• Bondage/Reiz am Fesseln/Erfahrungen?Tips?

    Hallo :-) Wer von Euch kennt sich im Bereich "gefesselter Sex" aus? Es geht mir nicht um Schmerzen etc, sondern um den Reiz des Ausgeliefert seins. Wie steigt man in den Bereich am Besten ein? Wer hat Tips, was besonders reizvoll ist? Und wie bringt man das dem Freund bei ohne ihn zu schocken??? Danke für Tips im Vorraus!!!!
  • 275 Antworten

    Sabine

    Nun war es glasklar zu deuten. Das klingt sehr interessant. Dagegen waren meine heimwerktechnischen Aktionen doch recht simpel (einfaches Kastenbett mit Schlaufen an allen vier Ecken ausstatten; hab mir erst später ein Stahlrohrrahmenbett mit brauchbarem Kopfteil zugelegt). Aber Hauptsache, es dient der Luststeigerung! ;-)

    Elanor

    Danke schön. Wäre mir wirklich peinlich gewesen. Mir wird immer total schlecht, wenn ich im Internet auf SM-Seiten stoße und die Texte lese. Diese selbsternannten Masochistinnen da: Das ist immer auch Abschieben der Verantwortung für das eigene sexuelle Erleben auf Dritte. Nicht wenige wurden in ihrer Kindheit/Jugend/Jungmädchenzeit vergewaltigt. Da wird - oft - was "nachgespielt", unbewußt wiederholt, und so manifestiert sich's mit jedem Fick. Und ein Mann, der sich "dominant" nennt oder gar "Meister" nennen läßt: Was für ein schwacher Mann muß das sein! Oft ist es ein in seiner Kindheit sexuell mißbrauchter Junge.


    Könntest Du mich mal ein bißchen unterstützen? Wir sind bestimmt sehr verschieden voneinander, aber da plagt sich in einem anderen Thread eine junge Frau (17 und unter Garantie kein Fake) mit ihren angeblich zu kleinen Brüsten (kaum 70a). Dabei hat sie wohl sehr schöne Brustwarzen. Egal, ob Du gut findest, was mir und natürlich auch anderen Wohlmeinenden mit den Wochen dazu so eingefallen ist, schreib' der Silke einfach mal, was Du denkst. Ich habe mir die Finger schon wund getippt, aber irgendwie will das nicht so recht funzen mit der. Ich finde da irgendwie nicht zur Sprache, treffe es und treffe es nicht. Kurzum: Da sollten einfach ein paar mehr Stimmen her, andere Ideen und, ja, anders formulierter Trost. Ein gutes Stück weitergekommen ist die junge Frau, ich lese das, aber einen Schub braucht die noch. Ich gucke morgen mal, ob die anderen fitten Frauen hier, zum Beispiel Angeleyes, Cipramilla, Sabeth, Kitty und viele andere vielleicht Lust hätten, dort auch was zu posten. Na, fange Du halt mal an. Es ist natürlich ein bißchen ein hartes Brot, sind doch einige Beiträge, zum Teil sehr lange. Und klicke bitte den von "irgend jemand" geposteten Link an. Silke bestätigt, ebendiese Brüste zu haben. Also ich find' die schön. Wunderschön.


    http://www.med1.de/Forum/Sexualanatomie/19436/1/


    Ich bin müde, müde zum Umfallen. Gute Nacht.

    FesselMan

    Ich denke doch genauso anregend wie für Dich ;-)


    Um auf eine vorhergehende Frage zu antworten: Ich habe nie schlechte Erfahrungen im gefesselten Zustand gemacht, ich hatte lediglich mal einen Partner, der wohl keinen Sinn in der Aktion gesehen hat und meinen gefesselten Zustand lediglich dazu benutzt hat, "mal kurz drüberzurutschen" - das wars dann auch. Da hatte ich gemerkt dass er mir immer die Führungsrolle beim Sex überlassen hatte und von sich aus Aktivität = 0 gezeigt hat.

    Sabine

    Zitat

    Mir wird immer total schlecht, wenn ich im Internet auf SM-Seiten stoße und die Texte lese. Diese selbsternannten Masochistinnen da: Das ist immer auch Abschieben der Verantwortung für das eigene sexuelle Erleben auf Dritte. Nicht wenige wurden in ihrer Kindheit/Jugend/Jungmädchenzeit vergewaltigt. Da wird - oft - was "nachgespielt", unbewußt wiederholt, und so manifestiert sich's mit jedem Fick. Und ein Mann, der sich "dominant" nennt oder gar "Meister" nennen läßt: Was für ein schwacher Mann muß das sein! Oft ist es ein in seiner Kindheit sexuell mißbrauchter Junge.

    Dem Sadomasochismus an sich kann ich auch nichts abgewinnen, stehe dem aber sehr tolerant gegenüber: Solange es beiden gefällt.... Allerdings habe ich mich aus Neugierde (urteile grundsätzlich über nichts, über was ich mich nicht eingehend informiert habe) schon etwas genauer über dieses Thema informiert und herausgefunden, dass an die meisten über dieses Thema schlichweg falsch informiert sind und sich eine absolut falsche Vorstellung über eine S/M-Beziehung machen.

    Elanor

    Ich glaube ganz allgemein nicht an das Identitätsstiftende sexueller Praktiken, von denen ich schlicht meine, daß man sie ausübt oder halt unterläßt. In besonderem Maße gilt das für Lustschmerzpraktiken, und wenn einer glaubt, er könne sich derlei leisten, ohne zuvor die Machtfrage mit sich selbst geklärt zu haben, dann irrt er. Einer: Nehmen wir als Beispiel eine, mich. Wenn ich beim Masturbieren meine Brustwarzen klammere und später meine Fingernägel einsetze, dann macht mir das einfach nur Orgasmen wie von einem anderen Stern. Eine simple Selbstbeobachtung. Ich komme auch ohne Klammern und sonstigem in der Art zum Orgasmus, wirklich mühelos, aber ich bin vor ca. zwölf Jahren meiner sexuellen Reaktion mal näher auf die Spur gekommen. Sinngemäß dasselbe gilt für den von mir bevorzugten Analverkehr, in dem Fall kam ich zum Glück schon vor etwas über 20 Jahren auf die Schliche, über ein positives Schlüsselerlebnis (http://www.gyn.de/forum/topic.php3?action=show&ID=101090), und wenn Du so willst, ist die Verbindung aus (gepflegtem) AV und Lustschmerzreizen im Bett "die Idee" meines Lebens. Gilt natürlich nur für mich, klar. Tatsächlich: Mir ist bislang nichts "Besseres" eingefallen, und lediglich Lebenserfahrung, reine Übungssache ist, daß ich heute für mich weit selbstvergessener und damit im ganzen befriedigender masturbieren kann als etwa mit 19. Und auch wenn die Warzenkuppen in der Extase einmal aufreißen sollte (kommt nur selten vor): Von ungeklärten Selbstzerstörungsphantasien bin ich mit Sicherheit ebenso frei wie von einem auch nur latent in mir wirksamen Hang zur Selbstquälerei: was die Machtfrage mit Bezug auf mich wäre. Nein, da ist nichts in der Art, absolut nichts. Insbesondere "bestrafe" ich mich beim Masturbieren nicht, ja, für was denn? Ich beglücke mich, das ist alles. Da das Verbalpräfix "be-" im Deutschen eine transitivierende Bedeutung hat und neben Dingen oft auch Personen zu Objekten macht: Beim Masturbieren unter Lustschmerz mache ich mich bloß in für mich idealer Weise zum Lustobjekt meiner Begierde. Das ist alles. Auch genieße ich den Anblick meines Körpers. Du findest Deinen Körper "spitze", wenn Du vorm Spiegel stehst und Dich im ganzen betrachtest, hast Du vorhin geschrieben. Ja, geht mir auch im Liegen so. Daß ich - in der Ekstase - gern und oft in sehr rüden Wörtern denke und diese auch laut herausschreie, also etwa meine Brustwarzen entsprechend betitele, wenn ich sie mit aller Kraft meiner Hände lustvoll peinige, ist etwas völlig anderes und situativ durch meine Erregung 100%tig gedeckt.


    Dann gibt's da noch ein paar Dinge, von denen ich mir zum Teil schon seit vielen Monaten überlege, ob ich sie in der Beziehung mit meinem Mann überhaupt etablieren möchte. Will sagen: Gib einem Mann die Peitsche in die Hand und wenn Du Pech hast, ist er anderentags nicht mehr der, den Du geheiratet hast. In diesem Punkt kann ich mich seit rd. einem halben Jahr nicht entscheiden. Mal neigt sich die Waagschale zu einen, mal zur anderen Seite, und derzeit denke ich, daß ich lieber darauf verzichten möchte. Vor ein paar Monaten habe ich (ausnahmsweise) meinen Mann an Händen und Füßen gefesselt, ihn in der Reiterinnenstellung vorwärts erst vaginal, dann anal durchgeritten bis zum beiderseitigen Orgasmus. Vor dem Aufreiten habe ich ihm eine Knötchenpeitsche, die meine Freundin und ich gelegentlich für unsere Brustwarzen benutzen (wobei man mit dem "giftigen" Instrument sehr genau zielen muß, um das Drüsengewebe nicht zu schädigen und wirklich nur die Warzen zu treffen), auf den Bauch gelegt. Einfach mal daraufgeworfen, sozusagen en passant, auf dem Weg vom Bad in den "Sattel". Aber nicht in die Hand genommen. Die lag da einfach nur. Und bevor ich die Fesseln löste, habe ich das Ding in die hinterste Zimmerecke gefeuert. Ganz weit weg halt. Das war nämlich eine ganz komische Mischung aus verhaltener Begehrlichkeit und "Dackelblick", was ich während des Ficks in meines Mannes klugen Augen gesehen habe, und eine Zeitlang dachte er wohl, ich würde ihn peitschen wollen. Was ich im übrigen selbst dann nicht täte, wenn er's von mir verlangen würde. Ich könnte einfach nicht, mein Mann ist in seiner Kindheit und Jugend von einem verrückten Stiefvater praktisch täglich verprügelt worden. Das ist zwar 30 Jahre her, aber das sitzt in seinem Kopf natürlich drin. Ich gebe zu, die Versuchung, mir während des Ritts die Brustwarzen lustbringend zu peitschen, war groß, aber da war dieser Blick, den ich mir immer noch nicht ganz erklären kann, und so habe ich es eben gelassen. Das sind die Überlegungen, die ich an Lustschmerzpraktiken knüpfe, und ich meine, sie sind gänzlich frei von albernem Brimborium herum um verschobene Ich-Geschichten, die durch eines gewiß nicht ans Licht zu bringen wären: durch Einläufe auf gewissen Gyno-Stühlen.


    Mit Gruß

    Sabine

    Wenn auch ich mit Schmerzen beim Sex rein gar nichts am Hut habe (weder bereiten noch erleiden), finde ich Deine Einstellung gesund. Was mich beeindruckt ist Deine gekonnte Mischung aus Sichfallenlassen und soviel Aufmerksamkeit, daß Du Regungen Deines Mannes voll registrierst. Ob man dies nun in die Schublade S/M stecken mag oder nicht ist mir Wurscht. Es sind eh nur Worte. Hauptsache, beide kommen zu ihrem Glück, ohne daß einer die Zeche zahlt.

    re

    Ach du liebe Güte, da habe ich vor ner Woche das Posting hier reingesetzt und gar net damit gerechnet dass so schnell sooo viele postings hier landen :o))


    Also erst mal danke für die paar Tips.


    Was mich interessieren würde, wie kann man Verletzungen ausschliessen? Gibts da 'ne Anleitung??? :-)


    Also diese von Sabine beschriebene Konstruktion habe ich auch net ganz gecheckt ;-)

    @ fesselman:

    mit Dir muß ich wohl mal weng ausführlicher laabern...Du scheinst Dich in dem Gebiet gut auszukennen :-)

    Elanor

    Schüchtern? Find ich ja süüüß! ;-) Zugegeben, es mal im Bett zu machen ist schon recht ungewöhnlich. Man muß es halt mal probiert haben. :-) Anschließen gibt's keinen Streß - man kann einfach (selbstverständlich nach dem Losbinden) seelig einschlummern. ;-)

    Janina

    Verletzungen ausschließen? Kann man durchaus, wenn man weiche "Bindemittel" verwendet.


    Auskennen? Naja, es ist meine Lieblingsfantasie/-spielart seit meinem sexuellen Erwachen. Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung (gern auch per eMail oder ICQ). Nur zu! ;-)