07.09.05 17:48


    so, nun mal zurück ins Fahrwasser


    Ich schrieb: Ich "teste" den potentiellen Partner über Sex.


    Normaler Ablauf dann beim Kennenlernen (ob jetzt beim 1. oder 3. Treffen, lassen wir mal dahingestellt): Ich biete mich an, sexuell, und er nimmt bereitwillig, was ihm angeboten wird; das läuft so 2, 3 mal, und Ende ist, weil, er schiebt nur eine "sexuelle Nullnummer" (was das ist, dürfte mittlerweile jedem hier klar sein). I.d. Regel ist der ERSTE Sex für mich der beste, dann flaut es ab, wird ein müder Abklatsch, von O keine Rede. Dass ich den Mann aber sexuell "teste", auf diese Idee kommt er gar nicht, weil:


    Welche Frau tut das?


    Und: Welche devote Frau tut das?


    Kann er nicht wissen und da kommt er auch nie drauf. (In Fällen, bei denen mir was an dem Mann lag, hab ich versucht, zu reden, hat aber auch nix genutzt, darauf will ich aber jetzt nicht mehr eingehen).


    Und deshalb scheiden sich die Geister beim ersten Sex:


    1. Ein guter, weil erfahrener Liebhaber wird VORHER natürlich (!!) meine Sexbereitschaft bemerken, das auch äußern, sie eventuell fördern, aber immer fähig sein, zu warten bzw. mich zu bremsen. Bemerken muss er es, sonst fühle ich mich "nur" als nette Frau, guter "Kumpel". Beim Sex muss er sowieso warten können. Stichwort: Wechselspiel der Verführung, heißmachen/warten/ etcpp.


    2. Ein schlechter, weil unerfahrener Liebhaber wird das Sexangebot selbstverständlich annehmen, so schnell wie möglich (weil, ich will ja auch schnell), und wird ebenso selbstverständlich annehmen, dass er "supertoll" ist bzw. jedes lautere Stöhnen der Frau ein O ist, weil er NICHTS weiß von der Lust der Frau ALLGEMEIN (Mann spürt, wenn Frau kommt, wenn Mann will!); oder/und weil er sich und seine sex. Fähigkeiten nicht in Zweifel ziehen will, frei nach dem Motto: "Sie stöhnt, ist nass, also ist sie gekommen."


    3. Ein "schein" dominanter Mann will per se keine so sexgeile Schlampe wie mich, denn er ahnt dumpf, dass er mich nicht unter Kontrolle kriegt, erst recht wenn er zusätzlich auch noch merkt, dass ich intelligent bin. Er wird es zwar in typischer "dummdom"-Manier versuchen, das ist gut daran zu erkennen, dass in seiner "Anforderungsliste" an seine ptentielle "Sklavin" so dämliche Dinge wie "Keuschheitsgürtel" und "SB-Verbot" stehen, aber - solche haben bei mir sowieso keine Chance. Ist also weiter kein Thema, dieser Typ.


    4. Ein wirklich dominanter Mann WEISS. Wissen ist MACHT - in dem Fall geht es um Wissen um die Lust der Frau ALLGEMEIN. WIE sie kommt, das ist dann individuell, und es ist ihm das wichtigste, das herauszubekommen, und zwar möglichst schnell, denn dieses Wissen bedeutet seine MACHT. Notfalls (??) /idealerweise redet er mit ihr vorher darüber. An diesem Gespräch kann Frau dann gut erkennen, ob und wie weit er allgemein Bescheid weiß über die Lust allgemein, Praktiken etc pp. Aber allgemein zählt da NUR seine Neugier, WISSEN zu WOLLEN. Fragen etc, kein Vortäuschen von Allwissen, oder verschämtes Verschweigen, all sowas ist Quatsch.


    Mit so einem hatte ich schon mal das Vergnügen, aber er hatte plötzlich, aus mir unerfindlichen Gründen, kein Interesse mehr. Bzw. angeblich keine Zeit, auch nur einmal in der Woche ein mail zu schreiben, oder mal anzurufen. Wie ein Beziehungsaufbau ohne Kommunikation klappen soll, ist MIR völlig unerklärlich, IHM war es wohl nicht... oder schieben wir es auf die Tatsache, dass es genug dumme devote Frauen gibt, die bereitwilligst alles schnell mitmachen. Aber egal -


    Leider. Und nun zurück zum Thema bitte.


    Sonnenwind

    07.09.05 21:20


    Oje .. da muss bifu die Mannschaftsliste wohl nochmals umschreiben .


    Nein, im Ernst, unser kleiner Seitenexkurs ist ja eh schon abgeschlossen.


    Sonnenwind:


    Wie und wann bist du dir eigentlich über deine Neigung klar geworden? Die Kritik am sexuellen Bemühen/Fähigkeiten der Männer, mit denen du zusammen warst, setzt ja schon vor der eigentlichen Frage der Dominanz ein. Warst du schon früher unzufrieden mit den Erfahrungen, die du gemacht hast oder hat sich im Zusammenhang mit dem Erkennen deiner Neigung einfach deine Erwartungshaltung geändert?


    Rucola

    07.09.05 21:39


    Rucola:

    Zitat

    Wie und wann bist du dir eigentlich über deine Neigung klar geworden?

    nach und nach. Die Wünsche kamen schon in meiner ersten befriedigenden Partnerschaft. Ich sah gewisse Dinge, die andere als pervers empfinden, immer als ganz normal an.

    Zitat

    Die Kritik am sexuellen Bemühen/Fähigkeiten der Männer, mit denen du zusammen warst, setzt ja schon vor der eigentlichen Frage der Dominanz ein. Warst du schon früher unzufrieden mit den Erfahrungen, die du gemacht hast oder hat sich im Zusammenhang mit dem Erkennen deiner Neigung einfach deine Erwartungshaltung geändert?

    ich hatte - rein sex. gesehen- befriedigende Beziehungen, auch meine Ehe war es am ANFANG. Dann aber änderte sich das, in dem Maße, als dass mein ex mir nicht das gab (Schläge), was ich wollte, und auch meine Art, zu kommen.


    Ich würde sagen, im Zusammenhang mit dem Klarwerden meiner "neigung" hat sich meine erwartungshaltung sehr geändert. Ein befriedigendes Sexleben bzw. sex. Dominanz beim Mann ist für mich jetzt ein MUSS.


    Sonnenwind

    Sonnenwind

    07.09.05 23:06

    Zitat

    Was sagt uns das jetzt? Wenn du in der KENNENLERNPHASE "nein" sagst, ist der Mann weg... wenn du flüchtest, ist er weg... wenn du zickig bist, ist er weg...

    Woeso sollte er weg sein, wenn er sich in dich verliebt hat und dich will? Dann hat er auch Geduld. Mir laufen die Männer jedenfalls nicht so schnell weg. Ich hab meist ausdauernde Verehrer (viel zu ausdauernd, wenn ich sie nicht will)

    Zitat

    Es gibt genug willige Weiber, die schnell die Beine breit machen.

    Du bist doch ebenfalls sofort willig. Ich geh nicht mit einem Mann, mit dem ich mehr als nur einen ON´s haben will sofort ins Bett. Damit macht man sich doch selbst zu einer Frau, die leicht zu haben ist. Ich bin nicht leicht zu haben und daher müssen sie sich dann schon Mühe geben, wenn sie mich wollen.


    wieauchimmer

    @ Topic

    07.09.05 23:12


    Hallo,


    nach meiner Erfahrung sind "selbstbewußte aber sexuell devote Frauen" keine Seltenheit. Probleme treten eigentlich nur auf, wenn der vermeintlich dominante Mann mit der Frau nicht mithalten kann, in welcher Hinsicht auch immer.


    Alles, was in diesem Thread geschrieben wurde, habe ich mir nicht durchgelesen. Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du gerne eine ernsthafte Beziehung zu einem Mann, der voll ganz Deinen Vorstellungen entspricht.


    Es ist sicherlich schön, wenn man weiß, was man will. Das hat dann allerdings den Nachteil, daß, je nachdem wie dick das "Pflichtenheft" ist, viele Männer im Vorfeld schon ausscheiden.


    Mal ganz ehrlich. Wieviel dominante, gutaussehende, intelligente, kommunikative und kreative Männer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, die zudem noch über einen hinreichend großen Penis verfügen und damit auch umgehen können, gibt es ?


    Hmm... wohl eher wenig.


    Wieviel von diesen Männern suchen eine feste Beziehung ?


    Hmmm... wohl kaum jemand. Viele Männer mit diesen Eigenschaften leben ganz bewußt allein. Das macht nämlich Spaß


    Wieviel von den Männern, die jetzt noch übrig sind, suchen eine feste Beziehung mit Dir ?


    Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Du den Ansprüchen zumindest einiger dieser Männer nicht genügen wirst.


    Das einzige Problem, was es gibt, ist also, daß der Mann, den Du suchst, einfach nur sehr selten ist.


    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Suchen. Die Erkenntnis, daß Du so einen Mann jedoch weder in einem Club noch über eine Anzeige finden wirst, hast Du ja bereits gewonnen.


    der die Frauen liebt

    Sonnenwind

    07.09.05 23:13

    Zitat

    ja, und das macht den Unterschied zwischen wai und mir. In dem Sinne bin ich dann doch "eher" devot. Am Anfang das spielerische, quasi "austesten", kennenlernen, das dauert Jahre, und nachher das LEBEN MITEINANDER, eben so.

    Ich finde, unser Hauptunterschied besteht zunächst mal darin, dass ich das fast vier Jahre real gelebt habe und wie ich auch bereits sagte, sich dabei erst oft rausgestellt hat, ob eine Phantasie in der Realität überhaupt standhält. Bei dir sind es eben keine Jahre, die du es real erlebt hast, sondern es geht in deinem Kopf ab und in der Phantasie ist alles immer noch verdammt anders, als in der Realität. Es kennt doch jeder, dass man irgendwelche Sehnsüchte hat und wenn man sie endlich realisiert, ist man enttäuscht, weil die Vorstellung davon viel toller war, als die Realität. Daher sind wir überhaupt nicht vergleichbar, weil ich von gelebter Realität rede und du von erwünschten Vorstellungen.


    wieauchimmer

    Sonnenwind

    08.09.05 00:29

    Zitat

    mit dem Klarwerden meiner "neigung" hat sich meine erwartungshaltung sehr geändert.

    Da empfinde ich es regelrecht als Segen, dass sich meine Erwartungshaltung in der Bezeihung zusammen mit dem Partner entwickelt hat. Das wäre ungefähr so gewesen, wenn dein Ehemann auf deine Wünsche anderes reagiert hätte, in der Art, dass er sich auch gewünscht hätte, mal was Neues zu probieren und ihr hättet euch zusammen zum BDSM entwickelt und es gemeinsam entdeckt. Soetwas finde ich optimal. Was bei mir sein wird, wenn ich einen nächsten Partner habe, der da überhaupt nichts mit anfangen kann, weiss ich nicht. Ich würde wohl erstmal meinerseits ihm das "schmackhaft" machen, denn viele Menschen haben latente Phantasien, die aber noch nie in der Realität geweckt wurden und Phanatsien bleiben.


    Oft ist es ja nicht die fehlende Phantasie und latente Wünsche, die nicht einmal in die konkrete Phantasie vorgedrungen sind, sondern die Schwelle, es in die Tat umzusetzen, an der es "hängen bleibt". Um diese Schwelle zu überwinden, dabei kann man als Parterin sehr wohl viel mithelfen. Das würde natürlich bedeuten, dass ich anfangs die Aktive wäre und quasi die "Lehrerin", aber wenn ich damit auf längere Sicht erreiche, dass irgendwann er so weit ist, den aktiven Part zu übernehmen und mir ist diese Beziehung wichtig, dann würde ich die Geduld dafür aufbringen und es ist noch die Frage, ob ich mit dieser Methode nicht schneller am Ziel wäre, als nach dem sofort passendem Partner zu suchen. Gerade am Anfang, wenn man frisch verliebt ist, ist es relativ leicht, den anderen zu allehand zu "überreden". In deinem Fall, eine schon eingefahrene Ehe, sehe ich es hingegen als grundsätzlich schwieriger an, den Modus noch einmal zu ändern.


    Im positivem Fall nimmt er meine Initiative begeistert auf und entwickelt sich bis zu meinem Stand, von dem aus wir uns ab dann wieder gemeinsam weiterentwickeln können. Im negativem Fall hält er nichts davon und dann könnte es durchaus sein, dass mir das Sexleben irgendwann langweilig wird und eine Trennung die Folge. Ich mache aber nach wie vor Verlieben zum Ausgangspunkt einer Beziehung und nicht sexuelle Vorlieben. Da würde ich ihm die Chance geben und mir dafür auch Mühe geben, in daran zu führen, wenn ich so richtig verliebt bin. Dann habe ich diese Motivation, eine Weile die "Lehrerin" zu sein. Wenn ich mitbekomme, wie viele Menschen solche Phantasien haben, sehe ich die Chance, es zu entwickeln, auch nicht als so gering an. Er muss nur offen sein und neugierig.


    Ich hätte schließlich auch bei meinem Freund nie gedacht, dass er auf sowas steht, als wir uns kennen lernten und er sicher auch nicht bei mir, denn wir wussten es ja nicht einmal von uns selber. Das Interesse daran entwickelte sich durch die Aktivität und durch das, was wir schon gelebt hatten, entwickelte sich dann die Phantasie weiter. Handlung und Phantasie entwickelten sich also gleichzeitig, wobei die Phantasie natürlich immer einen Schritt voraus war. Die Grenze war noch gar nicht abzusehen. Je mehr wir tatsächlich probierten, um so mehr entwickelte sich eben auch meine Phantasie weiter. Ich weiss also gar noch nicht, wo das hingeführt hätte und ich sehe auch keinen Sinn darin, es für mich jetzt nur in der Phantasie weiter zu entwickeln. Ich muss es real kennen lernen, um zu wissen, ob es meine Ding ist.


    wieauchimmer

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    08.09.05 21:38


    je, nun sind all die schönen Beiträge weg...


    Ich versuchs mal aus dem Gedächtnis:


    Ich "teste" Männer über Sex. Nur, welcher Mann kommt auf die idee, dass das so läuft? Welche Frau tut das? Welche devote Frau tut das?


    Und so kommt es eben zu der Situation, dass die "Beziehung" (bzw. die beginnende) nach ca 3 mal für mich ergebnislosem Sex vorbei ist. I.d.Regel ist dabei auch das erste Mal für mich das beste, danach wird es permanent schlechter.


    Leider.


    Ursachen: Hab ich deutlich im Eingangsbeitrag gepostet - ich gehe gut ab, weil, es gefällt mir ja, und die meisten MÄnner denken eben, wenn sie ein bisschen lauter ist und klatschnass, kommt sie sowieso. DAss ich immer laut bin (hab schon so manchen club zusammengeschrien), dass ich schnell nass bin, na ja.. können die ja nicht wissen. Sie denken es aber, weil, damit stehen sie selber (und ihre Fähigkeiten) als gut da.


    In der letzten Beziehung hab ich spielerisch versucht, diesen Irrtum seinerseits (weil, er war auch der Meinung, ne Frau kommt von 2 Minuten reinraus) aufzuklären, ich hab mir eines Sonntag morgens gemütlich im Bett nen dildo geschnappt (hab immer einen dabei) und einfach vorgeführt. Ergebnis: Er fing an, mich auszulachen. Da ging irgendwas KAPUTT in mir. SEitdem war dieser Mann, verständlicherweise, für mich OUT.


    Seitdem weiß ich, dass die meisten Männer es NICHT interessiert, ob und wie ihre Partnerinnen kommen. Reden hab ich vorherigen Partnerschaften auch versucht, hat auch nix genützt.


    In der sogenannten "Szene" ist es offensichtlich noch schlimmer, gerne werden Frauen ihrer Lust beraubt, um sie möglichst gierig zu halten. Damit der "dummdom" es später einfacher hat mit ihr, klar.


    ich glaube, in der Szene gibt es gar keine sexuell DOMINANTEN Männer. Deshalb weichen die aus auf Ersatzrituale, viel Schein, nix Sein. Können erst recht nicht.


    Warum soll der dom können? Seine sub ist für SEINE Lust da. IHRE interessiert ihn NICHT, ausser, um sie damit zu manipulieren.


    Tja, all die schönen Beiträge weg.. Rucola, würdest du nochmals posten? Ich hätte gerne auf deinen gestrigen Beitrag noch was geantwortet.


    Sexuelle Dominanz, ja, warum?


    Gute Frage!


    Um welche Dominanz soll es sich denn ANFANGS sonst handeln? Ich bin erwachsen, intelligent, kann alleine leben. Wenn Partnerschaft, dann BDSM, klar. Aber einfach "nur so" zu einem Mann aufschauen, ihn als "Herrn" oder gar "Meister" bezeichnen, WOFÜR denn? Muss er nicht dafür was "bieten"?


    Er muss über meine Lust bestimmen, herrschen, und er muss mir GEBEN können (nachdem ich was dafür getan habe, klar), und auch reichlich geben WOLLEN, denn erst das schafft bei mir Vertrauen. BDSM ist für mich Befreiung, Erweiterung meiner Lust, keine Einschränkung.


    Sonnenwind