Entzündung in den Achillessehnen - welche Schuhe?

    Liebe Community,


    ich halte mich kurz, ich habe seit einiger Zeit eine Entzündung in beiden Achillessehnen. Nachdem die entzündungshemmenden Schmerztabletten, die Salbe und das Kühlen nicht den gewünschten Erfolg brachten, gehe ich nun zur Physiotherapie. Dort wurde mir dringend empfohlen, für diese Zeit auf Schuhe mit einer harten Sohle und etwas Absatz umzusteigen, damit sich die Sehnen weniger dehnen und der Schmerz und die Entzündung ein wenig abklingen können. Diese Schuhe sollte ich auch für meine Städtereise in einigen Wochen mitnehmen.


    Hat wer von euch einen Tipp, welche Schuhe empfehlenswert wären? Möglichst alltagstauglich, keine High Heels :-DIch hatte bisher immer nur schlichte, bequeme, flache Schuhe - also meist nur ein Paar, welche für jeden Anlass passten - und bin ein wenig überfordert.


    Vielen Dank!


    LG


    wednesday

  • 7 Antworten

    Googel mal nach Rieker Pumps (ich hoffe, das ist jetzt keine verbotene Werbung?). Diese Schuhe haben einen moderaten Absatz von ca 5cm und sind trotzdem sehr bequem, speziell die Riemen- bzw Spangenpumps, weil der Riemen über dem Rist den Fuß sicher im Schuh hält und der Schuh deshalb nicht so eng um den Fuß sitzen muss. Richtig harte Sohlen haben diese Schuhe nicht, die Absätze sind natürlich schon fest, aber die Sohlen meist aus Gummi o.ä., da rutscht man nicht so leicht wie mit glatten harten Ledersohlen. Diese Schuhe gibts eigentlich in nahezu jedem Schuhladen, das ist keine seltene Marke.


    Falls der Schuhmarkenname/Link zensiert wird, kann ich dir auch eine PN schicken.

    Hallo wednesday,


    ich hatte auch schon einmal eine Achillessehnen-Entzündung mit deutlich sichtbarer Schwellung der Sehne. Verursacht war diese Entzündung dadurch, dass ich im Winter bei Schneeglätte bei meinem Laufsport im Wald bewusst auf den Ballen gelaufen bin, um bessere Bodenhaftung zu haben.


    Ich holte mir Rat beim Orthopäden. Der empfahl mir Massagen (in Richtung zum Herz), die ich mehrmals am Tag selber machte und die erfolgreich waren.


    Fazit: Für die Achillessehnen sind solche Schuhe und solche Laufstile schädlich, bei denen das Körpergewicht auf die Ballen verlagert wird. Dazu gehören alle Schuhe mit hohen Absätzen. Beim Gehen oder Laufen muss man sich darauf konzentrieren. möglichst mit ganzer Sohle aufzutreten (Mittelfußlauf). Durch Eigenmassage ist es möglich, die Entzündung zu heilen.


    Ich wünsche dir gute Besserung


    Emax

    Mal unabhängig von den Schuhen: Ich hatte auch eine Achillessehnenentzündung, die zunächst alle paar Monate, dann immer häufiger schmerzte, bis sich dann ein Dauerschmerz einstellte.


    Die Behandlung erfolgte durch therapeutische (lokale) Röntgenbestrahlung, stärker als bei diagnostischer Radiologie, aber wesentlich schwächer als in der Onkologie. Das ist jetzt etwa drei Jahre her, und seitdem habe ich meine Ruhe.

    Hallo,


    danke für eure Antworten. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und leider kämpfe ich nach wie vor mit den Schmerzen. Nachdem ich einige Schuhe ausprobiert habe, bin ich schließlich bei Laufschuhen von Asics gelandet. Ist zwar nicht das, war mir empfohlen wurde, jedoch finde ich, dass mir diese Beschaffenheit am besten passt.


    Nachdem das aber nur eine Linderung während der Bewegung brachte, jedoch sonst alles beim Alten blieb, bin ich schließlich wie von Brian65 beschrieben bei der Strahlentherapie gelandet. Ich hatte heute meine dritte von sechs Einheiten und hoffe, dass sich nun bald Besserung einstellt.


    Bin weiterhin über jeden Tipp froh.


    Danke euch!

    wednesday

    Zitat

    ...bei der Strahlentherapie gelandet. Ich hatte heute meine dritte von sechs Einheiten und hoffe, dass sich nun bald Besserung einstellt

    Falls die Behandlung wirkt, kann der Erfolg auch erst einige Zeit nach Abschluss der Behandlung eintreten (ich hatte übrigens 10 Bestrahlungen, abwechselnd wird von innen und von außen bestrahlt, um Vebrennungen der Haut zu vermeiden). Nicht ungeduldig sein, sondern abwarten. Ich wünsche dir auf jeden Fall Besserung!


    Eine Rückmeldung wäre für Patienten mit gleichen Schmerzen sicher hilfreich.

    Hallo,


    nach einiger Zeit melde ich mich zurück. Leider hat sich an den Schmerzen bisher nichts gebessert. Ab nächster Woche starte ich den zweiten Block der Strahlentherapie (den ersten Block hatte ich im November). Beim ersten Strahlenblock wurde von unten bestrahlt, nun versuchen wir es von der Seite. Wie von @Brian65 geschrieben, tritt die Wirkung erst einige Zeit nach der Behandlung ein, weshalb ich eine erneute Kontrolle in der Klinik erst im Jänner hatte. Leider hat sich die Plantarfaszie im Vergleich zum letzten Mal weiter verdickt. Ich schrieb anfangs von einer Entzündung in der Achillessehne - das war wohl nicht richtig diagnostiziert bzw. teils auch angegeben mit "Entzündung in der Achilles- und Plantarsehne". Schließlich ergab auch die zweite Ultraschalluntersuchung, dass die Achillessehne eine normale Dicke aufweist und die ganze Entzündung in der Plantarsehne liegt. Ein Fersensporn wurde ausgeschlossen. (Anmerkung: der linke Fuß ist mittlerweile schmerzfrei und normal. Da der Schmerz links später eingesetzt hat, nehme ich an, dass ich dort mit der Behandlung einfach schnell genug war. Das Gemeine ist halt, dass es generell schleichend gekommen ist und es anfangs nicht so schlimm war, um zum Arzt gehen zu müssen. Ich dachte mir, was soll er mir denn schon geben, außer eine Salbe und Tabletten)


    Es liegt nun die Vermutung nahe, dass die Entzündung nicht nur durch kurzzeitig falsches Schuhwerk ausgelöst wurde, sondern durch die Einnahme eines gewissen Antibiotikas, bei dem das Netz voll ist mit Erfahrungsberichten zu Sehnenentzündungen. Diese sind auch als Nebenwirkung angegeben.


    Parallel versuchte ich inzwischen auch Globoli, homöopathische Mittel, Topfen auflegen, selbstverständlich kühlen, Testen verschiedener Schuhe (die Gummiversion von Birkenstock verschafft Linderung), mehrere maßgefertigte Einlegesohlen (die ersten zwei passten nicht), Kompressionskniestrümpfe, Lasertherapie mit einem Low-Level-Laser, Physiotherapie, alle möglichen Salben und Gels, Schmerztabletten (Voltaren, Vimovo, Novalgin, Seractil) etc. Natürlich nicht alles gleichzeitig :-)


    Fragt man fünf Ärzte, erhält man fünf Antworten. Jeder ist von seinen Methoden überzeugt, andere wiederum sagen, dass es hier nicht DIE Lösung gibt, sondern scheinbar wirklich jedem was anderes Hilft und man viel, viel Geduld braucht - ein bis zwei Jahre seien nicht ungewöhnlich.


    Methoden, welche noch offen wären und ich noch nicht probiert habe, jedoch als weitere Maßnahmen in Betracht ziehe, wenn die Strahlentherapie weiterhin keine Wirkung zeigt: Stoßwellentherapie (wird bei uns leider nicht bezahlt) oder eine Cortisonspritze (von der mir viele abraten wegen einer scheinbar erhöhten Gefahr für einen Sehnenriss oder Infektionen).


    LG


    wednesday

    Ergänzung:


    Für mich persönlich waren die von einigen Experten empfohlenen Schuhe mit Absätzen die Hölle. Für mich war es, als würde alles noch mehr auf die Ferse und die entzündeten Stellen drücken und der Schmerz hat sich verschlimmert. Vielleicht gibt es hier wirklich nicht "den Weg", der für alle der beste ist.