• Bondage/Reiz am Fesseln/Erfahrungen?Tips?

    Hallo :-) Wer von Euch kennt sich im Bereich "gefesselter Sex" aus? Es geht mir nicht um Schmerzen etc, sondern um den Reiz des Ausgeliefert seins. Wie steigt man in den Bereich am Besten ein? Wer hat Tips, was besonders reizvoll ist? Und wie bringt man das dem Freund bei ohne ihn zu schocken??? Danke für Tips im Vorraus!!!!
  • 275 Antworten

    @FesselMan/Elanors Mann

    Der Herr der Seile wurde gerufen, und er kam... Ich will Euren Dialog nicht unterbrechen, Gott bewahre, aber noch interessanter, als sich fesseln zu lassen, ist - mit Verlaub -, nicht wirklich gefesselt zu sein. Denn kann man sich nicht auch selbst fesseln, im Kopf? Macht frei, finde ich. Von den vier Füßen, auf denen unser Bett (Futon, Liegefläche: 2 x 2 m) steht, führen vier kurze Seile nach oben, und das Besondere an den Griffschlaufen am Kopfende ist, daß es wirklich nur Griffschlaufen sind: zwei simple, sich nicht zuziehende Schlingen (Palstek), in die ich, nach Bedarf, mit den Händen greife. Bewußt hineingreife. Und jederzeit könnte ich die Schlingen loslassen. Aber ich tue es nicht, kraft meines Willens. Jederzeit loslassen (und mir zwischen die Beine greifen) zu können, dies aber dann erst recht nicht zu tun, wenn etwa meine Freundin sich meiner Brustwarzen bemächtigt, ich mich vor ihr "entgegenkommend brüste", erregt mich sehr. Und jetzt kommt was schrecklich Kompliziertes.


    Die Deckenhöhe unserer Wohnung beträgt durchgängig 3,10 m, und die vier metallenen Ösen im Schlafzimmer, von meinem Mann vorletzten Herbst hinter der Holzverkleidung mit ausreichend stark ausge-legten Spreizdübeln im Mauerwerk veran-kert (Cosinus & Co.) , hat er, auf meinen Wunsch hin, symmetrisch von der Zimmer-ecke, in der das Bett an die Zimmerwände gerückt steht, angebracht. Die Entfernung der unteren Ösen voneinander entspricht, kurze Griffschlau-fen aus weißem, drei-fach genom-menen, daher gut zu greifenden 12-mm-Speläoseil ein-ge-schlossen, der Spreizweite meiner Arme, wenn ich diese, kerzenge-rade aufgerichtet auf den Unterschenkeln hockend, schräg nach oben aus-strecke. Des weiteren sind beide Ösen in der Waagerechten durch einen bei der Montage mit ei-nem Flaschenzug straff gezogenen Drei-fach-strang aus demselben Material verbunden. Er hängt daher auch dann kaum durch, wenn er mit meinem vollen Ge-wicht (55 kg) belastet wird. Bzw. dem meiner Freundin (64 kg). Sinngemäß ebenso wurden die oberen, in der Waagerechten gleich-falls mit einem Dreifachstrang verbun-denen Ösen angeschraubt. Ihre Entfernung vonein-ander entspricht, weich gepol-sterte Fußschlaufen eingerechnet, dem Win-kel meiner um etwas mehr als rechtwinklig auf-gespreizten Beine. Aber auch für die Endlosbeine meiner Liebsten (1,81 m Körpergröße, zehn Zentimeter größer als ich) langt's.


    Den Schornsteinfeger, ihm obliegt u. a. die Imissionsschutzmessung, und zweimal im Jahr guckt er auch beim Gasofen im Schlafzimmer nach dem Rechten, habe ich bislang noch jedesmal mit einem Café au lait vom Feinsten erfolgreich becirct und abgelenkt; bilde ich mir ein.


    Dies als Anregung für zwei (Ehe-)Männer, die mit einer Bohrmaschine umzugehen verstehen und sich vor dem Lärm nicht fürchten, wie ich.

    Sabine

    ähm, so richtig durchgestiegen bin ich bei der Konstruktion nicht, ehrlich gesagt ;-). Habe bislang erst 2 Gläser Rotwein getrunken, daran kann es also nicht liegen, werde mir diese Konstruktion morgen trotzdem nochmal ohne Rotwein durchlesen, vielleicht hilft es ;-). Das besondere am gefesselt werden liegt für mich in dem Gefühl des ausgeliefert sein, nicht eingreifen zu können. Hat nichts mit S/M-Praktiken zu tun; aber wenn ich mich nur mit "Kraft des Willens" an Schlaufen festhalte, fehlt mir dieses Gefühl (Das mit der Kraft des Willens funktioniert bei mir in allen Lebensbereichen - aber nicht beim Sex. Da lasse ich mich lieber von meinem Instinkt leiten ;-) ). Zumal mir ab einem gewissen Stadium wärenddessen das Denken sowieso abhandenkommt.

    Elanor

    Ich hab' vier Glas Rotwein getrunken, bin aber sicher, daß Dein Mann und FesselMan die Konstruktion nachbauen könnten. Die Beschreibung enthält alle Parameter. Dem Adressaten des Briefes jedenfalls leuchtete die Beschreibung direkt und unmittelbar ein. Leider hat das Haus, in dem er und seine Liebste wohnen, Lehmwände. ;-)


    Ich bin (fühle mich) situativ gefesselt wie Du, Elanor, da ist kein Unterschied, und das Denken, auch das zuständliche, kommt mir wohl nicht minder abhanden. Wie eine Irre reiße ich, bemüht vor allem, die Brüste, die Warzen, Bauch und Unterbauch zu bieten, an den Griffschlaufen, und was ich in der Erregung nicht spüre, ist, daß es meine Hände sind, die sich in den Seilen verkrallen. Die Illusion ist perfekt, für meinen Kopf schlicht nicht mehr steigerbar. Und dennoch: Ich "weiß" situativ: Ich bin frei. So frei, wie ich nur sein kann. Gefesseltwerden, Gefesseltsein, das Sich-gefesselt-Fühlen und doch nicht wirklich gefesselt sein: Das ist was ungeheuer Kompliziertes. Und doch so leicht für das Gehirn. In meinem geht's zusammen, in eins. In Deinem auch, ich wette. Und ist es wirklich ein Instinkt, der uns leitet? Das wäre die (angeborene) Erfahrung der Art an sich, also ein Zwischenhirnprogramm. Ich bin sicher, daß es nur Intuition ist, bei Dir wie bei mir.

    Sabine

    Klingt interessant. Leider fehlt auch mir der Durchblick. Ich werde es mir zu einem Zeitpunkt da ich mich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte befinde noch einmal durchlesen.


    Elanors Ansicht möchte ich mich - natürlich in der im Sinne meiner Lieblingsrolle modifizierten Form - voll und ganz anschließen. Der Kick ist, einer wirklich wehrlos gefesselten Frau Sternchen vor die Augen zu zaubern. ;-) Deine Variante klingt für mich wie Diät machen, während man sein duftendes Leibgericht vor sich stehen hat (von wegen der Versuchung ;-) ). Aber jedem das Seine.

    FesselMan

    Kann nicht sein, die Schals sind immer in Reichweite ;-)

    @ Sabine

    Auch wenn ich gefesselt bin, bin ich "frei", nur eben im gefesselten Zustand ;-D. Wenn man Deine Variante in andere Bereiche der sexuellen Spielereien führen würde, dann würde sich der Bottom nur vorstellen geschlagen zu werden und der Top würde mental schlagen? ;-)

    @Elanor/FesselMan

    @ Elanor:

    Meinst Du, ich lasse mich "schlagen", oder was? Tse, tse... "Bottom", "Top", das ist doch alles bloß Unsinn. Ich hab' bloß lustschmerzgeile Brustwarzen, gelegentlich ebensolche Gesäßbacken (oder andere Körperteile), an die in keinem Fall "Überlegungen" in dieser Art zu knüpfen wären. Eben einer gepostet: http://www.gyn.de/forum/topic.php3?action=show&ID=105434

    @ FesselMan:

    Ich lasse mich auch fesseln, wie Du es kennst. Auch. Aber eben nicht nur. Ich komme gut über Muskelspannung, ganz allgemein, nicht nur in Gesäßbacken oder Oberschenkeln, bin aber eine von denen, die sich die Innenseiten der Oberarme nur dann durch weibliche Knie und Unterschenkel ficken läßt, wenn ich aktiv gegenhalten kann, und dazu brauche ich jede Faser meiner Unterarme. Und die spanne ich an durch aktives Zugreifen.


    Gute Nacht, Ihr beiden. Ich leg' mich jetzt zu meinen Lieben, die denken wie ich. Morgen abend, okay?

    Sabine

    Laß und keine Religion daraus machen ("Ich leg' mich jetzt zu meinen Lieben, die denken wie ich." - das klingt so nach "Andersdenkend" ;-) ). Jeder wie er es mag.


    Sei bitte nicht böse. Ich steige durch die von Dir beschriebene Choreografie der Körperteile nicht so recht durch. Magst Du es noch mal für Dummis erläutern? ;-)

    FesselMan

    Ich bin aus dem Bett gefallen. In meinem Kopf nur ein Gedanke: Ich habe mich FesselMan nicht verständlich machen können. Schrecklich. Nochmals zur genauen Lage der Seile. Ein rechteckiges Bett steht in einer Zimmerecke an der Wand. Knie ich mich so darauf, daß ich in die Zimmerecke schaue, habe ich den unteren Dreifachstrang genau über mir, er verläuft parallel zur Schulterachse. Strecke ich in der Hocke meinen Oberkörper und halte ihn kerzengerade, kann ich mit gestreckten Armen die über meinem Kopf verlaufenden Seile, mit gestreckten und schräg aufwärts abgespreizten die in Ösennähe angebrachten Handschlaufen erreichen. Liegt ein Mann (mit dem Kopf zur Zimmerecke) in der Bettdiagonalen unter mir, kann ich ihn reiten und mich dabei an den Seilen festhalten. Dabei muß ich nicht unbedingt auf den Unterschenkeln hocken. Zum Beispiel kann ich, mich allein an den Seilen haltend, meine gestreckten Beine mit den Bauchmuskeln in der Waagerechten halten. Und spreizen. Schöne Spiele. Vor allem kann ich mit Hilfe der Seile Brüste und Brustwarzen ideal anbieten, und das war auch mein Hauptmotiv, als ich mir die Konstruktion seinerzeit ausdachte. - Der zweite Dreifachstrang verläuft ein Stück über dem unteren, parallel zu ihm. Außerdem weiter von der Zimmerecke entfernt, in Richtung Bettmitte.


    Jetzt gehe ich wieder ins Bett, serviere drei große Cappuccino und einen Tee. Bis heute abend dann. Guten Morgen.