hallo alle,

    bei uns war der Nachbehandlungsplan so wie bei Centa39 - also auch so wie der von Dr. Eichhorn. Gestern waren wir also nach 8 Monaten postOp nochmals bei Dr. Harrer, der sehr zufrieden mit dem Ergebnis war, wir übrigens auch, nicht dass hier noch ein falscher Eindruck entsteht. Jetzt steigt sie auch wieder langsam ins Training ein, was sie lt. Arzt auch darf. Das Attest für die Tauglichkeit zum LK Sport hat sie gestern auch erhalten, dann kanns ja losgehen.

    Ich bin jetzt in der 6. postoperativen Woche und kann immer noch nicht richtig gehen. Die volle Streckung funktioniert nur bei der KG, wenn man so 15 min das Bein behandelt hat. Beim Laufen hat es jedoch immer die Schonstellung und will sich einfach nicht strecken lassen. Meine Schiene ist auf 60° eingestellt und das klappt auch ohne Probleme. Seit der 3. Woche ist mein Knie aber sehr stark angeschwollen und da passiert einfach nix. Zwischendurch knackt sein ein paar Tagen mein Knie auch.


    Ist das alles normal???

    hallo sista05,

    also das Knacken hatten viele mal so zwischendurch mehr oder weniger, wenns nicht schmerzt, machts auch nicht so nach dem Motto - dass du nach 6 Wochen nocht hinkst und ne Schonhaltung hast, dürfte ziemlich normal sein - auch das mit der Streckung. Meine Tochter hatte zwar mit der Streckung von Anfang an keine Probleme, aber das ist nicht bei allen hier so gewesen, das wird auch noch so im Rahmen sein, das wird dir dein Physio auch schon gesagt haben. Die Schwellung nach 3 Wochen (mehr geworden??) würde mir vielleicht etwas zu denken geben. Mach halt Umschläge dagegen, ich empfehle hier immer den Retterspitz, der wurde und von einer alten Dame empfohlen und hat bei uns sehr gut gewirkt - gibt es in der Apotheke. Die erschwerte Streckung kann durchaus durch die Schwellung bedingt sein. - einfach Mut haben und nach vorne schauen.

    @ wrist,

    raxienne & co,


    weil Ihr vor kurzem mal davon geschrieben habt, dass sich die Knochen besonders am Morgen etwas "eingerostet" anfühlen.


    Is glaub ich nicht unbedingt vom Alter abhängig, zumindest wenn es das operierte Knie betrifft ;-D. Nach so ner OP dürfte das ziemlich normal sein. Hatte ich auch. Was hilft, sind kleine Dehnübungen schon am Morgen. Also kurz nach dem Aufstehen 3-4 spezielle Übungen machen und schon läuft alles etwas runder. Hat sich wirklich gut bewährt.


    Is ja irgendwie auch klar, dass die Muskulatur am Anfang (da schliess ich die Zeit bis 9 Monate und mehr nach der OP mit ein, weil ja eine ständige Belastungssteigerung erfolgt) mehr zum Verkürzen neigt und aufgedehnt werden muss, da die ungewohnten Einwirkungen erst mal adaptiert werden müssen.


    Am besten mal ne Zeit lang ausprobieren. Wenn's nicht funktioniert, war's wenigstens einen Versuch wert ;-D

    hi ihr

    gestern bei der physio wollte selbst der therapeut verzweifeln, weil wir einfach nicht weiterkommen mit der beugung. hatte dann zu hause so die nase voll, dass ich's wissen wollte.... hab mir mein rad geschnappt u bin gaaanz vorsichtig los (hoffentlich hat mich keiner beobachtet) am anfang hab ich echt gedacht, mir zerreissts das knie, nach einer ganzen weile wurde es zwar etwas besser aber immer noch starke schmerzen. war froh, als ich wieder im hof ankam u heil abgestiegen war. werd das aber we weiter durchziehen (wenn auch kleine runden), in der hoffnung bei der beugung vllt doch was zu bewirken. wird sich dann evtl montag rausstellen bei der nächsten kg.


    lg und ein schönes we euch *:)


    heidi

    Heidi

    vielleicht was interessantes für Dich. Habe am WE am Lago di Como einen guten alten Bekannten getroffen...seit 8 Jahren ohne VKB. Wir sprachen letztes Jahr über sein Problem...einen Meniskusschaden hat er auch dabei durch. Im Gegensatz zu mir hat er sich nun doch nicht operieren lassen.


    Er ist Kite- und Skilehrer und er macht diesen Beruf ohne Orthese und völlig beschwerdefrei...hardcore Sprünge beim Kiten und Tiefschneefahren. Ob man das jetzt weiter empfehlen soll, das weiss ich auch nicht, aber es scheint Verläufe zu geben, die auch wunderbar ohne VKB auskommen. Nicht jedem rutscht das Knie schon beim Anziehen des Neoprens auseinander, wie es bei mir war.


    Ich bin jetzt aber auch am Kiten (4 Monate postop.) Habe aber vor den 3-4 Meter hohen Sprüngen noch einen beachtlichen Respekt, vor allem vor den Landungen und überlege immer sehr genau, ob ich einen mache und wenn ja welchen (nicht alle sind gleich risikobehaftet)

    hallo wrist,

    dazu meine Meinung bzw. Erfahrung!


    Meine Tochter (jetzt 18 bei Unfall 16) hatte auch ohne KB keine Beschwerden und kein "giving way" - trotzdem ließen wir die OP machen. 2 Ärzte unabhängig voneinander rieten uns zur OP um eine vorzeitige Arthrose, die ihr mit Beginn des 30. Lebensjahres ohne OP prophezeit wurde, vorzubeugen. Ein bekannter Kreuzbandspezialist sagte uns, das geht bestimmt noch so ca. 10 Jahre gut und dann bekommt ihre Tochter plötzlich Probleme mit dem Knie und dann stellt man fest, dass der Knorpel kaputt ist, denn durch das fehlende Kreuzband ist immer eine gewisse Instabilität gegeben, die eine ständige Reibung der Knorpel nach sich zieht. Außerdem wäre bei einer möglichen erneuten Verletzung das Knie ohne Kreuzband total hin, weil überhaupt kein Halt mehr da sei.

    Hanna

    mein Operateur sagte mir direkt nach der OP, es gäbe wohl Leute, die kämen auch ohne Arthrose ohne VKB hin, andere absolut nicht. Woran das im Einzelnen liegt, weiss niemand, nur die Muskulatur ist es jedenfalls nicht. Da man im Einzelnen nicht genau weiss, wer langfristig zu welcher Gruppe gehört, ist die derzeitige Lehrmeinung noch die, wie Du sie gehört hast...für einen kompletten VKB-Riss.


    Heidi hat ja wohl keinen kompletten, daher ist es hier ohnehin eine andere Situation. Trotzdem fand ich das Gespräch mit dem Kitelehrer interessant, denn ich bin schon viel mit ihm gekitet und weiss, dass er da auch nichts auslässt.

    Hi,


    ich bin jetzt genau 2 Wochen post-OP. Bin mit der Beugung bei ca 75° und der Streckung bei ca 0°. Soweit so gut, nur habe ich sehr starke Probleme mit meinem Oberschenkel. Zu Beginn konnte diesen gar nicht mehr anspannen. Dieses Problem bekomme ich mitlerweile durch geziehlte Übungen in den Griff. Acuh wenn hier noch Schmerzen "gegenarbeiten". Mein Problem ist jedoch beim operiertem Bein (links) die äußere Seite des Oberschenkels. Der Muskel ist knallhart. Und genau das schränkt auch meine Bewegungsfreiheit sehr ein. So blockiert dieser bei 75° eine weitere Beugung. Ich habe das Gefühl als würde dieser bald reissen wenn ich mich über die 75° herausbewege.


    Kennt Ihr ähnliche Situationen, oder war das bei euch auch so startk eingeschränkt? Hätte nicht gedacht das der Oberschenkel(Muskel) so stark von einer OP beeinträchtigt wird ...


    LG basTi

    Hi,


    das war bei mir nach zwei Wochen exakt genauso. Hat sich aber innerhalb einer weiteren Woche gelegt. Die Schmerzen waren bei mir genauso, wie von dir beschrieben. Also keine Sorge, das geht wieder weg.


    LG

    Basti

    Es sind Dir 2 Muskeln praktisch abgerissen worden,das gibt ein kräfiges Hämatom und das schmerzt. Desweiteren sind die Propriozeptoen (Spannungsmesser) dei die Muskelaktivität steuern und auf dem gesunden VKB sitzen, ja jetzt weg. Die ganze Muskulatur ist sozusagen "Führerlos". Also macht sie unter bei Belastung mal wie auf Kommando dicht. Hatte ich genauso, alle anderen wohl auch.


    Da hilft nur Geduld und nochmals Geduld und viel Training. Das Radeln war für mich immer der beste "Weichmacher" durch die passive Dehnung von Knie und Weichteilen ging es mir nach 30km immer richtig gut. Der Zustand dauerte Wochen an.


    Mit 75 Grad kannst Du derzeit aber noch nicht an solch einen Ausgleich denken, dazu brauchst Du 120 Grad.


    Mein Outdoorbiken war etwas übers Ziel geschossen, aber Ergometer müsste von der Belastung auch bei Dir schon gehen, sprich Deinen Physio doch mal an...nach 2 Wochen müssten eigentlich 110 Grad Beugung das Ziel sein....


    Gruss

    @wrist

    schon immer wieder interessant, wie unterschiedlich die leute mit ihren "leiden" umgehen. kann mich da auch nur immer deiner meinung anschliessen, dass dies eh bei jedem unterschiedlich ist u selbst bei gleicher diagnose nicht gleichen heilungsverlauf haben muss...


    ob mein kb nun durch war oder nicht.......ka. eins hat mich heute wieder stutzig werden lassen. hab den reha antrag vom doc erhalten samt behandlungsbericht. diagnose darauf: riss des vorderen kreuzbandes rechtes kniegelenk. wenn es nicht durchgewesen wäre, würde dann dort nicht teilruptur stehen müssen ???


    übrigens.... hab mir heute das rad mal genauer unter die lupe genommen, aber steht noch im laden ;-)


    gruss heidi

    Re: Basti

    Hmm ... deine Erklärung klingt plausiebel, aber mein Knie macht keine Probleme. Stören tut nur der Oberschenkelmuskel, der einen ziehenden Schmerz oberhalb des Knies entwickelt hat. Und genau dieser blockiert eine weitere Beugung. Sicherlich wäre mein Knie schon weiter. Naja wir schaun, morgen geht es wieder in die Praxis und ich bekomme die bewegliche Orthodese. Evtl. relativiert sich der Muskel ja wieder, wenn der Bewegungsablauf wieder regulärer wird. Dann steht den Genesung nichts mehr im Wege. Danke für die schnellen Antworten ... gefällt mir gut das Forum hier. Dennoch hoffe ich das ich nicht mehr all zu oft darauf zureuckgreifen muss.


    LG basTi

    Basti,

    wenn Du richtig liest...ich erzählte Dir doch von der Sehnenentnahme am Oberschenkel.


    Die Orthese behindert leider die Oberschenkelmuskulatur ziemlich stark und verstärkt eher Deinen negativen Effekt. Deshalb das Ding besser zur KG und auch sonst immer mal wieder, wenn keine Gefahr durch Ausrutschen o.ä. droht, abmachen.

    Heidi

    ja ist schon komisch mit den wechselnden Diagnosen, frag mich nicht, aber Du hast ja nun auch bald den Termin in Bautzen. Manchmal werden auch einfach irgendwelche Erstdiagnosen übernommen, oder sie haben es Dir zuliebe gemacht, damit Du mit dem Antrag überhaupt eine Chance hast. Auch das ist denkbar.

    Re: Mya 2005

    Hi,


    aber ich kann doch jetzt nicht einfach 1 Woche warten und ständig auf 75° "fahren". Hat jmd Tipps wie ich das wegbekomme? Übungen, Mittelchen? Ich bin für jede Hilfe/Anregung dankbar.


    ;)

    Also gut,


    mya 2005 hatte zuvor bereits geschrieben, dass Sie genau dieselben Probleme hatte. Diese aber nach ca 1 Woche zurueckgingen. Ergo muss ich mich darauf einstellen, dass ich denselben Wartezeitraum habe. Nur scheint mir die Zeit, 1 Woche auf Grund muskulärer Probleme nichts zu tun, so zusagen auf 75° zu verharren, etwas verschwendet. Daher bitte ich um Rat wie ich dieses Problem in den Griff bekomme?


    PS: Du hattest ein Ziel von ca 110° nach 2 Wochen genannt. Daraufhin hab ich mich in die Tiefen dieses Beitrags geworfen und habe festgestellt, dass dieses Ziel eher unrealistisch ist und nur in wenigen Fällen eintritt. Teilweise traf ich auf Werte von 120° nach 6 Wochen, was mir wiederum als sehr wenig für diese Zeit erscheint.


    Gibt es denn keinen Vorgabenkatalog, also eine Richtlinie wie der Heilungspürozess im Bestfall ablaufen sollte. Werte die in einer bestimmten Zeit erreicht werden müssen?


    LG basTi