielen, Aktfotos oder SM kann die Initiative durchaus vom Opfer ausgehen. Zu achten ist nur darauf, dass die Person zu einer eigenen Entscheidung fähig ist (also weder minderjährig noch geistesgestört).

    Frauen

    Weiß nicht, ob es in diesem langen Thread schon erwähnt wurde, aber auch viele Frauen schauen gern mal nen Porno an. Noch mehr Frauen würden, wenn sie sich trauen würden, noch mehr Frauen würden, wenn es bessere Pornos gäbe.


    Ich hab eine amerikanische InternetFreundin, die sagte, ihr Computer wäre mit Sicherheit randvoll mit Porno, wenn sie nur keine Angst vor ihrem Mann hätte.


    Aus diesem und anderen Gründen finde ich es daher falsch, wenn man männliche POrno-Konsumenten mit Argumenten in Schutz nimmt, die in die Richtung gehen, daß Männer halt so oder so seien. Nein, richtig ist, daß einfach jeder Mensch das (auch moralische) Recht haben sollte, das anzuschauen was er will. Auf der anderen Seite schadet es sicher niemandem, ganz ohne Gewissensdruck mal sein Verhalten zu überdenken, z.B. wie "wieauchimmer" schrieb, ob man nicht manipuliert wird, bzw. ob man evtl. seine "Bedürfnisse automatisiert" (eine Formulierung, die ich neulich fand, und die mir sehr gut gefällt).

    Wer A sagt, muss auch B sagen

    Von einigen Frauen wird ja hier die Ansicht vertreten, dass Prostitution etwas ist, was sich vielleicht nicht notwendig (denn vielleicht gäb es auch andere "Lösungen"), aber dennoch ursprünglich auf der unterschiedlichen Natur von Mann und Frau begründet. Wenn das so befürwortet wird, warum fangen diese Befürworterinnen nicht schon morgen an, um ihrem eigenen Anteil an der Realisation naturgegebener Grundlagen gerecht zu werden, ihren Sex ebenfalls als Dienstleistung anzubieten? Wenn es in der Natur der Sache liegt, wieso hat man dann gleichfalls den Hochmut, dass sich ja gerne andere dafür hergeben können, der Natur ihren Dienst zu erweisen, aber ich nicht.


    Wiese müssen nur bestimmte Frauen sich für die Lösung der "natürlichen" Probleme hergeben (oder manchmal gezwungen werden), während andere sich scheinbar zu einer Art Elite zugehörig fühlen, die es nicht nötig haben?


    Da ich selber keine Lust habe, Prostituierte zu werden, erwarte ich auch nicht von anderen, dass sie an meiner Stelle dafür sorgen, dass der Natur Genüge getan wird, während ich mir für "Drecksarbeit" zu fein bin.


    Opferhaltung:


    Von der Bevölkerungsanzahl her hätte jede Frau einen Mann, der sie kontrollieren könnte, der auch noch körperlich stärker ist und von dem sie zuweilen aus Überlebensgründen abhängig ist. Eine Bauersfrau weiß im Zweifel, wie sie sich alleine ernähren kann, eine Hausfrau ist aufgeschmissen, also alleine nicht überlebensfähig. Während auch Tierweibchen im Zweifel unerbittert um ihr eigenes Überleben kämpfen, hat man es den Frauen angewöhnt, solange untätig zu schreien, bis der männliche Retter kommt. Das Überleben der Frau wurde von einem Mann abhängig und der Mann mußte umgekehrt die Last der Verantwortung für eine nicht alleine lebensfähige Frau tragen. Wieso läßt frau sich das gefallen?


    Wieso haben sich Jahrhunderte lang Arbeiter und Bauern gefallen lassen, von Monarchen und Fürsten unterdrückt zu werden, bis es mal zur Demokratie kam? Dabei sist das zahlenmäßige Verhälnis für die Fürsten, die ihr Volk unterdrücken, viel ungünstiger, als das Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Es kommt darauf an, wer über die größeren Machtmittel verfügt, z.B. Ressourcen. Die waren aber Jahrhunderte lang einerseits in den Händen von Herrschern/Fürstenfamilien (denn denen gehörte das Land und nicht den bauernselber, die z.T. sogar Leibeigene der Fürsten waren) und andereseits wurde der Familienbesitz grundsätzlich auf die Söhne übertragen, sodass die Töchter sich zwangsläufig in die Abhängigkeit zu einem Ehemann begeben mußten, um eine Überlebensgrundlage zu haben.


    In den Geschichtsbüchern findet man lange Zeit nicht nur keine berühmten Frauen, sondern auch keine berühmten Arbeiter und Bauern. Waren die alle genetisch zu dumm?


    Opferhaltung ist auch eine Form unterschwelliger Machtausübung. Man hat Macht, indem man den anderen die Schuld zuschiebt. Das ist richtig. Ein Nachteil dieser Form von Macht ist aber, dass sie nicht autark ist. Sie braucht immer einen, der bereit ist, Mitleid zu haben, um zu funktionieren. Aktive Macht braucht das hingegen nicht.


    Der Vorteil der Opferrolle ist aber auch, dass man selber keine Verantwortung übernehmen muss. Jemand bedroht mich und ich muss mir nicht selber eine blutige Nase holen, sondern kann einen Mann vorschieben. Das Geld reicht nicht, dann muss mein Mann eben Überstunden machen. Die Opferrolle kann auch sehr bequem sein, solange sie so funktioniert, dass meine Grundbedürfnisse in dieser Rolle befriedigt werden.