Kein Bodybuilding mehr möglich!? Und jetzt bitte? :-(

    Guten Tag,


    da ich in den letzten Wochen und sogar schon Monaten immer wieder, immer öfter und immer länger Schulterschmerzen NACH dem Training hatte, untersuchte mich mein Orthopäde/Sportmediziner mit Ultraschall, dann mit Röntgen und dann war ich noch wiederholt im MRT. Mal sehen, ob ich das alles hinbekomme, was ich habe. Vielleicht wäre es auch besser, wenn ich aufschreiben würde, was ich nicht habe!? [IMG:https://twemoji.maxcdn.com/2/72x72/1f61e.png]


    Alsooo, ich habe in beiden Schultern

    - leichte, beginnende Schultergelenkarthrose,

    - Outlet Impingement Bigliani Typ 3

    - degenerative Veränderungen der Supraspinatussehnen (Tendinose?)

    - wiederholt Bizepssehnenentzündungen (auch Tendinose?)

    - die ein oder andere Zyste hier und da


    Bis zur Waagerechten ist soweit alles gut, aber sobald es darüber hinaus geht, ich z. B. also Frontdrücken in der Maschine mache oder auch Latzug, habe ich die nächsten Tage Schmerzen. Auch Bankdrücken geht nicht mehr wirklich.


    Ich habe mich eigentlich schon damit abgefunden, dass ich wohl anders trainieren muss. Aber mir fällt es unheimlich schwer, Übungen zu finden, mit denen ich meine Körper komplett trainieren kann, sodass ich halt für jede Übung mit Gewichten oder in Maschinen mind. eine Übung finde, die ich vielleicht nur mit meinem eigenen Körpergewicht machen kann oder vielleicht auch mit irgendwelchen Bändern. Und was ist eben mit den Übungen, die mir Probleme bereiten? Also je eine Übung für Oberkörper vertikal Zug (Latzug), Oberkörper vertikal Druck (Frontdrücken) und Oberkörper horizontal Druck (Bankdrücken)?


    Vielleicht habt ihr da ein paar "nette" Ideen von effektiven Übungen?


    Besten Dank vorab.


    Viele Grüße


    Marcus

  • 7 Antworten

    Bei der Komplexität des Beschwerdebildes solltest du dich eher von einem Physiotherapeuten beraten lassen oder einem Trainer der diese Ausbildung hat.


    Grundsätzlich würde ich dir raten, alles das zu meiden, was dir Schmerzen bereitet. Und trainiere mehr mit Bändern, weil das ist wesentlich schonender für die Gelenke! Übungen findest du zuhauf im Internet.

    mmaarrccuuss schrieb:

    - leichte, beginnende Schultergelenkarthrose,

    - Outlet Impingement Bigliani Typ 3

    - degenerative Veränderungen der Supraspinatussehnen (Tendinose?)

    - wiederholt Bizepssehnenentzündungen (auch Tendinose?)

    - die ein oder andere Zyste hier und da

    Bodybuildig würde ich mit der Schulter nicht mehr machen, wenn du beschwerdefrei bleiben willst.

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    Stimmt es, dass man den sog. subakromialen Raum allein durch konsequent tägliches Training der Außenrotatoren vergrößern kann?


    Da ich immer wieder auch mit Kettlebells trainiere und mir wegen Corona letztes Jahr 2 Dutzend für zu Hause zugelegt hatte, wie sieht es damit aus? Also konkret mit Turkish get ups und Swings?

    mmaarrccuuss schrieb:

    Stimmt es, dass man den sog. subakromialen Raum allein durch konsequent tägliches Training der Außenrotatoren vergrößern kann?

    Du kannst an der Rotatorenmanschette arbeiten, sie kräftigen, zur Funktionsverbesserung und Schmerzreduktion.

    Das solltest du aber nicht selbständig machen, also unter Physioanleitung.

    irgendwo bei Stuart McRobert habe ich gelesen, dass L-flys mit relativ niedrigen Gewichten eine gute Ausgleichsübung wären.

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    Definitiv keine Beratung über irgendein Forum, sondern durch einen Physiotherapeuten, dem auch die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Dann unter Anleitung auf Stabilisierung trainieren und "Hausaufgaben" mitnehmen und genau dran halten.

    Auf Effektivität im Sinne des Bobybuildings scheißen. Du klingst nicht, als wäre das für Dich leicht einsehbar, sondern als wäre das für Dich eher eine ziemliche Katastrophe, aber es ist nun mal, wie es ist - da geht es jetzt um Schadensbegrenzung und darum, Dich schmerzfrei zu bekommen und zu halten auf möglichst lange Sicht, nicht um Leistung und Optik und Muskelpracht. Wenn Du da einfach mit dem Training drüberbügelst, kann es gut sein, dass Dein Körper es Dir mit chronischen Schmerzen und irreparablen (noch schwereren) Gelenkschäden dankt. Mit physiotherapeutischer Hilfe kannst Du mit etwas Glück und Konsequenz noch ne Menge rausholen, aber Bodybuilding bis zur krachenden Grenze und ein Stück drüber raus ist da wohl schlicht nicht drin.


    Kenne mehrere Leute, die sich kaputttrainiert haben, mit denen ich trainiert hab, als ich zwanzig war und sie vierzig, und das Ergebnis ist einfach ganz schön scheiße. Ich musste selbst wegen meinem Knie aus dem Leistungsbereich raus, ist halt so. Der Körper setzt die Grenze, und wer da mit bloßem Willen und ohne Rücksicht auf Verluste drüberbrettert, stellt unweigerlich fest, dass er nur einen Körper hat und auch keinen neuen kriegt. Also überleg richtig gründlich, wo Du in fünf, zehn, fünfzehn Jahren sein willst - und wo nicht. Und such Dir die beste Alternative aus und kein Luftschloss.

    Tut mir sehr leid, ich weiß, dass man da im vollen Lauf gegen eine Betonmauer knallt, wenn man so was erfährt, aber man kann nur das am wenigsten Beschissene draus machen.

    (Entschuldigung, ich glaub, das hat mich getriggert, weil ich schon so oft Dummheiten gesehen habe - Titel und auch Beitrag klingen ja eigentlich total vernünftig. Würde aber wirklich ganz dringend Physio empfehlen. Ist echte Knochenarbeit, also auch sehr befriedigend. ;) Und kann Dir echt den Arsch retten. Oder, in diesem Fall, die Schulter. Mir damals das Knie.)