Nighter

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    Die weibliche Lust ist doch von der Natur nicht für den Menschen erfunden worden!?!?

    Wenn du so argumentierst, dann gilt dies ganz genauso für die männliche Lust. Also musst du fragen, wieso es überhaupt sexuelle Lust gibt. Hier wird aber die Frage darauf beschränkt, wieso es weibliche Lust gibt und die männliche wurde hier ebenfalls nicht hinreichend begründet. Als einziger Grund wurde die "Belohnung" benannt und das ist kein Wort aus der Biologie, sondern aus der Soziologie und trifft dann auf weibliche Lust genauso zu.


    Nenne mir doch mal endlich einer einen ganz plausiblen Grund, welchen Sinn männliche Lust hat und wieso derselbe Sinn nicht genauso auf Frauen zutreffen sollte.

    Zitat

    Du, der Mensch hat das sinnvolle(!) Instrument "weibliche Lust" umfunktioniert, damit es soziale Gefüge gibt! Also doch ein Nebeneffekt?

    Was soll das denn heißen? Der Mensch ist von Hause aus, also biologisch, ein soziales Wesen, sodass hier nichts umfunktioniert werden muss, damit er ein soziales Wesen ist, sonderen er IST eines. Wenn also Sex vor allem eine soziale Bedeutung hat, dann ist das, weil Menschen in Gruppen leben, ebenfalls ein biologischer Grund und das hat nichts mit Ella Fitzgerald zutun.

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    möchte ich für meine sexuelle Lust und vor allem die Wirkung von einem guten Sexleben für eine gute Beziehung, nicht verzichten.

    DEINE sexuelle Lust ist hier ausnahmsweise mal nicht Zentrum der Diskussion. das geht nun wieder in Richtung "Reissack in China"! ;-)

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    Nein, ich zog die zukünftige Existenz von Männern für die Erhaltung der Art in Zweifel.

    Und ich schrieb dazu, dass mit der gleichen Berechigung könnte man die notwendigkeit von Frauen in Zweifel ziehen! Noch sind aber beide notwendig!

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    Aber ich finde es schon interessant, dass Du hier tatsächlich sogar selbst die NOTWENDIGKEIT weiblicher Sexualität in Zweifel ziehst!

    Nein, ich zog die zukünftige Existenz von Männern für die Erhaltung der Art in Zweifel. Da ich die ganze Zeit davon rede, dass Sex vor allem für soziale Bindung wichtig ist und nur in zweiter Linie für die Vermehrung (und diese Idee stammt auch nicht alleine von mir, sondern wurde auch von anderen benannt), ziehe ich den Sinn der Sexualität eben überhaupt nicht in Zweifel. Aber das scheints du irgendwie nicht zu verstehen.

    Mach Dir bitte mal vor Deinem nächsten Post erst mal Gedanken über den Unterschied zwischen "sinnvoll" und "notwendig" und dann frag noch mal wer hier was nicht versteht!!!


    Und dann frage ich Dich noch mal:


    In wiefern ist die weibliche Lust notwendig??


    Das sie mehrfach sinnvoll ist, bezweifelt niemand (und ich als allerletztes)! Sie ist schön, sie ist sinnvoll .. aber wo und wann ist sie NOTWENDIG??

    Zitat

    wieso zweifelst du dann an der sozialen Wichtigkeit von Sex?

    Ich zweifle nicht an deren Wichtigkeit IN MEMNSCHLICHEN BEZIEHUNGEN ... ich zweifle an deren notwendigkeit (das ist es wieder, dieses böse Wort!;-)) und daran das weibliche sexuelle Lust die Ursache in jeglichen sozialen Gefügen ist, wie Du immer wieder behauptest!

    Nighter

    Zitat

    das speziell für den Menschen der sexuelle Trieb eher noch um unnötigsten ist

    Aber er ist nicht unnötig, wenn er eine soziale Funktion hat.


    Und nochmal zum Thema Trennung: Man kann natürlich als Hilfsmittel für die Wissenschaft die Soziologie und Psychologie von der Biologiie trennen. In der Realität ist es aber nicht getrennt. Wenn der Mensch biologisch gesehen ein soziales Wesen ist, was in Gemeinschaften lebt, gehört die Soziologie ebenfalls zu seiner Biologie. Über den Ameisenstaat lernst du ja auch etwas im Biologieunterricht. Würde man sauber trennen, müsste das funktionieren des Ameisenstastes oder die Kommunikation der Bienen über den Bienentanz, im Fach Soziologie behandelt werden. Eine solche Trennung versucht ihr aber die ganze Zeit zu machen.

    Puh ja aber über den Begriff Notwendig kann man sich ja auch die Köpfe einschlagen. Was ist denn Notwendig? Das was es für eine Bakterie braucht. Das ist Leben. Alles andere wäre demnach überhaupt nicht mehr Notwendig.


    Also wie definieren wir jetzt Notwendig?


    Vorschläge?

    Nighter

    Zitat

    Diese Damen wurden aber meistens beschnitten bevor sie gebärfähige Frauen wurden. Und haben danach trotzdem Kinder geboren. Insofern halte ich die Frage wieso diese Frauen ohne Klitoris Kinder bekommen und auch innerhalb sozialer Gefüge leben!

    Dann halte ich die Frage, wieso Frauen auch Kinder bekommen können, ohne dass ein Mann dafür mit ihr Sex hatte. Die männliche Sexualität ist dafür vollkommen überflüssig. Man könnte einem Mann auch mit Gewalt den Samen aus den Hoden holen (so wie hier ja argumentiert wurde, man könne ja auch mit Gewalt eine Frau schwängern). Seine sexuelle Lust ist also für die Fortpflanzung unnötig.

    Zitat

    Wenn du so argumentierst, dann gilt dies ganz genauso für die männliche Lust. Also musst du fragen, wieso es überhaupt sexuelle Lust gibt.

    Und wenn Du alles aufmerksam gelesen hättest, habe ich genau das im Fall der Menschen auch getan! ;-)

    Zitat

    Nenne mir doch mal endlich einer einen ganz plausiblen Grund, welchen Sinn männliche Lust hat und wieso derselbe Sinn nicht genauso auf Frauen zutreffen sollte.

    Für Tiere und bisher auch noch für Menschen gilt ... keine männliche Ejakulation ohne Orgasmus! Inweiweit es denkabr ist dass die Natur ein Prinzip erfinden könnte das das Männchen sozusagen auf Kopfdruck ohne jegliche Lust ejakulieren könnte ist fraglich. Insofern stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit männlicher Lust tatsächlich (außer wenn man sich dann fragt, warum dann Männchen überhaupt ejakulieren sollten und noch dazu so aufwendig in sich sträubende Weibchen). Ergo: sinnvoll ist männliche Lust, inwieweit sie wirklich notwendig ist, ist zu diskutuieren.


    Genau das gleiche mit der weiblichen Lust:


    Sinnvoll ist sie, damit das Weibchen beim der Begattung ruhig hällt oder diese sogar sucht. Notwendig ist sie allein dadurch m.E. nicht, da das Männchen den Akt auch mit Gewalt ausführen könnte(sofern es von der Natur als körperlich deutlich überlegen ausgestattet wäre)


    Ich unterscheide als nicht qualitätiv zwischen der Notwendigkeit männlicher und weiblicher Lust!

    These: Ohne weibliches Lustempfinden hätte sich keine höhere Kultur der Menschen entwickelt.


    Untermauerung: Die kulturelle wie auch soziale Entwicklung der Menschen basiert nicht auf geschlechtsspezifischen Prozessen, sondern auf Interaktion.

    Zitat

    Dann halte ich die Frage, wieso Frauen auch Kinder bekommen können, ohne dass ein Mann dafür mit ihr Sex hatte. Die männliche Sexualität ist dafür vollkommen überflüssig. Man könnte einem Mann auch mit Gewalt den Samen aus den Hoden holen (so wie hier ja argumentiert wurde, man könne ja auch mit Gewalt eine Frau schwängern). Seine sexuelle Lust ist also für die Fortpflanzung unnötig.

    Stimmt! Siehe vorheriges Post ... auch wenn mir etwas schleierhaft ist, wie aufgrund der tatsächlichen evolutionären Entwicklung weibliche Tiere das Sperma mit Gewalt aus den Hoden eines Männchen "rauben" könnten.


    Ich kann mir aber alternative theoretische Evolutionäre Linien vorstellen in denen so ein Vorgang umsetzbar wäre.


    Deswegen halte ich auch den männlichen Oprgasmus nicht für notwendig! Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet!

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    Über den Ameisenstaat lernst du ja auch etwas im Biologieunterricht. Würde man sauber trennen, müsste das funktionieren des Ameisenstastes oder die Kommunikation der Bienen über den Bienentanz, im Fach Soziologie behandelt werden.

    Aber selten im Sexualunterricht. Aber da du genau dieses Beispiel anführst:


    warum bilden gerade Ameisen ein soextrem soziales geflecht das perfekt ineinander greift obwohl 99,99% der Teilnehmer dieses sozialen Geflechts komplett asoziale Wesen sind? Wenn Sexualität NOTWENDIG für soziale Interaktion und Gemeinschaft wäre, dürfte es gerade sowas wie einen Ameisenstaat nicht geben. Dieser ist ja gerade zu eine klassische Antithese zu Deiner These!

    Zitat

    Grundsätzlich bräuchte man überhaupt keine Geschlechtertrennung um sich zu vermehren. Bakterien teilen sich einfach.

    Stimmt. Bakterien teilen sich asexuell. Sexualität hat aber gegenüber der asexuellen Vermehrung den Vorteil, dass es schneller genetische neue Kombinationen und Mutationen auftreten. Aus diesem Grund hat vor mehreren hundert Millionen Jahren die Evolution gerade zu den Turbo reingehauen, als die sexuelle Vermehrung "erfunden" wurde. Passierte die ersten paar Milliarden jahre kaum etwas hat es die Evolution mithilfe der sexuellen Vermehrung in einigene hundert Millionen Jahren geschaft, aus Einzellern das zu schaffen was wir heute erleben dürfen! Das heiß wieder: sexualität an sich ist sinnvoll. Notwendig für das leben und überleben ist sie aber nicht!

    uia

    erstmal stimme ich madmax zu


    Dann bemerke ich dass dieser Faden wieder etwas dadurch gestört wird das offensichtlich feministische Frau(en), sich persönlich angegriffen fühlen wenn ein mann den sinn der klitoris hinterfrägt. (wieauchimmer)


    Das argument, dass beim orgasmus der samen weiter zum muttermund befördert wird greift doch schonmal garnicht. Eine befruchtung ist auch ohne weiteres ohne möglich, zumal ja nicht selten direkt am muttermund angestoßen wird (ja, genau, wenn die gebärmutter eben nicht entsprechend wegklappt)


    Das Frauen in Urzeiten auch mal mit nem knüppel aufn kopf geschlagen und dann befruchtet wurden, ist erwiesenermaßen so gewesen. Es ist also nicht nur als schlechter witz zu verstehen.


    Was bei den posts die ich bisher gelesen habe außer acht gelassen wurde, ist noch ein aspekt der uns von den tieren unterscheidet. Ein mann kann nicht 60 mal an einem tag befruchten, wir sind ja keine löwen. Menschen sind auf einen gezielten akt hin "evolutioniert", da sex einfach gefährlich ist. Während dem sex ist man schutzlos, es muss also schnell gehen (wie einige frauen an ihren männern ja heute noch merken *zwinker*). Daher ist es auch nicht möglich (@wieauchimmer) lang und breit am mann rumzuquetschen, bis da mal samen rauskommt, den mann dann der frau einpflanzt. (keine ahnung wie du dir das vorstellst)


    Die klitoris ist also unnütz. MAXIMAL war sie wohl dazu gedacht als "befeuchtungsanlage" zu dienen, da durch sie die frau ja lust empfindet, also leichter feucht wird, ergo das eindringen erleichtert wird und somit der sexakt noch schnell vonstatten geht.

    Ich Nighter

    Zitat

    Ich habe Deine Argumente damit widerlegt, dass es (möglicherweise) unsexuelle Tiere mit ausgeprägten sozialen Bindungen gibt und sexuelle Tiere denen soziale Bindungen ein Dreck wert sind.

    Das ist schon deshalb keine gültige Argumentation, weil Tiervergleiche IMMER hinken und NIE eine gute Argumentation bieten. Ich habe hingegen mit Menschen argumentiert und nicht damit, wei es bei Heuschrecken, Mäusen, Vögeln, Gorillas ist. Da findest du nämlich zwischen den Tierarten so viele Unterschiede, dass du für alles irgendein Tier findest, was du vergleichen könntest. Macht also keinerlei Sinn mit Tiervergleichen zu argumentieren und ich hatte auch dazu genug geschreiben, worin sich Menschen von Tieren unterscheiden, warum für Menschen die Bindung zwischen Partnern besonders wichtig ist, weil Menschenkinder besonders viel lernen müssen und einer besonders langen Brutpflege bedürfen.


    Außerdem kannst du das soziale Gefüge eines Fischschwarms überhaupt nicht mit einer Menschenhorde vergleichen auch nicht einen Ameisenstaat. Man unterscheidet da nicht umsonst zwischen "Schwarm", "Herde", "Rudel", "Staat" und "Horde", weil sie jeweils andere Funktionen haben und das menschliche Gefüge muss man noch einmal gesondert betrachten, denn das ist mit all den anderen Formen kaum zu vergleichen, weil Menschen ganz spezielle soziale Kompetenzen haben, wie z.B. die umfangreiche Sprache oder die Lüge ist auch eine rein menschliche Fähigkeit. Aber schon bei den Bonobos, die als Primaten ja am nächsten mit uns verwandt sind, hat Sex eine soziale Funktion. Was soll ich da mit dem Argument anfangen, dass es auch Fischschwärme gibt, die anderes in ihrem sozialem Gefüge funktionieren? Es gibt auch Jogurt in Familienpackungen. Ist das auch eine soziale Gruppe, die man als Vergleich heranziehen könnte?

    Zitat

    obwohl 99,99% der Teilnehmer dieses sozialen Geflechts komplett asoziale Wesen sind?

    Sorry .. wieder mal vertippt!


    Sollte heißen:


    " obwohl 99,99% der Teilnehmer dieses sozialen Geflechts komplett asexuelle Wesen sind?"


    Wenn die Evolution Schreibschwächen als Kriterium ansetzten würde, wäre ich sicher der letzte meiner Linie! ;-)

    Zitat

    Das ist schon deshalb keine gültige Argumentation, weil Tiervergleiche IMMER hinken und NIE eine gute Argumentation bieten. Ich habe hingegen mit Menschen argumentiert und nicht damit, wei es bei Heuschrecken, Mäusen, Vögeln, Gorillas ist. Da findest du nämlich zwischen den Tierarten so viele Unterschiede, dass du für alles irgendein Tier findest, was du vergleichen könntest. Macht also keinerlei Sinn mit Tiervergleichen zu argumentieren und ich hatte auch dazu genug geschreiben, worin sich Menschen von Tieren unterscheiden, warum für Menschen die Bindung zwischen Partnern besonders wichtig ist, weil Menschenkinder besonders viel lernen müssen und einer besonders langen Brutpflege bedürfen.

    Wie sollte man das trennen können, ist die weibliche Klitoris ja keine Erfindung der Menschen (wie ich schon mehrfach bemerkte).


    Die Menschen nehmen deswegen die weibliche Lust ggf. als weiteres günstiges Element für soziale Gefüge, deswegen wieder: es ist diesbezüglich ein angenehmer Nebeneffekt!!!


    Oder willst Du allen ernstes behaupten, dass die Klitoris vor einigen hundert Millionen Jahren erfunden würden um dem späteren Menschen seine sozialen Bindungen zu ermöglichen, ohne diese er ansonsten aussterben würde???