Ursache für massiven Verlust an körperlicher Leistungsfähigkeit

    Hallo zusammen,


    kurz zu meiner Person: Ich bin männlich und zur Zeit 37 Jahre alt. Ich musste leider die letzten drei bis vier Jahre einen extremen Abbau meiner körperlichen Leistungsfähigkeit feststellen. Damit einher ging eine ordentliche Gewichtszunahme und auch eine optische Alterung um mindestens zehn Jahren. Das ganze ist mittlerweile so schlimm, dass ich nicht mal mehr in der Lage bin, meinen Haushalt zu schmeißen. Es reicht schon,wenn ich ein wenig die Treppe hinauf gehen muss, um vollkommen außer Atem zu geraden. Anstrengende Haushaltsarbeiten wie Saugen oder Putzen sind mittlerweile nicht mehr möglich, weshalb ich leider eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen muss.

    Ich betreibe seit ungefähr meinem 20. Lebensjahr ein tägliches, ca 20 minütiges Workout, hauptsächlich mit Focus auf Muskelaufbau. Früher hat es richtig Spaß gemacht und ging mir extrem leicht von der Hand, mittlerweile ist es die reinste Qual.


    Was könnten die Ursachen für diesen Extremzerfall sein? Ist sowas normal? Falls ja, "freue" ich mich ja schon auf meine Zukunft.....


    Gruß,


    Matze.

  • 10 Antworten

    Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:


    1. Eine Krankheit oder körperliche Störung (warst du mal beim Arzt?)


    2. Der Lebenswandel - Ernährung, Bewegung, Stress oder seelisches Wohlbefinden.

    (Wie sieht es aus mit der Ernährung? Hattest du genug Bewegung vor 3-4 Jahren? Hast du Stress oder Lebensprobleme?)

    Plüschbiest hat recht. Ich würde auch an Schilddrüse und Vitamin B12 Mangel denken. Auch andere Mängel könnten vorliegen: Ferritin, Folsäure, Vitamin D3, A, E, Mineralien


    Gibt es ein aktuelles Blutbild inkl. Referenzwerten?

    Eventuell könnten die Lebensumstände wirklich die Erklärung dafür sein. Ich habe Anfang 2015 einen Job angefangen, der zwar Spaß macht, aber auch sehr stressig ist und mit sehr viel Pendelei verbunden ist. Zeit für körperlichen Ausgleich bleibt da nicht. Am Wochenende hole ich also meistens nur mein Schlafdefizit nach und kann mich wirklich zu nichts motivieren. Meine Ernährungsgewohnheiten habe ich nicht wirklich geändert über die letzten Jahre. Zudem trinke ich kaum Alkohol und rauche auch nicht mehr. An der Gewichtszunahme könnten diverse Psychopharmaka schuld sein, darunter Mirtazapin, welches ich allerdings nur noch in einer kleinen Dosis von 15 mg nehme. Außerdem nehme ich das Medikament schon sehr lange, seit etwa acht Jahren, womit es als Erklärung für die ständige Schlappheit ausscheidet. Mein Nervenarzt hat mir zusätzlich noch 300mg Bupropion verschrieben, welches etwas hilft, aber die Atemlosigkeit und das Herzrasen nach körperlicher Belastung eher noch schlimmer macht. Ich muss demnächst wieder hin und werde mal nach einem großen Blutbild inkl. TSH/T3/T4 fragen. Bei der letzten Untersuchung vor etwa zwei Jahren waren die Werte jedoch angeblich in Ordnung. Falls es wieder keine Auffälligkeiten geben wird, muss wohl leider von einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz ausgegangen werden, was wohl fatale Folgen für den Alltag und die Lebenserwartung hätte.

    matze1980 schrieb:

    An der Gewichtszunahme könnten diverse Psychopharmaka schuld sein, darunter Mirtazapin,

    Was nimmst du denn noch an Psychopharmaka ein?

    Hast du jemals eine Psychotherapie gemacht? Oder immer nur Medikamente genommen?

    Schau dir mal den Beipackzettel von Mirtazapin im Internet an.

    Da findest du deine Beschwerden unter den Nebenwirkungen.


    matze1980 schrieb:

    Meine Ernährungsgewohnheiten habe ich nicht wirklich geändert über die letzten Jahre.

    Ernährst du dich denn gesund und ausgewogen? Ich vermute, eher nicht.

    Dazu noch Stress und Bewegungsmangel, diverse Medikamente.

    Mich wundert dein Zustand nicht.

    matze1980 schrieb:

    Außerdem nehme ich das Medikament schon sehr lange, seit etwa acht Jahren, womit es als Erklärung für die ständige Schlappheit ausscheidet

    Nein, die Nebenwirkungen können auch nach Jahren auftreten.

    Alle Blutbefunde immer aushändigen lassen. Hier im Forum sind ganz verschiedene Mitglieder unterwegs, die auf verschiedenen Gebieten versiert sind und anhand der Blutbilder womöglich gute Hinweise/Tipps liefern können.

    Hancas Hinweise bezüglich Nebenwirkungen würde ich übrigens ernst nehmen, wenn ich betroffen wäre. Gute Hinweise.