Erfahrungsaustausch (Dev/Dom)

    welche frau von euch hat so wie ich (bei mir aber eher dom) das gefühl, eine devote ader entdeckt zu haben oder hat auch schon erfahrungen damit.


    mich interessieren eure vorstellungen und der umgang damit.

  • 49 Antworten

    Eine devote Ader habe ich schon lange bei mir entdeckt - sie spielt in meiner Fantasie immer dann eine wichtige Rolle, wenn ich in der Realität über einen längeren Zeitraum fast immer die Initiative ergreifen muss. Diese Fantasien sind allerdings schmerzfrei - eine masochistische Ader habe ich nicht. Bondage kam darin schon vor, aber immer nur kombiniert mit Sex, den nicht nur Fetischisten als solchen bezeichnen würden. Ausleben würde ich das auch nur mit jemandem, den ich gut genug kenne, um bei ihm wirklich sadistische Neigungen auszuschließen.

    Im Ansatz schon; die meisten Männer macht das ja zumindest in dieser moderaten Form an. Aber es ist halt ein Problem der "political correctness", dass Männer, die nicht unter die Kategorie "primitiver Stammtisch-Prolo" fallen, sich das nur trauen, wenn frau sie ausdrücklich darum bittet. Und das widerspricht nun wieder ein Stück weit der eigenen Motivation.

    Gia:


    Bildung schadet natürlich nie :-), aber eigentlich sollte ein bisschen Gefühl und Vernunft in jeder "Schicht" genügen, um nicht über eine Frau gegen ihren Willen herzufallen ;-).


    Schattenseite:


    Wie sieht es denn bei dir selbst mit Vorstellungen/Umgang damit aus?

    @ruwin

    mein umgang damit ist moment eher versteckt.


    die vorstellungen sind teilweise sehr abstrakt und werden aber in meinen träumen schon sehr konkret. es fällt mir im moment schwer, hier offen darüber zu schreiben.

    Ruwin,

    ich wollte jetzt auch nicht das Proletariat schlecht machen - ich denke nur, dass es da hart aber ehrlich zugeht. In der Oberschicht geht man als Mann mit "grenzwertigen" Neigungen eher ins Bordell, weil man es sich eben leisten kann und die eigene Frau eine höhere Tochter mit einem wichtigen Papa ist, vor der man Respekt haben muss. Obwohl ihre Neigungen vielleicht sogar kompatibel sind; aber nach so etwas fragt man eine höhere Tochter nicht. Das Madonna-Hure-Prinzip eben. Der Prolet hat aber nur die eigene Frau und nicht das Geld, um im Bordell irgendwelche Sonderwünsche zu äußern.

    Hast du den Faden eröffnet, um für dich selbst etwas mehr Klarheit zu bekommen?


    Darf ich dich fragen, ob du in einer Partnerschaft lebst?


    Ich denke, das Thema dom/dev ist immer recht heikel, weil sich unter diesen "Sammelbegriffen" so viele verschiede Wünsche finden. Zwei Menschen, die so einen Begriff für sich verwenden, können konkret trotzdem ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Träume haben.

    Gia

    Zitat

    ich wollte jetzt auch nicht das Proletariat schlecht machen - ich denke nur, dass es da hart aber ehrlich zugeht. In der Oberschicht geht man als Mann mit "grenzwertigen" Neigungen eher ins Bordell, weil man es sich eben leisten kann

    Ich fürchte, in der Oberschicht müssen auch viele Frauen leiden. Dort wird es aber aus Scham tunlichst vertuscht.


    (Sarkasmus an: der Unterschicht geht's besser, die kann in Daily Talk Shows offen darüber reden... Sarkasmus aus)


    Ich glaube, ob wir als Menschen miteinander anständig umgehen (und im speziellen Männer mit Frauen) hängt nicht von der Bildung ab, sondern von einer respekt- und liebevollen Erziehung. Okay, tiefer unten auf der sozialen Leiter mag das Risiko negativer Erfahrungen im Umfeld (Schule, Nachbarn...) größer sein, aber das entscheidende ist meiner Ansicht nach das Elternhaus. Und da gibt es sicher auch im oberen Teil der sozialen Leiter viel emotionale Verwahrlosung, die aber viel weniger sichtbar ist.

    Gia

    ich denke, es geht hier um zwei verschiedene Dinge.


    Erst einmal stimme ich folgenden Zitaten von Dir zu:

    Zitat

    Aber es ist halt ein Problem der "political correctness", dass Männer, die nicht unter die Kategorie "primitiver Stammtisch-Prolo" fallen, sich das nur trauen, wenn frau sie ausdrücklich darum bittet. [...]


    obwohl es ja auch gut ist, dass Frauen, die so etwas nicht wollen, nicht einfach damit überfallen werden.

    Ich stelle mir vor: einfühlsame Männer (okay, das muss mit "politisch korrekt" nicht identisch sein), die auf Beherrschungspraktiken nicht verzichten können, aber eine Frau nicht gleich damit überfallen. Falls deren Partnerinnen aber auch nach langer, vertrauensvoller Beziehung tatsächlich solche Praktiken nicht wollen, haben diese Männer mehrere Wege, ihr Problem einer Lösung näher zu bringen: bei einer Prostituierten, bei der Eheberatung, beim Scheidungsrichter, hier im Forum oder oder... Welcher Weg geeignet erscheint, sei mal offen gelassen.


    Aber ich glaube, einfühlsame Männer sind auch nicht das Problem. Es sind auch nicht die politisch korrekten Männer ("o nein, das kann die Frau doch gar nicht gut finden, und ich kann es ihr auch nicht sagen").


    Das Problem sind die Frauenverachter ("die Frau hat mitzumachen, und wenn's ihr nicht gefällt, ist's ihr Problem"). Und bei denen hilft dann auch Dein Zitat nicht wirklich weiter:

    Zitat

    grundsätzlich hast Du Recht, aber reiche Männer können eben leichter auf Prostituierte zurück greifen als arme Männer, wenn ihren Frauen bestimmte Praktiken nicht gefallen.

    Denn entweder wurde doch die eigene Frau gezwungen, oder aus irgendeinem Grund wurde sie es nicht, dafür hat es eine andere abgekriegt. Dass letztere dafür bezahlt wird, ändert nichts daran, dass die Haltung in diesem Fall immer noch frauenverachtend ist.


    Tja, es hat zwar vielleicht nichts mit den hier diskutierten Praktiken zu tun, aber irgendwie muss ich bei dem, was ich gerade geschrieben haben, an "Paolo Pinkel" und seine ukrainischen Frauenhändler denken :(v