Sonnenwind

    Ich versuchs mal mit einem Beispiel (bin mir aber bewusst, dass Beispiele immer hinken, aber auch zur Verdeutlichung beitragen können).


    Du bist die Maus, die möchte, dass die Katze gemäß ihrem "echten" Jagdinstinkt mit dir "spielt" (interessanter Weise nennt man bei Katzen das zu Tode quälen der Beute ebenfalls "Spiel". So gesehen habe ich deshalb auch nichts gegen den Begriff "Spiel", denn er wird oft genug ganz und gar nicht in harmlosen Zusammenhängen benutzt, sondern in höchst ernsthaften). Die Katze soll dich aber nur so viel quälen, wie es für dich "richtig" ist und sie soll dich auch nicht zu Tode quälen und fressen.


    Man kann eine Maus und eine Katze so aneinander gewöhnen, dass die lieb miteinander kuscheln und die Katze nie auf die Idee kommen würde, dieser Maus etwas zu Leide zu tun. Das liegt aber auch an der Maus. Sie hat nicht gelernt, dass sie vor einer Katze Angst haben mus, sie bewegt sich gemütlich auf die Katze zu, was aber kein Schlüsselreiz für die Katze ist, die Maus zu jagen. Eine Maus, die flüchtet und außerdem Adrenalin absondert (was die Katze riechen kann), die weckt den Jagdinstinkt der Katze. Agiert die Maus entsprechend, wird sie gejagt, der Katze aber beizubringen, dass sie die Maus nur bis zu einem bestimmten Punkt quälen darf, ist dann eine weitere Schwierigkeit, die bei Menschen aber deshalb funktioniert (bei einer Katze eher nicht), weil er sich selbst rational kontrollieren kann, bis er eben (siehe oben) die Grenze intuitiv kennt und die rationale Kontrolle ausschalten kann.


    Indem du für die Männer zu leicht zu haben bist und außerdem meinst, der Mann müsse es können und m.E. (was dir ja auch Anne gesagt hat, wenn du nochmal ihren Beitrag liest) zu wenig bedenkst, dass du die richtigen "Beutesignale" senden musst, um den Jagdinstinkt eines dominanten Mannes zu wecken, kann er im Grunde nur versagen.


    Es ist auch interessant, wenn man mal in der Psychologie das Thema "Opfer" recherchiert. Es ist nämlich interessanter Weise oft so, dass das "Opfer" in Wahrheit den Täter kontrolliert. Es ist nicht selten, dass das Opfer den Täter zum Täter macht, um sich dann selber zum Opfer stilisieren zu können und den Täter durch Schuldgefühle alla: "Das hast du mir angetan, tue Buße" kontrolliert. Es ist eine sehr "geschickte" Art der Machtausübung, sich selber zum Opfer und die anderen zum Täter zu machen (und das entspricht auch im Grunde genau deinem Problem des Thredas hier: Die selbstbewusste Frau, die zwar die Opferrolle einnimmt, aber im Grunde diejenige ist, welche die Macht hat), und sie damit moralisch in der Hand zu haben und zu erpressen (So funktionieren die Geschichten, wenn Leute ständig mit Selbstmord drohen, weil der andere sie ja sooo verletzt). Anstatt Deeskalation zu betreiben, oder sich dem Täter zu entziehen, wird er so lange provoziert, bis das liebe sensible Lämmchen eben zum Tier wird.


    Vor ein paar Tagen wurde im TV ein neues Buch vorgestellt, dass jeder zum grausamen Täter werden kann, wenn seine Hemmschwelle überschritten wird.


    Dein Job wäre es also (natürlich bezogen auf den erotischen Part der Beziehung), das Opfer zu "spielen", so dass er zum Täter provoziert wird. Hat er eine solche natürliche Hemmschwelle gar nicht, dann wäre er tatsächlich ein Psychopath (Diese Eigenart zeichnet nämlich Psychopathen aus). Hat er diese natürliche Hemmschwelle, anderen nicht weh tun zu wollen, musst du dafür sorgen, dass du ihn so reizt, dass er diese Hemmschwelle abbaut. Das Opfer kontrolliert in Wahrheit den Täter und nicht umgekehrt.


    Das heisst natürlich für dich, dass du eine Zeit lang, bis sich das intuitiv eingespielt hat, ein bewusstes Rollenspiel spielen musst, denn eigentlich willst du ja, dass er von sich aus der Jäger ist, aber das funktioniert (siehe oben) nicht einmal bei Katzen, wenn sie nicht die richtigen Reize geboten bekommen.

    Sonnenwind

    Zitat

    Kontrolliert die Kontrolle verlieren geht nicht. wie denn?

    Doch, das geht durch "Automatisierung". Eine Handlung, in die du eingeübet bist, kannst du irgendwann tun, ohne darüber nachzudenken. Stell dir z.B. vor, du wolltes Jonglieren lernen. Am Anfang musst du dich tierisch auf die Bälle konzentrieren und sobald dich etwas ablenkt, fallen sie hin. Bist du irgendwann richtig eingeübt, dann kannst du jonglieren und dich dabei mit anderen angeregt unterhalten und musst gar nicht mehr auf die Bälle achten. Sie landen wie automatisch immer wieder in deiner Hand. Du musst es nicht mehr bewusst kontrollieren.


    Beim Sex will man natürlich etwas anderes: Die Bälle fallen automatisch in deine Hand aber du konzentrierst dich, anstatt auf die "Technik" auf die sinnliche Erscheinung dieser fliegenden Bälle und lässt dich quasi von ihnen hypnotisieren, also Meditation. Weil die Technik zur Routine geworden ist, kannst du dich voll auf das sinnliche Erleben konzentrieren.


    So ist das doch auch beim malen. Solange du dich in der Technik üben musst, kannst du nicht so intensiv in die Sinnlichkeit der Farben und Formen eintauchen, wie wenn du die Technik bereits "automatisch" beherrscht. Oder denk ans Klavierspielen. Solange du dich auf die Noten konzentrieren musst, kannst du nicht tief sinnlich in die Töne, die Melodie, den Rythmus eintauchen. Ich empfinde z.B. Metronome als Sinnlichkeits-Killer. Muss man aber einen kompilizierten Rhythmus erstmal einüben (z.B. 5/4 Takt), dann sind sie hilfreich. Sinnlich wirds aber erst, wenn man an dem Punkt ist, wo man das Metronom nicht mehr braucht, weil der Rhythmus sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen ist und dann erst kann man das sinnliche Erleben leidenschaftlich genießen.

    Zitat

    Dazu muss er kontrolliert sein, er muss ja wissen, was er tut, was er mit dem erreicht, was er tut, will er mich eher gefügig

    Solange er aber kontrolliert ist, spielt er ein bewusstes Rollenspiel. Er führt die Handlungen ganz bewusst aus und kann sich selber nicht einfach fallen lassen. Das wäre sehr einseitig, denn nur du kannst dich dann fallen lassen und er nicht. Er muss kontrolliert bleiben. Das tut die professionelle Domina. Sie selber lässt sich nicht fallen und behält die Kontrolle, wird dabei aber selber nicht das sinnlich erotische Erleben haben (siehe oben), sondern sie ist eben "Dienstleisterin". Du willst also einen Dienstleister, der dir kontrolliert bewusst ein Rollenspiel bietet, bei dem du dich unkontrolliert in Ekstase fallen lassen kannst, aber er die Kontrolle bewahren muss und eben nicht zum Tier werden kann. Darin liegt m.E. dein Widerspruch. Kontrolliert wird er eben nicht zum "echten" Tier, sondern spielt das Tier nur.

    wai: Katze/Maus/Adrenalin usw. ... da stimme ich zu. Ist bei Jagdhund/Wild dasselbe, und das hatte ich mal, konnte das also gut beobachten.


    Leicht zu haben: Nur noch in clubs.


    Bei sich anbahnenden Bekanntschaften gehe ich das vorsichtig an.


    Beutesignale eines dominanten Mannes: Ja, welche denn bitte? Ausser, "nein" zu sagen?

    Zitat

    Es ist auch interessant, wenn man mal in der Psychologie das Thema "Opfer" recherchiert. Es ist nämlich interessanter Weise oft so, dass das "Opfer" in Wahrheit den Täter kontrolliert. Es ist nicht selten, dass das Opfer den Täter zum Täter macht, um sich dann selber zum Opfer stilisieren zu können und den Täter durch Schuldgefühle alla: "Das hast du mir angetan, tue Buße" kontrolliert.

    das weise ich von mir. Ich will keine Macht. Du hast es nicht verstanden. Selbstbewusstsein braucht man, um nicht unterzugehen.

    Zitat

    Dein Job wäre es also (natürlich bezogen auf den erotischen Part der Beziehung), das Opfer zu "spielen", so dass er zum Täter provoziert wird.

    auf den erot. Part bezogen, ja, hast du Recht. Wobei ich die Worte: "Opfer spielen" ablehne. So ist es in meinem Roman, der Mann ist KEIN Schläger, er ist ein guter, phantasievoller, ein zärtlicher, ein dominanter Liebhaber. Mehr nicht. Das brutale muss man bzw. könnte ich herauslocken, hab ich kein Problem mit.


    ABER: Die Voraussetzungen dafür, dass ich das auch WILL; ist: GUTER SEX. Der muss doch erst mal da sein! Ja, und das muss er können, das setze ich voraus :-o


    Mein Gott, wir drehen uns im Kreis. Ist das so schwer zu verstehen?

    Sonnenwind

    Zitat

    Ja, welche denn bitte?

    Du erwartest also von einem Mann, dass er die Jägersignals bietet, weisst aber nicht, wie du ihm Beutesignale gibst? Du erwartest also von dem dominaten Mann, seinen "Part" zu beherrschen und sich so zu verhalten, dass du dich devot fühlen kannst, bei dem was er tut, du gibst aber gerade soeben zu, dass du deinen Part, wie du dich als "Beute" verhalten musst, nicht beherrscht. Ich muss dir aber sicher nicht sagen, dass S/M ein Wechselspiel ist und nur als solches funktioniert, also beide ihren Part beherrschen müssen.

    Zitat

    Ich will keine Macht. Du hast es nicht verstanden.

    Sorry, aber ich würde sagen, DU hast nicht verstanden, dass das "Opfer" derjenige ist, der die Macht über den Täter hat. Wenn die Maus wüsste, dass sie sich nur nicht als Beute verhalten muss, um von der Katze nicht gejagt zu werden, dann würde sie von ihr nicht gejagt, aber die Maus ist nicht klug genug. Anders die hiesiegen Kölner Papageien. Die haben die Katze meiner Nachbarin systematisch auf immer dünnere Äste des Baumes gelockt, damit sie runter fällt. Raffinierte Biester!


    Jetzt liegt es in der Natur, dass Mäuse sich in der Regel so verhalten, dass sie einer Katze die Jagdsignale bieten. Das hat sich in der Evolution so aufeinander abgestimmt. Es liegt aber nicht in der Natur eines Mannes, die Frau, die er liebt, zu quälen. Das hat die Natur so nicht eingerichtet. Also muss die "Beute" den "Jäger" in ihm wecken.

    Zitat

    ABER: Die Voraussetzungen dafür, dass ich das auch WILL; ist: GUTER SEX. Der muss doch erst mal da sein!

    Da widerspricht dir auch keiner. Worin dir aber viele widersprechen, ist, dass sie selber nicht die Erfahrung gemacht haben, dass die meisten Männer sexuell Nieten sind. Klar, es gibt sie, die "Nieten" unter Männern und unter Frauen, aber nicht in dem Ausmaß, wie du es erfahren hast. Glaube doch einfach mal anderen Frauen, dass sie nicht so extrem und fast ausschließlich negative Erfahrungen mit der "Liebeskunst" von Männern gemacht haben und frage dich, inwieweit du dir selber zielsicher die "Falschen" auswählst, oder auch selber dazu beiträgst, dass er sich nicht entfalten kann, oder versagt.


    Jetzt fass das nicht bitte wieder sofort als Kritik auf, denn das Phänomen "Ich verliebe mich immer in die falschn Männer", ist ja durchaus etwas, was viele Frauen (und umgekehrt auch Männer) betrifft. Man achtet vielleicht auf die falschen Signael, die man selber als "Qualitätsmerkmal" glaubt, es aber nicht sind.


    Ich habe z.B, festgestellt, dass oft gerade "Machotypen" sich als die viel größeren Schwächlinge und "Weicheier" herausstellen, wenn man sie näher kennen lernt. Sie überspielen im Grunde ihre Schwächen nur, indem sie den Macho, den starken Kerl raushängen lassen. Wahre Stärke findet man oft gerade bei Männern, die man auf den ersten Blick als "Warmduscher" empfindet. Man fällt aber leider leicht auf eben diese "Shlüsselsignale", welche der vermeindlich starke Macho aussendet, drauf rein. Weil es eben wie ein unwillkürliches Schlüsselsignal wirkt, kann man da auch nichts gegen machen. Mit der Zeit wirkt aber die Erfahrung, sodass man die unwillkürliche Reaktion auf solch oberflächliche Schlüsselreize ablegt und lernt die "Aufschneider" von den Männern mit wahrer Stärke zu unterscheiden.


    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das entscheidende Signal nicht die vermeindliche "Männlichkeit" ist, dieses "Ich bin so ein starker Kerl"- Gehabe, sondern die Eigenwilligkeit und Dickköpfigkeit die wahre Stärke ausmacht. Ein Mann, der zwar in seinem äußerlichem Gehabe eher wie ein "Weichei" wirkt, aber seine Ziele eigenwillig verfolgt und sie am Ende auch erreicht, der geht als der "Sieger" hervor, auch wenn er gar nicht wie ein "Sieger"-Typ wirkt. Er verfolgt seine Ziele eben auf klüger Art, als brachial machomäßig vorzugehen. Mein Tipp: Achte weniger auf oberflächliche "Männlichkeit" und mehr darauf, wie eigenwillig er seine Ziele verfolgt.

    Zitat

    du erwartest also von einem Mann, dass er die Jägersignals bietet, weisst aber nicht, wie du ihm Beutesignale gibst?

    ich kenne KEINE Jäger. Ich kenne nur - sexuell gesehen, darauf beziehe ich mich - Egoisten. Oder die, die denken, ne Frau, die gerne fickt, ist ne Schlampe, und sie mal eben so mitnimmt... sind natürlich auch Egoisten.


    Es gibt KEINE Jäger, es gibt keine Eroberer, es gibt keine Verführer (mehr).

    Zitat

    Du erwartest also von dem dominaten Mann, seinen "Part" zu beherrschen und sich so zu verhalten, dass du dich devot fühlen kannst, bei dem was er tut, du gibst aber gerade soeben zu, dass du deinen Part, wie du dich als "Beute" verhalten musst, nicht beherrscht.

    falsch. Es muss zwingend AKTIVITÄT vom Mann kommen. Das erwarte ich. Einer, der nix tut, tja, dann muss ich eben was tun, weil sonst nix passiert - ich rede jetzt von der kennenlernphase, also dem, was man "Jagen/verführen" wasweissich nennen mag. Also, da kommt von Männern NICHTS. Desinteressiert. Null. Nada. Und erkennbar ist für mich Interesse eben an AKTIVITÄT, wie auch immer. Meist fängt man mit reden an. Ganz normal eben. Aber schon damit - nämlich ansprechen - haben Männer Probleme.


    Erst wenn er aktiv ist, kann ich passiv sein. Auch normal.


    Ich erwarte also ganz altmodisch, dass der Mann den zumindest 1. Schritt tut. Ohne, dass ich mich als "beute" verhalten muss???

    Zitat

    Ich will keine Macht. Du hast es nicht verstanden.


    Sorry, aber ich würde sagen, DU hast nicht verstanden, dass das "Opfer" derjenige ist, der die Macht über den Täter hat.

    ich bin aber KEIN Opfer. Ist das so schwer zu verstehen? Ich bin passiv, devot, aber KEIN Opfer. Ich bin EIN Part in dem ganzen, mehr nicht.


    Du verrennst dich da in etwas, was überhaupt nicht zutrifft.

    Zitat

    ABER: Die Voraussetzungen dafür, dass ich das auch WILL; ist: GUTER SEX. Der muss doch erst mal da sein!


    Da widerspricht dir auch keiner. Worin dir aber viele widersprechen, ist, dass sie selber nicht die Erfahrung gemacht haben, dass die meisten Männer sexuell Nieten sind.

    dann müssen sie es lernen.

    Zitat

    Klar, es gibt sie, die "Nieten" unter Männern und unter Frauen, aber nicht in dem Ausmaß, wie du es erfahren hast. Glaube doch einfach mal anderen Frauen, dass sie nicht so extrem und fast ausschließlich negative Erfahrungen mit der "Liebeskunst" von Männern gemacht haben und frage dich, inwieweit du dir selber zielsicher die "Falschen" auswählst, oder auch selber dazu beiträgst, dass er sich nicht entfalten kann, oder versagt.

    du sprichst mir gerade meine Erfahrungen ab.


    ich lege mehr Wert auf guten Sex als andere und habe weniger Geduld, klar. Grund: Ich will einen sex.dominanten Mann, und ein STÜMPER kann NICHT dominant sein. Wie denn? Ich hab keine Lust mich ständig zu wiederholen, aber ich will einem Mann in einem gewissen Alter NICHT mehr beibringen müssen, wie man ne Frau RICHTIG fickt.


    Wenn andere dazu Lust haben, bitte sehr.


    Ich mach nach 2, 3mal Sex ala "Dreiminutenterrine" Schluss. Ich quatsche nicht mehr lange, weil das sowieso nix bringt.


    Obs ein Mann im Bett bringt, findest du nur durch ausprobieren raus. Egal, welche Signale er aussendet. Ausserdem vögel ich nicht mit jedem, ein bisschen gut aussehen, und i#Intelligenz sollte schon sein.


    Eigenwilligkeit ist gut. Kenn ich nicht bei Männern. Genausowenig wie Persönlichkeit, Stärke, Willen. Sexuell sowieso nicht, sind es alles Nullnummern.


    Bsp: Hatte mal ca 3 Monate einen sogenannten "gut situierten", würde man das, glaube ich, nennen; single, guter Job, Haus, Motorrad, Fitnessstudio, gut aussehend, nebenbei Jäger, naturinteressiert und informiert, schlank, alles o.k. Soweit so gut.


    Sexuell: Ne Null. Große Klappe, nix dahinter. Nach aussen den dicken, ach so potenten Mann markiert, aber vögeln: Einmal die Woche auf die übliche Tour. Wie man ne Frau anmacht, wusste er nicht. Musste ich ihm erst beibringen. War natürlich für mich zu spät. Monate später hat er sich bei mir für meine Tips bedankt. Klasse. Wie man anständig fickt, wusste er auch nicht. Geschweige denn, sexuell dominanz aufbaut. Dabei ist das ja eigentlich ganz einfach.


    WENN man denn WILL.


    Nur, die meisten wollen nicht. Die wollen schnell rein und abspritzen und fertig.


    Sorry, meine Erfahrung.

    Sonnenwind

    Zitat

    ich kenne KEINE Jäger. Ich kenne nur - sexuell gesehen, darauf beziehe ich mich - Egoisten.

    Die Jäger zeigen sich dann, wenn du ihnen die Beutesignale gibst. So wie eine Katze nur auf die Maus achtet, welche die entsprechenden Signale aussendet und auf eine Maus, welche diese Signale nicht sendet, nicht reagiert.

    Zitat

    Erst wenn er aktiv ist, kann ich passiv sein. Auch normal.

    Nicht normal. Das würde auf mich zutreffen, die ich ja keine "echte" Devote bin, sondern erst dazu gebracht werden muss, aber du bist doch nach deinen eigenen Angaben quasi "naturdevot", also müsstest du dich doch auch unabhängig vom Mann wie die "Beute" verhalten können. Du sagst doch selber, du hast dieses Devotsein quasi im Blut und musst es auch nicht spielen. Er soll aber das Dominantsein im Blut haben und es auch nicht spielen. Das heisst aber, er reagiert auf Beutesignale. Daraus ergibt sich nun eine Zwickmühle. Du sendest keine Beutesignale aus (denn du wirkst ja selbstbewusst und nicht "untertänig"), er keine Jägersignale. Nichts passiert.

    Zitat

    du sprichst mir gerade meine Erfahrungen ab.

    Nein, ich spreche von dem, was du selber immer sagst: Du machst fast nur negative Erfahrungen.

    Zitat

    Eigenwilligkeit ist gut. Kenn ich nicht bei Männern. Genausowenig wie Persönlichkeit, Stärke, Willen....Große Klappe, nix dahinter. Nach aussen den dicken, ach so potenten Mann markiert, aber vögeln: Einmal die Woche auf die übliche Tour. Wie man ne Frau anmacht, wusste er nicht. Musste ich ihm erst beibringen.

    Sage ich doch. Das sind die Typen, die sich als tolle, männliche Kerle aufplustern.


    Mein Freund war im Grunde ein echtes "Weichei", ein "Frauenversteher", aber seinen Streifen hat er letztendlich gnadenlos durchgezogen. Entgegen aller Warnungen (und mir sagen jetzt immer noch Bekannte von ihm, sie hätten ihn eindringlich gewarnt), hat er gemacht, was ER für richtig hielt, im Grunde rücksichtslos, das war die negative Seite daran und die führte auch letzendlich dazu, dass er gegen Wände gerannt und abgeprallt ist. Seine Ziele durchsetzen, aber dennoch Rücksicht nehmen, um eben nicht an Wände zu prallen, die Grenzen einhalten...oder kurz gesagt "Souveränität", das hätte er noch lernen müssen. Dafür waren aber seine Ziele für ihn selber noch nicht klar genug.


    An Souveränität scheint es dir aber auch zu mangeln. Du bist ungeduldig, willst deine Ziele sofort, willst deine Ansprüche ohne Umwege verwirklicht haben und so prallst du ebenfalls gegen Wände.

    Verständnis

    hallo,


    ich habe mit Neugier die Resonanz und Meinungen über dein problem gelesen. Ich würde dir raten, nach Männern mit markanten, fast harten Gesichtszügen ausschau zu halten. Meine Erfahrung ist die, dass sehr viele dieser Männer genau das sind was du suchst, nämlich dominant, frech aktiv. Nehmen einfach ohne lange zu fragen ob sie das dürfen. Kommt das deiner Vorstellung nahe?


    Ich möchte aber alle die diesen Beitrag lesen um Hilfe bitten. Ich habe mich erst heute registrieren lassen. Ich kenn mich noch gar nicht aus. Wie stellt man hier eine neue Frage um eine Diskussion und Erfahrungsaustausch zu starten? Ich habe folgendes Problem: Ich werde mich in kurzer Zeit mit einem devoten Mann treffen... ich hab so etwas noch nie gemacht. Wie kann man jemanden verbal demütigen ohne Gefahr zu laufen, dass man ihn wirklich beleidigt?

    Zitat

    Kontrolliert die Kontrolle verlieren geht nicht. wie denn?


    Doch, das geht durch "Automatisierung". Eine Handlung, in die du eingeübet bist, kannst du irgendwann tun, ohne darüber nachzudenken.

    o.k., ich weiß, was du meinst, ist klar. Erfordert aber sehr, sehr viel Übung, bis Routine einkehrt, bist man nicht mehr drüber nachdenkt, was man tut, man tut es einfach, und erst dann kann man alles fließen lassen, d.h. tun, was einem die Intuition eingibt. Ist ein kreativer Prozess, ganz klar, so bekommt z.b. ein Musikstück erst dann, nachdem man die Technik weit hinter sich gelassen hat, die eigene Note, Interpretation, und so wünsche ich mir Sex.


    Geht aber nicht, weil die immer ein Routineprogramm abspulen.

    Zitat

    Dazu muss er kontrolliert sein, er muss ja wissen, was er tut, was er mit dem erreicht, was er tut, will er mich eher gefügig


    Solange er aber kontrolliert ist, spielt er ein bewusstes Rollenspiel. Er führt die Handlungen ganz bewusst aus und kann sich selber nicht einfach fallen lassen. Das wäre sehr einseitig, denn nur du kannst dich dann fallen lassen und er nicht.

    das ist eben so. Es ist ja der Kick des Aktiven, dass er führt, und so formt, wie ER es haben will. Bis auf den Ausdruck "Rollenspiel" stimme ich dem zu.

    Zitat

    Du willst also einen Dienstleister, der dir kontrolliert bewusst ein Rollenspiel bietet, bei dem du dich unkontrolliert in Ekstase fallen lassen kannst, aber er die Kontrolle bewahren muss und eben nicht zum Tier werden kann.

    doch, kann er. Am Schluss. Und wann Schluss ist, bestimmt er. Ich sehe da kein Problem.


    Ausserdem bezieht ein solcher Mann seine Lust daraus, mich etwas für meine Lust tun zu lassen. Ich habe es selber so erlebt, es funktioniert. Das hat nix mit Dienstleistung zu tun.

    Zitat

    Erst wenn er aktiv ist, kann ich passiv sein. Auch normal.


    Nicht normal. Das würde auf mich zutreffen, die ich ja keine "echte" Devote bin, sondern erst dazu gebracht werden muss, aber du bist doch nach deinen eigenen Angaben quasi "naturdevot", also müsstest du dich doch auch unabhängig vom Mann wie die "Beute" verhalten können. Du sagst doch selber, du hast dieses Devotsein quasi im Blut und musst es auch nicht spielen.

    es ist gut versteckt. Es kommt auf das Gegenüber an. Ein nicht aktiver Mann entlockt mir nur ein müdes Lächeln.

    Zitat

    Er soll aber das Dominantsein im Blut haben und es auch nicht spielen. Das heisst aber, er reagiert auf Beutesignale.

    ich spiele kein "schwaches Mäuschen" falls du das meinst.


    Ansonsten weiß ich nicht, was du meinst. ich bin ich und ich geb mic so, wie ich bin.


    Einen Mann, den man erst "anmachen" muss, damit er schnallt, da steht ne Frau vor ihm, will ich nicht.

    Zitat

    Sage ich doch. Das sind die Typen, die sich als tolle, männliche Kerle aufplustern.

    und ich sage, das merkst du nicht vorher.


    Ziele zu verfolgen ist eine feine Sache. Ich wiederhole mich ungerne, aber Männer haben ab nem gewissen Alter keine Ziele mehr. Erst recht nicht das einer erotischen Partnerschaft oder gar SM. Alles viel zu anstrengend.


    Ich bin nicht ungeduldig. Ich suche aber schon 2 Jahre. Normalos bringen es nicht in Punkto Konsequenz/Härte, die wickel ich um den kleinen Finger, Sm'ler sind asexuelle "Spieler", die nur prügeln wollen, die sich für die Frau nur insoweit interessieren, bis sie ihre Ziele durchgesetzt haben.


    Nee, will ich nicht, brauch ich nicht. Ich weiß echt nicht, das dreht sich alles im kreis. Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE will kein Mann. Mit ner Frau, die herausfordert, sowieso nicht. Wieder zuviel Arbeit. Mann könnte ja den kürzeren ziehen. Den Streß tun die sich nicht mehr an.

    Zitat

    Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE will kein Mann.

    Einspruch Euer Ehren!

    Zitat

    Mit ner Frau, die herausfordert, sowieso nicht.

    Das allerdings.

    Zitat

    Wieder zuviel Arbeit. Mann könnte ja den kürzeren ziehen. Den Streß tun die sich nicht mehr an.

    In Streß sollte es erst gar nicht ausarten. Den gibt es von außen sowieso, den hausgemachten sollte man auf das mögliche Minimum reduzeren, sprich: sich keinen machen. ;-)

    Sonnenwind

    Zitat

    Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE will kein Mann.

    Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE ist aber kein Selbstzweck. Ich will nämlich eine solche Partnerschaft auch nur mit einem Mann, für den ich die entsprechenden Gefühle aufbringe. Für eine kleine Affaire gebe ich mir auch keine Mühe.


    Was mich z.B. an deinen ganzen Ausführungen immer sehr wundert: Die Männer, die du beschreibst, mit denen du zutun hattest, bleiben völlig gesichtslos. Du redest von ihrem fehlendem Leistungswillen beim Sex, aber wo ist der Mensch in diesem Mann? Ich kann dir genau sagen, was ich an dem Menschen geliebt habe unabhängig vom Sex, was uns menschlich verbunden hat, welche Welten wir teilten. Von dir hört man immer nur als einziges Beurteilungskriterium: Sex.


    Ein Mann, der mich überwiegend nach meinen sexuellen Qualitäten beurteilt, der interessiert mich nicht, denn er interessiert sich nicht für mich als ganzen Menschen und meine Sexualität ist ein Teil von mir als ganzer Mensch. Wer mich will, der sollte sich erstmal für mich als Mensch interessieren. Für einen, der nur meine sexuellen Qualitäten als oberstes Beurteilungskriterium in den Vordergrund stellt, bin ich mir zu schade. Der hat es gar nicht verdient, dass ich mir sexuell Mühe mit ihm gebe und das tu ich auch nicht. Und ein Mann, der etwas auf sich hält, der will ebenfalls als Mensch beurteilt werden und nicht nur als "Ficker".

    Fesselman:

    ja, da kommt sie wieder, die Faulheit der Männer.


    Möglichst wenig Arbeit machen. Herausforderungen aus dem Weg gehen. Deshalb nimmt Mann ja dann die, die am anspruchslosesten ist. Weil, die macht am wenigsten Streß.


    ich empfinde sowas nicht als Streß. Es ist Kommunikation, das "Kräfte-messen", ich mag das, ich brauche das, nicht immer, klar, aber oft. Es gibt dem ganzen Würze, beugt Langeweile vor.

    Sonnenwind

    Zitat

    Herausforderungen aus dem Weg gehen.

    Dass Männer grundsätzlich Hereausforderungen aus dem Wege gehen, kann ich ganz und gar nicht bestätigen, aber eine Herausforderung ist etwas anderes, als eine Forderung und du forderst ja.

    wai:

    Zitat

    Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE will kein Mann.


    Richtige, sinnlich-erfüllte, echte Partnerschaft mit TIEFE ist aber kein Selbstzweck. Ich will nämlich eine solche Partnerschaft auch nur mit einem Mann, für den ich die entsprechenden Gefühle aufbringe. Für eine kleine Affaire gebe ich mir auch keine Mühe.

    das hatten wir schon. Ist bei mir genauso.


    ABER: Am Anfang kann man nicht wissen, was draus wird, oder? Mühe gibt man sich trotzdem. Der Mann aber nicht, dem ist alles andere wichtiger. Und nun? WER will denn dann Tiefe? Das will doch heutzutage keiner mehr. Es zählt nur noch Spaß, Spaß, Spaß, abwechselnd mal fun, und dann wieder Spaß...


    Eine schnelllebige Spaßkulter, so, wie wir sie haben, ist keine Basis für TIEFE.

    Zitat

    Was mich z.B. an deinen ganzen Ausführungen immer sehr wundert: Die Männer, die du beschreibst, mit denen du zutun hattest, bleiben völlig gesichtslos. Du redest von ihrem fehlendem Leistungswillen beim Sex, aber wo ist der Mensch in diesem Mann?

    sie waren auch alle gesichtslos. Sie hatten keine Persönlichkeit, liessen mich kalt. Liegt/lag aber auch an dem egoistischen Sex, den sie durchzogen.


    Der Sadist, den ich oben irgendwo erwähnte, der hatte was. Auch nicht von Anfang an, aber mit der Zeit machte er mir Respekt, nötigte ihn mir auf, obwohl ich noch lange nicht alles gut fand bei ihm... muss aber auch nicht sein. Nur, der Sex war nix mit ihm. War ihm auch völlig egal, er war so von sich überzeugt, na ja... er wäre ja der beste Liebhaber etcblabla.. da kann ich nur müde lachen. Vielleicht für andere Frauen, für mich nicht.

    Zitat

    Ich kann dir genau sagen, was ich an dem Menschen geliebt habe unabhängig vom Sex, was uns menschlich verbunden hat, welche Welten wir teilten. Von dir hört man immer nur als einziges Beurteilungskriterium: Sex.

    weils daran scheitert. Ich liebe nicht, wenn der Sex nicht gut ist.

    Zitat

    Ein Mann, der mich überwiegend nach meinen sexuellen Qualitäten beurteilt, der interessiert mich nicht, denn er interessiert sich nicht für mich als ganzen Menschen und meine Sexualität ist ein Teil von mir als ganzer Mensch. Wer mich will, der sollte sich erstmal für mich als Mensch interessieren.

    ist richtig, sehe ich umgekehrt genauso. Ichhabe mich für ALLE meine Partner sehr interessiert. Bis es zum Sex kam. Zwei, dreimal, und dann war Schluss.


    Ich sehe des Mannes sex. "Qualitäten" nicht als oberstes Kriterium, aber so ca 50 : 50. Was nützt mich der interessanteste Mensch, wenn er ne Nullnummer ist? Das kann ja nichts werden, ausser Freundschaft, rein platonisch.


    Ich brauche/will einen sexuell dominanten Mann, das ist einer, der es kann, und der kann es eben mit reiferem Alter, oder eben nicht. Kann er es nicht, hat es ihn nie interessiert, und dann ist er auch sehr weit von sex. Dominanz entfernt. Und ich will ihm das nicht beibringen müssen, aus psych. Gründen. Das wäre geschenkte Macht.


    Dem letzten, dem Sadisten, hab ich versucht, das zu erklären. Ich hab ihm gesagt: "Du bist jetzt (gegen Ende der Beziehung) ein Sadist ohne Macht. Weißt du, was das ist? Ne ganz arme Sau."


    Das hat er verstanden, er war ja intelligent genug. Nur, WIE er die MACHT bekommen hätte über mich, das hatte er verschlafen. Von Anfang an. Es war zu dem Zeitpunkt zu spät. Wenn mich so einer anfasst, schalte ich ab im Kopf. Ich lasse mich benutzen, bin woanders, Spaß macht das nicht. Es hatte wirklich keinen Sinn mehr mit dem, ich meine, man kann schlechten Sex nicht durch Reden besser machen. Bei mir geht das nicht. Und, so nebenbei, er hätte es wissen müssen. Schließlich war mein Anzeigentext ziemlich eindeutig.

    Sonnenwind

    Du wirkst auf mich einfach extrem gefühlskalt und unmenschlich, so als wären Männer Roboter, deren Funktionsweise du ne Weile ausprobierst und wenn sie nicht deinen Vorstellungen entspricht: Wegschmeissen!


    Das, was du dir selber an Einfühlungsvermögen, Sinnlichkeit und Sensibilität zuweist, kommt aus dem, wie du dich hier präsentierst, absolut nicht rüber. Du kritisierst die " schnelllebige Spaßkulter", treibst dich aber selber in Swingerclubs rum und scheinst ja ebenfalls nur Spaß konsumieren zu wollen und meinst, etwas fordern zu können und benimmst dich wie ein kritischer Kunde, der von einem Mann etwas geboten haben will, Aktivität, etc.


    Ich denke, so kann man einfach nicht mit Menschen umgehen. Da muss man sich nicht wundern, wenn da nichts Tiefes draus entstehen kann.