Nunca

    Zitat

    Ich denke das ab dem Übergang zur Sesshaften Lebensweise und Ackerbau das Prinzip von Femal Choice überholt war,

    Die Minoer waren aber sesshaft und die Sumerer ebenfalls und dasselbe gilt für neolithische Hochkulturen. Meines Wissens gibt es da verschiedenen Thesen dazu, was zur Ablösung des Matriarchats führte, z.B. ist ja die Existenz der Sintflut nachgewiesen (zumindest im Raum Mesopotamien) und es gibt eine These, welche diese Naturkatastrophe als Auslöser sieht. Das ganze Gebiet wurde dem Erdboden gleich gemacht und diese Notlage hatte kriegerische Handlungen zur Folge. Dabei war es besser, wenn die Frauen sich zurückhielten. Die These mit dem Übergang zur Sesshaftigkeit kann aber nicht so ganz stimmen, weil ja matriarchale Kulturen sesshaft waren. Das Prinzip der female Choice gibt es immer noch. Selbst hier im Forum beschweren sich ja genug Männer darüber, dass Frauen so wählerisch sind. Dieses Prinzip war nur zu Zeiten des Patriarchats mehr oder minder ausgehebelt, aber je mehr Frauen wieder gleichberechtigt sind, um so mehr können sie wieder wählen und das tun sie ja auch.

    Zitat

    Nein Atmen, Essen und Trinken kann der Mensch schon Jahre zuvor ... aber auch wenn es um die sexuelle Befriedigung geht, glaube ich, dass der Mann vor dem Geschlechtsverkehr seine Hand entdeckt

    Stimmt, bis zur Erfindung des Schweinbraten haben wir uns per Zellteilung vermehrt!


    ;-D

    Nighter

    Zitat

    Deswegen habe ich auch mehrfach in diesem thread recht gegeben, das beide Arten von Lust zur Fortpflanzung nicht dringend notwendig sind.

    Dann sind wir uns ja einig, wieso also das ganze Gezeter? Beide sind nicht notwendig, aber beide sind sinnvoll.

    Zitat

    Wenn ich mir aber zwei Biologien vorstelle, eine mit Weicbchen ohne jede Lust, bei Männchen ist alles beim alten und andererseits eine Biologie in der die Weibchen zwar sexuelle Lust haben, aber die Männchen diese nicht haben, wage ich zu behaupten, das erstere deutlich länger überleben wird!

    Das ist eine "wenn, würde, könnte" Konstruktion. Die macht genauso wenig Sinn, wie wenn ich überlege, ob nicht vielleicht die Zellteilung das bessere Prinzip wäre, keine Gewalt mehr aus Leidenschaft, alles schön friedlich, wäre doch prima. Aber was trägt das zur jetzigen Diskussion bei, wo es um den jetzigen Zustand und nicht um das "könnte, würde, wäre" geht?


    Samenbank: Im Unterschied zu deiner Konstruktion, die da heisst: "Was wäre, wenn es keine weibliche/männliche Lust gäbe" beruht die Existenz von Samenbanken auf Tatsachen.

    Argh Wieauchimmer, NEIN! Wenn überhaupt irgendeine Art von Sinnflut " bewiesen" wurde, dann die das sich das Mittelmeer in das was wir jetzt schwarzes Meer nennen ergossen hat. das war aber ein ziemlich Schleichender Prozess. Es gibt überhaupt keine Beweiße für eine Sinnflut in Mesopotamien, ein paar überschwemmungen vieleicht, aber was Sinnflutartiges? Nein!


    was es gibt, ist die früheste schriftliche Überlieferung , aber man nimmt ja auch nicht den Gilgameschepos für bahre Münze.


    Die Minoer,da sag ich ja nichts dagegen, aber es gibt keine Beweiße, das die Sumerer Martiarchisch gegliedert waren. Und neolithische Hochkulturen? Welche denn? Welche Beweise?

    da fällt mir von Douglas Adams ein:


    Alles was geschieht, geschieht.


    Alles was sich selbst im Zuge seines Geschehens erneut geschehen lässt, geschieht erneut.


    Alles was während seines Geschehens etwas anderes geschehen lässt, lässt etwas anderes geschehen.


    Allerdings tut es das nicht unbedingt in chronologisher Reihenfolge

    >Dann sind wir uns ja einig, wieso also das ganze Gezeter? Beide sind nicht notwendig, aber beide sind sinnvoll.


    Richtig, worum ihr zankt war mir nie ganz klar, ich glaube immer noch, dass es sich bei euch nur um eine Balz handelte ;-) - beide unterliegt ihr aber zumindest bei der menschlichen Rasse einem Irrtum, hier bleibe ich dabei, dass beiderseitiges Lustempfinden schon allein deshalb zur Arterhaltung NOTWENDIG ist, weil es Art-Bestandteil ist.

    Zitat

    Das ist eine "wenn, würde, könnte" Konstruktion. Die macht genauso wenig Sinn, wie wenn ich überlege,

    Falsch!


    Diese Vereinfachung macht durchaus Sinn ist ist sogar ein wissenschaftliches Erkenntnis-Prinzip, da hiermit tatsächlich vorkommende Zustände idealisiert betracht werden. Das ist etwas grundsätzlich anderes als Deine Marsmännchen von gestern!


    Und Deine Samenbanken .. hast Du mir auch noch nicht erklärt wie der Samen ohne männlichen Orgasmus da rein kommt? ;-)


    Aber immerhin ...

    Zitat

    Dann sind wir uns ja einig, wieso also das ganze Gezeter?

    Davon red ich ja die ganze Zeit .. JESUS! Prinzipiell! Aber das ist Dir in Deinem Adrenalin-Rausch entgangen!

    Zitat

    1) Wenn eine Frau überhaupt keine Lust bei der Penetration empfinden würde, warum sollte der Mann dann seinen Schwanz in sie stecken wollen? Die Orgasmen würden vermutlich in der Hand stattfinden und die menschliche Rasse wäre dahin.

    Guter Gedanke. Eine lustlose Frau ist für einen Mann kaum interessant. Wer jetzt mit dem Argument Pornos + Puff kommt: Da wird dem Mann Lust vorgespielt und um die Wette gestöhnt. Vielleicht würden sich Männer dann lieber miteinander vergnügen statt sich die Arbeit zu machen eine Frau zu finden und dann noch Gewalt anwenden zu müssen. Warum ist Sex besser als Masturbation? Weil ein Partner dabei ist, dessen Erregung die eigene noch steigert und der Gefallen daran findet den fremden Körper zu berühren.


    Vergewaltigungen findet nur ein sehr kleiner Prozentsatz an Männern geil. Sonst wehren sich Männer doch immer (zurecht) gegen die radikal-feministische Aussage, daß alle Männer Vergewaltiger seien. Aber hier wird geradezu von davon ausgegangen, daß es so ist.


    Es sollte auch nachdenklich werden lassen, daß es im Tierreich keine Art gibt deren Fortpflanzungssystem auf Vergewaltigung basiert. Daß es Vergewaltigung gibt ist klar, aber es ist die Ausnahme und nicht die Norm.


    Ich denke eine Menschenpopulation mit eurem Vergewaltigungsmodell würde sehr schnell den Bach runtergehen. Die heutige Menschheit ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aus einer sehr kleinen Population hevorgegangen (man vermutet, daß alle Europäer auf nur sieben Urmütter zurückgehen). Wenn die statt mit Nahrungssuche mit Kämpfen untereinander und Vergewaltigung beschäftigt ist, wenn die Kinder von Frauen allein aufgezogen werden, die Kindersterblichkeit folglich hoch ist, das Wissen der Gruppe nicht den Kindern gelehrt werden kann und die Männer nach einer Weile vielleicht lieber sich gegenseitig begatten oder Hand anlegen... die sterben einfach aus.