• Selbstbewusste, aber sex. devote Frau und die Probleme damit

    Jemand schrieb am Anfang von "Sexuell starke Frauen meiden": darkdog: Das Problem für Dich stellt sich aber wohl mehr deshalb, weil Du eigentlich devot bist und dies aber mit einem gewissen Selbstbewußtsein nach außen trägst. Ein Mann der nicht dominant ist, muß nicht automatisch mit zu wenig Selbstbewußtsein ausgestattet sein. Aber nur der…
  • 1 Antworten

    bifu

    Zitat

    Und das geht nur wenn beide diese Leidenschaft sich so fallenzulassen teilen. Damit eben keiner etwas fordern muss oder nur irgendwas abarbeitet muss man sich auf dieser Ebene treffen.

    Soweit Zustimmung

    Zitat

    Und genau da muss es eben passen.

    Das passt m.E. nicht einfach, sondern es hat m.E. sehr viel mit Liebe zutun, wenn man einen Menschen auf allen Ebenen so annehmen kann, wie er ist und Sex ist keine Ebene, die man von anderen trennen kann. Wenn man ständig an dem anderen etwas auszusetzen hat und ihm auch nonverbal zeigt, dass er irgendwie nicht "richtig" ist für mich, dann wird sich das auch auf die sexuelle Ebene auswirken. Wenn man im Alltag nicht in der Lage ist, sich leidenschaftlich fallen zu lassen, indem man z.B. in leidenschaftliche Interessen versinkt, dann wird man das auch nicht beim Sex können und wenn man einen Forderungskatalog im Kopf an, dem der andere entsprechen soll, dann ist das absolut kontraproduktiv, denn wie soll man ihn so annehmen, wie er ist, wenn man ihn ständig mit einem Vorgabekatalog vergleicht?


    Es passt nie genau, sondern man passt sich aneinander an, indem man den anderen so nimmt, wie er ist. Mit jemanden, der schon gar nicht meine Wellenlänge hat, aber das merkt man, muss ich auch keinen Sex haben. Solche Menschen lerne ich gar nicht näher kennen. Stimmt die Wellenlänge grundsätzlich grob überein, dann ist es auch ausbaufähig, aber um einen Menschen wirklich so wie er ist akzeptieren zu können, muss man ihn nach meiner Erfahrung schon lieben, um auch die Dinge an ihm zu mögen, die einen im Normalfall eigentlich stören würden und die gibt es immer.

    Was bedeutet "Wellenlänge"?

    Das ist eher auf der intuitiven Ebene angesiedelt und daher schwer konkret zu benennen, aber ein paar Anhaltspunkte:


    Kann man mit ihm über dieselben Scherze lachen?


    Wie reagiert er auf bestimmte Äußerungen von mir?


    Versteht er Andeutungen, die ich mache (damit meine ich nicht unbedingt im Sexuellen) und wie reagiert er darauf?


    Wie funktionieren Blickkontakt und andere nonverbale Kommunikation?


    Was erzählt er über sich und was will er über mich wissen?


    Auf welche Dinge, die ich ihm erzähle, reagiert er interessiert und positiv?


    Hat er ein Problem damit, wenn ich mal einen Schluck aus seinem Bierglas trinke (Ekel)?


    Wirkt er autentisch? Das bedeutet auch, dass er mit seinen eigenen Schwächen locker umgeht und zu denen steht.


    Welche Wertehaltung zeigt er in dem, was er sagt und tut?


    Bezieht er klare eigene Positionen, oder redet er mir nur nach dem Mund?


    Welche Interessen hat er? (Das sagt nicht unbedingt etwas aus, ist aber dennoch nicht unwichtig)


    Wie aufmerksam ist er?


    Wie direkt ist er?


    Das merkt man in der Regel beim ersten intensiverem Gespräch.


    Es kann aber auch sein, dass das alles passt, aber er dennoch nicht attraktiv auf mich wirkt. Ich habe auch schon Abende, an denen ich eigentlich mehr oder minder den Plan hatte, jemanden für die Nacht kennen zu lernen, damit verbracht, mich mit jemandem angeregt zu unterhalten, mit dem ich aber keine Lust auf Sex hatte und dann habe ich die Nacht eben alleine verbracht, hatte aber dennoch einen interessanten Abend. Geht es ihm genauso, wäre dies eine gute Basis für Freundschaft, aber nicht für eine sexuelle Beziehung.


    Ich hab mal auf einer Party jemanden kennen gelernt, mit dem ich mich auf der Ebene von Andeutungen unterhalten konnte, so als würden wir uns schon langen kennen. Der war gar nicht mein Typ, auch wenn ich ihn nicht unattraktiv fand. Der Abend hätte dann auch beinahe knutschend geendet, aber er sagte mir noch frühzeitig, dass er eine Freundin hat. Bei manchen braucht es länger, um die gemeinsame Wellenlänge zu finden, auf der man funken kann. Man funkt ja nicht nur auf einer Wellenlänge und bei manchen braucht es etwas, bis man den "Kanal" aufeinander eingestellt hat.

    Sonnenwind, kurze Frage an dich:


    Wieso glaubst du, dass selbstbewusste Frauen die wissen was sie wollen Männer abschrecken?


    Ich für meinen teil empfinde es dann noch eher als Herausforderung und würde es um so mehr genießen wenn sie sich dabei voll und ganz passiv gibt und die Sache einfach nur genießt.


    Ich für meinen Teil sehe da kein Problem, vielleicht gerätst du nur an die falschen Männer?

    wieauchimmer,

    Zitat

    Ich wills mal anders ausdrücken (und hoffe, so hast du es auch gemeint). Man muss sich vom Partner so wie man ist angenommen und geliebt fühlen, sonst ist diese Nähe nicht möglich.

    ja, wieauchimmer, so habe ich es auch gemeint. Du hast mal wieder zwischen den Zeilen das Richtige rausgelesen ;-) .

    Zitat

    aber um einen Menschen wirklich so wie er ist akzeptieren zu können, muss man ihn nach meiner Erfahrung schon lieben, um auch die Dinge an ihm zu mögen, die einen im Normalfall eigentlich stören würden und die gibt es immer.

    Daran kannst du umgekehrt auch gut erkennen, ob du deinen Partner noch wirklich liebst. Ich will nicht wissen, in wie vielen Beziehungen sich die Leute mehr verachten als lieben und das nicht einmal mehr bewußt wahrnehmen. Wenn wir mit anderen zusammen sind, kann ich es oft deren Äußerungen entnehmen, dass sie ihren Partner mehr verachten als lieben. Das finde ich immer sehr traurig :°( .


    Wenn es allgemein mit der Beziehung nicht gut läuft, dann läuft es mit dem Sex auch nicht gut. Dann kann auch leicht Sex ohne Beziehung der bessere Sex sein. Aber Sex in einer Beziehung, in der es mit der gegenseitigen Liebe stimmt, ist einfach himmlisch x:) .

    bifu,

    ich finde sogar, dass es möglich ist, die Partnerin beim "Fallenlassen" mitzureißen. Manchmal hat meine Liebste Probleme mit dem Fallenlassen. Dann reisse ich sie einfach mit in die tiefen Abgründe der Lust ;-) . Früher habe ich meine leidenschaftliche Lust immer cool "unter Verschluss" gehalten. Das war ein Fehler.

    Luschi-007

    Das Problem für viele ist es eben das sie sich nicht fallenlassen können. Aus den Ängsten heraus die ich beschrieben habe. Und ich bewundere die Leute die es können, sich selber eingestehen das sie es wollen, zu dem stehen was sie wollen und es dann auch tun.

    Luschi-007

    Zitat

    Daran kannst du umgekehrt auch gut erkennen, ob du deinen Partner noch wirklich liebst.

    Ich habe da zwei "Kriterien", wie ich es selber prüfe, ob ich ihn noch liebe:


    Erstens:


    Die Zukunft-Frage: Kann ich mir mit ihm auch die fernere Zukunft glücklich vorstellen? Man könnte auch die Inselfrage nehmen. Wer er diejenige Person, die ich mit auf die Insel nehmen wollte, wenn ich nur eine mitnehmen darf und könnte ich mir dieses Inselleben in Anbetracht der Umstände noch positiv vorstellen?


    Zweitens:


    Das, was du oben beschriebst. Sobald ich merke, dass mich seine Eigenarten anfangen zu stören (und zwar wirklich stören. Dass es mal hier und da nervig sein kann, das ist noch kein grundsätzliches Stören) oder auch, dass ich gewisse Wesenszüge an ihm regelrecht doof finde oder sogar irgendwie peinlich, dann heisst das, ich habe nicht mehr genug Achtung für ihn und das heisst für mich, ich liebe ihn nicht mehr.

    Zitat

    ich finde sogar, dass es möglich ist, die Partnerin beim "Fallenlassen" mitzureißen.

    Das stimmt, aber dazu muss m.E. wieder die generelle Nähe zueinander stimmen und das Vertrauen...

    Zitat

    Früher habe ich meine leidenschaftliche Lust immer cool "unter Verschluss" gehalten.

    ...und die Offenheit

    wieauchimmer

    Zitat
    Zitat

    Und das geht nur wenn beide diese Leidenschaft sich so fallenzulassen teilen. Damit eben keiner etwas fordern muss oder nur irgendwas abarbeitet muss man sich auf dieser Ebene treffen.

    Soweit Zustimmung

    Natürlich kann man sich dahingehend auch entwickeln. Aber man muss zumindest die selben Vorstellungen haben wohin man will. Und vor allem den Willen und das Potenzial diesen Weg auch gemeinsam zu gehen.

    bifu

    Zitat

    und es dann auch tun.

    Damit ist aber nicht geklärt, wie man an den zweiten drankommt, mit dem man es zusammen tut und auch nicht, wie man miteinander umgehen muss, damit man sich gemeinsam fallen lassen kann. Bei solchen intimen Dingen wie Sex, mache ich es auch vom Partner abhängig, wie sehr ich mich fallen lasse.


    Es gibt Menschen, bei denen will ich mich gar nicht fallen lassen und auch welche, da wäre es ein Fehler, weil man denen nicht vertrauen kann. Bei einer Frau, die über die vielen "impotenten Versager" schimpft, würde ich mich als Mann mit Sicherheit nicht fallen lassen wollen (und ich gehe davon aus, dass man intuitiv, wenn man nicht vollkommen unsensibel ist, eine solche negative Haltung spürt, auch wenn man glaubt, man habe dem anderen etwas anderes vorgespielt. Wie soll man auch autentisch sein, wenn man eine solch negative Einstellung hat, sich diese aber nicht anmerken lassen will? Da merkt man dann in der Regel, das mit dieser Person irgendwas nicht nicht, irgendwas an ihrer netten Freundlichkeit nicht echt ist. Ja, das merkt man).


    Ich bin doch nicht bescheuert und kehre mein Innnerstes nach Außen und bringe meine intimsten Gefühle mit ein, bei einem Menschen, der das offensichtlich gar nicht zu schätzen weiß, sondern eine Leistungs-Schablone an mich anlegt, der ich entsprechen muss. Wenn man so mit Menschen umgehet, muss man sich doch nicht wundern, wenn sie sich nicht fallen lassen und keine Leidenschaft aufkommt.

    Luschi-007

    Zitat

    ja, auch die Offenheit.


    Äh, woher weisst du das

    Na, du bist gut. Weil ich in den 39 Jahren meines Lebens eine Menge Erfahrung mit Offenheit gemacht habe. Wenn man nicht offen ist und dadurch seinen Mitmenschen ein falsches Bild von sich vermittelt, dann fällt es im Grunde vor allem negativ auf mich zurück. Wenn ich offen bin, dann werde ich nur die Leute zwecks längerfristiger Freundschaft oder auch Beziehung kennen lernen, die mich so mögen, wie ich bin. Wenn ich nicht offen bin, wie soll ich dann von anderen erwarten können, dass sie mich so mögen wie ich bin? Sie mögen mich dann so, wie ich ihnen vorspiele, wie ich bin und ich möchte nicht für meine (ohnehin miserablen) Schauspielkünste gemocht werden, sondern so, wie ich bin und wer mich so nicht mag, der soll es eben bleiben lassen. Es gibt genug, die mich so mögen und was interessieren mich die, welche mich nicht mögen?


    (Im Geschäftsleben kann das manchmal anders sein. Da muss man manchmal heucheln, aber das mag ich nicht besonders und tu es eher widerwillig und habe es mir mittlerweile auch dort so ziemlich abgewöhnt, sofern es geht, offen zu sein, denn ich möchte auch mit Leuten, die mich nicht so nehmen, wie ich bin, keine Geschäfte machen. Manchmal kann man sich aufgrund existentieller Notwendigkeiten aber nicht aussuchen, mit wem man Geschäfte machen will. Ich habe aber selbst da die Erfahrung gemacht, dass es auch oft im Geschäftsleben eher positiv ankommt, wenn man offen ist. Offen heisst ja auch nicht, dass man das ganze nicht diplomatisch höflich verpacken kann.)

    wieauchimmer,

    ach so. Du meintest das mehr allgemein.


    Aber auch da hast du natürlich meine volle Zustimmung. Schon über deine Beiträge kommt sehr viel positive Ausstrahlung von dir rüber. In deiner Nähe muss man ja glatt verbrennen ;-) .


    Trotzdem finde ich, dass wir nicht so viel über Sonnenwind schimpfen sollten. Ich weiß, sie nimmt auch oft keine Rücksicht mit ihren aggressiven Äußerungen. Aber wir brauchen hier ja nicht nach dem alten Testament vorzugehen.


    Sonnenwind ist innerlich hin- und hergerissen. Auf der Suche nach Liebe, Lust und Leidenschaft. Sagt aber, romantisches Geplänkel bräuche sie nicht. Sie will eben lieber mit dem Kopf durch die Wand ;-) . Das tut aber weh und gibt Frust. Das macht wieder aggressiv. Und so geht es erstmal immer weiter. Von ihrer Seite auch schon wieder sehr leidenschaftlich mit der stärkeren Komponente zum Leiden. Wir sollten ihr einfach nur viel Glück wünschen und weiter mit ihr reden, ohne sie niederzumachen.

    gus

    Zitat

    Du schreibst hier eine Menge sehr kluge Dinge.

    Danke!

    Zitat

    Hoffen wir auf den steten Tropfen...

    Um was wetten wir, dass wieder "AM THEMA VORBEIIIIIIIIII!!!!!!" kommt?


    Ist mir aber egal, wenn sie von allem, was ihrem Problem, keinen passenden Partner zu finden, zuträglich ist, nichts annimmt. Vielleicht denkt sie ja mal drüber nach, wenn sie sich in fünf Jahren noch immer im selben Kreis dreht. (aber vielleicht hast du mit dem "Tropfen" ja auch die Langzeitwirkung gemeint, denn das dauert, bis so eine Tropfsteinhöhle entsteht ;-) )