Kleio

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    Das wundert mich nicht, dass Du die Männer einschüchterst und dann eigentlich genau die gegenteiligere Kombination herauskommt, wie von Dir gewünscht, weil Du dann eigentlich die Dominante bist.

    Ja, so sehe ich das auch. Ich schwimme gerade auch mit den Begriffen "Dominanz" und starke Frau. Hoffe es wird jetzt nicht zu verwirrend :-/


    Ich habe auch vor noch nicht allzu langer Zeit meine devote Ader entdeckt. Irgendwo hier gibts auch einen Faden dazu, in dem sich viele Frauen dazu geäußert haben. Bei fast allen, war es so (wie auch bei mir), dass sie sich im Leben ausserhalb des Sex als sog. "starke" und unabhängige Frauen bezeichnet haben. Keine war ein stilles Mäuschen, die sich im realen Leben von ihrem Mann/Partner hätte dominieren lassen. Ich selbst habe einen ansprucsvollen Job, erziehe meine Jungs alleine und führe mit meinem Gefährten eine absolut gleichberechtigte Partnerschaft, er würde mich nie als dominant bezeichnen. Stark und selbstbewusst sein, heisst für mich nicht dominant, dominant ist für mich jemand, der fordert und nicht bittet. Fordern baut für mich Druck auf, bitten nicht.


    Dominanz meines Gefährten beim Sex ist für mich luststeigernd, im täglichen Leben wäre es für mich der absolute Abtörner.


    Sonnenwind wirkt aber auf mich sehr fordernd und deshalb dominant, daher zu ihrem Devotsein widersprüchlich, vielleicht auch auf die Männer, die ihr begegnen???

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    Diskutieren wir hier die Bedürfnisse eines Mannes?

    Warum denn nicht? Können wir doch auch mal machen. :-)


    Ich glaube, wieauchimmer geht es doch nur um die Tatsache, dass Du spezielle Bedürfnisse hast, was ja auch okay ist.


    Es gibt aber auch immer einen Partner, der auch wieder Bedürfnisse hat, die Du ihm doch auch zugestehen musst.


    Wenn ein Mann auf große Brüste abfährt, dann ist das doch nichts, was man ihm vorwerfen kann. Es ist nun mal einfach so und er wird es auch nicht ändern können. Das er DoppelD (ist auch wieder so ein Klischee) nicht braucht, um zu kommen, das ist klar. Aber man kann doch nichts dafür, dass man als Mann ein bestimmtes Schönheitsideal hat und dies auch Auswirkungen auf die sexuelle Attraktivtät für ihn hat.


    Der Sex wird ihm einfach mir einer Partnerin, die ihm besser gefällt, auch besser vorkommen. Das allein reicht doch schon aus, um die Optik nicht ganz vernachlässigen.

    Tschüss Leute,

    ich mache jetzt lieber Schluss und logge mich aus. Ich will den Faden hier ja nicht total verseichten.


    Zankt heute abend nicht mehr allzu heftig (oder von mir aus besonders heftig) *:)

    Sonnenwind

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    Mir ging es um den Gegensatz zwischen "ich will" und der Dynamik dahinter und dem "ich bin" und dem Stillstand, den mir das vermittelt.

    Das habe ich durchaus verstanden, dass es dir darum geht, aber dazu sagte ich, dass dein "Ich will" auf einem sehr festgelegtem "Ich bin" beruht (nämlich devot, sinnlich, kreativ, etc. hast du ja oft genug aufgezählt), du da auch keinerlei Abweichungen zulässt und deine einzige Bewegung daraus besteht, jetzt in einer geraden Linie an ein sehr festgelegtes Ziel zu gelangen, von einem festeglegtem A. zu einem festgelegtem B.


    Das ist für mich keine kreativ dynamische Beweglichkeit, sondern ein Preschen in eine starre Richtung. Kreative Ziele sind nämlich keine Zielpunkte, sondern Felder und öfter Mal ein Blick über dieses Feld hinaus oder in ganz andere Felder, macht flexibles, bewegliches Denken überhaupt erst möglich. Du hast, glaub ich, nicht verstanden, was ich geschrieben habe, vielleicht weil das nicht auf deiner geraden Linie des Denkens liegt.

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    ich sehe nicht, wofür er die braucht

    Und genauso sehen sehr viele andere Menschen nicht, wofür du deine ganz speziellen Wünsche brauchst. Während du dann sofort giftig wirst und mit "Du hast NICHTS verstanden" losbrüllst, fehlt dir gegenüber den Bedürfnissen anderer und dem Verständnis dafür, jegliche Toleranz wie man sieht. Da ist sie wieder, die gerade Linie, die zum Ziel prescht und nicht nach rechts und links schaut.

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    Im Übrigen geht es hier um meine Bedürfnisse, nach denen ich auswähle. Oder hab ich da was falsch verstanden?

    In deinem Anfangsthread geht es doch wohl darum, wie du einen Mann findest, der zu deinen Bedürfnissen passt. Tja, und genauso, wie du deine Bedürfnisse so sehr wichtig nimmst, wirst du doch wohl einem Mann zugestehen, dass er seine Bedürfnisse auch sehr wichtig nimmt und wenn du dir erlaubst, einen Mann "Versager" zu nennen, weil er deine Bedürfnisse nicht erfüllen kann, wirst du doch dann wohl einem Mann erlauben, seine eigenen Auswahlkriterien zu haben und wenn das dicke Titten sind oder ein junges, knackiges Mädchen, dann fällst du eben durch sein Raster. Du erlaubst dir selber ein strenges Raster, aber einem Mann nicht?

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    Diskutieren wir hier die Bedürfnisse eines Mannes?

    Auch, denn es geht ja um einen Mann, der solche Bedürfnisse bereits hat, dass sie zu deinen kompatibel sind, denn "beibringen" willst du ja nicht. Also reden wir auch über die Bedürfnisse von Männern. Du redest ja auch über die Bedürfnisse von "Dummdoms" nach einer fertigen Sklavin, selber möchstest du aber einen fertigen Dom nach deinen Vorstellungen. Alles in allem gestehst du also anderen nicht zu, ebenfalls eigene Erwartungen zu haben, denn wenn diese Erwartungen nicht deinen entsprechen, dann heißt es gleich "Dummficker". So abwertend sollte hier mal jemand über deine Vorlieben reden, dann würde man sogleich gelöscht.


    Du beanspruchst für dich selber, etwas Besonderes zu sein, legst aber an andere deine eigenen Standardmaßstäbe an und alles, was davon abweicht, ist für dich sofort "dumm", egoistisch", "unfähig", etc.

    Sonnenwind

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    ich versteh schon, wie du das meinst.


    Aber ich dachte immer, es wäre gut, wenn man wüßte, was man will.. ... anscheinend darf man das nicht wissen Und erst recht nicht sagen

    Für mich ist es gut, dass ich weiß, was ich will. Das sagt aber nichts darüber aus, wie es von anderen aufgefasst wird. Eine Frau, die weiß und sagt, was sie will, wird von einem großen Teil der Gesellschaft als "starke" Frau empfunden – im Vergleich zur "schwachen" Frau. Man kann da gesellschaftlich Klischees nicht außer Acht lassen und in vielen Köpfen gibt es diese Klischees.

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    tun Männer auch nicht. Ich schrieb ja an anderer Stelle schon, dass ich oft an eher devote Männer gerate. Auch mein Ex war ja eher devot. Und wenn er mal nicht wollte wie ich, hab ich ihn geduldig weichgeklopft

    Auch das ist sehr oft so, dass sich Menschen, die nicht so selbstbewusst sind, sich gerne an Menschen "anhängen", die es sind. Das kann man aber lernen, diese zu erkennen – also ob jemand nur selbstbewusst spielt oder es auch ist. Gerade wenn man sich zu einem großen Teil der Gesellschaft (Allgemeinheit) reflektiert, fällt es dann auf, ob man mit den subjektiven Definitionen relativ nahe an der allgemeinen ist oder weiter weg. Dann gibt es zwei Alternativen: Man verbleibt in der eigenen Wahrnehmung und das bedeutet viele viele Missverständnisse, weil sich viele diese Mühe nicht antun wollen, sich auf Deine Weltsicht einzulassen – hat den Vorteil, dass sich sehr schnell herauskristallisiert, ob ein gegenseitiges Interesse vorhanden ist. Man bleibt bei der eigenen Wahrnehmung und setzt sich nur mit Menschen auseinander, die den eigenen Werten nahe sind. Oder man verändert seine Wortwahl und begibt sich auf eine allgemeine Definitionsebene, damit man von vielen Menschen verstanden wird. Es nützt ja nicht besonders viel, wenn Du sagst, dass Du devot bist und sich jemand einem "heftigen Sonnenwind" gegenübersieht, der ihn wegfegt.


    Da stellt sich die Frage, welchen Sinn hätte es, dass eine Mehrheit versteht, was Du meinst, wenn die Wahrscheinlichkeit sowieso nicht groß ist, dass sich in dieser Mehrheit der geeignete Partner finden ließe (da Du ja sagst, dass 90 % der Männer Dir sowieso nicht gefallen). Würde es nicht eher bedeuten, dass Du Dich dann, mit umso mehr Männern auseinandersetzen würdest, die die für Dich falschen Kriterien hätten? Wenn jemand auf Deiner Wellenlänge unterwegs ist, dann denke ich, dass er Dich verstehen wird – der wird dann auch ähnliche Definitionen ahben. Ob es sinnvoll wäre, dass Du lernst um die Ecke zu denken – das kannst nur Du entscheiden. Es ist halt auch die Frage, in wieweit es eine eigene BDSM-Terminologie gibt, die dann von denen, die diese anwenden auch genau verstehen, was Du meinst und es ihnen nicht so erklären musst, wie mir.

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    natürlich. Ich weiß ja, wie ich drauf bin. Immer hinterfragend, und wenn er sagen würde: "mach das und das" würde ich erst mal nein sagen, oder fragen: Warum? Oder eine Pause einlegen... oder wasweißich.. alles so Tricks, um auszuweichen.


    Es ist schwierig. Mann braucht Phantasie, Kraft, Ausdauer, zumindest Durchsetzungsfähigkeit; er darf sich kein X für ein U vormachen lassen.

    Also ein ständiges Kalt-Warm?

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    Genau das meine ich: Das hört sich für mich jetzt absolut dominant an. Wenn Du das in der Realität auch so bringst, dann ist es für mich völlig logisch, dass viele dadurch eingeschüchtert sind.


    wieso ist der Spruch: "Ich will" dominant? Ist doch nichts weiter als eine Willensäußerung

    Sowieso ist es das "nur", aber für viele ist es kein "nur". Eine "fordernde, zielorientierte, dynamische" Frau ist in den Augen einer großen Mehrheit "aggressiv, selbstbewusst im Sinne von "stark" (Powerfrau), dominant, - also alles andere als jemand, die sich mit Dingen zufrieden gibt – ergo, anstrengend, was wiederum nicht damit assoziiert wird, dass sie unterwürfig ist.

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    Kleio, vielleicht trifft es da submissiv besser. Bedeutet: "will unterworfen werden".

    Ich weiß nicht, ob es etwas bringt, wenn Du submissiv sagst, denn Dein Verhalten, also das Fordernde, Dynamische, Willensstarke wird sicher nicht von vielen als unterwürfig bezeichnet werden, außer vielleicht von BDSMlern.

    Leonie

    Nein, dann passen sie nicht zusammen.


    Aber Sonnenwind hat weiter oben in diesem inzwischen doch recht langen Faden (:-) geschrieben, dass sie Männern begegnete, die ihr gut gefielen, die aber dann bei ihren Frauen mit den besagten Doppel-D-Titten (angeblich) geblieben sind. Das wirft sie ihnen vor und hält dies für oberflächlich. Kann ja auch ein wenig sein, sogar. Aber man muss es als Frau auch akzeptieren, dass ein Mann (zumindest etwas) auch nach der Optik geht. Sie hat ihnen offensichtlich einfach nicht so gut gefallen. Was ist vorwerfbar daran?

    -Leonie-

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    Ich glaube nicht, dass Sonnenwind den Wunsch anderer als falsch ansieht, sondern sie sagt, dass er mit diesem Wunsch eben nicht zu ihr und sie nicht zu ihm passt.

    Nein, sie sagt: "Dummficker", "Dummdom", "Versager", usw. und wenn sie das nicht so meint, dann muss sie sich ihre derart sprachlichen Entgleisungen, die hier immer wieder zu Streitigkeiten führen, mal abgewöhnen.

    Kestra

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    Sonnenwind wirkt aber auf mich sehr fordernd und deshalb dominant, daher zu ihrem Devotsein widersprüchlich, vielleicht auch auf die Männer, die ihr begegnen

    Na sicher. :)^ Wenn eine Frau es wagt Forderungen aufzustellen, dann ist sie für viele ja soweiso gleich ein 7-Köpfiger Drache - aber mindestens "unverschämt" ;-D, denn "wie kann sie es bloß wagen"??? ;-D Ob es aber für eine gewisse Gruppe von Menschen einen Unterschied macht, ob eine Frau nur "stark" ist oder eine Steigerung davon - wage ich zu bezweifeln.