@angel72

    Zitat

    Und ich schrib schon vor etlichen Seiten ob der Faden nicht besser in das Psychologie-Forum passen würde


    Das hat hier nix mehr mit Sexualität zu tun .

    ja und nein. sex hat in hohem maße mit psychologie zu tun. nur sind sich dessen nur wenige bewußt. ist vielleicht manchmal auch besser so.


    gershi


    p.s.: ich finde es gut, das du deinen beitrag etwas relativiert hast.

    wieauchimmer

    Zitat

    05.10.05 11:14

    Du schreibst aus Deinem Leben. Deiner Lebenseinstellung. Deiner Sicht einer Beziehung. Deiner Erfahrung. Ohne sie in Sonnenwinds persönlichen Grenzen zu reflektieren.


    Jeder Mensch hat ein Raster. Unterbewusst. Geistig. Selbst wenn jemand nicht durch dieses Raster fällt könnte es trotzdem immer noch so sein das man denjenigen nicht riechen kann. Körperlich. Es gibt so unendlich vieles was beim Kennenlernen den Ausschlag gibt ob man sich in denjenigen auch verliebt oder nicht. Sex ist körperlich und geistig. Sagt also in jeder Phase des Kennenlernes etwas über einen Menschen aus.


    Die Suche nach einem Partner gerade nicht dem Zufall zu überlassen bedeutet nichts anderes als eine Erweiterung des Lebensraumes innerhalb dessen man den richtigen finden kann.

    Sonnenwind

    Zitat

    ich habe gewaltig viele Erwartungen, gespeist aus Jahrzehntelanger Sehnsucht.

    Zitat

    und warum tat das keiner meiner "exe"? Die hatten keine Phantasie, das ist alles.

    Ich glaube das gerade lange Zeiten voller unerfüllter Sehnsucht die eigene Phantasie beflügeln. Diese Zeit gibt einem den geistigen Freiraum auch auf sein Innerstes zu hören. Seine wahren Sehnsüchte zu erkennen und für sich selbst zu akzeptieren. Jemand der in seiner Beziehung Befriedigung findet ist satt. Und wer will sich schon die Mühe machen etwas Besonderes zu kochen wenn er satt ist?

    Zitat

    Das ist eben unsere Zeit, immer schneller, immer extremer, aber, vor allen Dingen, immer mehr SPASS. Ohne was dafür zu tun, oder gar Verantwortung zu übernehmen. Konsummentatität..

    Sex an sich gewinnt an Bedeutung genauso wie Sex innerhalb der Beziehung an Bedeutung verliert. Sex an sich muss befriedigend sein. Die Rahmenbedingungen ob und in welcher Form Sex befriedigend ist sind durch die Gesellschaft und die Medien vorgegeben. Genau diese Medien propagieren sogar die besondere Bedeutung von Sex für eine Beziehung. Anstatt sich innerhalb einer Beziehung sexuell mit dem Partner zu entwickeln wird lediglich versucht diesen propagierten Sex an sich zu befriedigen. Das heisst sich selbst. Mit der Hand oder was sich einem sonst noch bietet.

    gershi:

    Zitat

    das stimmt nicht ganz. ich erlebe dieses märchen seit 10 jahren, auch wenn es in meinem fall eine prinzessin ist (und zwei kleine prinzen und in ein paar wochen eine weitere kleine prinzessin )

    Schön! Da wünsch ich euch alles Gute! @:)


    Ich darf das Märchen auch genießen und eigentlich ist mir durch diesen Faden noch mehr bewusst geworden, was das für ein Glück war und ist.


    Ich bin aber erst gerade in die Zwanziger "gesprungen", als wir unser gemeinsames Leben begonnen haben. Gut, man lebt vorher auch nicht in einer "Blackbox", aber Zeit, mich extrem viel auszutoben hatte ich nicht und wahrscheinlich ist mir auch deshalb eine große Zahl an schlechten Erlebnissen erpart geblieben. Also war ich "vorsichtig offen" und nicht auf der Suche, weil ich ja noch eine Menge Zeit vor mir hatte und wurde gefunden.


    Bis sich diese Art der sexuellen Beziehung daraus entwickelt hat, hat es zwar noch länger gedauert, die Gründe dafür sind allerdings kompliziert und bei mir zu suchen, das ist hier aber auch egal. Wer die "sexuelle Führung" hat, war aber von Anfang an klar. Nur dass mein Mann neben der Dominanz auch auf meine Masoseite eingehen kann und will, war trotzdem (sehr positiv) überraschend für mich und das ist auch sehr schnell gegangen, nachdem ich endlich bereit war, meine "Neigung" einzugestehen.


    Ich habe mich gefragt, wie die Dinge wohl gelaufen wären, wenn ich nicht gleich so viel Glück gehabt hätte und ähnliche Erfahrungen sammeln hätte müssen wie Sonnenwind. Das hat mich schon nachdenklich gemacht. Natürlich haben wir viel für unsere Beziehung getan, aber das hätte alles nichts genützt, wenn ich meinen Mann eben nicht getroffen hätte.


    Ihre Sehsüchte konnte ich eigentlich immer verstehen aber auch, dass man nach dieser Fülle von schlechten Erfahrungen und bei der starken Bedürfnislage in einer Diskussion, wo ja alles "konzentriert" ausformuliert wird, mitunter auch etwas radikal klingen kann, wird auch immer verständlicher für mich. Daraus zu schließen, dass Sonnenwind deshalb keine anderen Lebensinhalte hätte, ist schon mehr als "gewagt".


    Ebenso verständlich ist, dass man eine Art "Selbstschutz" entwickelt und bei neuen Begegnungen nicht mehr so offen und unvoreingenommen ist. Ich glaube eigentlich nicht mehr, dass diese "Auswahlkriterien" in der Praxis für den möglichen Partner genauso spürbar sind, wie es sich hier in der Diskussion manchmal anhört. Wahrscheinlich ist es einfach so, dass Sonnenwind empfindet, dass es eben "nicht passt" und deshalb nicht weiter an dem Entstehen einer Beziehung mit diesem Menschen arbeitet. Wenn man dann die Gründe für ein solches Nichtpassen ausformuliert, kann sich das eben auch ein bisschen trocken anhören.

    Anne,

    ich halte nichts von der Kategorisierung von Männern und Frauen. Für mich kommt es immer auf den Einzelfall an.


    Und in diesem Faden (und anderen auch) fällt mir doch schon auf, wie jeder versucht, seine Idealvorstellung von Beziehung, Liebe und Sex zu definieren und wahrscheinlich dann auch noch genauso zu praktizieren. Zu definieren bis in kleine Details. Zu analysieren, zu vergleichen, zu bewerten ...


    Das halte ich für einen großen Fehler. Es geht doch ums Wahrnehmen und Fühlen. Irgendwie wird das oft vergessen. Vieles kommt mir hier einfach zu rational und analytisch rüber. So wird das nichts mit Liebe, Sex, Leidenschaft und Sinnlichkeit!


    Leute, versucht doch lieber, das Fühlen wieder zu erlernen :-D

    Anne Declos

    Zitat

    Nicht alle Männer haben längere Beziehungen hinter sich oder unzählige Affairen, bei einigen gibt es natürlich ein weder noch.

    Auch Männer die in einer längeren unbefriedigenden Beziehung gelebt haben können voller unerfüllter Sehnsüchte sein. Sie befinden sich dann quasi in der selben Situation wie Sonnenwind.

    Luschi-007

    Wikipedia:

    So weit ist es heute also schon :(v

    bifu

    ja, das glaube ich gerne. Nur ob man(n) dann noch bereit ist, die eigene Befriedigung hinten an zu stellen und sich erstmal um die der Partnerin zu kümmern ?


    Auch aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Liebe allein noch nicht seligmachend ist. Sie kann zwar hilfreich für ein gutes Sex-Leben sein, aber eine Garantie ist sie nicht.

    @Luschi

    Es war ja auch nur eine ganz grobe Aufteilung, die Männer über vierzig betrifft. Natürlich kann man Menschen nicht so in Schubladen packen, nicht jeder ist einzuordnen. Nur geht es hier ja auch um Sonnenwinds schlechte Erfahrungen und ihre Meinung, dass Männer über 40 keinen Bock mehr auf Sex haben. Da ich selber auch schon gut über 40 bin und auf einiges an Erfahrungen zurückblicken kann, kann ich mir auch erlauben, die Männer, die ich kannte, für mich in Kategorien einzuteilen. Auffälllig sind da eben immer wieder diese zwei Hautpkategorien. Eine ähnliche Aufteilung könnte ich auch für Frauen aufstellen, tue ich aber nicht, weil das nicht das Thema ist.


    Fühlen, wahrnehmen und was du sonst noch schreibst, bringt wenig, wenn es an grundlegenden sexuellen Fähigkeiten oder auch Wünschen mangelt. Ich habe auch geliebt (tue es ja auch heute), etliche Male, wurde auch geliebt, nur war das eben mitnichten eine Garantie dafür, dass es im sexuellen Bereich auch harmonierte. Das tat es seltenst. Auch reden, erklären, zeigen usw. hat da nicht geholfen. Und zu guter Letzt sind dann Beziehungen und Ehen auch daran gescheitert. Und nochwas zu Sonnenwinds Verteidigung. Ich würde nicht mit einem Mann auf Dauer zusammenbleiben, wenn dieser Aspekt unserer Beziehung nicht stimmt. Das würde über kurz oder lang dazu führen, dass ich fremdgehe, das wiederum macht Schmerzen und das Zusammenleben zur Qual - außer natürlich, man einigt sich entsprechend, aber auch das kann schiefgehen (eigene Erfahrung). In einer Beziehung müssen einige elementare Dinge einfach stimmen, Sex gehört dazu, denn ich habe nur ein einziges Leben, und das geht viel zu schnell vorbei, als das ich es unglücklich verbringen möchte.