Außenbandverletzung am Fuß, Diagnose richtig? (schon 4 Monate her)

    Hallo,


    ich habe eine Frage zur Diagnosestellung von Bänderrissen.


    Ich bin im Oktober vom Pferd gestürzt und muss dabei mit dem linken Fuß umgeknickt sein, zumindest konnte ich kurze Zeit später nicht mehr auftreten. Schmerzen hatte ich hauptsächlich am Knöchel, die Schwellung war nur minimal. Da es der erste Urlaubstag war, hab ich nur eine Mitreiterin draufgucken lassen (Medizinstudentin). Sie konnte meinen Fuß soweit in alle Richtungen bewegen und hat auf eine starke Prellung getippt. Ich bin dann zwei Tage mit Krücken rumgelaufen, habe den Fuß hochgelegt und gekühlt und Voltaren benutzt. Für nachts brauchte ich allerdings Schmerzmittel. Zwei Tage später bin ich wieder aufs Pferd gestiegen (mit Bandage) und habe auch die Krücken stehen lassen, es wurde dann von Tag zu Tag besser, sodass ich auch über Stunden im Sattel bleiben konnte.


    Ne Woche nach dem Sturz bin ich wieder runtergefallen, habe mich schwer verletzt und war 11 Tage im Krankenhaus. Der Fuß ist in den Hintergrund gerückt und mir selbst ist erst nach ner Woche aufgefallen, als ich wieder aufgestanden bin, dass es beim Laufen noch ziemlich weh tut (obwohl ich durch die anderen Verletzungen mit Schmerzmitteln vollgestopft war). Als ich zu Hause war, musste ich wegen dem Rest zum Unfallchirurgen und habe ihm das mit dem Fuß gesagt. Er hat ihn lediglich in alle Richtungen bewegt und dann die Diagnose "Außenband" gestellt. Ich habe eine Schiene bekommen, die ich 4-6 Wochen tragen sollte. Das habe ich tagsüber 6 Wochen lang auch immer getan.


    Insgesamt sind nun über 4 Monate vergangen und ich habe teilweise weiterhin Probleme mit dem Fuß. Wenn ich blöd auftrete (unebener Boden z.B.), zieht es unterhalb des Knöchels. Manchmal strahlt es auch nach vorne oder hinten in den Bereich der Achillessehen aus. Der Fuß hat eine leichte Tendenz sich nach innen wegzudrehen. Bei Rotation des Fußes nach außen zieht es auch unterhalb des Knöchels und strahlt Richtung Fußrücken aus. Der Physiotherapeut meint, dass die Symptome eigentlich nicht zu einer Außenbandverletzung passen. Es könnte auch was am Gelenk abgesplittert sein.


    Ich bin nun ziemlich verunsichert, da vom Fuß nie Bilder gemacht wurden. Eben nur ein bisschen hin- und hergedreht. Ist dass das normale Diagnoseverfahren? Sollte ich vielleicht einfach weiter abwarten? Wirklich schlimm sind die Schmerzen nicht, bis auf das Ziehen zwischendurch mal, wenn ich falsch auftrete. Größere Belastungen (z.B. Joggen) habe ich noch nicht ausprobiert, da ich mich bis Mai noch nicht sportlich betätigen soll.

  • 26 Antworten

    Ich hatte ähnliches. Allerdings ist es nicht beim Sturz passiert, sondern lediglich als ich ein Foto machen wollte. Ich würde ein Mrt machen lassen. Bei mir kam raus, dass nicht nur das Außenband durch war, sonder auch das Innennand. Zudem eine Fraktur im Springen ein, fettes Knochenmarködem mit Knochenprellung und eine Osteochondrosis Dissecans. Letztere ist wohl jene, die mir nun seit 8 Monaten zu schaffen macht, sodass eine OP unumgänglich ist.

    Gehe zu einem guten Orthopäden und lass es abklären. Auch ein instabile Sprunggelenk kann schnell eine Arthrose begünstigen,wofur du scheinbar definitiv zu jung bist.

    Danke für die Antwort, das klingt ganz schön heftig. Bist du damit denn länger rumgelaufen? Kann mir gar nicht vorstellen, dass man mit sowas noch auftreten kann. Daher hoffe ich, dass es bei mir nicht so schlimm ist. Werde den Unfallchirurgen nächste Woche darauf ansprechen und hoffen, dass ein MRT drin ist. Habe die Erfahrung gemacht, dass man um jede Untersuchung kämpfen muss.

    Hallo,

    ich hatte im Oktober einen Außenbandabriss im Fuß, bei mir war es allerdings so, dass ich beim umknicken eigentlich schon merkte, dass da was gerissen ist und es wurde innerhalb von 1 bis 2 Stunden ziemlich dick und auftreten konnte ich auch nicht mehr.

    Im Krankenhaus wurde dann direkt geröngt, um einen Bruch auszuschliessen.

    Es war dann tatsächlich auch nicht gebrochen, nur für eine Woche getapt, bzw danach mit einem Verband, den ich selbst ab und wieder anlegen konnte, noch ruhig gestellt.

    Nach 8 Wochen hatte ich absolut keine Probleme mehr und Sport kann ich auch wieder uneingeschränkt machen.

    Wäre also gut, wenn du das nochmal untersuchen lässt(wobei ich natürlich damit nicht sagen will, dass es bei jedem gleich verläuft)

    Ich bin Ende Oktober im Kino im Dunkeln fehl getreten und aus ca. einem halben Meter Höhe mit vollem Gewicht auf meinen Fuß geknallt und dabei auch umgeknickt. Mein Orthopäde hat mich zum MRT geschickt, um schlimmere Verletzungen auszuschließen und mir für 8-10 Wochen eine Bandage verordnet.


    Ich habe mir einen Außenbandanriss und mir eine Knochenprellung im Sprunggelenk zugezogen. Geschwollen war der Fuß nicht großartig, nur blau ist er ordentlich geworden. Beim Laufen merke ich wenig bis gar nichts, aber bestimmte Drehbewegungen sind auch immer noch schmerzhaft.


    Aktuell habe ich noch Physiotherapie, aber ich glaube, das dauert auch einfach lange. Da ich im rechten Knie eine Prothese habe und auch auf dieses Knie geknallt bin, bin ich froh, dass es nur den linken Fuß getroffen hat.

    Ich habe auch ein lautes Knallen gehört beim Umknicken. Da ich nicht auftreten konnte und es am Wochenende abends passiert ist, bin ich ins Krankenhaus. Da laut deren Aussage nur ein einfacher Bänderriss, gab es eine Schiene und ich konnte sehen, wie ich nach Hause humpel. Laut Aussage meines Arztes hatte man den Fuß für 6 Wochen mit Nullbelastung ruhig stellen müssen, damit der Knorpelschaden Einheiten kann. Ich bin 8 Wochen damit rum gelaufen und habe sogar an einem Volkslauf teilgenommen. Zwar unter Schmerzen, aber ich habe mir immer gesagt "stell dich nicht so an, es ist schließlich nur ein Bänderriss"

    Übrigens müsste ich gar nicht um ein Mrt betteln. Mein Orthopäde hat mir sogar binnen einer Stunde einen Termin besorgt.

    Danke für eure Erfahrungsberichte. Gestern war ich arbeitsbedingt in unebenem Gelände unterwegs (waldähnlich), da konnte ich teilweise kaum auftreten, wobei es mehr auf dem Fußrücken geschmerzt hat. So kann es nicht bleiben. Habe mir zeitweise auch schon selbst einen Tapeverband angelegt, aber das ist natürlich keine Dauerlösung.

    @bluemchen35: Ich habe den Fuß zu Beginn natürlich nicht wirklich geschont, sondern saß dann 5-6 Stunden am Tag im Sattel. Vielleicht dauert es deswegen länger. Frage aber am Donnerstag den Unfallchirurgen danach.


    @Schmidti70: Physiotherapie hatte ich wegen dem Fuß gar nicht, der Therapeut hat sich den nur einmal angeschaut, weil ich ihn darauf angesprochen habe. Wenn du trotz Physiotherapie noch Probleme hast, beruhigt mich das ein bisschen.


    @Firefly86: Bewusst gehört habe ich nichts, bin aber auch mit dem Kopf aufgeschlagen (zum Glück mit Helm) und hatte wohl eine leichte Gehirnerschütterung, also zunächst andere Sorgen. Das mit dem MRT ist jetzt nur meine Erfahrung, kommt vielleicht auch auf den Orthopäden an. Meiner ist da sehr geizig und hat es nichtmal für nötig gehalten ungeklärten Schwindel zu untersuchen. Den muss ich wohl mal wechseln.

    Hi Spider,


    kleine Anekdote von mir:


    Ich habe mir beim Fußball das rechte Sprunggelenk verletzt. Aus Erfahrung und Körpergefühl, bin ich zum Orthopäden gegangen, weil ich wusste, dass es mich schon ziemlich erwischt hatte (gar keine Belastung möglich). Was genau, wusste ich nicht, man hat äußerlich auch gar nichts gesehen.


    Der Orthopäde hat sich nicht wirklich die Zeit genommen, auf meine Problem einzugehen und hat es sehr schnell als starke Prellung abgestempelt. Im Nachhinein hatte ich einen Syndesmosebandriss, der Knochen war ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und eine Sehne im Fuß ist fast dabei am Ansatz ausgerissen worden. --> Eine OP wäre mir dringend geraten worden.


    Nungut, ich habe 4 Wochen auf den Orthopäden gehört und mich nur geschont (Ohne Spezialschuh, nur die ersten 3 Tage getaped). Dann nach den ersten wirklichen Belastungstests, die mächtig in die Hose gegangen sind, hat er mich dann doch zum MRT geschickt.


    Ich habe gelernt, man sollte auf seine Intuition hören und auf ein MRT bestehen. Der Orthopäde hat dabei eh keine Umstände und soll dich einfach dort hinschicken. Sonst sag ihm bitte deutlich, dass du zu einem anderem Orthopäden gehst - wirkt Wunder.


    Ich hoffe bei dir ist nicht all zu viel im Argen, wenn du das MRT bekommst.


    Toi Toi Toi

    Chris

    Danke für deinen Bericht! Mir wurde als Ausrede zuletzt gesagt, dass ich schon so viele Röntgenstrahlen abbekommen habe und man mich nicht weiter belasten sollte. Sehe ich grundsätzlich ein, aber trifft auf ein MRT ja eh nicht zu, ist also eigentlich Blödsinn.

    Nun gut, frage Donnerstag den Unfallchirurgen danach und hoffe, dass der meiner Meinung ist (oder sonst zumindest eine gute Erklärung für die Probleme hat).

    ich hatte auch eine, könnte aber gar nicht auftreten. Der Fuss ist einfach wie eine Lappen weggeknickt. Fuss war von Zehen bis zu Knie blau.


    Das war 2013. Es kam letztes Jahr raus, dass der Fuss auch dabei gebrochen ist (altes Bild, neuer Orthopäde). Sie ist bis heute noch teilweise schmerzhaft und steif.

    Spider, mein Orthopäde hat nur einen kurzen Blick auf den Fuß geworfen und gleich gesagt "MRT", obwohl ich fand, der Fuß sah nicht schlimm aus. Etwas blau an der Seite, aber wenig geschwollen. Aber mein Arzt meinte damals, das sei mindestens ein Anriss und er wolle schlimmere Verletzungen wie knöchernde Ausrisse ausschließen.

    Luci32 : Auftreten konnte ich erst auch nicht mehr, hat sich aber schnell wieder gebessert (nach 2 Tagen). Ich hatte auch schonmal den Mittelfuß verstaucht, da bin ich den ganzen Tag noch mit rumgelaufen und abends ging dann plötzlich nichts mehr. Vom Schmerz war es ähnlich, weswegen ich jetzt auch gedacht hatte, dass es wohl nicht so schlimm sein wird. Verunsichert bin ich seit der Aussage vom Physiotherapeut.


    Auf jeden Fall habe ich nun eine Überweisung fürs MRT, musste da tatsächlich gar nicht viel für tun. Jetzt nur shhauen, dass ich zeitnah einen Termin bekomme.

    Hallo,

    ich hatte 2004 auch einen Außenbandriss (bzw. wohl mehrere) und konnte wie Luci überhaupt nicht mehr auftreten, mein Fuß ist komplett weg gerutscht. Mein Bänderriss ist damals noch operiert worden und sie hatten gut zu tun mit flicken. Ich hatte auch über Monate noch Probleme. Selbst heute ist der Knöchel immer noch dicker als der andere, ich hatte nach nem Jahr schon Kalk im Fuß und habe letzte Zeit auch immer wieder mal Probleme. Seit der OP läuft der Fuß auch immer wieder blau an, wenn ich ihn unten stehen habe. Da der andere aber mittlerweile auch seit Jahren blau anläuft, ist das wohl eher ein anderes Problem, wohl Raynaud-Syndrom, da ich das in den Fingern auch habe. Also, ein Bänderriss kann auch operiert noch Monate Probleme machen.

    Ich habe nun am 26.3 einen MRT-Termin und werde dann berichten. Bin auf das Ergebnis gespannt, dann ist der Unfall bereits 5 1/2 Monate her. Möchte ungerne nochmal auf der Arbeit ausfallen, jetzt wo ich langsam wieder einen geregelten Alltag habe. Trage für die Arbeit jetzt immer Sicherheitsschuhe, weil ich darin den besten Halt habe. Ansonsten habe ich nicht den Eindruck, dass sich schmerzmåßig noch großartig was verändert, es ist immer mal besser und dann wieder schlechter.

    Ich war heute im MRT, der Arzt meint, dass ich eine tief sitzende Entzündung unterhalb des Knöchels habe, die zu einem nicht ausgeheilten Trauma passt. Ich soll mit meinem Arzt über das weitere Vorgehen sprechen, habe allerdings erst am 23.4 einen Termin. Leider kann ich die Diagnose nicht komplett entziffern (nur den unteren Teil). Kann da jemand helfen? Mich würde natürlich auch interessieren, auf was ich mich einstellen muss (auch bezüglich Urlaubsplanung).


    https://www.imagebanana.com/s/1372/Nv3cAutU.html