• Selbstbewusste, aber sex. devote Frau und die Probleme damit

    Jemand schrieb am Anfang von "Sexuell starke Frauen meiden": darkdog: Das Problem für Dich stellt sich aber wohl mehr deshalb, weil Du eigentlich devot bist und dies aber mit einem gewissen Selbstbewußtsein nach außen trägst. Ein Mann der nicht dominant ist, muß nicht automatisch mit zu wenig Selbstbewußtsein ausgestattet sein. Aber nur der…
  • 1 Antworten

    Sonnenwind

    Zitat

    Ich distanziere mich nur von Gelegenheits"spielern" wie WAI.

    Und den Unterschied zwischen Spiel und Lebensernst (gerade was Macht, Sadismus und Erniedrigung angeht) hast du doch aber verstanden, oder nicht?

    Zitat

    und versetz dich mal in meine Lage, in das GEfühl, dass dir die Zeit davon läuft... und dann wirst du auch zunehmend negativ... mit JEDER schlechten Erfahrung wächst dein Frust, was ich vollkommen menschlich und natürlich finde.

    Das mag ja menschlich und natürlich sein, aber es haben dir auch schon viele hier den Tipp gegeben, dass man viel eher findet, wenn man gar nicht so gezielt sucht, sondern sich auf andere Dinge konzentriert. Mit einem unsichtbarem Schild auf der Stirn "Suche perfekten Partner fürs Leben" schreckt man eben viele ab und die meisten Menschen finden es interessanter, wenn man andere Lebensziele verfolgt, als dass man sie verfolgt. Wenn ich jemanden kennen lerne, der auf mich schon den Eindruck macht, dass er dringend ne Frau sucht, dann ergreife ich ganz schnell die Flucht, denn entweder, er will speziell mich, oder er soll eine andere jagen, denn er gibt mir das Gefühl, dass er IRGENDEINE sucht und ich gerade ne gute Gelegenheit biete, fündig zu werden. Gibt er mir auch noch das Gefühl, ich muss mich erstmal sexuell bewähren und meine Leistung zeigen, dann weiß ich, dass ich einen Fehler gemacht habe und schon hätte eher flüchten sollen. Das ist ja wie im Job, wo man sich in der Probezeit leistungsmäßig bewähren muss. Nö, nicht mit mir! Und der Mann, der das mitmacht, der kann auch nicht wirklich dominant sein.

    O.K., letzter Versuch:

    Zitat

    Ich distanziere mich nur von Gelegenheits"spielern" wie WAI.


    Und den Unterschied zwischen Spiel und Lebensernst (gerade was Macht, Sadismus und Erniedrigung angeht) hast du doch aber verstanden, oder nicht?

    versuche einfach mal, zu BEGREIFEN; dass da JEDER eine ANDERE Grenze hat. Deine ist nicht meine, und ich habe Anne und diese marie-x als annäherndes Beispiel für meine Vorstellungen herangezogen.


    ich denke nicht, dass ich das, was du ansprichst, ausstrahle. Ich sagte an anderer Stelle, ich suche NICHT im Alltag. Das läuft mittlerweile alles über Anzeigen. Im Alltag mache ich was anderes - und wer mir dabei über den Weg läuft, das passiert dann eben - oder eben nicht. Also Zufall.


    Die "Ich suche-Haltung" schreckt ab, klar. Geht mir ja genauso.


    Und jetzt geh ich einen Schritt weiter: Wenn ich über ne Anzeige eine date habe, dürfte KLAR sein, dass ich einen Partner suche - steht ja schließlich im Text. Trotzdem klappt das so auch nicht. Aber dazu hab ich oben schon genug geschrieben.


    Der Mann muss sich auch nicht direkt sex. "bewähren", wie du das so komisch ausdrückst. Ich erwarte aber WISSEN um die Sexualität der Frau allgemein und BEMÜHEN um mich. Nicht zuviel verlangt, in fortgeschrittenem Alter. Und was dominant ist, sollte er auch wissen - im Sinne von AKTIV führend. Aber das sind ja Dinge, die ich i.d.Regel vorher, d.h. per mail/Telefon abkläre.

    Zitat

    Deine ist nicht meine,

    Woher kennst du meine Grenzen? Hattest du eine Kamera in meinem Schlafzimmer installiert?


    Was haben die Grenzen damit zutun, dass Machtspiele beim Sex nicht dasselbe sind, wie Machtspiele im wahren Leben?


    Und übrigens: Ich kann auch ganz gut Buchstaben erkennen, wenn sie klein geschrieben sind. Großbuchstaben sehen so aus, als würdest du mich anschreien und da du sie häufig benutzt, musst du dich nicht wundern, wenn dann andere irgendwann zurückschreien.

    Zitat

    ich denke nicht, dass ich das, was du ansprichst, ausstrahle.

    Das denken diejenigen, die es betrifft, nie. Das ist typisch. Man merkt es selber nämlich nicht, wie sehr die innere Einstellung (also Suche), sich auf des äußere Verhalten auswirkt.

    Zitat

    Wenn ich über ne Anzeige eine date habe, dürfte KLAR sein, dass ich einen Partner suche - steht ja schließlich im Text.

    Da ist aber logisch, dass der Ausschuß besonders hoch ist, denn über einen Text, also wenn du zuvor mit ihm mailst, kann er sich viel besser verstellen, als wenn da sofort Gestik und Mimik rüberkommt. Gerade weil der Ausschuss naturgemäß hoch ist, ist es auch frustrierender.

    Zitat

    Ich erwarte aber WISSEN um die Sexualität der Frau allgemein und BEMÜHEN um mich.

    Ich bemühe mich nur bei einem Mann, für den ich mehr empfinde und ich habe auch kein Interesse daran, bei jeder kleinen Affaire, mein ganzes Wissen zu offenbaren. Außerdem gibt es große Unterschiede im Individuellen. Ich finde es nicht verkehrt, wenn sich jemand erst ganz vorsichtig rantastet. Wenn du ihm aber vermittelst, er soll direkt rangehen, kann er sich nicht vorsichtig rantasten und was soll dabei heraus kommen, als ein mechanisches Rein-Raus-Spiel? Die ersten Male Sex mit meinem Freund waren auch "mormal", also ok, aber allein wegen des Sexes hätte ich aus der kleinen Spaßaffaire sicher nicht mehr werden lassen. Das richtige Aufeinandereingehen, das haben wir im Laufe von drei Jahren immer besser gelernt und nach und nach haben wir immer mehr Phantasien ausgelebt.


    Gerade im S/M Bereich kann ja die Grenze zwischen "genau richtig" und "Horror" sehr schmal sein. Daher soll man bei solchen annonymen treffen auch immer jemandem mitteilen, wo man ist. Schau mal auf die Seite Lustschmerz. Da ist dem Problem "Sicherheit" ein großer ausführlicher Artikel gewidmet und was so alles schief gehen kann. Gerade weil man da ja mit Macht spielt, kann das auch ganz schnell dahingehend umkippen, dass man tatsächlich Angst bekommt, weil man das Gefühl hat, man hat hier einen echten Psychopathen erwischt, der mich gleich zerstückelt und einfriert. Es ist doch viel mehr ein Spiel mit Vertrauen, als einfach nur "normaler" Sex.


    Klar, der Kick, sich einem Unbekannten anzuvertrauen kann um so größer sein, aber da fällt mir dann wieder die Geschichte ein, von einer Freundin, deren Freundin im Blutrausch niedergemetzelt wurde. Da ist mir doch lieber, ich baue erst Vertrauen auf.

    Zitat

    Und was dominant ist, sollte er auch wissen - im Sinne von AKTIV führend.

    Aber willst du denn die Standardmasche haben? Wenn er dich aber nicht kennt, dann kannst du nichts anderes bekommen, als die Standardmasche. Vielleicht funktioniert die ja bei anderen Frauen, aber bei dir nicht und schon hat er bei dir versagt.

    sonnenwind

    Dann habe ich also richtig gelegen mit meiner Einschätzung deiner Situation. Clubs für den Sex - da ist doch nichts gegen einzuwenden, du würdest sonst ja gar keinen haben.


    Auch bin ich nicht wirklich davon ausgegangen, dass du dort einen Mann fürs Leben finden willst, wenn das Finden auch nicht vollkommen auszuschliessen ist (nur eben sehr sehr unwahrscheinlich).


    Gibst du selbst Anzeigen auf oder antwortest du auf welche ?


    Auch wenn du das jetzt zurückweist, solltest du das mit den Unternehmungen aller Art, wie Sport, VHS und ähnliches nicht ganz ausser Acht lassen - immerhin eröffnet dir das die Möglichkeit, viele verschiedene Menschen, Männer kennenzulernen und das dabei wirklich niemand ist, mit dem eine Dom/sub Beziehung möglich ist, kannst du nicht von vornherein ausschliessen. Du musst bedenken, dass nicht alle massiv auf der Suche sind, sind sie das nämlich, haben sie auch einen gewissen Druck, sich möglichst schnell auszuleben und dabei spielt dann die Frau evtl. nur eine untergeordnetete Rolle, d.h. sie ist austauschbar und er wird egoistisch nur seine Befriedigung suchen.


    Sucht er eigentlich nicht, dann besteht meiner Meinung nach vielmehr die Chance, dass er sich auch für DICH interessiert und eher zu den Geniessern gehört. Denn das muss er sein, ein Geniesser, jemand, der sich schon ausgetobt hat und der seinen Körper beherrscht.


    Für den Anfang reicht auch jemand, der einfach nur ein Interesse an Dom/dev Spielen hat, der der Sache nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber steht. Wie weit sowas dann irgendwann geht, liegt auch ganz maßgeblich an dir, also um das zu bekommen, was du möchtest, muss er nicht schon Gott weiss was für Erfahrung haben, er muss nur nicht abgeneigt sein und experimentierfreudig, sinnlich und neugierig.


    Und ich denke, du sollstest auch nicht gleich am Anfang völlig offen über das sprechen, was du möchtest, Andeutungen, ein bisschen ein Rätsel sein, ihm das Gefühl geben, er hat noch Entdeckungen zu machen, dich ihm entziehen und seinen Jagdtrieb ausnutzen, subtile Spiele eben. Männer wollen jagen, wollen erobern, sie brauchen das. Das darfst du bei aller Offenheit nicht vergessen, egal, wie du persönlich das auch beurteilst. Du willst etwas bestimmtes von ihnen, dann musst du sie auch ihrer Natur entsprechend behandeln, musst entsprechend agieren - und das ausnutzen, um zum Ziel zu kommen. Feinfühlig sein, immer nur gerade so viel geben, dass sie neugierig bleiben; das gilt alles natürlich nur für Männer, die dich wirklich interessieren.


    Wenn dir einer begegnet und es kribbelt, dann lass es ihn nicht gleich merken, 'zier' dich ein bisschen, lass ihn werben um dich, gib ihm das Gefühl, dass er etwas ganz besonderes ist, genauso aber, dass DU etwas ganz besonderes bist. Rede nicht über deine Erfahrungen, über deine Suche, über deine Wünsche, nur andeutungsweise, mit klitzekleinen Häppchen. Wenn du mit der Tür ins Haus fällst, läuft er weg. Natürlich muss er irgendwie erfahren, was genau du möchtest, aber nicht sofort und nicht alles auf einmal.


    Allso, kurz und gut, Du musst deine Wünsche nicht ändern, sondern nur den Zeitpunkt und die Art, wie du sie äußerst.


    Denk daran, du hast es mit Männern zu tun.... ;-)

    wai: Natürlich kenne ich deine Grenzen nicht, habe aus dem, was du schriebst, gefolgert. Ich glaubte, zu erlesen, dass du SM "nur" auf der "Spielebene" kennengelernt hast.


    Ich will mehr. Ich wil die Grenze zwischen Spiel und "normalem" Leben auch berühren, zumindest. ich will nicht sagen (oder er): "Morgen um 20 Uhr spielen wir". Das ist langweilig.

    Zitat

    ich denke nicht, dass ich das, was du ansprichst, ausstrahle.


    Das denken diejenigen, die es betrifft, nie. Das ist typisch. Man merkt es selber nämlich nicht, wie sehr die innere Einstellung (also Suche), sich auf des äußere Verhalten auswirkt.

    ich glaube es trotzdem nicht. Wenn ich normal raus gehe, denke ich nicht an sowas. Diese "Suchen-Haltung" fängt im Kopf an. Ich gehe nicht weg, um mir einen Mann zu suchen. Ich gehe weg, um mich anderweitig zu amüsieren.

    Zitat

    Ich erwarte aber WISSEN um die Sexualität der Frau allgemein und BEMÜHEN um mich.


    Ich bemühe mich nur bei einem Mann, für den ich mehr empfinde und ich habe auch kein Interesse daran, bei jeder kleinen Affaire, mein ganzes Wissen zu offenbaren.

    stop. Du gehst wieder von dir aus. Von der Frauenseite. Die Männerseite sieht anders aus. Ich kenne leider nur Männer, die beim Sex ihre Egotour durchziehen/zogen, selbst, wenn von anfang an klar war, dass es um eine Beziehung geht (also keine ONS, keine Swinger). Selbst diese haben sich KEINE Mühe gegeben. Sie haben noch dazu einfach angenommen, dass ich Spaß dran habe sprich: Ich komme (siehe Eingangstext). Jedwedes Reden hat auch nix genützt.

    Zitat

    Ich finde es nicht verkehrt, wenn sich jemand erst ganz vorsichtig rantastet. Wenn du ihm aber vermittelst, er soll direkt rangehen, kann er sich nicht vorsichtig rantasten und was soll dabei heraus kommen, als ein mechanisches Rein-Raus-Spiel?

    Moment mal. Ich hab von Führen, von Aktiv-sein gesprochen. Das heißt nicht: Rangehen. Das kann auch heißen: Verzögern, wieder heiß machen, warten lassen, weiter machen, warten lassen, etc. Eben Genießer-Sex. Langsame Verführung. Das ist auch AKTIV.


    Am Anfang mach ich sowieso nix anderes, nichts, was Richtung SM geht. Vielleicht mal ein paar Klapse auf den Po, das ist es dann aber auch. Ich will am Anfang nur wissen, wie er vögelt. Kann er das, sehen wir weiter. Kann er es nicht - ist Schluss.

    Zitat

    Aber willst du denn die Standardmasche haben? Wenn er dich aber nicht kennt, dann kannst du nichts anderes bekommen, als die Standardmasche.

    es gibt aber nur die Standard-Masche der MÄNNER. Männer wissen (die meisten *grrrr*), nicht, was Frauen wollen. Dass man sich bemüht, verführt etc... hab ich ja oben geschrieben. Die ziehen ihr ego-ding durch, und das wars. Und dann sind sie verwundert, wenn die Frau, obwohl sie nass ist und laut und und nicht kommt.

    Anne: Nun, gerade wegem dem Sex in clubs krieg ich ja die größten Anfeindungen. Das können eben die wenigsten verstehen, dass ne Frau auch Lust hat, wenn sie nicht in einer Beziehung ist. Und dass Handarbeit nicht immer reicht.


    Ich gebe ab und zu Anzeigen auf, antworte aber auch.

    Zitat

    Du musst bedenken, dass nicht alle massiv auf der Suche sind, sind sie das nämlich, haben sie auch einen gewissen Druck, sich möglichst schnell auszuleben und dabei spielt dann die Frau evtl. nur eine untergeordnetete Rolle, d.h. sie ist austauschbar und er wird egoistisch nur seine Befriedigung suchen.

    kann sein, muss aber nicht. Es kann auch sein, dass es dem Mann mehr oder weniger egal ist, ob er eine entsprechende Beziehung hat. Und das finde ich auch nicht gut. Denn mir ist es wichtig. Dann würden unsere Prioritäten nicht übereinstimmen.


    Natürlich muss er ein Geniesser sein, der Erfahrung hat und sich beherrschen kann.

    Zitat

    Und ich denke, du sollstest auch nicht gleich am Anfang völlig offen über das sprechen, was du möchtest, Andeutungen, ein bisschen ein Rätsel sein, ihm das Gefühl geben, er hat noch Entdeckungen zu machen, dich ihm entziehen und seinen Jagdtrieb ausnutzen, subtile Spiele eben. Männer wollen jagen, wollen erobern, sie brauchen das. Das darfst du bei aller Offenheit nicht vergessen, egal, wie du persönlich das auch beurteilst. Du willst etwas bestimmtes von ihnen, dann musst du sie auch ihrer Natur entsprechend behandeln, musst entsprechend agieren - und das ausnutzen, um zum Ziel zu kommen.

    ist schon richtig, aber man weiß ja nicht vorher, ob ich ihn dann soweit "bringe". Ich weiß nicht, das klingt für mich ein bisschen wie ein Agieren ins Ungewisse.


    Ich bin Masochistin, Anne, ich hab gröbste Unterwerfungsphantasien , Blut, NS, vieles im Zusammenhang mit Öffentlichkeit; das ganze geht bei mir schon ziemlich weit. Also, einer, der Angst hat, mir wehzutun, der wird das nicht schaffen.

    Zitat

    Rede nicht über deine Erfahrungen, über deine Suche, über deine Wünsche, nur andeutungsweise, mit klitzekleinen Häppchen. Wenn du mit der Tür ins Haus fällst, läuft er weg. Natürlich muss er irgendwie erfahren, was genau du möchtest, aber nicht sofort und nicht alles auf einmal.

    sorry, das kann ich nicht. Ich bin immer offen. Es käme mir falsch vor.

    Anne Declos

    Zitat

    Für den Anfang reicht auch jemand, der einfach nur ein Interesse an Dom/dev Spielen hat, der der Sache nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber steht. Wie weit sowas dann irgendwann geht, liegt auch ganz maßgeblich an dir, also um das zu bekommen, was du möchtest, muss er nicht schon Gott weiss was für Erfahrung haben, er muss nur nicht abgeneigt sein und experimentierfreudig, sinnlich und neugierig.

    Also was anderes sag ich hier auch nicht und siehe dazu auch mein Beispiel mit dem Fußfetischisten. Ich war nicht von der Idee abgeneigt, aber leider extrem kitzelig an den Füßen und das find ich absolut nicht erotisch. Er hats aber hinbekommen, mich dahinzubringen, dass ich es auch geil fand und daher auch viel einfühlsamer auf seine Wünsche eingehen konnte. Für Sonnenwind bin ich mit meiner Einstellung, dass man nicht von Geburt an, quasi ererbt und bis ans Ende seiner Tage Sub oder Dom sein muss (Also Stempel drauf), um aber dennoch Spaß daran zu finden, wenn man grundsätzlich für neue Dinge offen ist und experimentierfreudig, nicht "richtig".


    Das ist Sonnenwind ja aber zu wenig, denn das ist ihr ja nicht "echt" genug. Und wenn ich nunmal je nach Laune mal lieber Sub mal Dom bin (und wir uns in den Launen einig werden), es kommt doch wohl nur drauf an, dass es für beide erfüllend ist und nicht darauf, dass man ein eingebranntes, unabänderliches Stigma trägt: "In alle Ewigkeit Sub, Amen"

    Zitat

    Du willst etwas bestimmtes von ihnen, dann musst du sie auch ihrer Natur entsprechend behandeln, musst entsprechend agieren

    Ich bin überzeugt, dass in jedem Menschen ein Opferlamm und ein Wolf steckt, aber eine Seite überwiegt oft. Ist der Partner aber offen und empfänglich (am besten trancefähig, denn in Hypnose geht auch sehr viel, was sonst nicht geht), dann kann man aber die andere Seite aus ihm rauskitzeln. Gerade beim Sex und wenn man fähig ist, sich fallen zu lassen, haben versteckte "Talente" ja eine Chance hervorzubrechen. Je weniger er selbst dazu neigt, um so hoffnungsloser kann es natürlich sein, etwas aus ihm rauszukitzeln, aber es kommt eben auch immer drauf an, wie gut ich im Rauskitzeln bin. Wenn man das drauf hat, dann schafft man es ja auch, außerhalb von Sex, die ruhigsten und besonnensten Menschen zu Wutausbrüchen zu provozieren. Je mehr man erst provozieren muss, um so anstrengender und wenn es zu viel Arbeit macht, hat es natürlich keinen Sinn. Wenn ich es schaffe, ihn dahin zu bringen, dass er dominant ist, kann es mir doch auch egal sein, ob er das auch jenseits unserer Sexbeziehung ist, also mit vorherigen oder zukünftigen Frauen.

    Zitat

    Du willst etwas bestimmtes von ihnen, dann musst du sie auch ihrer Natur entsprechend behandeln

    Der einfachste Trick ist doch: Scharfmachen und sich ihm entziehen. Dann werden die meisten automatisch ganz wild, wenn sie dich nicht anders kriegen, als sich dich heftig zu nehmen, dann müssen sie dominant sein, um dich zu kriegen, sonst gibts keinen Sex. Fesseln und so lange scharf machen, dass er die Entfesslungskunst lernt. Schafft er es nicht, sich zu entfesseln, Pech gehabt. Schafft er es, sich dann beim Sex wehren, so als wärs es eine Vergewaltigung, der man entgehen will /Sich von ihm wegdrehen, abwehren, beine zusammenkneifen, etc.). Da wird auch das bravste Lämmchen von Mann zum Tier. Vielleicht bin ich ja nicht "richtig", aber ich hab es scheinbar richtig gemacht, denn mein Freund ist im normalen Leben ein braves Lämmchen gewesen (und das fand ich auch gut so, denn mit einem echten Psychopathen möcht ich keine Beziehung), in seinen Phantasien aber auch nicht. (Schließlich haben auch sehr viele Frauen Vergewaltigungsphantasien, auch wenn sie nie auf die Idee kämen, sich deshalb selber als devot zu bezeichnen). Das musste man nur aus ihm rauskitzeln und das funktionierte.

    Sonnenwind

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    Ich glaubte, zu erlesen, dass du SM "nur" auf der "Spielebene" kennengelernt hast.


    Ich will mehr. Ich wil die Grenze zwischen Spiel und "normalem" Leben auch berühren

    Ich habe es auch (aber zumteil unfreiwillig) auf der Nicht-Spiel-Eben erlebt. Weisst du, wann ich zu ihm am Brutalsten war und mir das richtig Spaß gemacht hat, ihn zu quälen? Als wir in der Trennungsphase waren. Er hat mich mit seinem Verhalten (die anderen Frauen und so und mich vernachlässigen) sehr verletzt und ich fühlte mich erniedrigt. Was meinst du, wie ich das ausgenutzt habe, wenn ich ihn dann gefesselt zur Verfügung hatte. Je mehr wir uns in der Beziehung gegenseitig verletzt haben, um so heftiger wurde unser Sexleben, am Ende wurds sogar zuweilen ein wenig blutig (Er ist Schwertkämpfer). Das war sehr ernst, nur entwickel ich eine solche sadistische oder auch masochistische Ader nicht einfach so. Wie haben dann bei unserer Wiedervereinigung auch überlegt, wie wir das hinbekommen, ohne uns wirklich so zu verletzen, dass wir diesen Schmerz über Sex aneinander ausleben. Ich hab ihm den Tipp gegeben, wenn er will, dass ich dominant bin, dann muss er mich eben vorher foltern, mich ärgern, bis ich an dem Punkt bin. Ich bin mir auch sicher, wir hätten da die richtigen Wege gefunden. Ich bin auch davon überzeugt, dass jeder Mensch zum Mörder werden kann. Den einen muss man nur mehr dazu provozieren, den anderen weniger.


    Dass er schließlich an seinem Fetisch gestorben ist, fand ich auch nicht lustig, sondern ernst. Aber wahrscheinlich hat er es nicht ernst genug genommen, denn sonst wäre er vorsichter gewesen, denn lebenmüse war er ganz und gar nicht.


    Für mich ist das spannende, sich gegenseitig so weit hochzuschaukeln, bis man jedesmal ein Stück mehr die eigenen Grenzen überschreitet. Dazu muss man sich aber sehr gut kennen, damit man die Grenzen nicht übermäßig überschreitet, denn wenn der Punkt von angenehmen Schmerz zu unangenehmen überschritten ist, dann ist die Erotik auf einen Schlag weg. Man kann die Schmerzgrenze aber mit der Zeit erweitern, denn das Empfinden von nicht schönem Schmerz ist oft der Moment, wo man denkt, jetzt muss es weh tun und dann tuts auch weh (Man denke dabei an die Fakire. Ist alles eine Frage des Geistes, ob es Lust oder Schmerz ist). Allerdings bin ich, wenn ich meine Tage habe, so empfindlich, dass man mich kaum anfassen darf. Es ist also auch tagesformabhängig und das muss er auch wissen. "Ich hab meine Tage" hieß dann eben Kuschlesex, war auch schön.

    Zitat

    ich glaube es trotzdem nicht.

    Ich habs auch nie geglaubt, wenn es mir mies ging, ich meinen Freund aber nicht damit belasten wollte und der Meinung war, ich hätte mir am Telefon nichts anmerken lassen. Habe da fröhliche Sachen erzählt, bis er dann sagte: "Wieso sagst du nicht einfach, dass es dir nicht gut geht, ich komme gleich vorbei". Ich fand mich perfekt, fiel aber trotzdem auf. Da sollte man seine Mitmenschen nicht unterschätzen.

    Zitat

    Eben Genießer-Sex.

    Das mag ja bei dir anders sein, aber bei den Männern, mit denen du zutun hattest, ist es ja vielleicht wie bei mir, denn Männer sind nunmal im Grunde ihres Herzens echte Sensibelchen, auch der dominanteste Macho, oder vielleicht sogar gerade der: Ich brauche Gefühle, Leidenschaft, Liebe zu dieser Person. Schon vorher sehnsüchtig, schmachtend auf ihn gewartet haben, ihn anhimmeln, zerschmelzen, wenn er lächelt. Das mag für dich kitschig klingen, aber um mich richtig einfühlsam und leidenschaftlich fallen zu lassen, brauche ich das. Und wenn du das vielleicht nicht brauchst, aber die Männer vielleicht. Diese emotionale Abhängigkeit, die du aber nicht möchtest, die war die Grundlage, süchtig aufeinander sein.


    Dass gegenseitige Genießen haben wir mit den Jahren immer besser beherrscht. Die kleinen subtilen Dinge, sodass schon ein bestimmter Blick von ihm reichte, damit ich anfange zu tropfen (und das hat er immer gerne in der Öffentlichkeit bei den ungelegensten Momenten gemacht, der Schuft, aber ich habs ihm heimgezahlt. Ich weiß nicht, wie oft wir im Restaurant nochmal nachbestellen mussten, weil er sich nicht hinterm Tisch wegtrauen konnte.) Das hat lange gebraucht und sehr viele Gefühle füreinander benötigt, bis es auf dieser Ebene war. Bei dem Lover zwischendruch, den ich nicht geliebt habe, hatte ich gar kein Bedürfnis danach, mir solche Mühe zu geben. Da fehlte diese magische Anziehungskraft, eine Mischung aus Liebe und Begehren. Ich kann dir nur sagen, wie das bei mir ist und da gehört zu richtiger Leidenschaft eben auch dieses sehnsüchtige Liebesgefühl nach diesem einen Menschen. Wenn das bei dir ohne geht, gut, aber vielleicht gehts bei den Männern, die du hattest, auch nicht ohne. Die größten Weicheier haben nämlich oft die rauhste Schale und da genügt schon eine Kleinigkeit, um sie aus der Stimmung zu bringen.

    Sonnenwind

    Offenbar hat dich mein Vergleich mit Anne aufgeregt, das war jedoch nicht beabsichtigt. Es liegt mir völlig fern, dich zu provozieren oder zu kränken, indem ich dir mit jemandem, der glücklich ist, vor der Nase herumwedle. Es ging mir um folgendes:


    An mehreren Punkten der Diskussion hast du Ratschläge, Aussagen, Argumente... zurückgewiesen, indem du gemeint hast, die anderen User könnten das nicht nachvollziehen oder beurteilen, weil sie selbst nicht devot (genug?) sind, deine Situation wäre anders und für dich würde es keine passenden Männer bzw. keine passenden Beziehungsmöglichkeiten geben, weil du eben in diesem Ausmaß devot bist, wenn andere Userinnen von ihren Beziehungen gesprochen haben, hast du in Frage gestellt, ob die entsprechende Frau wirklich in dem hohen Ausmaß wie du devot ist und so weiter. Kurz bevor ich den Post geschrieben habe, hast du wieder gemeint, dass es außer marie-x und Anne niemanden gäbe, der den Grad deiner Devotheit teilt. Ich wollte mit diesem Satz aufzeigen, dass der springende Punkt eben nicht das Devotsein allein sein kann, dass deine Situation nicht die direkte Konsequenz aus deiner Neigung ist, denn in Annes Fall (deren Neigung du nicht anzweifelst) sehen die Dinge anders aus. Ich weiß nicht, ob für dich rauskommt, was ich sagen will.

    Sonnenwind (Fortsetzung)

    Ein bisschen geärgert habe ich mich schon über deine Aussage, es gäbe hier keine devoten Frauen.


    Mit WAI hast du offenbar bereits eine Vergangenheit und da ich die nicht kenne, halte ich mich da raus. Aber wenn du sie damit gemeint hast, wäre es gut gewesen, sie direkt anzusprechen, denn ich habe mich von dieser Aussage angesprochen gefühlt, da wir eben davor hin- und hergepostet hatten. Und du kennst mich viel zu wenig, um meine Neigung und Gefühle einschätzen zu können.


    Es ist recht frustrierend und es macht sich ein Gefühl von Sinnlosigkeit breit, wenn man sich eigentlich bemüht und als Antwort zusammengefasst ein "sei du mal so devot, sei du mal so alt und hab du mal so viel Pech und dann reden wir weiter" erhält.


    Ich würde gerne noch ein paar Dinge sagen, aber ich merke, dass sich heute die Formulierungen sperren und das Geschriebene doch unfreundlicher klingt als ich es meine, darum lass ich es für heute gut sein.


    Gute Nacht,

    @anne declos

    Zitat

    Und ich denke, du sollstest auch nicht gleich am Anfang völlig offen über das sprechen, was du möchtest, Andeutungen, ein bisschen ein Rätsel sein, ihm das Gefühl geben, er hat noch Entdeckungen zu machen, dich ihm entziehen und seinen Jagdtrieb ausnutzen, subtile Spiele eben. Männer wollen jagen, wollen erobern, sie brauchen das. Das darfst du bei aller Offenheit nicht vergessen, egal, wie du persönlich das auch beurteilst. Du willst etwas bestimmtes von ihnen, dann musst du sie auch ihrer Natur entsprechend behandeln, musst entsprechend agieren - und das ausnutzen, um zum Ziel zu kommen. Feinfühlig sein, immer nur gerade so viel geben, dass sie neugierig bleiben; das gilt alles natürlich nur für Männer, die dich wirklich interessieren.


    Wenn dir einer begegnet und es kribbelt, dann lass es ihn nicht gleich merken, 'zier' dich ein bisschen, lass ihn werben um dich, gib ihm das Gefühl, dass er etwas ganz besonderes ist, genauso aber, dass DU etwas ganz besonderes bist.

    mein vollster respekt für diesen text. da spricht viel erfahrung mit und liebe zu menschen heraus.


    gershi

    Rucola

    Zitat

    Mit WAI hast du offenbar bereits eine Vergangenheit und da ich die nicht kenne, halte ich mich da raus.

    Die aber auch nichts mit der Thematik zutun hat, sondern mit Meinungsverschiedenheiten.


    Ich gehöre eben zu der Fraktion, die


    1. nicht der Ansicht ist, dass die meisten Männer es nicht bringen


    2. nicht meint, dass die Emanzipation die Männer zu Schlappies gemacht hat.


    3. Der Meinung bin, dass S/M weniger mit Technik und viel mehr mit Psycho zutun hat und daher eine Spontanbegegnung wie im Film 9 1/2 Wochen vielleicht so häufig wie ein Sechser im Lotto ist. Zum Sensibilisieren der Psyche halte ich Liebe für zuträglich: Erstens, weil man einander vertraut und sich in der Regel ja aufeinander einstellen will, also die Motivation höher ist, sich zu bemühen und zweitens, weil man für das Verhalten und die Worte eines Geliebten psychisch viel empfänglicher ist und dadurch extreme psychische Situationen viel eher vorkommen und wenn S/M vor allem mit der Psyche zutun hat, ist es leichter, in so einen Zustand miteinander zu kommen, wenn die Psyche ohnehin schon aufeinander sensibilisiert ist.


    4. Spreche ich aus Respekt vor Menschen, die im täglichen Leben unwillendlich und ohne, dass es ihnen Vergnügen bereitet (sondern im Gegenteil) Erniedrigung, Schmerz, etc. erleiden, bei allen sexuellen Arten, die Regeln haben und im Gegenseitigem Einvernehmen stattfinden, von "Spiel". Dass ein solches Spiel sogar tödlich sein kann, musste ich vor 3 Monaten erfahren. es hat also mit "Kinderspiel" nichts zutun, sondern eher mit Ritual und Rollenspiel.


    5. Bin ich nicht der Ansicht, dass man nur dann verstehen kann, was "devot" ist, wenn man quasi so geboren ist und es auch nicht weniger "richtig" devot ist, wenn man die Rollen tauscht. Schließlich sind Menschen wandlungsfähig und entwickeln sich und mein Freund hatte seine tödliche Neigung auch erst vor ca. 2 Jahren entdeckt und nicht schon seit der Pubertät und von "Profis" weiss ich, dass das auch normal ist, dass es lange im Verborgenen schlummern kann.


    6. Denke ich, dass letzendlich alle extremen Gefühle wie Erniedrigung, Schmerz, Machtgefühl, Angst normale menschliche und sogar sehr grundlegende Gefühle sind, die also (vorrausgesetzt einer gewissen Lebenserfahrung) jeder kennt und ich bin sogar ziemlich sicher, dass jeder solche Phantasien hat (aber sie vielleicht nicht jeder zulässt). All diese Erfahrungen sind auch bereits mit Lust belegt (Da muss man sich nur mal verschiedene Rituale im Laufe der Menschheitsgeschichte anschauen). Möglich, dass bei solchen Extremgefühlen Hormone ausgelöst werden, die ebenfalls bei sexueller Lust eine Rolle spielen. Es macht nicht jeder die Erfahrung, dass solche Extremgefühle Lust auslösen, aber im Prinzip könnte sie jeder machen und auf den Geschmack kommen. Das ist auch eine Frage der Interpretation von Gefühlen und womit man sie in Verbindung bringt. Wenn man Angst hat, ist man ja auch in einem einem Erregungszustand. Der Weg, diesen in einen erotischen Erregungszustand zu überführen, ist nicht so weit, wenn man ohnehin in einer erotischen Situation ist (So erklärt sich auch, was daran so spannend ist, Sex in einer Situation zu haben, wo man erwischt werden könnte. Das Adrenalin steigert die Erregung.) Die Grundlagen für S/M finde ich also vollkomen gewöhnlich. Sich auf diesen Kick einlassen zu wollen, vielleicht sogar süchtig danach zu werden oder auch eine gewisse vorgeprägte Vorliebe aus der inneren Psyche zu haben, das macht natürlich den Unterschied. Dabei kann man aber durchaus auch irgendwann erst (vor allem mit Hilfe des Partners) auf so einen Tripp gebracht werden, aber auch wieder das Interesse daran verlieren. Diese Stempelung "devot", als quasi eine Form der Identität, davon halte ich nichts. Ich wette, dasss die meisten Frauen schon einmal Vergewaltigungsphantasien hatten. Das Unbewusste steht also drauf. Den Schritt es auch real zu machen, tun aber die wenigsten.


    7. Hatte ich bereits das Glück, einen sehr passenden Sexpartner zu haben, mit dem ich mich aber im Laufe von Jahren erst zusammen entwickelt habe und wo auch viel Liebe gegeben war. Wir haben aber die Rollen getauscht und wieso das dann nicht "echt" sein soll und was diese Unterscheidung überhaupt soll (Ich leg auch keinen Wert auf ein "Echtheitssiegel", sondern darauf, dass es mir gefallen hat, Grenzen überschritten hat und zur Ekstase führte.), weiss ich nicht. Im täglichen Leben bin ich ja auch mal sehr mächtig, aggressiv und setze meinen Willen durch und mal ganz klein wie ein Würmchen. Wieso ist es dann nicht "echt", beide Extreme wahlweise in Erotik zu überführen, wenn einem das gelingt, sich in beide Extreme reinfallen zu lassen? Was haben überhaupt so Definitionen und Bewertungen in einem Bereich verloren, wo es um das persönliche intensive erotische Erleben geht und nicht darum, ob man auch irgendeiner Definition gerecht wird?

    sonnenwind

    Ich weiss, dass du Masochistin bist und natürlich muss der Mann dazu passen, sonst hält die Beziehung nicht.


    Aber ich muss mich wiederholen, lass es vorsichtiger angehen, wenn du ein wirkliches Interesse an ihm hast (eine gewisse Ausstrahlung hat er, sonst hättest du ja gar nicht auf ihn reagiert, er erfüllt also eine der Grundvoraussetzungen). Ehrlichkeit heisst nicht, dass du ihm ganz schnell alles, was dir so vorschwebt, auch hinknallen musst. Es ist auch ehrlich, wenn du es in handlichen Portionen servierst, leicht verdaulich, Stück für Stück. Dann bekommt er Appetit auf mehr.


    Natürlich wäre es optimal, wenn dir jemand begegnet, der dich sieht, ansieht, dir ein paar erregende Schweinereien ins Ohr flüstert und dich schon beim ersten Sex dazu bringt, ihm zu gehorchen, der dir gar keine Wahl mehr lässt und deine Unterwerfung erwartet, fordert, durchsetzt, um dir dann höchste sexuelle Genüsse zu verschaffen.


    Sich in so einen rettungslos zu verlieben, dauert Sekunden....


    Aber so wird es wahrscheinlich nicht ablaufen, so schön das auch wäre. Trotzdem, gib nicht auf....auf jeden Pott passt ein Deckel.

    wai

    sonnenwind will aber kein Spiel, will nicht mal, wenn es gerade so passt oder wenn man mal zwei Stunden Zeit hat, umschalten auf devote Sklavin und strengen Herrn, sie will nicht spielen, in eine Rolle schlüpfen, sie will ihre Neigung leben. Ob du das nun verstehst oder nicht, es ist ein Unterschied. Und dieser Unterschied ist es auch, der für sie ein switschen undenkbar macht (für mich übrigens auch). Das hat mit Stempel aufdrücken nichts zu tun. DU fühlst das so nicht, sie schon. Deswegen kannst du solche Spielchen auch nachlassen und dich anders amüsieren, sie aber nicht.

    Anne Declos

    Zitat

    sonnenwind will aber kein Spiel, will nicht mal, wenn es gerade so passt oder wenn man mal zwei Stunden Zeit hat, umschalten auf devote Sklavin und strengen Herrn,

    Sie möchte einen Herrn der nicht egoistisch ist und ihren Wünschen nachkommt, oder?


    Es soll also nicht wirklich mit ihr machen, was er will, sondern nur bis an ihre Grenzen, an denen es ihr einen erotischen Kick gibt.


    Weisst du, wo die Frauen von echten sadistisch-dominanten Männern landen? Im Frauenhaus, denn dem ist es egal, ob sie Spaß dran hat, denn wieso sollte ein echter dominanter Sadist dieses Feingefühl aufbringen und wieso sollte er irgendetwas tun, weil sie Spaß dran hat? Einem echten Sadist ist es völlig egal, ob sie einen erotischen Kick hat, oder echte Schmerzen.


    Echte Sadiasten quälen ihre Mitmenschen auch echt und nicht nur für den erotischen Kick. Wer andere nur quält für einen erotischen Kick, aber ansonsten nicht egoistisch und einfühlsam ist, der ist kein echter Sadist.


    Sonnenwind, die sich einen Mann wünscht, der nicht egoistisch ist, sondern ihre Wünsche erfüllt und es so "bringt" wie ihr das gefällt, ist keine Masochistin und auch nicht devot. Eine echte devote Frau hat nämlich nicht solche Forderungen.


    Sie sagt ja selber, sie ist selbstbewusst und weiss was sie will und einen Pascha will sie ja nicht. Nur auf erotischer Ebene soll er das mit ihr tun, was er will und ihr Herr sein, also Spielerei.


    Sollte sie mal an einen echten Sadisten geraten, dann hat sie vielleicht den Unterschied verstanden, wenn sie es überlebt.

    Zitat

    DU fühlst das so nicht, sie schon. Deswegen kannst du solche Spielchen auch nachlassen und dich anders amüsieren, sie aber nicht.

    In der Regel sind derartige Zwänge oder Süchte ein Grund zum Psychologen zu gehen und eine Therapie zu machen. Bei euch ist es aber ein Gütesiegel für besonders "echte" Neigungen. Man darf also nicht nur aus Genuss mal etwas trinken, sondern muss echter Alkoholiker sein? Wenn du meinst, dass die Abhängigkeit von solchen Kicks gegeben sein muss, damit es "echt" ist, ich sehe das nicht so. Und da Sonnenwind es ja bisher noch nicht so erlebt hat, wie sie sich das vorstellt, kann es auch nicht einmal eine Abhängigkeit sein, sondern bisher nur Wunschbild-Phanatsie. Aber du meinst eine solche Phanatsie ist echter, als die Realität?


    Wollen Frauen mit Vergewaltigungsphantasien tatsächlich vergewaltigt werden, oder wollen sie das nur spielen mit einer Person, die drauf achtet, dass sie ihnen nicht wirklich weh tut, sondern nur bis zur "Kick"-Grenze?


    Sehr verworren! Also ich finde es einfacher, Realität und Spiel auseinander zu halten. Da es schließlich auch "Spielsucht" gibt (und die ist alles andere als harmlos), haben wir auch eine Unterscheidung zwischen "brauchen" und nicht unbedingt "brauchen".


    Süchtig kann man nach sehr vielen Dingen sein, weil man diesen Kick braucht. Wenn das entscheidend für das "Echtheitsiegel" ist, dann seh ich das allerdings nicht als Qualität, sondern als die Gefahr, dass es zum Verhängnis wird, wie bei meinem Freund.

    Zitat

    Deswegen kannst du solche Spielchen auch nachlassen und dich anders amüsieren, sie aber nicht.

    Es zeigt auch typische Merkmale einer Sucht (auch deine Worte, die du benutzt: Wer etwas unbedingt braucht und es nicht nachlassen kann, den würde man doch wohl, egal, um was es sich handelt, als "süchtig" bezeichnen, oder?): Es wird immer mehr gesteigert, man wird immer leichtsinniger, weil man glaubt, man habe es immer noch unter Kontrolle (so wie bei Alkoholikern, die brauchen auch meist sehr lange, bis sie sich selbst eingestehen, dass sie es nicht mehr unter Kontrolle haben). Solange man es aber noch unter Kontrolle hat, weil man noch selber bewusst bestimmt, wann und wieviel man will und jederzeit aufhören kann, ist es also nicht echt? Man muss also typische Suchtstrukturen aufweisen, damit es echt ist? Muss man auf eine bestimmte Droge fixiert sein, damit es echt ist?