oblivion

    Zitat

    Hat ein "unausgewogenes Verhältnis"


    wirklich nichts mit Macht zu tun ?

    Es gibt mehr Frauen als Männer, aber nur, weil Frauen älter werden. Es ist also ein unausgewogenes Verhältnis. Haben deshalb nun Frauen eine größere Macht, weil sie mehr sind? Ein unausgewogenes Verhältnis macht es der überlegenen Gruppe einfacher, Mach auszuüben, aber nur allein, weil sie überlegen sind, haben sie noch lange keine Macht. Haben Chinesen denn z.B. die Weltherrschaft?

    Zitat

    Selbst ein klares NEIN von ihr ihm gegenüber verbessert seine Position nicht, er ist danach immer noch der, der bedarf.

    Wenn sie aber keine Lust zum Sex hat, dann wird er auch keinen Sex von ihr bekommen können, nur Selbstbefriedigung an ihr. Weil sie aber kein Gegenstand ist, den man ihm einfach so, wie ein Stück Feuerholz zum wärmen, in diesem Fall ihren Körper für Sex, geben kann, ist sie nunmal nicht für seine Selbstbefriedigung zuständig. Sie ist auch nicht dafür zuständig, ihm den Rücken zu kratzen, wenn er das Bedürfnis dazu hat. Dafür gibt es Rückenkratzer aus Holz, mit denen er selber kratzen kann. Sie ist nicht sein Werkzeug zur Selbstbefriedigung und Sex kann sie ihm nunmal nur geben, wenn sie selber auch Lust dazu hat. Über ihr spontanes Gefühl der Lust hat sie aber selber keine Macht.


    Deine Machtgeschichte geht leider in die Richtung "Die Frau sei dem Manne untertan und ihm dienlich". Denn wenn sie sich als Selbstbefriedigungsobjekt zur Verfügung stellt, dann ist sie ihm dienlich, denn für sie ist es ja kein Sex. Was meinst du, wieso man für so einen Dienst Geld bezahlen muss? Aber du meinst scheinbar, sie hat Macht, weil sie ihm nicht aus reiner Nächstenliebe ihren Körper zur Verfügung stellt. Das ist eine ziemlich partiarchale Sichtweise, die wesentlich dazu beiträgt, dass es Prostitution überhaupt gibt, weil Männer eben meinen, sie hätten ein Recht auf sexuelle Befriedigung von einer Frau und wenn sie ihm dieses Recht verweigert, dann hat sie angeblich Macht, weil ja Frauen scheinbar dafür geboren werden, um Männern ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Nein, für die männliche Selbstbefriedigung sind sie eben nicht zuständig, für Sex müssen sie selber Lust haben.


    Ist dir der Unterschied zwischen Selbstbefriedigung an ihr und Sex mit ihr klar? Wieso ist er abhängig davon, dass sie ihn selbstbefriedigt? Das kann er doch selbst, deshalb heisst es ja so.

    Ich habe jetzt mal ein wenig quergelesen (also vorab schon mal sorry, wenn ich was wiederhole ;-) ).

    @KLjunkies

    Zitat

    Da war ein rumaenisches Maedchen (22 Jahre alt). Als ich sie ins Auto mitgenommen habe, musste ich feststellen, dass ich ihr erster Freier ueberhaupt war. Ihre Kolleginen hatten ihr Alkohol zu trinken gegeben. Das sollte sie wohl auflockern. Als es dann zur Sache gehen sollte, war sie allerdings voellig blockiert, hatte totale Angst. Sie sprach auch nur rumaenisch. Ich hab ihr dann vorgeschlagen, mir nur einen runterzuholen. Das war dann wenigstens ein etwas humanerer Anfang. Die Maedchen sind uebrigens oft in ihre Zuhaelter verliebt, wie ich fest gestellt habe.

    Ich muß sagen, dass mich dieser Bericht von Dir ziemlich erschüttert.


    Du hast gemerkt, dass sie "totale Angst" hatte und meinst es wäre dann noch "ein humaner Anfang", wenn sie Dir "nur" einen runterholen "darf"??


    Wie bekommt man(n) überhaupt Einen hoch wenn man merkt und weiß, dass die Frau "völlig blockiert ist und totale Angst hat"??


    Und komm' mir nun nicht mit dem Argument, Du habest schließlich dafür bezahlt.


    Und wie Du das Ganze auch noch erzählst - als hättest Du ihr einen Gefallen getan!


    Jeder anständige Mensch hätte sie gehen lassen, sich nicht daran beteiligt ein so junges Mädchen mit kaputt zu machen.


    Puff hin oder her - macht was Ihr wollt, wenn es freiwillige Prostituierte sind, die wissen was sie tun.......Aber eine für solch emotionale Fehlsteuerung wie von Dir in diesem Fall habe ich keinerlei Verständnis.

    Zitat

    und noch was: ich habe die Maedchen vom Gewerbe immer sehr gut behandelt. Von Freiern wie mir koennen sie die meiste Zeit nur traeumen. Es gibt bei weitem schlimmere und boesere Maenner als ich es bin.

    Ach ja? Und das rechtfertigt Dein Handeln? Ich schlage mein Kind windelweich - macht ja nix, andere sind ja noch schlimmer und treten ihre Kinder .......??

    Zitat

    sieh an. Wieauchimmer behauptet, ich haette irgendjemand etwas schlimmes angetan.

    Nicht nur wieauchimmer.

    @Thepresident2005:

    Zitat

    Ja, es gibt Freier, die die Prostituierten gut behandeln. Ich war auch einer von ihnen. Nur wer in den Puff geht ist nicht gleich ein böser Mann, der Frauen respektlos behandelt.

    Hat auch keiner behauptet.


    Doch "nimmst" Du Dir auch die Frauen, denen ihre Angst, ihre große Angst total anzusehen/anzumerken ist?


    Ich habe nichts gegen Puffs.


    Aber ich habe allerdings etwas gegen Männer, die diese Frauen als Freiwild betrachten und sie auch nicht anders behandeln. Eine Frau die sich für die Dienstleistung Sex bezahlen lässt und dies freiwillig eingeht verdient genauso Respekt wie jeder andere Dienstleister auch. Eine Frau, die dazu gezwungen wird verdient es zudem noch, dass man sich nicht in die Reihe der Männer gesellt, die diesen Zwang unterstützen. Dann geht man(n) eben zur Nächsten die es freiwillig(er) macht.


    LG

    wieauchimmer

    also im ernst Du bist beschränkt!


    Schau mal in die DDR,wie schauen den Ostdeutsche aus?


    Findest Du nicht, sie haben ein slawisches Aussehen?


    Was glaubs Du, woher das kommt?


    also das was ich hier Claudia mitgeteilt habe, wird ein Frau(ich weiss nicht ob du das bist) wie du nie verstehen!


    Ich bin vorhin schon mal auf deutschlands Vergangenheit eingegangen,du hast Züge von Kollektivschuld!

    Zitat

    Ja? An welcher Stelle versucht er das? Er bekundete damit sein Verständnis dafür, dass dein Mann dir nicht glauben wollte. Davon, dass er das auch nur irgendwie kritisiert, stand da nichts, sondern eher, dass er dafür Verständnis hat.

    Ey ich hab dir wieder ein Ball zum spielen gegeben,trommel deine Amazonen zusammen und dreht euch singend im Kreis!


    Ich bin Froh das es User(weibliche) gibt, die meine Postings durchaus verstanden haben!


    Das du jetzt am liebsten von mir hören würdest, ich steh auf "Macht ausüben" muss ich dich leider entäuschen,obwohl was soll der Scheiss mit "Macht"?


    ALICE SCHWARZER E.V lässt grüssen oder was(ich glaube sie hat auch keinen Mann,komisch nicht)?


    **

    Isabell

    ich stimme dir in vielem zu,nur mal so angemerkt!


    Besonders der erste Teil,sowas ähnliches hab ich auch kritisiert nur wird sowas,wenn es von einem pot.Täter(der Macht ausübt) kommt gerne überlesen!

    wieauchimmer

    Zitat

    Ein unausgewogenes Verhältnis macht es der überlegenen Gruppe einfacher, Mach auszuüben, aber nur allein, weil sie überlegen sind, haben sie noch lange keine Macht. Haben Chinesen denn z.B. die Weltherrschaft?

    Zahlenmäßige Überlegenheit IST ein Machtfaktor. Es gibt aber noch andere, z.B. technologische oder wirtschaftliche Überlegenheit. Und nochmal : Um Macht zu haben, muß man sie nicht ausüben.

    Zitat

    Deine Machtgeschichte geht leider in die Richtung "Die Frau sei dem Manne untertan und ihm dienlich".

    Keineswegs...das entspringt nur deinem Hirn. Wenn du farbenblind wärst und ich dir sagen würde "Der Himmel ist blau" würdest du mir auch daraus einen Verknechtungswunsch andichten, schließlich hätte ich ja sagen können, der Himmel ist rosa.


    Bleib doch mal objektiv.

    Zitat

    denn für sie ist es ja kein Sex

    Du hängst deine Argumentation an einer persönlichen Definition auf, die niemand außer dir benutzt. Für dich ist z.B. Prostitution kein Sex. Gehe bitte mal zu einer Prostituierten und frage sie, was sie mit den Männern hat/tut.


    Sie wird sagen : Sex.


    Geh zu einem Freier, und frag ihn, was er mit Prostituierten hat/tut.


    Er wird sagen : Sex.


    Geh zu einem Vergewaltigungsopfer, und sie wird dir sagen : "Der Täter hat mich zum Sex gezwungen", und nicht "Der Täter hat mich zur Selbstbefriedigung an mir gezwungen."


    Du belegst das Wort "Sex" automatisch mit einer Qualität. Genau wie vorher das Wort "Macht". Fällt dir das nicht auf ?

    touch7

    Zitat

    wie du nie verstehen!

    Stimmt, denn bei deinem letzten Beitrag fällt es mir aufgund der vielen Fehler auch wirklich schwer, überhaupt entziffern zu können, was du sagen willst.

    Zitat

    Ey ich hab dir wieder ein Ball zum spielen gegeben, trommel deine Amazonen zusammen ...ich steh auf "Macht ausüben" muss ich dich leider entäuschen, obwohl was soll der Scheiss mit "Macht"?


    ALICE SCHWARZER E.V lässt grüssen oder was (ich glaube sie hat auch keinen Mann, komisch nicht)?

    Ey hast auch krass, gosse Bruder, ey, konkret...?


    Guck du mal lieber Big Brother!

    Oblivion

    Ich zitiere dich:

    Zitat

    Sex ist aber Sex, ein Akt, der wohl etwas mit Gefühlen zu tun hat, aber kein Gefühl IST.


    Toll, das Gleiche jetzt mal andersrum: Ich vergleiche Sex mit einem Gegenstand, du sagst mir, daß es kein Gegenstand ist. Du vergleichst Sex mit einem Gefühl, ich sage dir, daß Sex kein Gefühl ist.

    oblivion

    Zitat

    Keineswegs...das entspringt nur deinem Hirn. Wenn du farbenblind wärst und ich dir sagen würde "Der Himmel ist blau"

    Du sagst also, wenn die eine Gruppe ein Bedürfnis hat, dann ist erstmal egal, ob dieses Bedürfnis berechtigt ist (weil es z.B. den anderen zu einem Objekt macht oder einem Dienstleister, weil dieser selber dieses Bedürfnis nicht hat, dem anderen also nur zu Diensten wäre). Stimmts? Es spielt also keine Rolle, ob sie ein Recht drauf haben oder nicht.


    Wenn die eine Gruppe ein Bedürfnis hat und das höher ist, als das "Gegenleistungs"-Bedürfnis der anderen Gruppe, dann hat die andere Gruppe Macht.


    Hab ich dich soweit verstanden?


    Ein Beispiel:


    Weisst du, wer nach deiner These unglaublich viel Macht hat, weil dort in sexueller Hinsicht ein hohes Ungleichgewicht vorhanden ist? Kinder! Denn die wollen gar keinen Sex, aber es gibt genug Erwachsens, die das Bedürfnis haben, mit Kindern Sex zu haben. Du sagtest ja, es ist egal, ob das Bedürfnis berechtigt ist (denn ansonsten können wir diskutieren, ob es berechtigt ist, das Bedürfnis zu haben, eine Frau, die selber keine Lust hat, für seine eigene Selbstbefriedigung zu benutzen, aber du sagtest ja, dass du dieses Bedürfnis selber nicht wertest, also auch nicht in diesem Fall, denn entweder man wertet, oder nicht).


    Kinder, die nicht mit Erwachsenen Sex haben wollen, obwohl die Erwachsenen dieses Bedürfnis haben, haben also Macht über die Erwachsenen. Nach deiner These: Eindeutig Ja


    Ich habe ledigtlich Frauen gegen Kinder ausgetauscht und das Bedürfnis nach Sex mit Frauen gegen das Bedürfnis nach Sex mit Kindern. Also mein Beispiel ist absolut passend. Du wertest das Bedürfnis nicht, ob es berechtigt ist und es ist auch egal, ob es auf beidseitigkeit beruht, sondern deine These heisst ja: Es ist in jedem Fall Macht, wenn eine Gruppe ein Bedürfnis hat, was nur eine andere Guppe befriedigen kann, die selber ein geringeres oder kein Bedürfnis hat. Also kann man das auch ohne weiteres auf Pädophile und Kinder übertragen.


    Aber merkst du vielleicht mal am Beispiel Sex mit Kindern, wie pervers deine Theorie mit der Macht ist? Die Kinder haben nun plötzlich Macht über die pädophilen Erwachsenen, jedenfalls nach deiner These.


    Der Fehler ist m.E., dass man eben doch danach fragen muss, ob das Bedürfnis berechtigt ist. Das gilt für das Bedürfnis nach Sex mit Kindern ebenso wie für das Bedürfnis, eine Frau zu benutzen, die selber keine Lust auf Sex hat, auch wenn es im Fall von Kindern natürlich moralisch und strafrechtlich verwerflicher ist, aber das bedürfnis, mit jemandem Sex haben zu wollen, der selber dazu aber keine Lust hat, ist ja genau dieselbe.


    Wenn du sagst, dass eines von beiden "krank" ist, dann wertest du wieder, aber du sagtest ja, dass du nicht werten willst, denn sonst musst du auch werten, ob es berechtigt ist, sich an einer Frau zu befriedigen, die selber keine Lust hat. Hier müsstest du dann genauso werten und wieso sollte dies bei Frauen berechtigt sein und bei Kindern nicht? Was es angeht, dass der Körper kein Gegenstand ist und was Menschenwürde und Selbstbestimmung über den eigenen Korper angeht, haben ja schließlich Frauen nicht weniger Rechte als Kinder, also ist es dasselbe.


    Ich könnte dann auch sagen, dass ich es grundsätzlich "krank" finde, andere Menschen als Befriedigungsobjekte zu benutzen.


    Der zweite Fehler ist, dass eine Gruppe, nur weil eine andere Gruppe "scharf" auf sie ist, aber das nicht auf ausgeglichene Gegenseitigkeit beruht, direkt Macht hat, denn nach deiner These haben Kinder, die von Pädophilen angemacht werden, Macht über diese Pädophilen, denn was deine These angeht, gibt es bei diesem Beispiel keinen Unterschied dazu, dass ein Mann scharf auf eine Frau ist, aber sie will nicht.


    Stehst du nach diesem Beispiel immer noch zu deiner These?

    Zitat

    Selbstbefriedigung

    Wenn Sex die Befriedigung sexueller Lust ist (und das willst du doch nicht abstreiten, oder?...und es gehr ja heir die ganze Zeit um Befridigung von Bedürfnissen), dann hat die Frau in dem Fall, wo sie keine Lust hatte, nicht wirklich Sex gehabt. Sie hat mit sich Sex machen lassen, aber sie selber hatte ja keine Lust, die sie dabei befriedigt hat. Mit welchen Begriffen würdest du denn das unterscheiden? Ich finde Selbstbefriedigung am lebendem Objekt im Vergleich zu Sex aus beidseitiger Lust eine ganz passsende Unterschediung, aber du kannst gerne andere Begriffe vorschlagen.


    Du siehst aber doch hoffentlich ein, dass es ein entscheidender Unterschied ist, ob sie auch Lust hat und ebenfalls dabei ihr sexulles Bedürfnis befrideigt, oder ob sie ihm nur behilflich ist, seins zu befriedigen. Oder siehst du da vielleicht keinen Unterschied? Sex ist Sex. Ob die Frau auch Bock hat, scheißegal. Macht keinen Unterschied.


    Kann wohl nicht sein, dass du den Bedürfnissen von Männern so viel Gewicht einräumst (denn um die Macht, diese zu befriedigen oder nicht, geht es ja hier), während die von Frauen scheißegal sind. Also sollte dieser Unterschied schon eine entscheidende Rolle spielen. Wenn du der Meinung bist, es kommt nur auf das Bedürfnis des Mannes an und die Lust der Frau ist egal, Die Welt kreist quasi allein um die Befridigung des Mannes, dann brauchen wir hier nämlich nicht weiter zu diskutieren, weil das eine ultrachauvinistische Einstellung wäre. Also wie möchtest du beidseitige Luts und einseitige Lust, wo der andere sich ledigtlich hergibt, also Dienstleistung, unterscheiden?

    Re: Eröffnungsbeitrag KLjunkies

    Zitat

    Die erste Variante stellt sicherlich die qualitativ hochwertigere dar (vor allem, wenn auch Liebe im Spiel ist). Sie ist allerdings mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Denn man muss eine Frau finden, die sich freiwillig zur Verfuegung stellt. Zusaetzlich duerfte es fuer viele Maenner schwierig sein, eine schoene Frau zu finden, was die Qualitaet des Aktes mindert.

    Für die Qualität des Aktes spielt die empfundene Schönheit der Partnerin nur eine untergeordnete Rolle. Es sei denn, man hält seine Ansprüche gering und reduziert das sexuelle Erleben auf den visuellen Reiz. Dieser ist in der Tat nicht unbedeutend, aber, wenn es sich um so komplexe Dinge wie Erotik handelt, eben nur die halbe Miete. Wenn überhaupt.


    Als ich vor einem Jahr noch Kurse im "Tao der heilenden Liebe" gab, beklagte sich manche Frau, die auf Grund ihrer körperlichen Vorzüge, von vielen Männern sicherlich als sehr hübsch eingestuft werden würde, darüber, dass ihr eigener Mann kein sexuelles Interesse mehr an ihr habe. Nach näherem Kennenlernen stellten wir gemeinsam fest, dass eine der betreffenden Frauen seit Jahren in die so genannte Routine-Falle getreten ist. Dem Mann wurde das mit der Zeit langweilig und auch ihre schöne Gestalt verlor für ihn zunehmend an Reiz. Er verliebte sich in eine andere -weniger hübsche- Frau, die es offenbar verstand, sein Feuer erneut zu entfachen.


    Deine Formulierung: "Denn man muss eine Frau finden, die sich freiwillig zur Verfuegung stellt" treibt mich zu der Vermutung, dass Dir das Wesen der Erotik bisher entgangen ist. Die sexuellen Möglichkeiten einer innigen Partnerschaft hast Du selbst noch nicht ausgelotet. "Sich freiwillig zur Verfügung stellen" hat nicht das Mindeste mit der erotischen Leidenschaft zu tun, die entsteht, wenn sich zwei Menschen einander magisch angezogen fühlen. Suchst Du also das ultimative Erlebnis, dann solltest Du Deine Vorstellung von Erotik neu überdenken.

    Zitat

    Nun, warum finde ich Prostituierte geil? Ich denke die Vorstellung, schoene nackte Frauen benutzen zu duerfen, ist fuer die meisten heterosexuellen Maenner verlockend. Dass dies gegen Bezahlung moeglich ist, finde ich wunderbar.

    Lassen wir hier die moralischen Aspekte außen vor, denn die bewertet jeder Mensch unterschiedlich. Prostitution ist im Grunde genommen nichts anderes als ein spezieller Dienstleistungssektor.


    Dabei verkauft die Frau ihren Körper nicht (wie das oft so dahergeredet wird), sondern setzt ihn bewusst als "Werkzeug" ein.


    Und genauso wie der Schlosser nicht sein Werkzeug verkauft, verkauft die Frau auch nicht ihren Körper. Sie stellt Zeit und Können zur Verfügung und deckt einen Bedarf


    Und, den Gesetzen der freien Marktwirtschaft entsprechend, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Arbeitet eine Prostituierte längere Zeit in einem Bordell, ist die Zahl ihrer Stammkunden ein Indiz dafür, wie gut oder wie schlecht sie in ihrer Tätigkeit ist. Je höhere Ansprüche sie (aus Sicht des Kunden) erfüllt, desto höher ihr "Marktwert" ergo desto höher ihr Preis.


    Entgegen hier vertretener Meinungen werden professionelle Edelhuren auch von Männern besucht, die im alltäglichen Leben bei Frauen beste Chancen haben und alles Andere als "Versager" sind. Das älteste Gewerbe der Welt ist nun mal kein Sozialhilfe-Projekt. ;-)

    oblivion

    Zitat

    Das tue ich doch gar nicht, ich weise nur darauf hin, daß "Sex" in sich kein Qualitätsmerkmal hat. Er kann gut sein, schlecht sein, gewollt oder ungewollt sein, aber immer ist es Sex.

    Dann sage mir doch mal, von was du überhaupt redest.


    So wie ich dich verstanden habe ist die Ausgangsbasis deiner Argumentation, dass Männer (sofern sie hetero sind) ein sexuelles Bedürfnis, also Lust, auf Sex mit einer Frau haben und wenn die Frau aber "nein" sagen kann (ein Recht, was du ihr ja auch nicht absprichst), weil sie nicht will, hat der Mann das Pech, dass er dieses Bedürfnis nicht befriedigt bekommt und daraus leitest du eine Macht der Frau über die Befriedigung des Mannes ab. Soweit richtig?


    Es geht also um das sexuelle Bedürfnis der Männer. Das ist ja das Motiv, wieso sie überhaupt von einer Frau abhängig sind, weil sie eben das Bedürfnis auf eine Frau haben und nicht auf ihre Hand oder eine Gummipuppe oder sonstwas.


    Sexuelles Bedürfnis ist hier also der Zentrale Begriff, richtig? Weil es der zentrale Begriff ist, habe ich nun Überlegungen zum Bedürfnis von Frauen angestellt und wenn es um Bedürfnis geht, dann ist es doch wohl vollkommen richtig, zu unterscheiden, wie es mit dem Bedürfnis der Frau aussieht, zu unterscheiden zwischen Sex, wo beide ein sexuelles Bedürfnis befriedigen und Sex, wo nur einer von beiden sich befriedigt, weil der andere gar kein Bedürfnis hat.


    Wenn es aber um das Bedürfnis der Frau geht, da kommst du dann plötzlich mit so Sprüchen wie "Sex ist Sex" und "Es kommt nicht auf die Qualität an". Ja, reden wir nun über Bedürfnisse, oder uber eine körperliche Turnübung, die aus sexuellen Handlungen besteht? Plötzlich, wo es um das Bedürfnis der Frau geht, ist Bedürfnis total egal und du redest nur noch vom sexuellen Akt und Sex ist Sex.


    Entweder wir reden als zentralen Punkt über Bedürfnisse oder nicht und es ist tatsächlich eine sehr chauvinistische Einstellung, aussschließlich das Bdürfnis des Mannes ins Zentrum zu stellen, während das von der Frau keine Rolle spielt, denn Sex ist ja plötzlich einfach nur Sex und die sexuelle Lust macht plötzlich keinen Unterschied mehr, sobald es um die der Frau geht, während beim Mann die sexuelle Lust das zentrale Thema ist.


    Also du musst dich schonmal entscheiden, über was wir hier reden. Für die Selbstbefriedigung des Mannes ist die Frau jedenfalls nicht zuständig und zwar im Grunde genauswowenig wie ein Kind für die Befriedigung eines Pädophilen zuständig ist mit dem einzigen Unterschied, dass eine erwachsene Frau selbst darüber entscheiden kann, ob sie sich auch ohne eigene Lust auf Sex einlässt (falls es sich nicht um eine Vergewaltigung oder sonstige Zwänge handelt) und ein Kind, weil nicht eigenverantwortlich, hier nicht selber entscheiden kann, sondern von Erwachsenen beschützt werden muss. Also haben weder Kind noch Frau in diesem Fall Macht, bzw Frau und die Eltern des Kindes, die "nein" sagen, wenn ein Pädophiler sein Bedürfnis ausleben will, während die Frau selber "nein" sagt.


    Für den Sex mit einem Mann ist die Frau hingegen "zuständig", aber das kann sie ihm nur bieten, wenn sie selber Lust hat. Da aber Lust eine spontane Gefühlsregung ist, hat sie darüber ebenfalls keine Macht. Also reden wir sowohl im Falle von Mann, als von Frau über sexuelle Bedürfnisse, oder über Dienstleistung?

    wieauchimmer

    du willst einfach nicht kapieren,


    - daß es die meisten Männer schwerer haben, einen Sexualpartner zu finden, als die meisten Frauen


    - daß Männer deshalb dafür tun müssen als Frauen, sich einen Sexualpartner zu suchen


    - daß Frauen auch Sex haben können, ohne dabei etwas zu empfinden oder Lust zu haben


    - daß daraus folgt, daß Frauen Sex auch einsetzen können, um bestimmte Ziele zu erreichen.


    Daß du das nicht kapieren willst, liegt einfach daran, daß es nicht in deine radikalfeministische Ideologie paßt. Aber laß dich von Argumenten nicht beeindrucken.

    oblivion

    Wenn es um Überlebensnotwendiges geht, dann stimme ich mit dir im Punkt Macht überein. Die gesamte Marxistische Ideologie dreht sich ja um diesen zentralen Punkt. Es gibt die Besitzenden und die, welche von den Beseitzenden existenziell abhängig sind und damit haben die Besitzenden Macht.


    Was besitzt aber eine Frau? Ihren Körper. Der ist aber nicht ihr Besitz, so wie man einen Gegenstand besitzt, sondern ihr Körper gehört zu ihrer Persönlichkeit. Also ist es nicht etwas, was anderen zum Überleben benötigen und sie von ihrem "Besitz" etwas abgeben muss, um eine ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen. Hier greift nämlich die Menschwürde, wohingegen ich von einer Feuerholzwürde oder Brotwürde noch nie was gehört habe (Die Würde der Tiere hingegen ist ja immer wieder im Gespräch, weil es da nämlich auch Meinungsverschiedenheiten gibt, ob man über den Körper von Tieren einfach so wie über einen Gegenstand verfügen darf. Haben Tiere eigentlich Macht, wenn ich Hunger habe, ein Tier jage, aber es nicht von mir gefressen werden will? Nach deiner These hätte dieses Tier Macht über mich, weil es sich weigert, mir mein Bedürfnis zu erfüllen und wenn es um die Vegetation schlecht bestellt ist, wie z.B. auf Grönland, dann muss ich sogar verhungern, wenn ich das Tier nicht essen kann). Was hat sie noch? Sie hat sexuelle Lust und diese gibt sie ja freiwillig, wenn sie sie hat.

    wieauchimmer, oblivion

    Eigentlich wollte ich in diesem Faden nichts mehr posten, aber eure Diskussion über Macht ist dermaßen hartnäckig, dass ich doch einmal schreibe, wie ich das sehe.


    Ich denke, der Machtbegriff, den oblivion benutzt, ist klar, einleuchtend und von der einschlägigen Literatur gedeckt (wobei diese jedoch uneinheitlich ist). Wenn A etwas will, was B hat, dann hat B Macht über A. So weit, so gut.


    Jedoch schreibt oblivion die ganze Zeit so, als sei Macht etwas Objektives, und A sei eine Art "Opfer" der Macht. Nach konstruktivistischer Auffassung ist Macht jedoch etwas Konstruiertes. Wir sind verantwortlich für das, was wir für unsere Bedürfnisse halten. Das heisst, ein Mann, der sich für dermaßen vom Sex abhängig hält und also herstellt, dass er unbedingt eine Frau braucht, konstruiert diese dadurch als mächtig. Natürlich kann die Frau mit ihrem Verhalten an dieser Konstruktion mitwirken, aber der Kern ist, dass Macht eingeräumt werden muss, damit es sie gibt. Damit bin ich aber inhaltlich wieder mehr auf wieauchimmers Schiene, denn die ganze Machtdiskussion (in der ich von der Begrifflichkeit eher oblivion zustimmen würde) entbindet die Männer in keiner Weise von der Verantwortung für ihr Verhalten Frauen (speziell Prostituierten) gegenüber, genausowenig wie den Pädophilen, der mitunter durchaus auch das Kind als mächtig über sich konstruieren wird (was das Kind jedoch selten von sich aus mitspielen wird).

    Zitat

    Natürlich kann die Frau mit ihrem Verhalten an dieser Konstruktion mitwirken, aber der Kern ist, dass Macht eingeräumt werden muss, damit es sie gibt.

    Mit Verlaub, Lewian, das ist konstruktivistischer Schwachsinn. Wenn ich dir ein Gewehr unter die Nase halte, dann kannst du mir nicht mehr viel einräumen.


    Bei Sex ist das Ganze nicht so krass, aber dafür kann man mit Sexentzug auch nicht so viel bewirken wie mit einem Gewehr.


    Ich denke, hier wird mehr am feministischen Frauenbild konstruiert als an sonst irgend etwas.