Fördert Krafttraining Aggressionen?

    Hallo Community,


    ich habe vor ca. 3 Monaten mit Krafttraining angefangen. Läuft insgesamt super, macht spass, besseres Körpergefühl etc.


    Das einzig negative was mir aufgefallen ist, ist dass meistens in der Regenerationsphase sprich an trainingsfreien tagen Aggressionsphasen hochkommen, die ich bisher so nicht gekannt habe...


    Als Beispiel: In einem Vorlesungsvideo (bin Student) hat die Übungsleiterin immer wieder geseufzt was mich so getriggert hat, dass ich mit voller wucht auf mein Schreibtisch hauen musste und am liensten meine Wohnung zerhackt hätte. Ich weiss hört sich blöd an aber es ist erst seit dem ich mit Training angefangen habe so. Und das geht auch nicht lang, meistens paar Minuten, dann aber heftig.


    Gibt es da einen Zusammenhang?

    Was kann man dagegen machen abgesehen von Trainingsabszinenz?

  • 7 Antworten

    Also ich mache 3 mal die Woche Krafttraining aber ich fühl mich danach eher entspannt weil ich mich ausgepowert hab. An den Trainingsfreien Tagen hab ich zwar ein schlechtes Gewissen und würde am liebsten ins gym aber Aggressionen hab ich nicht. Sonst kann ich dir leider keinen Tipp geben

    Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass durch Sport der Testosteron-Spiegel angehoben wird, was zu vermehrten Agressionen führt. Ich würde dir empfehlen, in der Regenerationsphase bewusste Entspannungsmaßnahmen durchzuführen, zum Beispiel progressive Muskelentspannung.

    Der Einfluss auf das Testosteron ist vernachlässigbar. Da verschieben sich im Normbereich ein paar Nachkommastellen. Was ich vermuten würde, ist dass dein Hungergefühl sich geändert hat. Das war zumindest bei mir der Fall. Seitdem meine Muskelmasse mehr ist, ist auch außerhalb des Trainings mein Hunger unerbittlicher und ich dann auch mieser drauf.

    Außerhalb dessen bin ich auch eher entspannter durchs Krafttraining (4-5mal die Woche).

    jsjs19xx schrieb:

    Gibt es da einen Zusammenhang?

    Was kann man dagegen machen abgesehen von Trainingsabszinenz?

    vielleicht brauchst du noch ein bisschen zusätzliche Bewegung, kannst ja mal Laufen oder Kampfsport an trainingsfreien Tagen probieren (da gibts ja so eine Budophilosophie, dass man durch Training seine Aggressionen loswerden oder überwinden kann, weil man sie quasi auf friedliche Weise auslebt).

    jsjs19xx schrieb:

    Gibt es da einen Zusammenhang?

    Zusammenhänge gibt es da schon, allerdings sind diese meist relativ subtiler Art, d.h. normalerweise spürt man die nicht so auffällig oder heftig.

    Testosteron hat natürlich schon auch einen Einfluß auf das Stressverarbeitungssystem,

    trotzdem muss der Zusammenhang kein kausaler oder ausschlaggebender sein.

    Leider wissen wir zu wenig über deine Befindlichkeit im Allgemeinen. Der stressauslösende Faktor kann ja ein ganz anderer als das gleichzeitig stattfindende Training sein. Was ich sogar für wahrscheinlicher halte.

    Was Corona und das ganze Drumherum mit uns macht, wird von vielen unterschätzt.

    Eine Videokonferenz kann für jemanden sehr viel stressiger sein, als zusammem am Tisch oder in einer Vorlesung zu sitzen. Meist ist es dann eine Kleinigkeit, die das Faß zum Überlaufen bringt, weil alles sich schon unterschwellig in einer angespannten Grundstimmung befindet.

    Während sich solch eine Anspannung im und mit dem Training abbauen lässt, gibt es vor dem Bildschirm kein adäquates Ventil. Die Ursache ist möglicherweise mehr in deiner Grundstimmung zu suchen.