Analverkehr und Hämorrhoiden ???

    Hallo,


    besteht zwischen Analverkehr und Hämmoriden irgendein Zusammenhang?


    Kann mir jemand weiterhelfen?


    Muß man im Falle von Hämmoriden auf Analverkehr gänzlich verzichten, oder welche Möglichkeiten gibt es dabei?


    Danke für hilfreiche Antworten.

  • 7 Antworten

    Wieso nicht?

    Also ich habe mal wieder keine Ahnung, wie man das schreibt, ich weiß nur, daß da noch ein "h" reingehört, wie auch immer.


    Hämordingsda hat jeder, die gehören einfach da hin, ein Leiden damit ist natürlich was anderes.


    Ich habe schonmal in einer Sendung gesehen, daß jemandem mit einem Leiden (ich weiß nicht, ob es jetzt nur für was spezifisches war) ein kleiner Glaskegel empfohlen, um diesen Anal einzuführen.


    Ich weiß nicht mehr weshalb das war, aber das wurde da "verordnet".


    Ich würde einfach probieren, solange es nicht weh tut.

    @friedel3

    Mit den bisherigen Versuchen, Dir eine vernünftige Antwort zu geben, wirst Du kaum zufrieden sein. Aber sonderlich präzise hast Du auch nicht gefragt. Es gibt nämlich vier Schweregrade hämorrhodialer Erkrankungen. Welcher liegt bei Dir vor? Ich fasse eine Lexikon- und Internetrecherche (Quellen aktuell) gekürzt zusammen:


    Hämorrhoiden an sich werden hervorgerufen durch Ausbeulungen oder Ausstülpungen von Blutgefäßen (vor allem Venen) des Enddarmschwellkörpers, eines Geweberinges, der den After abdichtet. Hämorrhoiden der Stufe eins verursachen Brennen und Juckreiz. Bei Stufe zwei treten Knoten beim Stuhlgang aus dem After heraus, ziehen sich jedoch von selbst wieder zurück. Hämorrhoiden der Stufe drei müssen mit der Hand zurückgedrückt werden, und bei Stufe vier bleiben sie ständig außen. Neben starkem Juckreiz können Hämorrhoiden auch Schmerzen am After und Blutungen verursachen. Die Symptome treten häufig nach der Darmentleerung auf, insbesondere bei hartem Stuhl. Bei Menschen, die unter Hämorrhoiden leiden, entsteht manchmal eine Perianalthrombose (Blutgerinnsel im Dammbereich), die sich als plötzlich auftretender, äußerer, stark schmerzender Knoten bemerkbar macht. Ein derartiger Knoten kann durch einen kleinen, ambulant durchgeführten Eingriff beseitigt werden, bei dem der Arzt den Blutpfropfen entfernt.


    Hämorrhoiden kommen bei Erwachsenen recht häufig vor, in Deutschland sind etwa 25 Millionen Menschen betroffen. Hämorrhoiden bilden sich bei vorhandener Bindegewebsschwäche vielfach als Begleiterscheinung von Verstopfung, aber auch in der Schwangerschaft; zudem können sitzende Tätigkeiten und seelische Belastungen dazu beitragen. Die Behandlung besteht zunächst aus lindernden Maßnahmen wie der Anwendung von Zäpfchen, adstringierenden (zusammenziehend wirkenden) Salben und ballaststoffreicher Ernährung, auch Sitzbäder können hilfreich sein. Der behandelnde Facharzt, ein Gastroenterologe (Magen-Darm-Spezialist) oder Proktologe (Facharzt für Erkrankungen von After und Enddarm) führt zunächst eine endoskopische Untersuchung durch und beseitigt die Hämorrhoiden dann ggf. durch Injektion verödender Substanzen oder durch Abbinden von Schleimhautfalten mit Hilfe einer Gummibandligatur. Ich nehme an, daß für Dich das Verödungsverfahren in Frage kommt, denn wenn Du Analverkehr zumindest erwägst, scheinen Deine Beschwerden wohl nicht allzu schlimm zu sein.


    Hämorrhoiden der Stufen drei oder vier wiederum werden durch einen operativen Eingriff entfernt, der einen Krankenhausaufenthalt erfordert. Bei einer neuen Operationsmethode (Stapler-Hämorrhoidenoperation), die mit einer rund zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeit einhergeht (bei der herkömmlichen Methode sind es zumeist vier Wochen) und weniger schmerzhaft ist, werden die Hämorrhoiden mit einem ringförmigen Messer entfernt, und die Schnittstelle wird anschließend mit Titanklammern zusammengeheftet. Diese u. a. im Enddarm-Zentrum Mannheim praktizierte Methode wurde nach Mitteilung des Berufsverbands der Coloproktologen Deutschlands im Mai 2000 an etwa 1100 Patienten durchgeführt, bei 3,5 Prozent der Patienten sollen Komplikationen aufgetreten sein. Die Operation selbst dauert nur etwa eine Viertelstunde, der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt beträgt drei Tage.


    Das wär's grundsätzlich. Näheres wird Dir Dein Arzt sagen. Von ihm wirst Du auch erfahren, ob Du Dir Analverkehr leisten kannst. Ärzte kann man alles fragen, finde ich; alles sagen sollte man ihnen sowieso. Sonst braucht man gar nicht erst hinzugehen.

    Bin hier zufällig auf diesen Artikel gestossen, mittlerweile gibts aber auch viel neuere Operationsverfahren, die nicht so sehr in den Körper eingreifen. Eins heißt zum Beispiel THD Methode, darüber steht auch schon viel im Internet und eine Kliniken wenden dieses Verfahren wohl auch schon in Deutschland und Österreich an. Dabei werden keine Einschnitte mehr gemacht, sondern nur die Blutgefäße zu den Hämorrhoiden unterbunden, so dass sie nach einiger Zeit von selbst abfallen. Regenerationszeit ist wohl hier nur 1 – 2 Tage, weil keine Wunden entstehen bzw. verheilen müssen. Aber wie gesagt, online findet man auch schon viel Info hierzu.

    Eigentlich sind es ja 2 Fragen


    1) Ob für dich Analverkehr mit Hämorrhoiden (so es überhaupt welche sind) möglich ist oder dir Schmerzen bereitet wird dir niemand sagen können, da niemand weiß wie Akut die Beschwerden sind. Da sie aber auf keinen Fall von alleine besser werden, würde ich so oder so zum Arzt gehen. Allerdings eher zum Proktologen denn zum Hausarzt oder Chirurgen, da letztere – wahrscheinlich auch in Ermangelung der notwendigen Gräte – eher zum Aufschneiden als zu den 'angenehmeren' Methoden greifen.


    2) Es werden durch unsachgemäßen Analverkehr wohl auf Hämorrhoiden entstehen können, wesentlich häufiger dürften jedoch Analfissuren sein. Selbes Aussehen (zumindest ähnlich genug, dass einige Hausärzte Probleme haben sie zu unterscheiden), die selben Beschwerden, lediglich eine leicht andere Lage und dadurch auch etwas leichter zu behandeln (wenn nicht all zu groß, wird die Ader einfach verödet (völlig Schmerzfrei) und die Fissur bildet sich von selbst zurück).


    Wenn man vorsichtig ist und Gleitgel benutzt, sollte es eigentlich nicht zu solchen Beschwerden führen – hat ja auch schließlich nicht jede(r) die / der Analverkehr praktiziert diese Probleme. Ob es bei Veranlagung zu solchen Beschwerden (gibt ja genügend Leute so etwas (auch öfters) aus diversen anderen Gründen bekommen) verstärkt zu Problemen kommen kann fragst du wohl lieber einen Arzt.