Probleme

    Hallo zusammen,


    mich will mal euren Rat einholen für meine Freundin (37). Sie ist am 01.09.2020 auf dem Arbeitsweg auf der letzten Stufe der Treppe zur Bahn mit dem rechten Fuß umgeknickt. Stand wohl kurzzeitig auf ihrem Knöchel, bis sie dann zu einer Bank humpelte. Dann sackte vor Schmerz kurz der Kreislauf zusammen.


    Der „Unfall“ wurde als Wegeunfall erfasst und sie begab sich dann zum Durchgangsarzt. Dieser röntge, allerdings ohne weiteren Befund aber die bekam einen Stützverband. Danach war sie jeweils eine Woche für drei Wochen krank geschrieben. Nach zwei Wochen wurde ein MRT durchgeführt. Befund: „Verdacht auf Anriss der äußeren Bänder.“ Deutliches Knochenmarksödem im Maleolus Medialis. LFTA verdickt und etwas Signal angehoben mit erhaltener Kontinuität. Ähnlicher etwas geringer ausgeprägter Befund des LFC. LFTP kontinuierlich verfolgbar. Perifokales Ödem am LFTA. Moderater Gelenkerguss im OSG mit ventraler intraartikulärer länglicher Struktur. A.E. Plica-ähnliche synoviale Verdickung. Tendinopathie der Fibularis Longus Sehne.


    Sie bekam dann nach drei Wochen einen Stützstrumpf. Das Sprunggelenk war ca. 4-6 Wochen lang sehr dick. Gegenüber dem anderen ist es auch nach 10 Wochen sichtbar dicker. Zudem war ein halbrunder Bluterguss unterhalb vom Knöchel zu sehen. Sie hatte sehr lange sehr starke Schmerzen und konnte sogar teilweise nicht gut schlafen. Das Sprunhgelenk kann man aufgrund der Schmerzen nicht anfassen. Der Fuß muckert und schmerzt vor allem in Ruhe. Das erste Mal Physiotherapie ist jetzt am Freitag.


    Da sie nach 10 Wochen nicht mehr warten wollte und Bewegung braucht, hat sie es mit leichtem Joggen probiert. Beim Joggen gabs keine Probleme. Erst danach in Ruhe wieder höllische Schmerzen wie in der zweiten Woche nach dem Unfall. Nach dem dritten Mal Joggen mit 6km sind die Schmerzen nun so stark, dass sie nicht mehr weiter machen kann, obwohl sie sehr gerne würde.


    Nun fragen wir uns natürlich: ist das normal, dass das sooo lange dauert alles? Warum schmerzt der Fuß nur in Ruhe und was könnte es noch sein?


    Viele Grüße und danke schonmal für Tipps

  • 4 Antworten

    Sorry mein Smartphone hat gepostet bevor ich mit dem Titel fertig war. Und bearbeiten kann man hier nicht. Sollte heißen: „Probleme mit Bänderanriss auch nach 10 Wochen“


    Vielleicht kann das ein Moderator ergänzen

    Ein Bänderriss- oder überdehnung kann mit unter langwierig sein. Bewegung ist sicherlich nicht verkehrt, allerdings würde ich sowas belastendes wie Joggen erstmal weglassen. Nach einer Ruhepause kommt es auch schnell zur Überlastung der geschädigten Sehne. Deine Freundin sollte langsam die Belastung steigern. Hat sie keine Physio verschrieben bekommen?

    Tja, doppelt Pech. Zuerst nicht unmittelbar nach dem Unfall richtig behandelt und jetzt zieht sich das Ganze in die Länge. Knöchelaußenband ist natürlich auch eine saublöde Stelle. Das dauert, mitunter Monate. selbst danachkann man immer noch ein unsicheres Gefühl im Knöchel haben. Eine saublöde Idee ist es allerdings auch, vor Ungeduld mit dem Joggen anzufangen.

    Bei akuten Beschwerden immer möglichst viel hochlagern und Kühlen, keinesfalls Salben, die das Ganze noch anheizen. Viel Geduld und gute Besserung!