Blanca,


    als ich 4 Monate postop. war, das war vergangenes Jahr August, bin ich neben viel MTB das erste Mal Kiten gewesen, erst einmal vorsichtig, die Sprünge sehr auf Sicherheit. (Das Kiten ist aber eigentlich kein Trainingssport, ich wollte es nur probieren, da ich ja dann 3 Wo. später 1 wo. Kiteurlaub auf dem Sinai gebucht hatte).


    Dann habe ich nach der 14. Woche versucht, langsam wieder mit dem Joggen zu beginnen, das ging nicht gleich richtig gut und es gab auch immer wieder Rückschläge. Habe versucht, die Umfänge langsam zu steigern, jogge aber, nachdem ich jetzt im Mai solch eine Meniskussymptomatik hatte, gar nicht mehr.


    Ja mehr habe ich nicht gemacht. Gut 5 Monate nach OP war ich das erste Mal zum Tiefschneefahren, also Skitour. 2000Hm bergauf gestapft...zuerst mit mulmigem Gefühl im Bauch. Da es aber gut ging, war ich wirklich glücklich. Und Oberschenkelmuskeln bringt das zum Glück ohne Ende.


    Das war meine persönliche Variante des Muskelaufbaus..zwar unorthodox, denn ich hatte nicht 1x auf der Beinpresse gesessen, aber irgendwie doch effektiv.


    Mir hatte eigentlich nie jemand grünes Licht zum Sportbeginn gegeben, weder vom Orthopäden noch von der KG kam da wirklich mal was rüber...so habe ich mich eben ganz grob an die Vorgaben gehalten, wobei ich immer die Minimalangaben der Ärzte als bindend nahm und das dann ausprobierte.

    Blanca,


    Narben werden leider nicht immer schön....ob man sie revidiert, das ist immer so eine Frage.


    Meine "lange" ist zum Glück nur 2cm kurz. ist aber nochmals revidiert, da sie aussah wie eine Treppenstufe. Jetzt sieht man sie wirklich kaum noch.

    @ Blanca

    eigentlich dachte ich, dass Aufforderung zu starken Trainingsreizen von uns Trainern kommen und der Physio das ganze wieder bereinigen/ausbügeln muss. Hier kommts - mal anders rum - vom Physio *grins*. Trotzdem klingen 25 kg sehr sehr wenig, aber vielleicht hat das Gerät beim Physio auch eine 1:2 Übersetzung, dass es tatsächlich 50 kg sind - die 5 kg Einteilung lässt das vermuten.


    Es war mir nicht klar, dass du schon 4 Monate Post op bist, dann macht das ganze tatsächlich schon mehr Sinn. Die Argumentation des Physios ist plausibel. Vielleicht hat er auch im Hinterkopf, dass man ein Trainingsplateau nur durch starke Trainingsreize 'durchbrechen' kann. Solange du auf deinen Körper hörst wirst du die Grenzen nicht überschreiten (also Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten). Dein Physio kennt dein Knie - und wie es sich bei Belastung verhält - wesentlich besser als dein Arzt (oh oh, jetzt wird wrist gleich protestieren *grins*). Aber es liegt natürlich an dir und den Erfahrungen der 4 Monate, ob du deinem Physio vertraust: Hat er dich voran gebracht?


    Übrings haben bei meiner Frau Verklebungen im Endeffekt dazu geführt, dass sie nochmals unters Messer musste (gespült ca 3 Monate nach VKB OP).

    @ wrist

    ich denke, ein gesundes Dreiecksverhältnis Arzt - Physio - Trainer muss immer da sein. Ich verdrehe auch öfters mal meine Augen, wenn ich höre was Ärzte zu meinen Schützlingen sagen. Nur wenn alle ihren Job machen funktioniert es. Ist halt immer ein für und wider. Wie weit kann man gehen, um die Muskulatur wieder hinreichend aufzubauen. Mein HM nach 5 Monaten (und das Training davor) war sicher nicht gut für das Gelenk, aber perfekt für Kopf und Stabilität, was andererseits wiederum das Gelenk schont. Es muss halt ausgewogen sein ...

    Ein bekannter Sporttherapeut hat mir jedoch auch einmal gestanden, dass es in Ihrer Therapie (Physiozentrum unserer Klinik) auch schon zu Rupturen bei den Übungen gekommen ist.


    Insofern habe ich immer versucht, mein Hirn eingeschaltet zu lassen...bei diesen einbeinigen Sprüngen auf Weite nach 3 Monaten ist der Orthopäde jedenfalls fast rückwärts umgefallen und meinte nur, ob der Herr Physio denn überhaupt mitdenkt.


    Wie soll ein gesundes Dreiecksverhältnis bestehen, wenn sich einer füt den anderen nicht interessiert. Ohne ein Mindestmass an Zusammenarbeit kann es die wohl nicht geben.

    Die Frage ist halt dann wie immer, die man nie beantworten kann: Wenn das Band beim Physio reißt, wird es nicht auch im täglichen Leben reißen? Auf der Beinpresse wird das Risiko einer Reruptur wohl nicht so hoch sein.


    Bei mir war es lustigerweise umgekehrt. Mein Arzt (immerhin Mannschaftsarzt in der 1. Volleyball-Bundesliga und Tourarzt der Smart Beachtour) hat vom ersten Tag an KB belastende Übungen gefordert, wo sich mein Physio auch rangetraut hätte, aber ich nicht wollte. Ich kann mich noch sehr gut errinnern, 24 Stunden nach der OP, als der Physio kam und meinte, er solle gemäß Auftrag die 0 Grad Streckung erreichen. Mit Blick auf die beiden Schläuche im Knie hab ich dann gebeten, davon abzusehen und stattdessen Treppengehen zu üben.

    An der Beinpresse nicht, aber bei Sprungübungen mit dem Trampolin u.U. schon.


    0 Grad sollte ich auch gleich erreichen, Ferse auf Kissen und durchhängen lassen. Ist ja auch wichtig, aber halt nichts mit Gewalt.


    Im täglichen Leben sehe ich generell keine so grosen Rerupturgefahren. Aber im täglichen Sport.....{:(

    @ Beacher

    Mein Physiotherapeut ist schon sehr erfahren und interessiert sich auch sehr für Gelenke - fährt viel zu Weiterbildungen, Konferenzen, kennt den Höher und den Nebelung persönlich von irgendwelchen gemeinsamen Sportevents und bleibt so auch im Austausch mit den Chirurgen. So hat er als erster meine MRT Bilder gesehen, sogar ohne den Bericht vom Radiologen, und hat die selbe Diagnose gestellt, wie mein Arzt. Er erklärt auch sehr genau, wie welche Übung auf mein Knie wirkt, und er ist selber sehr sportlich... Ich habe wirklich das Gefühl, dass er weiß, was er tut.


    Auf der anderen Seite zweifel ich daran, dass man ein Gelenk wirklich gehörig überlasten soll. Bisher dachte ich immer: wenn etwas weh tut, will mir mein Körper damit sagen: "Das tut mir nicht gut. Hör auf." ...und nun soll dieser natürliche Instinkt falsch sein? Was meinst du als Trainer dazu?


    Die Umsetzung der Beinpresse kenne ich nicht so genau, aber mit dem anderen Bein schaffe ich auch nicht wahnsinnig viel mehr - also bestimmt keine 50kg. Werde den KG nächste Woche mal fragen. Mein Knie und ich haben jetzt eine Schonfrist bis nächsten Dienstag.


    Ich glaube, mein Arzt sieht das auch so wie du, deshalb guckt er sich das Knie kaum an, sondern gibt mir nur die KG-Rezepte. Der KG sieht mein Knie immerhin seit März - mehr oder weniger - 2 Mal die Woche.

    @ wrist

    Meine Narbe ist ca. 3cm und bin damit schon ganz zufrieden.


    Mein KG hat mich jetzt ermutig, wieder alles an Sport zu machen. So soll ich jetzt langsam anfangen zu laufen - am besten im Wald, Salsa tanzen ... Vor 2 Wochen bin ich zum ersten mal wieder Inlineskates gefahren. Ein komisches Gefühl: mein Knie war ganz unsicher - bin aber auch nur so schnell gefahren, dass ich ganz sicher bremsen konnte.

    @ Blanca

    in einer Reha-Zeit gelten halt andere Regeln, das ist nicht die Kompetenz eines Trainers. Wir wollen ja die Gesundheit erhalten und die Leistungsfähigkeit steigern. Bei einem gesunden (!!!) Menschen ist eine Überbelastung des Körpers durchaus ein probates Mittel, um die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern. Eine ständige Überlastung reduziert wiederum die Leistungsfähigkeit (das vergessen viele). Vielleicht gilt das hier auch.


    Wie gesagt, für mich klingt die Argumentation des Physios plausibel und würde sie auch unterstützen. Dein Feedback ist ihm jedoch sicherlich immens wichtig, also durchaus die Übungen kritisch sehen - wie es wrist auch sagt.

    @ Wrist

    Trampolin hat mich mein Physio gebeten sein zu lassen. Da bin ich inzwischen auch seiner Meinung, dass es wegen der fehlenden koordinativen Fähigkeiten und schlechter Rumpfstabilisation nach der OP nicht ungefährlich ist. Verletzungen passieren - so meine Erfahrung - meist dann, wenn Übungen nicht wie vorgesehen ausgeführt werden. Aber ist halt wie im Leben, passieren kann immer was. Man kann auch blöd vom Kreisel oder Ballkissen fallen. Aber wahrscheinlich passiert eh mehr auf dem Weg zur Physio-Praxis.

    Hey Leute,


    Habe am Dienstag meine Kreuzband OP hinter mich gebracht und suche jetz nach nen Forum, wo man sich Tipps und Tricks holen kann. Aktuell ist mein Knie ziemlich geschwollen denke aber das ist normal??? Einen Tag nach OP wurden meine Schläuche rausgenommen, was vorallem unangenehm war, weil der Arzt noch Blut ausdrückte ??? Jedenfalls lieg ich seitdem zu Hause weil ich eine ambulante OP habe und naja ich langweile mich schon ziemlich. Ich hab ja auch schon gelesen das einige von euch zu dem Zeitpunkt schon este Physio gemacht haben, ka ob das jetz schlecht is das ich quasi nix mache oder ob das ne weiter stört. Bin mir aber auch nich sicher ob ich für Physio überhaupt schon fit genug bin. Ich hab letztens mal versucht alleine aus mein Bett auszusteigen da hat sich das Knie leicht gebeugt und ich hatte einen unglaublichen Schmerz deshalb, bin ich etwas verunsichert, weil ja einige schon KG gemacht haben


    Hoffe hier gibts nen paar die Ahnung haben und einen nen bissel die Angst nehmen??


    MFG Hans

    So,ich war gestern beim MRT:Das KB ist noch ganz und das Innenband auch,also sind sie wahrscheinlich nur zu locker,jedenfalls nicht wieder kaputt:-D Es ist keine Entzündung drin,aber Flüssigkeit.Die Schmerzen kommen wahrscheinlich dann von den Muskeln und von der Narbe,die trotz massieren ziemlich hart ist...


    Sport geht bei mir noch nicht,besondere Schwierigkeiten hab ich noch mit rennen und ungeplanten Bewegungen.Naja,ich mach jetzt ganz motiviert meine Reha weiter und hoffe,dass dann alles stabil und gut wird...

    @ SGDFan

    Also ich wurd am 8.10 operiert und mein Knie ist immer noch recht dick, was ganz normal sein soll. Am besten hochlegen und kühlen.


    Ich lieg auch den halben tag nur rum ... so langsam wirds für mich auch langweilig und ich weis nix mehr mit mir anzufangen :P.


    Hab auch ne Schiene an, allerdings is die noch ganz starr also ich kann mein Knie gar nicht beugen, erst am Montag bekomm ich sie bis 90° eingestellt.


    Wo hattest du denn die Schmerzen beim aufstehen?


    Ich hatte jetzt einmal KG, hab Lymphdrainage bekommen, dass die Schwellung nachlässt und bestimmte übungen gemacht, dass die Muskulatur erhalten bleibt.


    Viel machst du beim ersten mal bestimmt nicht.


    Ich kenn das, ich war vor ner Woche in der selben Situation... hab mir stundenlang Foren durchgelesen und Videos angesehn ;-D

    @ Furmi

    Ich hatte das Gefühl das der Schmerz genau dort war,wo das neue vordere Kreuzband eingesetzt wurde. Aber ich denkma reissen kann das erstma nich oder sich lösen von den Knochenblöcken oder?? Ansonsten hätte ich jetzt wahrscheinlich ziemliche Schmerzen, aber es geht eigentlich von den Schmerzen her mittlerweile. Naja das Fernsehprogramm kenn ich jetz auch auswendig, aber dann freut man sich wieder umso mehr wenn man etwas vernünftig laufen kann. Weiss einer wielange das ungefähr dauert bis man wieder halbwegs "normal" lebt???

    Du meinst wahrscheinlich an dem untersten Schnitt?


    Welche Sehne wurde den entnommen?


    Dass die Knochenblöcke so schnell herausgehen bezweifel ich doch stark.. eine ärztin hat zwar gesagt, dass das passieren könnte wenn ich mich sofort nach der OP ohne orthese bewege, aber auch dann glaub ich das net, die Knochen werden ja mit Schrauben fixiert.