• Selbstbewusste, aber sex. devote Frau und die Probleme damit

    Jemand schrieb am Anfang von "Sexuell starke Frauen meiden": darkdog: Das Problem für Dich stellt sich aber wohl mehr deshalb, weil Du eigentlich devot bist und dies aber mit einem gewissen Selbstbewußtsein nach außen trägst. Ein Mann der nicht dominant ist, muß nicht automatisch mit zu wenig Selbstbewußtsein ausgestattet sein. Aber nur der…
  • 1 Antworten

    Luschi-007

    Zitat

    Wenn du dich schlecht fühlst, denkst du bestimmt auch, die ganze Welt ist gegen dich.

    Was hat das damit zu tun???


    Und nein, ich denke so etwas nicht, nicht mehr. Das ist eine Opferhaltung

    Frosch:

    Zitat

    Der mit dem ich jetzt in Kontakt bin, meint auch, er müsse erst mal Nähe etc pp aufbauen.


    Das klingt doch gut.

    wie manns nimmt....

    Zitat

    Man kann Leidenschaft NICHT langsam aufbauen. Entweder sie ist da oder nicht. Ob mit oder ohne Nähe, ist da ziemlich egal.


    Aber natürlich kann man Leidenschaft langsam aufbauen. Was genau verstehst du eigentlich unter Leidenschaft?

    Begehren. In dem Fall nach körperlicher Nähe, Sinnlichkeit, Sex, Ekstase, Trieb, Lust etc.


    Das geht bei mir schnell oder gar nicht.


    was mich interessiert an ihm? Jetzt krieg ich Probleme... die Diskussion mit ihm. Wir haben viel geredet, über diese Dinge, Sex, BDSM etc. Er hat natürlich ne völlig andere Einstellung als ich. Ist ja auch ein Mann.


    Ich liebe solche Diskussionen.

    Kestra

    Sonnenwind erlebt Schlechtes, fühlt sich schlecht und denkt dann eben: Alle sind so.


    Finde ich gut, dass dir eine derartige Opferhaltung bewußt geworden ist und du sie nicht mehr annehmen willst :)^

    luschi:

    Zitat

    für mich ist Leidenschaft: Mit Begeisterung dabei sein, sich ganz der Tätigkeit hingebend, die Sache voll genießen ...

    ist bei mir auch so.


    Ich gebe mich auch IMMER GANZ HIN. Und nu? Was hab ich davon?


    Nix.


    Also, was soll die Fragerei?

    Sonnenwind,

    ;-D Jetzt machst du aber Witze ;-D


    Keine Ahnung. Ich hatte ja nicht danach gefragt. Frosch wollte vielleicht nur wissen, ob wir alle unter Leidenschaft was anderes verstehen und deswegen die ganze Zeit aneinander vorbeireden.

    Ich denke schon, dass wir alle dasselbe darunter verstehen.


    Aber was einige hier nicht einsehen: Die größte Leidenschaft nützt nix. Und was noch einige hier nicht einsehen: Das ist KEINE OpferHALTUNG, sondern eine OpferERFAHRUNG.

    Luschi-007

    Zitat

    Du hast aber schon recht, es ist auch eine Sache der Einstellung. Der Einstellung zu sich selbst und zu anderen.

    Absolut. Mit dem "sich selbst mögen, bzw, annehmen, wie man ist" hast du natürlich Recht, aber es gibt noch weitere Aspekte. Schüchternheit finde ich übrigens nicht dasselbe wie fehlende Offenheit. Ich muss auch mit manchen Leuten erst "warm werden". Selbst wenn ich meinen Freund zwei Tage nicht gesehen hatte, brauchten wir erst immer 1-2 Stunden, um uns aneinander wieder zu gewöhnen. Es gibt aber nunmal Menschen, die ihre Gefühle nicht raus lassen, oder deren Gefühle nicht ehrlich sind, nicht, weil sie Lügner sind, sondern weil sie sich selbst gerne etwas vormachen. Es gibt Leute mit vielen Tabus oder Komplexen, wo man schon ein Therapeut sein müsste, um so einen Menschen zu öffnen und von so einer Aufgabe würde ich mich überfordert fühlen und es ist auch nicht gut, wenn in einer Beziehung einer die Rolle des Therapeuten übernimmt. Dann kann sie nicht gleichberechtigt sein. Also ist Offenheit und vor allem auch zu sich selber, ein Kriterium, was ich wichtig fänd. Das ist aber eben ein sehr abstraktes Kriterium.


    Wenn man mal betrachtet, was man unter "leidenschaftlichem Interesse" an jemanden oder auch etwas versteht, dann ist das ein Interesse, bei dem ich an einer Sache/Menschen immer wieder mehr und mehr in die Tiefe entdecken möchte. Mein Freund war ein leidenschaftlicher Computerfreak. Der konnte sich also im Grunde immer für dasselbe mit verschiedenen Nuancen immer wieder neu begeistern und leidenschaftliche Liebe heisst dann für mich entsprechend, man kann sich für denselben Menschen in seinen Nuancen und mit all seinen Macken immer wieder neu begeistern und an so einem Menschen kann man so viel entdecken, dass das auch nicht langweilig werden muss, zumal er sich ja auch entwickelt und man sich mit ihm zusammen weiter entwickelt in gegenseitigem Austausch. Wenn man das aber als "romantisches" Geplänkel abtut, wie soll da Leidenschaft entstehen? Und wie kann man mit einem Leistungs-Prüfungstest Leidenschaft entdecken? Ob ich Leidenschaft entdecke hat eben sehr viel damit zutun, wie ich selber wahrnehme und mit welcher Einstellung ich auf andere zugehe.


    Mit der Prüfungsmesslatte die Leistung prüfen, halte ich jedenfalls nicht für zielführend, denn das ist ein sehr materialistischer und ganz und gar nicht emotinal offener Weg, andere Menschen zu beurteilen.


    Mit dem Kriterium "Gute Sexleistung" scheint ja die Suche nicht zu funktionieren. Bevor ich dann dazu übergehen müsste, mir selbst einzureden, dass ich einfach nur zu gut bin für alle Männer und die alle nichts taugen, würde ich jedenfalls drüber nachdenken, ob ich nicht mit der falschen Einstellung drauf zugehe. Aber um über sich selbst kritisch zu reflektieren, muss man sich selbst annehmen können. Da schließt sich der Kreis wieder.

    Kestra

    Zitat

    Das ist eine Opferhaltung

    Ja, und diese Opferhaltung bringt überhaupt nicht weiter, denn wenn alle anderen Schuld sind, kann man ja selber so bleiben wie man ist. Da man aber andere nicht ändern kann, sondern nur sich selbst, tritt man dann auf der Stelle, oder dreht sich im Kreis, so wie man an Sonnenwind ja auch schon seit 2 Jahren sehen kann.

    wieauchimmer,

    mein Eindruck ist, dass viele Menschen mit der Leidenschaft Probleme haben. Ich meine jetzt auch nicht nur leidenschaftliche Liebe und Sex. Leidenschaftliches Tun erfordert ein sehr intensives Aufgehen in die Tätigkeit. Da bleibt kein Raum mehr für eine distanzierte (Selbst-)Beobachtung und -Bewertung bei der Ausübung. Ich vermute, die "Angst" vor der Leidenschaft ist eine Angst vor dem Kontrollverlust beim leidenschaftlichen Tun. Das hat auch wieder was mit dem sogenannten "Fallenlassen" zu tun. Sobald ich bei einer Tätigkeit anfange, mich selbst zu beobachten, zu vergleichen und bewerten, geht die Leidenschaft zurück und ich mache nur noch irgendwie irgendwas. Ich arbeite dann irgendwas ab.


    Wenn ich z.B. mich selbst nicht richtig mag, so mit allen Fehlern und Unschönheiten, kann beim Sex auch keine Leidenschaft aufkommen. Ich sehe dann ja oft diese Ungereimtheiten an mir oder am Partner, die mich dann auch noch an meine erinnern. Mit so einer Einstellung betrete ich nie das Reich der Leidenschaft.


    Ich bin der Meinung, dass jeder ein Leben lang auch an sich arbeiten muss. Jetzt nicht nur an seinem Körper und Geist, sondern auch an seiner Einstellung.

    Luschi-007

    Fallenlassen bedeutet nicht nur sich selber so zu akzeptieren wie man ist sondern auch so sein und sich so zu geben wie man ist. Bei vielen ist es wohl die Angst mit dem einhergehenden Kontrollverlust den Partner nicht mehr zu befriedigen oder gar zu verletzen. Nur wenn man sich auch auf dieser Ebene vollständig vertrauen kann können beide sich gemeinsam fallenlassen. Und das geht nur wenn beide diese Leidenschaft sich so fallenzulassen teilen. Damit eben keiner etwas fordern muss oder nur irgendwas abarbeitet muss man sich auf dieser Ebene treffen. Und genau da muss es eben passen.

    Luschi-007

    Zitat

    Ich vermute, die "Angst" vor der Leidenschaft ist eine Angst vor dem Kontrollverlust beim leidenschaftlichen Tun. Das hat auch wieder was mit dem sogenannten "Fallenlassen" zu tun.

    Genau. Das hat auch mit Trance und Ekstase zutun, allerdings auch mit Kreativität und Sinnlichkeit. Ich finds normal, abzutauchen und die Zeit zu vergessen und meinen Freund musste man auch mindestens drei Mal ansprechen, bevor der reagierte, wenn er an seinem Computer programmierte. Dashalb hats mich auch nicht gestört, dass er so ein Computerfreak war. Ich kenne diesen Zusatand selber und der verrät für mich einen leidenschaftsfähigen Menschen. Ob man sich auch einem anderen Menschen so leidenschaftlich öffnen kann, ist natürlich noch etwas anderes.

    Zitat

    Ich sehe dann ja oft diese Ungereimtheiten an mir oder am Partner, die mich dann auch noch an meine erinnern. Mit so einer Einstellung betrete ich nie das Reich der Leidenschaft.

    Ich wills mal anders ausdrücken (und hoffe, so hast du es auch gemeint). Man muss sich vom Partner so wie man ist angenommen und geliebt fühlen, sonst ist diese Nähe nicht möglich. Was sagte mein Freund noch im April zu mir. Ich sei der einzige Mensch, bei dem er das Gefühl habe, er könne einfach so sein, wie er ist. Mir ging es bei ihm auch so, aber ich bin auch zu anderen, langjährigen Freunden, so im Privatbereich meistens, im Beruflichen muss ich manchmal schaupielern, obwohl ich selbst da schon die Erfahrung gemacht habe, dass es sogar gut ankommt, wenn man sich so gibt, wie man ist.


    Genau daraus bestand die Nähe. Ich fand ihn auch in unmöglichen Unterhosen erotisch und seine Fehler mochte ich, sodass ihm auch gar nichts peinlich sein brauchte und umgekehrt genauso. Man freute sich sogar darüber, denn das sind ja auch die Dinge, die eine Person ausmachen. Das waren dann oft (wenn er z.B. vor meinem Computer saß und sagte "Ich bin gleich fertig", wobei "gleich" aber meistens mindestens eine Stunde hieß, weil er die Zeit vergaß) über die ich nicht sauer war (selbst wenn es auch schonmal nervig sein konnte), sondern mit Wohlwollen dachte: "Das ist er, mein Freund. So ist er eben und so mag ich ihn".


    Daher sehe ich ja auch kritisch, wenn man mit so einem Anforderungskatalog auf andere Menschen zugeht. Es wird kaum einen Menschen auf der Welt geben, der meinen Idealvorstellungen entspricht und damit wird man niemandem gerecht und mit solchen Vorstellungen im Kopf kann man sich auch nicht richtig auf einen anderen Menschen einlassen. Das heisst ja nicht, dass man sich auf jeden einlassen muss, aber das merkt man m.E. schon beim Kennen Lernen, ob man zu jemandem grundsätzlich einen guten Draht hat, oder es gar nicht passt.