Bouldern mit Halux Rigidus?

    Stimmt, das ist ein schräger Titel, aber so ist meine Situation. Vergangene Woche nahmen mich Bekannte mit zum Bouldern. Es war mein erstes Mal, bisher interessierte mich das nicht sonderlich. Nun aber habe (hätte) ich Blut geleckt. Leider habe ich leichte Arthrose in beiden Großzehengrundgelenken, rechts mehr als links. Das Klettern selber macht mir keine Probleme, die engen Schuhe sind das Problem. Ich fürchte, diese Zehenkompression würde mir die Gelenke vorzeitig kaputt machen. Ich will aber noch nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und deshalb frage ich, ob jemand das gleiche Problem hat oder ggf. einen Tipp geben kann.

  • 12 Antworten

    Zum Klettern kannst du die Schuhe tragen, wenn du dann nach dem Klettern wieder Schuhe trägst welche die Zehen nicht komprimieren.

    Wenn du jetzt viele Stunden, ganzen Tag nur die engen Schuhe tragen würdest, dann fliegt dir dein Großzehengelenk irgendwann um die Ohren oder der Zeh driftet ab, sig Hallux Valgus.

    Wenn du aber nach dem Sport dafür sorgst das sich der Fuß/Zehen wieder entspannen können, Bewegungsübungen, warme Bäder, Wärme machst, breite Schuhe trägst, dann sehe ich kein Problem.

    Ich glaube, ich habe nicht konkret genug berichtet. Durch diese Zehenkompression bekam ich danach Schmerzen in meinen Grundgelenken, es zieht sogar aktuell noch ein wenig, das war vor der Boulerei lange Zeit nicht mehr der Fall (ich trage Einlagen mit Rigidusfedern).

    Ich habe mir für das erste Mal Bouldern Leihschuhe genommen, das waren ziemlich ausgelatschte und verzogene Teile (Boulderschlapfen sind ja bekanntlich mit Vorsatz zu klein). Ich hatte diese Stinker gute 3 Stunden ohne Pause an den Füssen.

    Ich würde sagen, dass es darauf ankommt, wie ernst du das mit dem bouldern nimmst. Ein enger (zu enger) Schuh ist „wichtig“ um auch kleine Tritte gut stehen zu können. Aber der Schuh bietet ja noch andere Vorteile gegenüber einem normalen Turnschuh. Die Sohle zb, die es dir erlaubt auch sicher auf Platten stehen zu können... will sagen: die Enge des Schuhes ist wichtig, wenn du es mit dem bouldern ernst meinst. Aber enge ist nicht alles. Besonders wenn du nur ein paar mal pro Monat n bisschen boulderst. Jeder muss seinen Kompromiss finden, was schmerzen und Möglichkeiten durch den Schuh angeht. Kauf dir Schuhe, die für dich aushalbar sind und häng dich nicht zu sehr daran auf, dass Boulder- oder Kletterschuhe weh tun MÜSSEN! ;-) Viel Spaß beim Bouldern!

    Ich würde sagen, dass es darauf ankommt, wie ernst du das mit dem bouldern nimmst. Ein enger (zu enger) Schuh ist „wichtig“ um auch kleine Tritte gut stehen zu können. Aber der Schuh bietet ja noch andere Vorteile gegenüber einem normalen Turnschuh. Die Sohle zb, die es dir erlaubt auch sicher auf Platten stehen zu können... will sagen: die Enge des Schuhes ist wichtig, wenn du es mit dem bouldern ernst meinst. Aber enge ist nicht alles. Besonders wenn du nur ein paar mal pro Monat n bisschen boulderst. Jeder muss seinen Kompromiss finden, was schmerzen und Möglichkeiten durch den Schuh angeht. Kauf dir Schuhe, die für dich aushalbar sind und häng dich nicht zu sehr daran auf, dass Boulder- oder Kletterschuhe weh tun MÜSSEN! ;-) Viel Spaß beim Bouldern!

    Bouldern wäre für mich nur ein lockerer Zeitvertreib, besonders für die dunkle Jahreszeit. Da brauche ich Aktivität, weil ich zum winterblues neige. Also ein- vielleicht zweimal im Monat, und ich würde nur in der Halle kraxeln.

    Ok, ich werde mich mal um Schuhe umsehen, vielleicht gibt es ja Schuhberater, die auch was zu den Belastungen sagen können.

    Hey :) Ich geh klettern und hab auch angehende Arthrose im Vorderfußwurzelgelenk. Ich trage die Schuhe wirklich NUR, wenn ich selbst gerade am klettern bin. Sprich, ich habe Wechselschuhe dabei, welche ich in allen Kletterpausen, oder wenn ich sichere, oder wenn ich jemanden zusehe sofort anziehe. Sprich, wenn mein Fuß nicht auf einer Wand ist, ist mein Fuß in einem sehr bequemen Schuh.


    Aber klar die starke Kompression spüre ich auch in der Nacht danach...

    Erzähle in dem Laden von deinem Problem. Wenn der Verkäufer gleich damit kommt, dass es wehtun muss, dann such dir einen anderen Laden! Ganz ehrlich!


    Wenn du deine Route fertig hast und auf der Matte ausruhst, dann mache den Klett auf und schlüpfe mit der Ferse aus dem Schuh. So entlastest du die Füße und so machen es eh 90% der Leute. Dann musst du auch keine Schuhe zum wechseln mit in die Halle nehmen. Das wird eh in den meisten Hallen verboten sein, normale Schuhe mit in den Mattenbereich zu nehmen.

    Ich halte das wie sugarlove. Sobald ich von der Wand runter bin, kommen die engen Kletterschuhe von den Füßen und ich ziehe Latschen an. Erst wenn ich weitermache, ziehe ich die Schuhe wieder an. Allerdings ist es auch bei mir klettern und nicht bouldern, da macht man ja fast zwangsläufig Pausen, während der Partner klettert. Aber auch beim Bouldern, gerade mit anderen zusammen, wird man ja nicht die ganze Zeit in der Wand hängen... Also einfach ausziehen zwischendurch, das sollte schon Linderung verschaffen.

    Danke für eure Infos.

    Offensichtlich war es ein Anfängerfehler von mir. Ich war aber auch sowas von motiviert , konnte nicht genug bekommen und bin jede der Routen, teilweise sogar mehrfach angegegangen, die mir machbar schienen, fast 3 Stunden lang. Ich habe mich an den anderen orientiert, keiner in der Halle hatte seine Schlapfen irgendwann mal ausgezogen.":/.

    Weichspüler, die schräge Aussage mit den zu engen Schuhen, die weh tun müssen habe ich schon einige Male gehört (ein Verwandter von mir bouldert und klettert recht leidenschaftlich, der ist wohl auch dieser Ansicht).

    Könnt ihr mir vielleicht noch einen Tipp zu den Preisen geben? Da gibts Schuhe bereits ab unter 30.- euro. Sind die Müll, oder währen sie zum Anfangen (und wieder aufhören, wenns nicht funktioniert) ausreichend? Ich will nur in der Halle und nicht im Fels.

    Beim Seilklettern mag das Sinn machen, seine Schuhe direkt nach dem Durchsteigen auszuziehen, beim Bouldern ist es eher lästig, weil man ja nur relativ kurze Passagen klettert und dann auch nur kurz ausruht. Und soooo groß, dass man mal eben easy rein und rausschlüpfen kann, sollte der Schuh auch nicht sein ;-). Also ich rate dir: "gemütlichen", aber trotzdem fest sitzenden Schuh und in den kurzen Pausen nur Klett auf und mit der Ferse raus! Ich würde dir zu keinem 30€ Schuh raten. An dem wirst du vermutlich nicht all zu lang deine Freude haben. Ich finde die Schuhe von Ocun ganz gut anfänger freundlich (und es sind trotzdem Top Schuhe). Die gehen so ab 70€ los.


    Zu deinem Freund, der sagt das die Schuhe weh tun müssen: je länger man bouldert, desdo mehr wachsen die Ansprüche an sich und den Schuh und dann vertritt man halt irgendwann zwangsweise diese these, die für einen selber auch durchaus berechtigt sein kann, aber nicht zwangsweise gilt und erst recht nicht für einen Anfänger! Meine Schuhe sind zB auch recht schmerzhaft :-) Trotzdem würde ich nicht jedem Anfänger dazu raten (aus genannten Gründen). Dein erster Schuh wird sowieso nicht DER SCHUH sein. Man tastet sich so langsam ran und irgendwann merkst du, was für dich das richtige ist. Ich würde mit einem günstigen Schuh beginnen, von den ganz billigen Tretern aber abraten. Und du solltest wissen: Schuhe klettern sich auch ein! Heißt: das Material wird etwas weicher und du hast irgendwann auch in einem anfangs fest sitzenden Schuh mehr platz!

    Zur medizinischen Seite kann ich nichts sagen, aber: Geh unbedingt ganz viele Kletterschuhe anprobieren. Die fühlen sich extrem unterschiedlich an, die einen sind vorne sehr eng, andere über der Achillessehne, einige haben sehr starre Sohlen, andere weichere. Ich würde Dir dann für den Anfang zu einem eher etwas komfortableren Modell raten, aber mit eher rigider Sohle.