Schwächegefühl/Schwindel beim Krafttraining

    Liebe Leserinnen und Leser,


    ich bin 21 Jahre jung und betreibe seit meinem 17. Lebensjahr aktiv Krafttraining. Vor ungefähr einem Jahr vernahm ich ein Schwäche-, Schwindelgefühl bei einer Krafttrainingseinheit. Natürlich kann man auch 'mal weniger gute Tage haben, und somit führte ich diese Sensation auf eine banale Dehydration bzw. Hypoglykämie zurück. Jedoch trat jenes Schwäche-,Schwindelgefühl bei jeder weiteren Krafttrainingseinheit auf, wobei die Intensität des Trainings ausschlaggebend für das Auftreten der Symptome war, d.h. je größer der Kraftaufwand, desto schneller trat das Schwäche-,Schwindelgefühl auf. Die Position mit der ich gewisse Übungen durchführte steuerte auch ihren Teil zur Verschlechterung des Befindens bei. Nach meiner subjektiven Wahrnehmung ging es am Rücken liegend (z.B. Bankdrücken) besser als zum Beispiel vorgebeugt (z.B. Rudern mit Langhantel). Weitere Symptome waren Herzklopfen (ich spürte intensiv wie mein Herz im Brustkorb klopfte) und teilweise Herzrasen. Das für mich persönlich skurrilste an der ganzen Sache war, dass dies nur beim Krafttraining auftrat, ich jedoch weiterhin beschwerdefrei und problemslos Cardiotraining ausüben konnte. Ich konnte Joggen bis an mein konditionelles Limit und Kreislaufbeschwerden hatte ich generell nie. Zur Ernährung: Ich trinke 3-5l Wasser täglich, ernähre mich ausgewogen, proteinreich und meide Fertiggerichte, Alkohol,Fast Food und rauche auch nicht.


    Somit führte mich mein erster Weg zum Hausarzt. Nach einem Bluttest stellte sich heraus, dass bis auf einen minimal erhöhten Wert der Harnsäure alle Werte im Referenzbereich lagen. Mir wurden Betablocker verschrieben, jedoch halfen diese nicht im geringsten. Mein nächster Weg führte mich zum Internisten, dabei stellte sich heraus, dass mein Blutdruck bei Belastung zu hoch anstieg (was ich mir allerdings schon denken konnte) und ein Herzultraschall wurde auch durchgeführt (dabei konnten keine Auffälligkeiten diagnositiziert werden). Jener Internist empfahl mir vermehrt Cardiosport zu betreiben und das Krafttraining für's Erste einzustellen. Wie gesagt, so getan – trotzdem keine Besserung. Ein Sportarzt veranlasste ein Wirbelsäulenröntgen sowie ein EEG, beide unauffällig. Seine Vermutung war, dass Verspannungen im Schulter-,Nackenbereich zu einer Verengung von Blutgefäßen führen und dass sich dies durch den Schwindel bemerktbar macht. Also wurden mit zehn Physiotherapieeinheiten verschrieben, welche ich auch alle im Wochentakt wahrnahm. Eine wirkliche Besserung der Symptome konnte ich jedoch trotzdem nicht feststellen.


    Als nächstes suchte ich einen HNO Arzt auf (das war ungefähr vor zehn Tagen), leider 'erfolglos'.


    Allmählich bin ich wirklich am verzweifeln, denn das Krafttraining war seitdem ich damit anfing eine große Passion von mir und ich möchte unbedingt wieder beschwerdefrei dem Krafttraining nachgehen können. Sollte ich weitere Physiotherapieeinheiten in Anspruch nehmen? Oder soll ich andere diverse Untersuchungen durchführen lassen? Bin wirklich mit meinem Latein am Ende und würde es wirklich sehr schätzen und mich darüber freuen, wenn jemand Ideen bzw. Anregungen hätte wie ich weiterhin verfahren könnte.


    Mit freundlichen Grüßen

  • 12 Antworten

    Hey, xsicht.


    Könnte es sein, dass es dir bei deinem Schwindelgefühl auch schwarz vor Augen wird? Evt. wird dein Gehirn während der Kraft-Belastung nicht ausreichend Sauerstoff versorgt.


    Wenn das Herz zu rasen anfängt deutet es oft auf eine Streßreaktion hin, z.B. hohes Adrenalinspiegel.


    Aber ich würde dir raten bei einem kompetenten Arzt darüber zu erkundigen.


    Grüße, *:)

    Grüß dich xsicht,


    genau die selben Probleme habe ich auch seit einem Jahr. Wollte heute nach 3 Monate Pause wieder langsam anfangen und bekam nach nur 1, 2 kleinen Sätzen Schwindel und leichte Atemprobleme. Weiß auch nicht mehr weiter. :/


    Hoffe, mit dir, dass es jemanden gibt, der einen Rat geben kann.

    Danke für die Antwort Konjok!


    Also schwarz vor Augen wird mir nicht. Es ist lediglich ein Schwäche-,Schwindelgefühl.


    Bezüglich des erhöhten Adrenalinspiegels: mein Hausarzt meinte dass ich generell eine leichte Überfunktion des Sympathikus habe.


    Naja, ich habe demnächst wieder einen Termin bei einem Sportarzt – die Hoffnungen sterben zuletzt %-|


    Auch Dir danke für die Antwort KenjiHarima!


    Ohje :-( Ich kann nur allzu gut mit dir mitfühlen. Es ist wirklich frustrierend. Man will um jeden Preis dem Krafttraining nachgehen, der Schwindel durchkreuzt diesen Plan jedoch. Und wirklich weiterhelfen kann einem auch niemand.


    Wenn ich der Ursache auf den Grund komme, werde ich dies hier natürlich berichten. Womöglich kann ich ja auch Dir damit helfen. Wünsche Dir viel Erfolg bei der Ursachensuche, nach einem Jahr wird es glaub ich für Dich sowie mich Zeit, dieser Misere ein Ende zu setzen :-)


    Auf baldige, ausgiebige sowie intensive Trainingseinheiten :)^


    Mit freundlichen Grüßen

    Mh, schwierig, zumal durch Ärzte ja schon massig Ursachen ausgeschlossen sind. Vllt ist die Ursache psychosomatisch zu begründen. Denn du scheinst ja kerngesund zu sein. Mehr fällt mir da nicht ein...

    Das befürchte ich mittlerweile auch schon. Würde aufgrund jüngster Ereignisse sinn machen. Mich irritierte nur die Tatsache, dass dieser Schwindel nur beim Krafttraining auftrat. Wenn es ein dauerhafter Schwindel ohne organische Ursachen wäre, würde ein psychosomatischer Hintergrund für mich noch Sinn ergeben. Naja, aber ausschließen sollte ich es wahrscheinlich trotzdem nicht.


    Jedoch danke vielmals für die schnelle Antwort und für die Anregungen!


    Mit freundlichen Grüßen

    Kann doch auch ohne Chronifizierung psychosomatisch sein... du hattest einmal nen heftigen Schwindel und seitdem Angst davor und bekommst deshalb immer wieer diesen Schwindel. Das jetzt einfach mal so als Gedanke in den Raum geworfen.


    Scheiss mal auf Schulmedizin und versuche vor dem Training Entspannungsübungen zu machen... zum Beispiel auf nen Stuhl oder im Scheindersitz verweilen, Augen zu und mehrere Minuten lang nur auf die Atmung konzentrieren. Also das machen, was einige als Meditation sehen. ;-) Achte dabei auf die Pausen zwischen Ein- und Ausatmung. Vllt noch Entspannungsgedudel dazu... und dann ran an die Gewichte.


    Bringt gut runter und beruhigt sehr... vllt reicht das ja schon aus. o:)

    Etwas Schwindel ist doch bei starker Belastung des ZNS vollkommen normal! Wenn du Gewichte im fortgeschrittenen Bereich bewegst, ist das absolut normal, dass es dich nach einem harten Satz etwas dreht! Das kann dir so ziemlich jeder KDKler bestätigen ;-)


    Was du probieren kannst, ist an deiner Atmung zu arbeiten. Wie atmest du während den Sätzen? Hast du ne Pressatmung a la Vasalva während Kniebeugen?

    Servus,


    Ich hoffe wirklich das du das ein paar Jahre nach deinem Beitrag liest. Es ist als hätte ich ihn selbst geschrieben, habe die gleichen Symptome, Untersuchungen,Blutergebnisse, bin auch 21 Jahre und kann keine Ursache finden.


    Ist mittlerweile schon bekannt woher dad alles kommt? Ich bin auch schon am Ende was ich noch machen könnte.


    Falls du das liest würde ich mich freuen wenn du mir hier oder unter peterziegler94@gmail.com schreibst. :-)

    Ich würde bezüglich zu einem Arzt damit gehen und erstmal ihn frage, vlt weiß er ja weiter. Was viele Menschen auch beim Fitness unterschätzen ist die ein- und Ausatmung. Sie spielt eine wichtige Rolle 1. für Kraft und 2. schwindelkeit.


    Es könnte auch aber daran liegen, was du zu dir nimmst. Z.b. könnte der Ursacher, des Geschehens ein booster sein, denn du zur Zeit benutzt. In einem booster steckt auch vieles was deinem Körper schaden könnte. Ich weiß nicht ob du jz so erfahren bist und dich mit dem ganzen alles auskennst aber wichtig sollte es dir schon sein, was du da du dir nimmst 😏 Überstreng auch deinen Körper nicht zu viel und halte deine Pausen auch ein ansonsten, weiß ich auch nicht weiter.. Hoffe ich konnte dir etwas helfen