Ist "Unterzuckerung" für Menschen ohne Diabetes gefährlich?

    (Rechtschreibfehler im Titel angepasst)


    Als Mensch ohne Diabetis kann man in Situationen kommen, in denen man einen sehr niedrigen Blutzuckerspiegel hat, was sich nicht sonderlich angenehm anfühlen kann. Also Beschwerden wie Schwindel/schwarz-vor-Augen-werden, Schwächegefühl, sehr langsamer Herzschlag oder zu schneller Herzschlag, heiß-kalt-Gefühl und was man eben so hat in solchen Fällen an Kreislaufbeschwerden.


    Ist sowas gesundheitsschädlich oder gefährlich, wenn man das nach sportlicher Betätigung hat?


    Mehr als dass man umkippt und sich dabei verletzt, kann dadurch doch eigentlich nicht passieren oder? Anders als bei Diabetikern kann der Körper den Blutzuckerspiegel schließlich wieder regulieren und Traubenzucker sollte im Zweifel auch ausreichend helfen - oder ist das über die akuten Kreislaufprobleme hinaus irgendwie schädlich?


    Wie tief kann der Blutzuckerspiegel dabei abfallen? Nicht so tief wie bei Diabetikern oder?

  • 56 Antworten
  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Im Normalfall beim gesunden Körper nicht, da selbst beim kurzzeitigen Fasten keine bedrohlichen Werte erreicht werden. Bei Menschen mit bereits bestehendem deutlichem Untergewicht mit Mangelernährung und/oder Essstörungen können Hypoglykämien aber durchaus gefährlich werden, bspw. über das Induzieren von Herzrhythmusstörungen oder einer Bradykardie, die zusammen mit dem bei diesen Zuständen/Erkrankungen ohnehin geringeren Schlagvolumen keine adäquate Gewebedurchblutung mehr ermöglicht.


    Eine reichlich sonderliche Frage (noch dazu unter Sportmedizin) für jemanden, der gesund sein will. Wobei sie im Kontext der anderen Beiträge wiederum Sinn ergibt.

    Zitat

    Im Normalfall beim gesunden Körper nicht

    Das ist auch mein Kenntnisstand. Der Thread entstand, weil ich eine Meinung aufgeschnappt habe, wonach auch an sich gesunde Menschen nach Sport durchaus richtig unterzuckern können, also zu niedrige Blutzuckerwerte bekommen können und das auch irgendwie gefährlich sein soll.

    Zitat

    (noch dazu unter Sportmedizin)

    Es geht um Unterzuckerung nach Sport bei Menschen, die kein Diabetes haben. Wo hättest du den Thread eröffnet?


    Das Diabetes-Subforum wäre ja wohl unangebracht gewesen.

    Zitat

    Eine reichlich sonderliche Frage (noch dazu unter Sportmedizin) für jemanden, der gesund sein will. Wobei sie im Kontext der anderen Beiträge wiederum Sinn ergibt.

    Schade, dabei fing deine Antwort so sachlich an.

    Zitat

    jemanden, der gesund sein will

    Dass ich gesund wäre habe ich nie behauptet und entspricht auch nicht den Tatsachen, da ich Hashimoto Thyreoiditis habe.


    Unterzuckert war ich nach Sport selbst noch nie. Aber ich war auch mal so frei deine Beitragshistorie nachzulesen und weiß nun, warum du so einen Brass auf User hast, die du für essgestört hälst.


    Da du selbst eine organische Erkrankung hast, durch die du u. a. mal schwerstes Untergewicht hattest, finde ich das umso bizarrer, weil gerade du wissen solltest, dass eine organische Erkrankung und dadurch bedingtes Untergewicht etwas anderes ist als eine psychische Erkrankung. Und selbst wenn jemand essgestört ist, hat der dir damit höchstpersönlich nichts getan und ist auch niemand, der dir Aufmerksamkeit wegnimmt.

    Nur weil Pelztier einen wunden Punkt getroffen hat, ist dies kein Grund sie persönlich anzugreifen.


    Dein Essverhalten ist eindeutig nicht gesund und jetzt hier zu fragen, ob Unterzucker 'nicht so schlimm' sei spricht Bände.


    Dass du dir Hilfe suchen solltest, willst du vermutlich nicht hören, also zu deiner Frage: Das mit dem doof fallen hast du ja selbst schon genannt. Dann passiert es vielleicht während du gerade Auto fährst und du tötest aus Versehen ein paar Leute. Je nachdem wie es um dein Herz steht bei deinem Untergewicht kann es da auch so kritischen Situationen kommen.


    Also alles kein Problem, sofern dir Tod als Nebenwirkung nicht so schlimm vorkommt.

    @ JessSlytherin

    Unterstellungen werden durch Wiederholung auch nicht wahrer und Pelztier beherrscht das mit den persönlichen Angriffen ihrerseits sehr gut, wenn sie jemanden für essgestört hält.

    Es wäre schön gewesen, wenn Pelztier es sich verkniffen hätte, persönlich zu werden. Leider sind solche Kindereien hier gang und gäbe - ich bin selbst vielfaches Opfer davon.


    Zur Sache: Diese Unterzuckerungen kenne ich sehr gut. Sie treten ganz vorzüglich dann auf, wenn ich Getreide-Produkte esse, und am "ganz vorzüglichsten" wenn ich das zum Frühstück getan habe.


    Ich bin ohne Frühstück genau so leistungsfähig, ob nun bei Garten-Arbeit, auf dem Fahrrad oder im Sportstudio, wie mit Frühstück. Aber nur mit Cerealien-Frühstück kann ich eine Unterzuckerung-, bzw. ich sage etwas vorsichtiger die Symptome einer solchen hervorrufen.

    Unterzuckerung ist immer gefährlich, der Betroffene sollte versuchen zu verhindern, dass das passiert, indem er vor und ggf. während dem Sport genug Getränke und falls nötig auch Nahrung zu sich nimmt.


    Es ist zwar nicht typisch, aber durchaus denkbar, dass bei starker Überlastung des Körpers der BZ auch mal auf ein gefährliches Niveau sinkt. Unterzuckerung ist für Nicht-Diabetiker immer vermeidbar und da dies eine potenziell lebensbedrohliche Sache ist, rate ich dringend davon ab, sich so zu verausgaben. Traubenzucker hilft natürlich erstmal, sollte aber von einer richtigen Mahlzeit gefolgt werden, genau wie beim Diabetiker.


    Vom Zucker abgesehen kann auch dein allgemeiner Elektrolytehaushalt abschmieren. Das einzige was dem nicht-Diabetiker im normalen Leben nicht passieren wird, ist ein massiver Überzucker. Aber unterzuckern kann jeder.


    Ist alles unwahrscheinlich bei einem gesunden Menschen, man kann üblicherweise viele Tage ohne Nahrung und mit mäßiger körperliche Anstrengung leben, ohne irgendwas physiologisch davon zu merken, insbesondere wenn man trainiert ist, aber man muss es wirklich nicht herausfordern. Manchmal hat man auch Vorerkrankungen oder kleinere Ernährungsdefizite, von denen man noch nichts weiß.


    Trotzdem, ich hab auf Veranstaltungen schon Menschen per RTW abholen lassen, die mir zu sehr unterzuckert waren, auch wenn sie betont haben, keine Diabetiker zu sein. Wenn mein BZ-Messgerät etwas anderes sagt und sie sowieso schon klare Zeichen einer Unterzuckerung zeigen, muss ich es nicht herausfordern. Der Energiebedarf des Körpers ist beim Sport enorm hoch und wenn dann der Zucker fehlt, kann das schnell mal schief gehen.

    Im Grunde sehe ich bei Pelztier keinerlei Angriff.


    Sicher...den letzten Satz hätte man sich sparen können, ist ja nicht sondelrich hilfreich jemandem zus agen, dass man die Frage donerbar findet. ;-)


    Oben beschreibt sie aber im grunde nur sachlich die Anwtort auf die gestellte Frage.


    Auch aus Interesse und verweis auf den anderen Strang habe ich dort gerade quer gelesen und kann da irgendwie nicht erkennen, warum hier über eine Essstörung diskutiert wird. Dort wird eigentlich eher diskutiert, wie man trotz mangelndem Appetit zunehmen kann.


    Aber wurscht...nun zum Thema "Unterzuckerungen". Eigentlich dürfte es die bei gesunden Menschen gar nicht geben, da bei "leerer Batterie" über die Leber Energie freigesetzt wird.


    Fakt ist hier aber, dass Du, liebe BeQuiet schon untergewichtig bist und daher die Leber natürlich nach Fett suchen muss, welches über Glykogen wieder zu Gulcose gewandelt werden kann. Ist keines mehr vorhanden, so werden Muskeln angefressen und diese genutzt, da eben der Körper NICHT in eine Unterzuckerung geraten soll.


    Bedenke hier bitte, dass auch das Herz ein Muskel ist und angegriffen werden kann. In dem Sinne ist es sicher nicht ungefährlich, wenn man mit Untergewicht noch Sport treibt. Wenn Dir das Zunehmen so schwer fällt und Du trotz Sport weiterhin Probleme hast an Appetit zu kommen, dann würde ich da ansetzen und das Bewegungspensum reduzieren.


    Dann kommt noch ein Punkt dazu: Der Hashimoto, kann ich mitreden, hab ich auch. Und auch ich habe ab und an (1-2 mal im Monat) ganz merkwürde "Attacken", die sich wie eine Art Unterzuckerung anfühlen. Es sind aber keine. Ich bekomme dann Herzrasen, mir wird übel, ich zittere und muss dann auch ganz schnell eine Toilette aufsuchen, weil mein Darm dann plötzlich alle gleichzeitig loswerden möchte.


    In diesen Situationen nehme ich mich raus, egal, wo ich gerade bin. Frische Luft, Ruhe, keine Leute um mich herum, evtl. mal eine Vomex gegen die Übelkeit. Und dann ist auch der Spuk schonwieder vorbei.


    Interessanterweise tritt das nur in Ruhe auf, mein Mann und ich gehen sehr viel wandern, auch lange Strecken. Mir ist das noch nie mitten in einer Wanderung passiert, immer wenn ich also etwas tue, was mir gut tut, dnan kommt das nicht vor.


    Ich habe diese Attacken erst seitdem ich Hashi habe und vor der Einnahme von Thyroxin hatte ich das täglich, egal in welcher Situation, das war extremst belastend.


    Ich vermute da auch eine psychische Komponente hinter. Velleicht auch da mal ansetzen, so ein Hashischub kann sich ja auch auf die Psyche auswirken.

    @ steppo25

    Zitat

    Zur Sache: Diese Unterzuckerungen kenne ich sehr gut. Sie treten ganz vorzüglich dann auf, wenn ich Getreide-Produkte esse, und am "ganz vorzüglichsten" wenn ich das zum Frühstück getan habe.


    Ich bin ohne Frühstück genau so leistungsfähig, ob nun bei Garten-Arbeit, auf dem Fahrrad oder im Sportstudio, wie mit Frühstück. Aber nur mit Cerealien-Frühstück kann ich eine Unterzuckerung-, bzw. ich sage etwas vorsichtiger die Symptome einer solchen hervorrufen.

    Eine Unverträglichkeit gegen irgendwas im Getreide hast du nicht zufällig - oder bist du auch einfach nicht so der Morgenmensch, der dann schon Hunger hat nach dem Aufstehen und dem das bekommt, wenn er dann was isst? ... Ich kenne das nämlich von mir, dass es mir nicht bekommt, wenn ich direkt nach dem Aufstehen was esse oder kurz vorm Sport selbst was esse, was über Snacks hinausgeht. Dann geht es mir wirklich nicht so gut beim Sport. (Ist aber keine Unterzuckerung.) ... Das ist bei mir schon immer so gewesen.

    @ einForenuser

    Danke, das hätte ich nicht gedacht, dass auch Nichtdiabetiker Probleme mit Unterzucker bekommen können.

    Zitat

    Es ist zwar nicht typisch, aber durchaus denkbar, dass bei starker Überlastung des Körpers der BZ auch mal auf ein gefährliches Niveau sinkt. Unterzuckerung ist für Nicht-Diabetiker immer vermeidbar und da dies eine potenziell lebensbedrohliche Sache ist, rate ich dringend davon ab, sich so zu verausgaben.

    Normalerweise müsste derjenige das beim Sport selbst bereits merken und eine Pause machen (müssen), denke ich, oder ist das nicht so?


    Ich kenne es von meinem Körper nur so, als ich einen Folsäure- und Magnesiummangel hatte und von der Schilddrüse schlecht eingestellt war (und auch von den Eisenstoffwechselwerten her), dass ich das beim Sport deutlich gemerkt habe, sobald das Training mehr auf Ausdauer ging. Die Beschwerden waren auch so "kreislaufbezogen" aber da dominierte vor allem so ein Schwächegefühl und der Eindruck irgendwie zwar keine Atemprobleme in dem Sinne zu haben, aber trotzdem irgendwie "gefühlt" zu wenig Sauerstoff im Körper zu haben plus Schwindel bei Ausdauerbelastung. Natürlich habe ich dann auch eine Pause gemacht in dem Fall. (Das alles habe ich auch nicht mehr; mir geht es gesundheitlich soweit alles in allem recht gut.) ... Deshalb denke ich, dass man bei viel schlimmeren Beschwerden wie bei einer Unterzuckerung das ja gerade beim Sport merken sollte bzw. eigentlich gar nicht übergehen könnte - auch ohne dass es soweit kommt, dass derjenige umkippt.

    Zitat

    Vom Zucker abgesehen kann auch dein allgemeiner Elektrolytehaushalt abschmieren.

    Mal dumm gefragt: Ist das mittelfristig oder akut gefährlich? ... Dass das nicht gesund und gut sein kann, ist ja eh klar.

    Zitat

    Aber unterzuckern kann jeder.

    Okay, das hätte ich nicht gedacht. Auch wenn das bei gesunden Menschen wie du, Maerad und Pelztier sagt unwahrscheinlich ist.

    Zitat

    Trotzdem, ich hab auf Veranstaltungen schon Menschen per RTW abholen lassen, die mir zu sehr unterzuckert waren, auch wenn sie betont haben, keine Diabetiker zu sein. Wenn mein BZ-Messgerät etwas anderes sagt und sie sowieso schon klare Zeichen einer Unterzuckerung zeigen, muss ich es nicht herausfordern.

    Echt?! Dafür ist ein RTW nötig - auch wenn es vorsichthalber ist?! Ok ... darf ich fragen, warum in den Fällen Cola oder Traubenzucker nicht ausreichend war - oder war das sowas wie Marathonveranstaltungen?


    (Von den normalen Sportturnieren bei Breitensportarten wie Fußball, Karate etc. kenne ich das nämlich ehrlich gesagt nicht. Ist aber auch lange her; ich habe als Jugendliche mal viel Sport gemacht und entsprechend auch oft an solchen Turnieren teilgenommen.)

    @ Maerad

    Zitat

    Sicher...den letzten Satz hätte man sich sparen können, ist ja nicht sondelrich hilfreich jemandem zus agen, dass man die Frage sonerbar findet. ;-)

    Ach Pelztier hatte ja mal jüngst in meinem anderen Thread viel mehr und nochmal andere Sachen als diese Anspielung wie hier geschrieben. Das ganze hat ja eine Vorgeschichte - deshalb ist ihr Satz auch alles andere als neutral gemeint gewesen. Wenn man schon stichelt, sollte man das auch direkt machen, und nicht so, dass die beabsichtigte Botschaft für den Adressaten lesbar ist aber für Dritte nicht so schlimm klingt und die sich dann wundern, was der Adressat hat. Ich mag sowas nicht.

    Zitat

    Eigentlich dürfte es die bei gesunden Menschen gar nicht geben, da bei "leerer Batterie" über die Leber Energie freigesetzt wird.


    Fakt ist hier aber, dass Du, liebe BeQuiet schon untergewichtig bist und daher die Leber natürlich nach Fett suchen muss, welches über Glykogen wieder zu Gulcose gewandelt werden kann.

    Fett? ... Dass ein bisschen Fett verstoffwechselt wird zur Energiegewinnung beim Sport, weiß ich, aber ich hätte gedacht, dass der Körper solche kurzfristigen Energieanforderungen primär aus seinen Kohlenhydratspeichern bedient.


    Wir reden hier ja nicht über Marathon oder Leistungssport, sondern eher über normalen Breitensport. Und was mich konkret angeht: Ich habe früher mal viel Sport gemacht im "ambitionierten" Hobbysportbereich mit entsprechenden Wettkämpfen am WE plus Trainingspensum etc.. Aber davon bin ich seit Jahren weg und was ich heutzutage an "sportlicher Betätigung" mache ist sehr überschaubar und kein Vergleich zu "richtigem Sport"; ich mache das einfach just4fun und ohne Ehrgeiz und im Regelfall ohne mich sonderlich anstrengen zu müssen dabei, obwohl meine Kondition im Vergleich zu früher eher schlecht ist, im Vergleich mit den anderen vom Karate wiederum gut (das liegt aber daran, dass das kein wettkampforientierter Verein ist und die meisten dort auch so wie ich just4fun hingehen). Von daher besteht da definitiv nicht die Gefahr, dass ich dabei "unterzuckern" könnte.

    Zitat

    Bedenke hier bitte, dass auch das Herz ein Muskel ist und angegriffen werden kann. In dem Sinne ist es sicher nicht ungefährlich, wenn man mit Untergewicht noch Sport treibt. Wenn Dir das Zunehmen so schwer fällt und Du trotz Sport weiterhin Probleme hast an Appetit zu kommen, dann würde ich da ansetzen und das Bewegungspensum reduzieren.

    Karatetraining habe ich bis letzte Woche einmal pro Woche gemacht. Ab dieser Woche kann ich das zeitlich-beruflich (und gesundheitlich) bedingt wieder 2x/Woche machen und werde das sicher nicht streichen, weil ich es dort von den Menschen her sehr nett finde und ich ansonsten die meiste Zeit nur irgendwo sitze. Ich habe im Alltag kaum Bewegung. Dass mein Herz angegriffen ist, glaube ich nicht. Auch nicht, dass dieses bisschen Bewegung meinem Herzen schadet. Dazu hat mir sogar mein ehemaliger Hausarzt ausdrücklich geraten, dass ich wenigstens etwas Sport mache, auch wenn ich müde bin etc. (mir ging es aufgrund der Schilddrüse oft nicht so gut und es war auch lange unbekannt, dass die Schilddrüse bei mir nicht mehr richtig funktioniert.)


    Mein Eindruck ist eigentlich vielmehr, dass es mir gesundheitlich und psychisch besser geht, wenn ich regelmäßig etwas Sport mache.

    Zitat

    Dann kommt noch ein Punkt dazu: Der Hashimoto, kann ich mitreden, hab ich auch. Und auch ich habe ab und an (1-2 mal im Monat) ganz merkwürde "Attacken", die sich wie eine Art Unterzuckerung anfühlen. Es sind aber keine. Ich bekomme dann Herzrasen, mir wird übel, ich zittere und muss dann auch ganz schnell eine Toilette aufsuchen, weil mein Darm dann plötzlich alle gleichzeitig loswerden möchte.[...]


    Interessanterweise tritt das nur in Ruhe auf, mein Mann und ich gehen sehr viel wandern, auch lange Strecken. Mir ist das noch nie mitten in einer Wanderung passiert, immer wenn ich also etwas tue, was mir gut tut, dnan kommt das nicht vor.


    Ich habe diese Attacken erst seitdem ich Hashi habe und vor der Einnahme von Thyroxin hatte ich das täglich, egal in welcher Situation, das war extremst belastend.

    Das tut mir Leid. @:) Irgendwie äußert sich diese Erkrankung echt bei jedem nochmal etwas anders.


    Solche Attacken hatte ich wiederum nie; mein Hauptproblem war ständige Müdigkeit, so Wattegefühl im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, chronische Wassereinlagerungen und durch die Müdigkeit sekundäre Beschwerden, auch psychisch. Außerdem kenne ich so Stiche im Hals bzw. Schmerzen an der Schilddrüse vereinzelt (habe ich aber insgesamt selten gehabt) plus "Globusgefühl" (das ist eher oft). Ich kann Rollkragenpullover deshalb nicht ab; das ist als wenn eine jemand ständig leicht würgt. Dabei ist meine Schilddrüse viel zu klein.


    "Hashischübe" in dem Sinne sind mir jetzt nicht aufgefallen bei mir, aber ich bin mir da auch alles andere als sicher, wie die sich äußern und woran man die eindeutig erkennt. Was sich geändert hat ab dem L-Thyroxin ist das Hunger- und Appetitempfinden. Das ist aber bei einem Elternteil von mir ohne Schilddrüse auch so gewesen, nachdem der L-Thyroxin bekommen hat (bei dem musste die Schilddrüse entfernt werden; der hatte aber nochmal andere Erkrankungen u. a. Niereninsuffizienz, auch mal Krebs etc. - der ist seit ich denken kann chronisch schwer krank und heutzutage geht es ihm nach einer Transplantation u. a. endlich mal [wieder] gut.).

    Ja Hashi ist in der Tat bei jedem ganz anders und auch ist sicher nicht alles, was man so verspürt darauf zurückzuführen. Leid tun muss Dir das nicht, ich kann damit gut leben, reagiere aber eben entsprechend drauf. Vielleicht findest Du auch Deinen Weg Deine Körperreaktion zu verstehen und darauf zu reagieren und dann achtsam mit Dir umzugehen.


    Ein Anfang wäre es sicherlich (wenn Du meinst, dass es eine Unterzuckerung sei) etwas Traubenzucker als Sofortenergie dabei zu haben und diesen dann zu essen.


    Was die Kohlenhydrate angeht, die Du ansprichst bitte ich Dich meinen Satz vollständig zu lesen. "Wenn die Battere leer ist" heißt eben, dass die aktuellen KH aufgebraucht sind. Wenn Du nicht viel zu Dir nimmst aufgrund Deines Appetitmangels, woher sollen die KH kommen? Sie müssen dann aus Fett mobiliesiert werden, welches aber bei Dir auch nicht vorhanden ist. Ergo: Irgendwann ist die Muskulatur dran.


    Pass auf Dich auf.

    Wie gesagt, ist alles eher die Ausnahme und oft mit unbekannten Vorerkrankungen zusammenhängend. Aber prinzipiell gibt es Sportler (eher bei richtigem Leistungssport, ja) die sich so verausgaben, dass der Körper unmöglich hinterherkommt mit der Umwandlung von Zuckern. Elektrolyteverschiebungen und natürlich Flüssigkeitsverlust können auch akut bedrohlich sein, siehe Hitzeerschöpfung - auch ein klassisches Problem bei Sportlern.


    Geht fast immer gut aus. Ich krieg natürlich 90% der Leute auch gar nicht erst zu sehen, bis es ihnen richtig mies geht. Die meisten sind nach ein bisschen Traubenzucker besser drauf, aber das hält halt nicht ewig vor, und weil ich nie ganz sicher ausschließen kann, dass sie nicht vllt doch Vorerkrankungen haben, die sie nicht kennen, lasse ich bei BZ-Werten im niedrigen zweistelligen Bereich prinzipiell transportieren und überwachen, außer der Patient verweigert.


    All diese Sachen sind meist mit Isodrinks, Traubenzucker und co. einfach in den Griff zu kriegen, aber ich finde Vorsicht ist besser als Nachsicht, vor allem weil das alles so vermeidbar ist. Essen und Trinken sollte man präventiv genug, und nicht erst im Notfall den Einfachzucker reinkippen. Klar, bei gesunder Bauchspeicheldrüse pendelt sich das danach ein, aber nicht, wenn derjenige direkt wieder weitermacht und fleißig Energie verbraucht. Wie Maerad sagt, das Herz ist ein Muskel.

    Der Thread ist interessant, da ich wahrscheinlich genau das Problem habe mit Unterzuckerung beim Sport. Allerdings nur beim Ausdauersport. Bei mir wird das aktuell ärztlich abgeklärt, ob es tatsächlich ein Zuckerproblem ist oder was anderes. Morgen muss ich erst mal zum Belastungs-EKG, und mein Arzt hofft, den Zustand herbeiführen zu können, den ich sonst auch beim Radfahren habe.

    @ Maerad

    Zitat

    Vielleicht findest Du auch Deinen Weg Deine Körperreaktion zu verstehen und darauf zu reagieren und dann achtsam mit Dir umzugehen.

    Ja, vielleicht. Das ist immerhin besser geworden bzw. habe ich an sich eigentlich ein gutes Körpergefühl und kann danach gehen.

    Zitat

    Ein Anfang wäre es sicherlich (wenn Du meinst, dass es eine Unterzuckerung sei) etwas Traubenzucker als Sofortenergie dabei zu haben und diesen dann zu essen.

    Unterzuckerungsgefahr habe ich beim Sport nicht, das ist jetzt ein Missverständnis. Trotzdem Danke.

    Zitat

    "Wenn die Battere leer ist" heißt eben, dass die aktuellen KH aufgebraucht sind. Wenn Du nicht viel zu Dir nimmst aufgrund Deines Appetitmangels, woher sollen die KH kommen? Sie müssen dann aus Fett mobiliesiert werden, welches aber bei Dir auch nicht vorhanden ist. Ergo: Irgendwann ist die Muskulatur dran.

    Das scheint mir etwas negativ gedacht, so wenig esse ich ja auch wieder nicht. Meistens reicht das für den Gesamtumsatz, sodass mein Körper weder ständig leere KH-Speicher haben sollte noch ausgerechnet den Herzmuskeln anknabbern müsste - da gäbe es genügend andere Muskeln, an denen der sich vorher bedienen könnte. Eiweiß dürfte ich auch genügend essen im Schnitt.


    Ich habe ja auch kein krasses Untergewicht und ich wäre nicht überrascht, wenn sich das auch nochmal etwas bessert, weil sich der Körper an die höhere Dosis L-Thyroxin weiter angepasst hat; ich habe immer ein bisschen Gewicht verloren, wenn eine Anpassung der Dosis nötig war (dürfte weitgehend Wasser gewesen sein) und war die meiste Zeit eher unterdosiert von der Einstellung her. Schätze für den Körper ist das wohl auch eine Belastung, wenn er erst lange zu wenig hat und dann nach Jahren ab und zu eine Anpassung stattfindet, auf die er sich einstellen muss (wenn man mich aus dem Tiefschlaf wecken würde, wäre ich auch unbegeistert und hätte "Startschwierigkeiten", dito wenn ich dann allmählich wieder einschlafen würde später und wieder geweckt werden würde, wenn auch sanfter ;-D ). Für mich ist es auch immer noch ungewohnt - ich habe ab Ende der Pubertät mit einem eher mäßigen Stoffwechsel gelebt und mir wurde immer gesagt, dass das alles normal ist/nicht sien kann und wenn eine "Willensfrage" wäre, sodass ich dachte dass alle Menschen sowas haben und damit nur besser leben, weil sie sich besser zusammenreißen können und weniger faul sind; ein wirklich normal funktionierender Stoffwechsel ist trotz allem immer noch ein Stück weit ungewohnt für mich; das Körpergefühl ist anders - zwar deutlich besser, aber anders.

    @ einForenuser

    Danke, das ist sehr informativ. Dass du da lieber auf Nr. sicher gehst, weil du etwaige Vorerkrankungen deiner Patienten nicht ausschließen kannst und die das ggf. selbst nicht wissen (können), finde ich gut verständlich.

    Zitat

    aber ich finde Vorsicht ist besser als Nachsicht, vor allem weil das alles so vermeidbar ist. Essen und Trinken sollte man präventiv genug, und nicht erst im Notfall den Einfachzucker reinkippen.

    Ja stimmt.

    Zitat

    Wie Maerad sagt, das Herz ist ein Muskel.

    Wieso immer das Herz? ... Ist Unterzuckerung so schlecht für das Herz oder meinst du das auch bezogen auf Untergewicht und Sport?

    @ Parvati

    Zitat

    da ich wahrscheinlich genau das Problem habe mit Unterzuckerung beim Sport. Allerdings nur beim Ausdauersport. Bei mir wird das aktuell ärztlich abgeklärt, ob es tatsächlich ein Zuckerproblem ist oder was anderes. Morgen muss ich erst mal zum Belastungs-EKG, und mein Arzt hofft, den Zustand herbeiführen zu können, den ich sonst auch beim Radfahren habe.

    Oh das passt ja wirklich gut zum Thema ... auch wenn ich dir ja eher die Daumen drücke, dass du nichts "Ernstes" hast. Halte uns bitte auf dem Laufenden, was bei dir rumgekommen ist bei den Untersuchungen.