weniger Ejakulat durch Psychopharmaka?

    Hallo,


    ich war vor ein paar Jahren wegen einer Psychose in Behandlung. Daraufhin habe ich 1mg Risperidon pro Tag verordnet bekommen. Ich habe das dann für ca. 3 Monate eingenommen und dann abgesetzt. Seitdem ist die Menge meines Ejakulatsextrem reduziert. Ich würde schätzen das es ca. 3/4 weniger ist als früher. Das führt dazu das mir eine Orgasmus einfach keinen richtigen Spaß mehr macht. Ich dachte immer das wird sich mit der Zeit schon wieder geben aber nach vier Jahren habe ich die Hoffnung komplett aufgegeben. Hat jemand eine Idee was man da noch machen könnte?

  • 9 Antworten

    Gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport , kein Fertigfutter, viel Obst und Gemüse auch Nahrungsergänzungsmittel und auch Zink kurbeln die Produktion an. Enthaltsamkeit ist auch nicht zu verachten aber auch nicht zu viel, also regelmäßig sollte man schon mal würgen, das fördert auch die Produktion.


    Ich hatte selber das Problem das wenig kam aber ich habe kein Psychofarmika eingenommen. Meine verflossene stand auf ausreichende Mengen, die hatte Spaß daran, ich muss aber sagen das sie bzw. ich spaß am Orgasmus hatten auch wenn nicht viel kam. Das scheint bei dir irgendwie im Kopf festzuhängen wenn wenig kommt das der Orgasmus nicht so schön ist als wenn viel kommt was eigentlich unsinn ist. Praktiziert ihr eine bestimmte Art wo du die Menge sehen kannst und dann je nachdem wieviel du siehst unzufrieden bist oder fühlst du es nur???


    Ich hatte damals das Problem, das ich beim Sex meinen Orgasmus nicht so recht fühlen konnte weil zu viel in meinem Kopf herum spukte(psychischer Druck). Auch die Erektion war nicht so richtig, da halfen auch keine Pillen, der Druck im Kopf war zu groß. Die Menge war genug(wenn ich sie denn mal sehen konnte) aber fühlen konnte ich den Orgasmus wie du warscheinlich auch nur sehr schwach.


    Als ich dann vom Kopf her frei war ohne seelischen Druck, da war das ganz ganz anders, da konnte ich dann auch richtig laut kommen, ich sackte dann vom Kreislauf her total ab, so fühlte es sich dann richtig gut an.

    Ich habe ja nicht großartig an meiner Lebensführung geändert. Früher ging es immer auch ohne Enthaltsamkeit. Heute ist es selbst nach drei Tagen Enthaltsamkeit nicht annähernd so gut wie früher ohne einen Tag. Das Problem trat auch gleich nach einmaliger Einnahme auf. Ich bin wirklich enttäuscht von den Ärzten die mir das Teufelszeug verschrieben haben.


    Meine Lebensqualität ist jedenfalls kaputt, man kann nur jeden davor warnen Psychopharmaka zu nehmen. Das Zeug kann wie bei mir unkalkulierbare Nebenwirkungen haben.


    Schade, ich hoffe immer noch jemanden zu finden der die gleiche Probleme hatte und eine Lösung gefunden hat.

    Zitat

    Das Problem trat auch gleich nach einmaliger Einnahme auf.

    Ich kenne die Risiken und Nebenwirkungen des Medikamentes nicht, aber dass Psychopharamaka die Libido beeinflussen, ist eigentlich kein Wunder, denn sie beeinflussen ja das komplette Befinden.


    Und der größte Teil des Sperma, wird erst gebildet, wenn Mann erregt ist, also auch ein "Befinden", wenn das "gedämpft" wird, dann gibt es auch weniger Sperma.

    Zitat

    Ich bin wirklich enttäuscht von den Ärzten die mir das Teufelszeug verschrieben haben.

    Scheint ja mehr als einer gewesen zu sein, da wird es ja wohl Gründe gegeben haben, dass sie eine Verschreibung für angezeigt hielten.


    Es gibt zwar immer auch mal falsche Diagnosen oder "Kunstfehler" ... auch ein Arzt ist nur ein Mensch und da können Fehler passieren.


    Aber entäuscht zu sein, erscheint mir hier fehlt am Platz, denn sicher verschreibt kein Arzt leichtfertig irgendwelche Medikamente.


    Ausserdem muss man sich immer auch selber über Risiken und Nebenwirkungen informieren, nur weil Du ein Medikament verschrieben bekommst, entbindet Dich das nicht von Deiner Sorgfaltspflich gegenüber Deinem Körper, Dich zumindest über sehr häufige und häufige Nebenwirlungen zu informieren.


    Und selbst sehr Selten können eben auch ausgerechnet Dich treffen ...

    Zitat

    Meine Lebensqualität ist jedenfalls kaputt

    Sorry, aber wenn man seine Lebensqualität daran festmacht, ob da 25% Sperma fehlen, da macht man meines Erachtens etwas falsch.


    Die Stärke des Orgasmus, hängt doch nicht zwangsläufig mit der Spermamenge zusammen (der "Trugschluss" scheint mir ehr eine Nebenwirkung der Pornoindustrie zu sein)


    Mann kann sehr intensive und fast trockene Orgasmen haben und auch solche, mit überdurchschnittlich viel Ejakulat, die aber völlig unbefriedigend sind.


    Kann es nicht ehr sein, dass Du insgesamt ehr zu depressiven Verstimmungen oder gar Depressionen neigst und deswegen die Libido und auch das Befriedigungsgefühl weniger "Begeisterung" (und eben auch Sperma) erzeugt?


    Und dass Du nun die Schuld auf das Medikament "schiebst", wo Du nichts mehr dran ändern kannst?


    Es gibt zwar Medikamente, die einen dauerhaften Schaden anrichten können, aber 1. sind 25% durchaus Mengen, um die das Sperma auch ganz normal schwanken kann und 2. sind durchschnittliche Mengen von 3 - 5 ml generell schwer zu schätzen und 3. kann die Erinnerung an die Menge vor 4 Jahren sicher auch etwas "verfälscht" sein.


    Ich persönlich bin sterilisiert und hatte danach auch gefühlt weniger Sperma (was ich durchaus begrüßt habe, denn meine damalige Partnerin ekelte sich davor) dabei sollten es nur 5% weniger sein, was man gar nicht bemerken würde ... und seit dem ist sie gefühlt immer noch so wenig ... aber das ist eben keine "gemessene Größe", sondern subjektiv.


    Und noch etwas, was zur Sorgfaltpflicht gegenüber seinem Körper gehört.

    Zitat

    Ich habe das dann für ca. 3 Monate eingenommen und dann abgesetzt.

    Ich hoffe, das hast Du auch unter ärztlicher Beratung gemacht, denn gerade bei diesen Medikamenten kann plötzliches Absetzen wiederrum (häufige) Nebenwirkungen haben ... auch da hast Du selber die Sorgfaltspflich gegenüber Deinem Körper.

    Zitat

    man kann nur jeden davor warnen Psychopharmaka zu nehmen.

    Ich finde diese Aussage ziemlich anmaßend, denn es gibt sicher genug Menschen, deren Lebensqualität durch solche Medikamente überhaupt erst wieder kommt.

    Zitat

    Das Zeug kann wie bei mir unkalkulierbare Nebenwirkungen haben.

    Jedes Medikament hat Nebenwirkungen, die stehen auf dem Beipackzettel und manche davon treten sehr häufig oder häufig auf ... und sie sind alle unkalkulierbar, weil es eben nicht bei jedem Auftreten.


    Kurioserweise zeigen Plazebos genau die selben Nebenwirkungen, obwohl sie gar keinen Wirkstoff enthalten.


    Da sind aber nicht die Ärzte Schuld, sondern die eigene Psyche ...


    Vielleicht hast Du Deine "Langzeit-Nebenwirkung" auch nur, weil Du Dich alleine darauf fokussierst, statt Deine Lebensqualität von dem abhängig zu machen, was Du aktiv beeinflussen kannst.

    Gut erklärt Kurt :)^


    Ich habe damals wie es mir psychisch so schlecht ging keine Pillen verschrieben, wegen mein Anfallsleiden.


    Statt dessen hat er mir unter anderem Johanniskraut und andere pflanzliche Produkte empfohlen auszuprobieren, die auch geholfen haben, so wie anders mit den Problemen umzugehen. Das hat gut geholfen, bei einem Nervenzusammenbruch bekam ich dann ein Medikament das hat mir für zwei Tage die Schuhe ausgezogen, nie wieder nehme ich so ein Zeugs. Dann greife ich lieber zu der o.g. Alternative bevor ich mir dann so eine Keule geben lasse.


    Ich muss dazu sagen das pflanzliches Zeug nicht sofort wirkt sondern bei mir fast 14 Tage brauchte bis sich die Wirkung einstellte.


    Passt zwar jetzt nich so ganz zum Thema aber es soll auch eine Warnung sein nicht gleich mit einer chemischen Keule bei solch Beschwerden zur Leibe zu rücken. Das gilt auch für andere Beschwerden wo gleich mit starken Schmerzmittel angerückt werden ohne die Ursache oder Alternative zu dem zu probieren.

    Joschi das ist ja toll, aber eine Psychose kriegt man nicht mit pflanzlichen Produkten in den Griff.


    Nicht jedes psychische Problem kann gänzlich ohne Medikamente auskommen.

    @ TE

    Jetzt mal ehrlich, ich bin zwar kein Mann, aber ich kann mir nicht vorstellen das die Sperma Menge irgendwie die Qualität des Orgasmus beeinflusst.


    Manche Männer spritzen viel, andere wenig, anderer Tag andere Menge, immer unterschiedlich.


    Ich denke du fixierst dich da zu sehr drauf, schon alleine der Gedanke im Kopf "wahrscheinlich wieder zu wenig Sperma, da machts kein Spaß", kann den Orgasmus schmälern.

    Zitat

    Sorry, aber wenn man seine Lebensqualität daran festmacht, ob da 25% Sperma fehlen, da macht man meines Erachtens etwas falsch.

    Nicht 25% sondern 75%

    Zitat

    Die Stärke des Orgasmus, hängt doch nicht zwangsläufig mit der Spermamenge zusammen (der "Trugschluss" scheint mir ehr eine Nebenwirkung der Pornoindustrie zu sein)

    Ich glaube ich kenne meinen eigenen Körper gut genug um das beurteilen zu können.

    Zitat

    Jetzt mal ehrlich, ich bin zwar kein Mann, aber ich kann mir nicht vorstellen das die Sperma Menge irgendwie die Qualität des Orgasmus beeinflusst.

    Doch für mich ist das Gefühl beim abspritzen am besten. Man liest zwar immer das die Ejakulation nicht direkt mit dem Orgasmus zusammenhängt, ich kann das aber wirklich nicht bestätigen. Für mich gilt weniger Ejakulat = weniger Lustempfinden.

    Zitat

    Nicht 25% sondern 75%

    Sorry, mein Fehler, falsch gelesen.

    Zitat

    Ich glaube ich kenne meinen eigenen Körper gut genug um das beurteilen zu können.

    Ich glaube Dir gerne, dass Du das glaubst ... ich glaube aber nicht, dass es wirklich so ist.

    Zitat

    Doch für mich ist das Gefühl beim abspritzen am besten.

    Auch wenn Du beim Orgasmus die Zuckungen unten spürst ... und das Gefühl toll ist ... entstehen tut es nur in Deinem Kopf.


    Du hattest nur noch nie eine Ejakulation ohne Orgasmus ... da spürst Du auch das Zucken ... aber es fühlt sich an wie Pinkeln ... nur eben Stoßweise ... und man kann es nicht "anhalten" ...


    Das "Beste" am Orgasmus sind Hormone, die der Körper ausschüttet ... die verstärgen das Empfinden bei den Zuckungen, sorgen für das "High" ... und anschließend für das befriedigte Gefühl ... die "sexuelle Sättigung".

    Zitat

    Man liest zwar immer das die Ejakulation nicht direkt mit dem Orgasmus zusammenhängt, ich kann das aber wirklich nicht bestätigen.

    "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht".


    Ja, jeder Mensch ist anders und sicher weißt Du, was Du fühlst ... aber was Du nicht weißt ... was Dein Körper noch alles fühlen könnte, wenn Du Dich mal darauf einlassen würdest.

    Zitat

    Für mich gilt weniger Ejakulat = weniger Lustempfinden.

    Und solange Du das denkst, kann man Dir auch leider nicht helfen.


    Ich wünsche also weiterhin viel Spaß ... ach so ja ... weiterhin zu wenig Spaß beim Orgasmus.


    Verzeih meinen Sarkasmus ... möchtest Du hier Jammern, oder möchtest Du Hilfe?


    Wenn Du Jammern möchtest, darfst Du das gerne, dann ist jedes weitere Wort vertane Zeit.


    Möchtest Du Hilfe, dann kannst Du versuchen zu lernen, mit Deinem Körper "Frieden" zu schließen ... und wenn er nunmal nicht mehr Spritzen oder wenigsten Kleckern will, sondern nur noch ein wenig tropfen ... dann ist das eben so ... aber davon würde ich mir jedenfalls nicht den Spaß am Orgasmus "vermiesen" lassen.

    Hallo,

    Ich musste vor Jahren ebenfalls Psychopharmaka nehmen und habe ebenfalls bemerkt, dass mein Sperma eher durch Abwesenheit glänzt. Ich meine mich zu erinnern, dass ich damals auch versucht habe, mich im Internet schlau zu machen und was von trockenen Orgasmen in Folge von Psychopharmaka (Antidepressiva, in diesem Fall) gelesen zu haben. Ob man das rückgängig machen kann, habe ich nicht finden können.


    Und

    Zitat

    Bei mir wird das Sperma auch weniger. Schlechter wird dadurch nix

    Ich bin allerdings ebenfalls der Meinung, dass mehr Sperma schon schöner wäre. Nicht, dass ich mich danach sehnen würde, meiner Liebsten auf die Brüste, ins Gesicht oder in den Mund zu spritzen, aber irgendwie fehlt mir da was ... ist wahrscheinlich irgendeine unterbewusste, Freud'sche Angelegenheit ...