Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

    Hallo Leute,


    wer von euch nimmt hier eigentlich Nahrungsergänzungsmittel für Fitness oder allgemein Sport? Bringen solche Mittel wirklich etwas um beispielsweise mehr Kraft zu bekommen oder schneller abzunehme?

    Wie sind da eure Erfahrungen so?

  • 9 Antworten

    Was meinst du mit Nahrungsergänzungsmitteln, Vitamine und Vitalstoffe oder Proteinpulver? Mit letzterem zusätzlich zur normalen Ernährung, nimmt man sicherlich nicht ab, eher zu. Sind ja dafür gedacht in der Massephase genug Eiweiß zur Verfügung zu haben um Muskeln aufzubauen. Wenn man nicht ordentlich trainiert, kann das echt ganz schön schief gehen.


    Vitamine braucht man, sofern kein Mangel vorliegt, nicht noch extra zu substituieren.

    hannahkrone schrieb:

    Hallo Leute,


    wer von euch nimmt hier eigentlich Nahrungsergänzungsmittel für Fitness oder allgemein Sport? Bringen solche Mittel wirklich etwas um beispielsweise mehr Kraft zu bekommen oder schneller abzunehme?

    Wie sind da eure Erfahrungen so?

    ich schwöre auf Vitamine + Zink + Selen + Magnesium ;)

    Ich nehme nur Vitamin Präparate, wenn ich einen nachgewiesenen Mangel habe.

    Einige Vitamine können auch im schlimmsten Fall zu einer Überdosierung führen, daher würde ich definitiv nicht auf eigene Faust irgendwas einwerfen, weil es gerade "trend" ist, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

    Dekristol einmal wöchentlich als Erhaltungsdosis (20.000 IE Vitamin D)

    Sowie einmal im Jahr eine Selenkur 50 Tabletten a 300 mg um die Antikörper unten zu halten (Autoimmunerkrankung)

    Ab und an nehme ich Magnesium, wenn ich mal wieder Herzrasen habe.

    Sonst nix.

    Mehr Muskelkraft gibts nur durch Training, nicht durch Nahrungsergänzung. Eiweiss für den Muskelaufbau brauchen die meisten Hobbysportler auch nicht so viel, wie sich da einige teilweise reinkloppen, weil 'man das so machen soll' :-/

    Nahrungserhänzungsmittel beheben allenfalls Schwäche, wenn ein Mangel vorliegt. Wenn nicht, bringt auch 'oben draufpacken' keinen Vorteil.


    Direkte starke Auswirkungen aufs Abnehmen gibts so leicht leider auch nicht. Allenfalls eine kleine Unterstützung, je nachdem wo man steht und was man nimmt. Kaloriendefizit ersetzt aber nix.

    Weil's so interessant und vielleicht auch von speziellem Interesse einzelner Betroffener ist, erzähle ich es mal ausführlich und weshalb ich es erfahren habe:


    Aaaalso, ich nehme täglich eintausend internationale Einheiten Vitamin D ein und bin dann im Winter bei 40 ng/ml Blut und im Sommer bei 50 ng/ml Blut.


    Warum nehme ich das ein?

    Vor vielen Jahren hatte ich mal eine Autoimmunerkrankung. Mein (super guter) Hausarzt nannte das "Weichteilrheuma". Weil ich mich irgendwann kaum noch bewegen konnte hat er mir eine Behandlung mit Cortison vorgeschlagen. Ich: "Kriege ich dann auch so ein dickes Gesicht?" Er: "Neenee, dann machen wir was falsch!"


    Ich sollte dann die ersten fünf Tage mit 65 mg/Tag anfangen. Danach wurde dann die Tagesdosis geringfügig herabgesetzt und das Einnahmeintervall verlängert auf 60 mg/Tag zehn Tage bis auf 0,5 mg/Tag und dann auf null nach mehr als einem Jahr zum Ausschleichen. Der Arzt hat mir einen handschriftlichen Zettel, wo alles draufstand, gegeben "geh'n se damit zur Apotheke und lassen se sich die passenden Packungen geben. Die sollen dann hier anrufen und sagen, was für ein Rezept sie benötigen. Für mich (so der Arzt) ist das zu kompliziert, mein letzter Matheunterricht liegt schon Jahrzehnte zurück".

    Ich musste die Tabletten ja teilweise halbieren oder vierteln, um auf die passende Dosis zu kommen und dann entsprechen zusammenstellen. Die Cortisonpillen kann man alle vierteln. Vier mal 0,5 mg erhält man aus einer 2 mg Pille. Wenn ich z.B. 30 Tage 7,5 mg/Tag einnehmen musste, dann nahm ich täglich eine Fünfer, eine Zweier und das Viertel einer Zweier.


    Ich zur Apotheke "Hier muss eine hochkomplizierte mathematische Aufgabe gelöst werden". Der Chef, den ich schon lange kenne, hört das und kommt zu mir, kuckt auf den Doktorzettel "das kriegen wir hin". Nach einer knappen halben Stunde beide auf der Theke gelehnt (Corona gab's noch nicht) haben wir das unter Berücksichtigung verschiedener Packungsgrößen und Konzentrationen hinbekommen.


    Erst der Apotheker hat mir erklärt, was da jetzt in meinem Körper passiert:

    In der Nebennierenrinde produziert der Körper vor allem tagsüber Cortison, weil das für verschiedene Sachen wichtig ist. Durch die Zuführung einer immens hohen Dosis entsteht eine Art Schockzustand, so dass der Körper die Eigenproduktion vollkommen einstellt. Durch das langsame zurück fahren und ausschleichen fährt der Körper die Eigenproduktion, wenn man Glück hat, wieder hoch. Ich hatte Glück. Vielleicht auch, weil der Apotheker darauf hinwies, das ernst zu nehmen, die Dosis täglich möglichst zur gleichen Zeit zu nehmen, nicht zu unterbrechen .... "sonst gerät alles durcheinander".


    Ich bin jetzt seit Jahren total beschwerdefrei. Und warum immer noch Vitamin D?

    Mein Hausarzt hat mich zu einem Rheumaspezialisten geschickt "da muss mal eine Person drauf kucken die davon richtig was versteht". Und der Spezialist hat die tägliche Einnahme von 1000 I.E weiterhin empfohlen "weil in diesen Breitengraden die hier lebenden Leute" in der Regel unterversorgt sind. Das trifft insbesondere auf dunkelhäutige, die sonst in Afrika leben, zu.

    Auf die Frage: "Was ist mit Vitamin B?" Die Antwort: "Kein Problem bei ausgewogener gesunder Ernährung."


    Nun zu anderen Ernährungs-Ergänzungsstoffen:

    Nach einhelliger Lehrmeinung von Medizinern und Ernährungswissenschaftlern besteht bei normal gesunden Personen, die sich ausgewogen ernähren kein Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln.

    Es gibt aber Ausnahmen, z.B. Berufstaucher, Stahlwerker, Leute die an Warmarbeitsplätzen, etc. arbeiten können das sein. Leute, die viel schwitzen.... Diesen werden aber i.d.R. Elektrolyt-Getränke mit den entsprechenden Rezepturen und verschiedenen Geschmacksrichtungen vom verantwortlichen Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt.


    Es gibt aber Personengruppen, bei denen man prüfen muss oder sollte:

    Wichtig sind Schwangere (die stehen ganz oben an!!) aber auch alle anderen "gebärfähigen" Frauen. Ältere (Osteoporose z.B.)

    Kinder, Jugendliche.


    Fazit: Normal gesund, fit mit ausgeglichener Ernährung und vielleicht noch jung an Jahren, dann muss man nix zusätzlich einwerfen.


    Zum Vitamin B wäre zu sagen, dass es sehr wichtig ist, aber dem Körper bei ausgeglichener Ernährung in ausreichender Menge zugeführt wird.

    Bei mir ist z.B. der MCH-Blutwert leicht überschritten. Dann platzen die roten Blutkörper und Betroffene sagen "Mein Blut wird weniger und keiner weiß, wo es bleibt." Weil manche Ärzte es nicht erklären (können??)...

    Dem kann man durch entsprechende Ernährung entgegen wirken. Einfach nur mal ne Hand Nüsse einwerfen und dann passt es wieder.