Zitat

    woher stammen die inhalte unserer Phantasie.

    pass auf sonst werd ich noch philosophisch ;-D


    woher kommen alle unsere vorlieben?


    ich zitiere in dem zusammenhang gerne schopenhauer ;-D


    "der mensch kann zwar tun was er will.....aber er kann nicht wollen was er will"


    ist nicht alles was wir mögen oder ablehnen geprägt von unserer vergangenheit....von erlebnissen.....von der kindheit?


    vielleicht auch von pornos? keine ahnung ":/

    schorschi

    Zitat

    aber im Grunde ist das ja die Frage: woher stammen die inhalte unserer Phantasie.

    Gute Frage, aber sicher nicht so einfach mit Verweis auf Porno zu beantworten. Phantasien aller Art gab es auch schon vor der leicht verfügbaren Pornografie. Manche Phantasien drängen sich durch den Trieb von ganz alleine auf.


    Man darf hier keine übertrieben soziologisierte Welt zeichnen. Nur, weil man entdeckt hat, dass man weniger Individuum und mehr Beziehung ist, darf man nicht gleich behaupten, dass das Individuum gar nicht mehr existiert. Das ist eine einseitige Radikalisierung einer Sichtweise (die vernünftige Soziologen so auch nie vertreten würden).


    Woher stammen die Inhalte z.B. kindlicher Phantasien? Wenn man noch gar keinen medienzugang hat, dann kann man wohl kaum behaupten, dass solche Phantasien mediengeprägt sind. Ich bin jedenfalls in einem Land aufgewachsen, in dem es keine Pornos gab. Es gab gerade mal ein "Magazin" mit Platz für züchtige Aktbilder.


    Gewisse Phantasien hatte ich trotzdem und sehr lange, bevor ich es mit Pornos zu tun bekam. Und bei denen interessieren mich auch nur jene, die meinen Geschmack bedienen. Alles andere lehne ich ab.


    Z.B. kommt man ja kaum noch um AV in Pornos herum. Aber so viel ich auch gesehen habe, es reizt mich gar nicht und den Anblick finde ich immer noch heftig abtörnend. Da habe ich einfach eine starke Resistenz. Nun will ich nicht behaupten, dass solcherlei Medieneinfluss einen völlig kalt lässt. Aber Dass er bestimmend ist, bestreite ich. Menschen sind keine Reaktionsautomaten. Ich behaupte mal, wo wir schon bei Soziologie waren, dass der Gruppendruck durch reale Menschen erheblich prägender ist. Macht eine Gruppe gewisse Pornovorgaben zur Norm, dann setzen sich diese Dinge durch.

    Zitat

    und übrigens schorschi....mach dich mal blau

    Wurd schon längst geklärt.

    Zitat

    diverse internetforen, altrömische oder -griechische abbildungen, kamasutra, die chinesischen bücher nicht zu vergessen, freundinnen, (nicht nur auf av bezogen)

    Also Menschen bei denen sich entweder wieder die Frage stellt woher sie ihre Inspiration haben oder eben erotische bzw. Pornographische Medien – nichts anderes sag ich ja auch.


    @Bergwiese danke für deinen guten Beitrag, vielleicht hast du nicht alle meine Beiträge gelesen aber: ich sage auch nicht das die einzige Ursache für Interesse an Anal die Pornographie ist (die andere wurde von niemanden aufgegriffen – wie so vieles sonst auch nicht). Das ein Mensch auch kraft eigener Phantasie auf die Idee kommen kann seinen Penis mal woanders reinzustecken ist klar, aber:


    es geht in diesem Thread wenn ich die Eröffnerin richtig verstehe um eine gewisse aktuelle Penetranz hinsichtlich des Wunsches nach AV – das ist ein Thema das man auch auf anderen Foren beobachten kann – hinzu kommt die private Erfahrung das AV an sich immer mehr Thema ist.


    Warum sollte es keine sexuelle Moden geben,warum dann aber nicht auch Medien welche diese vermitteln? darum die Bsp. in sachen Geschmack und Weltanschauung weiter oben.


    Ich schreibe nirgends das es einen quasi maschinellen inputoutput zusammenhang gibt: Porno gucken=AV machen wollen.


    ich klage auch nicht an.


    Aber beides wird mir unterstellt!!!


    warum eigentlich? Können oder wollen viele hier nicht lesen?


    Alles was kommt ist:


    "Ich bin nicht pornographisiert" (als ob ich das der ganzen Welt unterstellen würde), "es gibt noch andere Quellen".


    Tja auch letzteres habe ich nie abgestritten, aber die wesentliche Quelle (@Bergwiese: warum sollte iene Quelle nicht entscheidender sein als andere? – manche Zeitungen haben nunmal mehr leser als andere, oder nicht?) erotischer Pornographischer Bilder im leben eines Jungen Mannes dürfte heute und im Westen (und ich bin übrigens auch ohne Pornos groß geworden – und der Arsch hat mich immer am meisten interessiert) das www. sein, bzw. die in ihm enthaltene Pornographie – die doch sehr, sehr viel anal beeinhaltet, was nunmal u.a. mit dem anderen von mir erwähnten Grund zu tun hat....

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    Macht eine Gruppe gewisse Pornovorgaben zur Norm, dann setzen sich diese Dinge durch.

    ...und schau, nichst anderes sag ich im Grunde!!!!!

    schorschi

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    ich klage auch nicht an.


    Aber beides wird mir unterstellt!!!

    Hm, ich schätze, Dein erster post war zu radikal und wirkte zu sehr wie ein Frontalangriff. Da gehen dann alle späteren Differenzierungen schnell unter.

    Zitat

    es geht in diesem Thread wenn ich die Eröffnerin richtig verstehe um eine gewisse aktuelle Penetranz hinsichtlich des Wunsches nach AV – das ist ein Thema das man auch auf anderen Foren beobachten kann – hinzu kommt die private Erfahrung das AV an sich immer mehr Thema ist.

    Also mein persönlicher Eindruck ist auch, dass AV – wenigstens als Thema – eine Mode ist. Aber das Problem der Eröffnerin ist eigentlich weniger die Mode. Moden kommen und gehen. Meiner Meinung nach geht es in ihrem Fall darum, eine Grenze zu ziehen, die ihr Partner auch respektiert. Die Kunst dabei wird sein, dass ihre Grenzziehung nicht zugleich in Abwertung der Wünsche des Partners umschlägt. Auch sie muss Respekt haben.


    Das Problem ist im Grunde ein allgemeines und hat sehr wenig mit Porno oder Moden an sich zu tun. Es geht darum, wie sehr man auf die Erfüllung eigener Wünsche dringt und wieviel Verzicht bereit ist zu üben. Das wäre für mich der Punkt, an dem ich auf die Kultur zurückgreifen würde. Es ist in unserer Kultur ein Glaubenssatz, dass man seine geheimen Lüste ausleben solle. Die erfüllte Sexualität gilt vielen als DER Schlüssel zum Glück (seit Wilhelm Reich mindestens). Die "Leiden" an unerfüllten heimlichen Wünschen werden sehr hochbewertet. Aber ohne diese Versagungen wird es wohl keine Partnerschaft geben. Es wird überall Abstriche geben. Nur ist da ungeklärt, wie weit der Verzicht gehen muss und wo man konsequent seinen Wünschen folgen sollte.


    Gäbe es das Problem nicht, würde die Eröffnerin auch nicht sich bedrängt fühlen.

    Zitat

    Das Problem ist im Grunde ein allgemeines und hat sehr wenig mit Porno oder Moden an sich zu tun. Es geht darum, wie sehr man auf die Erfüllung eigener Wünsche dringt und wieviel Verzicht bereit ist zu üben. Das wäre für mich der Punkt, an dem ich auf die Kultur zurückgreifen würde. Es ist in unserer Kultur ein Glaubenssatz, dass man seine geheimen Lüste ausleben solle.

    Wenn man Moden und Glaubensätze auf einer Ebene ansetzt besteht da kein allzugroßer Wiederspruch mehr – vieles z.B. im Porno versucht ja einer Realisierung dieses Glaubenssatzes, wenigstens durch Dritte, nahezukommen...wie auch immer, ich geb dir Recht, dein Posting kann ich (evtl. bis auf diese Feinheit) so komplett unterschreiben (mein erstes Posting hab ich selbst als "einseitig" bezeichnet).

    schorschi

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    Wenn man Moden und Glaubensätze auf einer Ebene ansetzt besteht da kein allzugroßer Wiederspruch mehr – vieles z.B. im Porno versucht ja einer Realisierung dieses Glaubenssatzes, wenigstens durch Dritte, nahezukommen...

    Ja, Porno ist die Erfüllung der Sehnsüchte – und auch wieder nicht. Es ist schließlich nur ein Medium und keine Realität. Das Gefühl, einen Porno zu schauen, ist anders als beim richtigen Sex. Ich denke, die meisten Menschen kennen diesen Unterschied. Beim Pornoschauen bleibt der Traum auch Traum. Er wird nicht wirklich durch den Film. Wie scharf dann einer zwischen Wirklichkeit und Fiktion unterscheiden kann, ist sicher Frage der persönlichen Medienkompetenz. Ich denke aber schon, dass die meisten das im Griff haben.


    Natürlich kann man sich fragen, wie sich manche Dinge durchsetzen, wie der Rasiertick z.B. Da sehe ich schon einen Medieneinfluss. Aber Schönheit ist noch ein anderes Feld als die sexuellen Vorlieben. Gegen den Ekel kommt – meiner Meinung nach- keine mediale Beeinflussung an. Wer sich vor etwas ekelt, der kann sich diesen Ekel vielleicht abtrainieren. Mir ist es bisher nicht gelungen.