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    Ich dachte, wir reden hier über den Orgasmus menschlicher Frauen, oder? Wie sich das für einen Hund anfühlt, können wir nicht wissen, denn wir müssten dem Hund wohl erst sprechen beibringen, damit er uns das beschreiben kann.

    Wissen!?!? Ich weiß ja noch nicht mal ob wie sich Lust und ein orgasmus für andere Menschen anfühlt. Ganz sicher weiß ich das nur von mir selbst.


    Aber man kann eine Annahme treffen, dass sich "LUST" für einen Hund genau so anfühlt wie für Menschen. Und es ist LUST über die wir hierreden, nicht zwingend ein Orgasmus. Ich sehe das als zwei Paar Stiefel an.


    Im übrigen gibt es auch Tiere die durchaus in der Evolution erfolgreich waren ohne Evolution und bezweifle dass Herdenbildung (Schwarmbildung) direkt oder indirekt dringend mit der Sexualität zu tun haben. Wenn Fische (wie hier behauptet wurde) keine sexuelle Lust verspüren (da sie ja nicht poppen), warum bilden dies dann riesige Schwärme? Aus sexuellen Gründen oder um in der Gruppe einfach leichter zu überleben?

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    Eine Vergewaltigung ist keine Vergewaltigung mehr, wenn es nichts anderes als Sex durch Gewalt gibt, weil die Frauen in Ermangelung der Orgasmusfähigkeit ohnehin nie wollen.

    In Ermangelung von Orgasmusfähigkeit durch Zusammengeschlagenwerden will kein Mensch zusammengeschlagen werden. Trotzdem finden manche Spaß daran und tun es. Und daran wird Anstoß genommen. Opfer werden immer Anstoß an Dingen finden, die ihnen weh tun.

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    Wenn es bei den Tieren funktionieren kann, was spricht dann dagegen, dass es bei Menschen auch funktioniert?

    Das erfolgreichste Modell setzt sich durch. Offensichtlich hat sich die Klitoris durchgesetzt.

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    Dabei könnte dann aber sowas wie die Amazonen vom Amazonas heraus kommen. Die hauen einfach ab von den Männern und die haben einen tollen Vorteil: Um sich fortzupflanzen, müssen sie sich ab und zu einen Mann rauben und ihn nach dem Sex wieder laufen lassen. Männer hingegen müssten die Frauen schon mindestens 9 Monate in Gefangenschaft halten.

    HÄ?

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    Nun überlegt mal, welche Tiere einen Orgasmus haben und welche nicht. Hier wurden Kühe für keinen Orgasmus genannt. Richtig.

    Sagt wer? Wieso sollten Kühe überhaupt den schweren Stier auf ihren Rücken lassen, wenn es ihnen kein schönes Gefühl bereiten sollte??

    So als angehende Paleoanthropologin und Ur und Frühgeschichtlerin misch ich mich jetzt auch einmal ein.


    Zuerst, es gibt massig Theorien und die Wissenschftler unter sich streiten sich gerne um alles mögliche und einen beweiß gibt es nicht, ganz einfach weil keiner von uns dabei war.


    Aber, das kann ich euch sagen. Nichts aber auch rein gar nichts in der Evolution ist ohne Sinn und Nutzen. Das ist nicht möglich und wiederspricht sich vom wissenschaftlichen Standtpunkt aus. Mag sein, das wir im Jahre 2005 den Sinn noch nicht durchschaut haben, aber da ist er


    Es ist ein falsches Bild, das die Evolution da wild umeinanderexperimentiert, "oh, da mach ich jetzt mal 5 Beine hin, und wie die Federn wohl in blau aussehen" ist nicht.


    Evolution funktioniert durch Mutation und vor allem durch den sogg. Selektionsdruck.


    Erst wenn diejenigen Artgenossen mit bestimmten Merkmalen sich besser fortpflanzen können und dadurch mehr Nachkommen erzeugen, die eben diese Merkmale wieder erfolgreich weitervereben, erst dann, und das dauert eine verdammt lange Zeit, erst dann wird es ein allgemeines Merkmal.


    Man kann jetzt versuchen, das zu hinterfragen, warum gerade dieses eine Merkmal so wichtig war, um einen Selektionsdruck auszulösen, der dazu führte das das ist, was wir sehen. Für einiges gibt es sehr simple erklärungen, z.B warum hat der Vogel Flügel, für andere, z.b warum hat die Frau eine Klitoris sind die Erklärungen einfach noch nicht da, bzw. noch sehr rudimentär und disskutierbar.


    Es sei euch aber gesagt, NICHTS was sich über Jahrmillionen herausbildet ist sinnlos.


    Sollte es sinnlos sein, gäbe es es nicht.

    Mad Max

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    Es würde auch ohne gehen.

    Aber genauso würde es ohne den männlichen Orgasmus gehen. Denn alle Erklärungen, die bisher zur angeblich biologischen Bgründung des männlichen Orgasmus gegeben wurden, hatten mit Biologie genauso viel oder wenig zutun, wie der Aspekt der sozialen Gemeinschaft. "Belohnung" ist nämlich keine Biologie, sondern ein menschliches Maß. Biologie braucht keine Belohnung, oder werden wir etwa dafür belohnt, dass wir essen und so für unser Überleben sorgen?

    Schnarchbär

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    Durch Sex wird die Bindung eines Paars verstärkt. Und da der Mensch mindestens 15 Jahre als Paar zusammenleben muss um ein Kind zu ernähren (so war es zumindest in der Steinzeit) musste es eine Möglichkeit geben, diese Bindung immer wieder zu festigen. Und das ist der Spass am Sex. Und wenn die Steinzeitfrauen mit Kli besseren Sex hatten wie die ohne, haben sie sich auch besser fortgepflanzt.

    Dieser Erklärung stimme ich zu!...und die ist auch evolutionär!

    @Mad Max

    Als erstes die Theorie, dass Männchen stärker sind und sich mit Gewalt holen können, was sie wollen.


    Da hat Bonny schon manches erläutert (ich möchte es nicht nochmal aufrollen)

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    So würde die Art schneller aussterben als du denkst. Wieso sollte eine Frau das Kind eines Vergewaltigers aufziehen? Abtreiben oder nach der Geburt verlassen bzw. umbringen ist da wahrscheinlicher. Wenn kein Vater da ist um Nahrung zu beschaffen oder vor anderen zu beschützen sind die Überlebenschancen sowieso nicht sehr hoch, selbst wenn die Frau das Kind behält.

    Außerdem musst du bedenken, dass ein Männchen bei dieser Strategie selbst ein Risiko eingehen würde, verletzt zu werden.


    Im Tierreich ist es generell so, dass das Männchen seine Gene verteilen will. Dabei soll aber der Kostenfaktor so gering wie möglich bleiben.


    Da das Weibchen bei einer Schwangerschaft mehr Energie investieren muß, ist es wählerischer und das Männchen muß sich und seine Stärke beweisen. Die Faktoren hierfür sind ein prachtvolles Aussehen, das auf "gute Gene" hinweist, Sicherheit vor anderen Rivalen, ein gutes Nahrungsangebot,...


    Das die meisten Tierarten ihre Jungen getrennt aufziehen ist auch so nicht richtig. Vögel ziehen ihre Jungen meist gemeinsam auf. Ebenso bleiben Herdentiere zusammen, deren Männchen dem Schutz dienen.


    Dann die Aussage, dass Brustwarzen bei Männern und die Klitoris bei Frauen eine fehlbildung wären, ist hier bereits widerlegt worden. Embryonen in frühen Stadium haben noch keine geschlechtliche Spezifizierung und somit sind die Anlagen für beides vorhanden. Sie werden halt zurückgebildet.


    So, wahrscheinlich habe ich noch was vergessen. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass du die ganze Sache von der verkehrten Seite anfängst.

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    Es sei euch aber gesagt, NICHTS was sich über Jahrmillionen herausbildet ist sinnlos.


    Sollte es sinnlos sein, gäbe es es nicht.

    Jepp! Und deswegen hat die evolution die Klitoris nicht erst beim Menschen eingebaut! Ich denke, dass genau beim Menschen die Klitoris fast noch mit am sinnlosesten ist (gerade WEIL der Mensch aktiv und logisch über den Zusammenhang Sex -> Schwangerschaft nachdenken kann und die Fortpflanzung somit komplett vom Sex trennen kann)

    Bonny Swan: Der Vergleich ist mir eintweder viel zu hoch, oder kompletter Schwachsinn, versuchs mal anders, dann habe ich die Chance zu erklären was ich meine.


    Das erfolgreichste Modell setzt sich durch, müsste so sein. Ich zweifle auch gar nicht an, dass es anders ist. Ich liebe es so wie es ist. Aber für die Arterhaltung ist es nicht notwendig. Sag mir einen guten Grund, warum der weibliche Orgasmus bei Menschen notwendig sein sollte, während er bei Tieren unnötig ist.