Vorderes Kreuzband nach op mit Teilsteifigkeit

    Hallo Zusammen,


    Nach großem hin und her habe ich am 19.9.16 mein vorders Kreuzband operiert bekommen und ein neues von meiner eigenen Sehne eingesetzt bekommen. Da ich aber nicht Privat Versichert bin wurde ich von meinem Privatarzt von seiner Privatklink gebeten in ein Krankenhaus zu gehen wo Sie operieren und Belegbetten haben(als kurze Info).


    Nach 4 Tagen ohne Verbandswechsel bin ich entlassen worden. 10 Tagen nach der OP habe ich nach eigener Termin Vereinbarung die Fäden gezogen bekommen das war ein Donnerstag und am Freitag Abend haben die Schmerzen so richtig angefangen aufzublühen.


    Habe daraufhin über das ganze Wochenende mit Ibu 600, Navalgin und Tilidin geschafft ohne verbesserung der Schmerzen.


    Daraufhin bin ich an dem Mittwoch nach dem Wochenende in die Praxis gefahren um zu checken was da los ist. Er hat es sich angeschaut und die Flüssigkeit aus dem Knie gezogen ca. 120 ml und dieses dann zur Untersuchung eingeschickt, die Schmerzen waren bis dahin immer noch gleich. Am freitag wurde ich dann Notoperiert, d.h. Sie haben mir das Knie gespült unter Vollnakose. Unter umständen durfte, betonung auf durfte, ich eine Nacht dort bleiben. Ab da fing auf gut Deutsch die ganze Scheiße an!!! Nachdem ich alle 2 Tage zur kontrolle hin bin und das Falsche Antibotika bekommen habe ging es richtig los mit den Spülungen unter Vollnakose los, bis heute sprich 6 Wochen nach der ersten OP bin ich 4 Mal operiert worden im 3 Tage Schritt und mit Tabletten voll gepumpt worden von dem Antibotika angefangen bis hin zu Tilidin täglich!!! Bei jedem Kontrollbesuch wurde ich immer wieder Still gestellt mit den Worten "ball flach halten" es wird wieder aber ich muss ruhe bewaren und das Bein hoch legen hoch legen und nochmal hochlegen und die Streckschiene 24 Stunden 7 Tage die woche anlassen!!! Nachdem ich am Freitag den 28.10.16 zur Kontrolle wieder bei meinem Arzt war meinte er das Bein sieht von der Schwellung her gut aus aber wir haben jetzt eine Teilsteifigkeit im Kniegelenk, sprich ich kann mein Knie von 20° bis 55° bewegen. Das wir es mit der Kankengymnastik aber hin bekommen werden oder wir es nochmal aufmachen und das Verklebte Gewebe aufschneiden und es nochmal Spülen. Gut daruafhin habe ich die Praxis mit einem guten gewissen verlassen das ich in den nächsten paar Wochen wieder normal gehen kann und Arbeiten darf! Am Montag 31.10.16 hatte ich dann ein Termin beim Chefarzt der mich auch immer wieder Untersucht hatte in der Zeit. Ich habe ihm die Situation vom Freitag geschildert was sein Kollege mir gesagt hatte wegen dem Knie. Daraufhin schüttelte er mit dem Kopf und meinte also die Steifigkeit bekommen wir mit der Kankengymnastik nicht raus und mit Operieren wird es auch schwierig weil ich nicht stationär bleiben kann weil es die Kankenkasse nicht übernimmt und ich soll mir einen anderen Arzt suchen der das Stationär macht!!! Er habe sich jetzt auch genug um mich gekümmert sprich die Staphylokocken in griff bekommen und mich vor dem tote bewart und er sei ja nicht mein Behandelder Arzt sondern sein Kollege !!! Aber ich soll jetzt an einer Studie teil nehmen, da muss ich 4 Wochen lang 2 Verschiedene Tabletten "fressen" jeden Tag 3 mal täglich und machte die Tür hinter sich zu und verschwand!!!!!!!!!!


    Jetzt stehe ich wie der Ochse vorm Berg und weiß nicht was ich machen soll?!?!?!!?


    Ich bin 23 Jahre alt, vor der OP Sportler durch und durch und komme 6 Wochen später als Krüpel wieder raus!!!


    WAS SOLL ICH NUN TUN? x:)

  • 2 Antworten

    He , das liest sich fast wie meine eigene Geschichte !!! Meine Kreuzband -OP war im Juni , Infektion nach einer Woche festgestellt ,dann für 6 Tage im Krankenhaus ruhig gestellt --- jetzt nach ambulanter Reha mit Diagnose Atrhrofibrose .


    Was ist bei dir schiefgelaufen ?


    * Zuallererst natürlich Die Infektion !!! ---- Das Schlimmste was passieren kann !


    * Kein KH-Aufenthalt während der Infektion und Arthroskopien zur Spülung ! --- Eigentlich unglaublich !


    * Keine Reha beantragt ???


    Also alles in allem klingen deine Symptome für mich nach einer Arthrofibrose , also einer patholog. Vermehrung von Bindegewebszellen (Narbengewebe) innerhalb des Knie's. Das könnte Ursache des Streck- und Beugungsdefizites sein .


    Da ich gerade selbst im Prozeß bin , mein Rat - bitte deinen Orthopäden des Vertrauens um ne Überweisung zu einem MRT . Da könnte er nämlich nachschauen lassen ob mit dem Transplantat (Bohrkanäle etc.) , sowie dem Knorpeln alles okay ist. Und dann , wird dir höchstwahrscheinlich nur eine weitere OP/Arthroskopie helfen.


    So wie mir gerade auch.


    Für alle Besserwisser hier - ich schreibe HKC77 meine persönliche Einschätzung/Rat aus eigener Erfahrung und mit dem Wissenstand eines Krankenpfleger's. Selbstverständlich heißt dies nicht das ich in Allem zu 100 Prozent recht haben muss !!!

    Mein Kreuzband wurde mit einer anderen Methode repariert, bei der mein Knie 6 Wochen lang nicht mehr als 40 Grad beugen durfte. Danach war ich dazu auch nicht mehr in der Lage. Aber mit 4 Monaten Physiotherapie und viel Arbeit meinerseits ist es wieder beweglich.


    Bei dir kann natürlich durch die wiederholten OP mehr Narbengewebe entstanden sein. Bevor ich mich aber von diesen Metzgern nochmal blind unters Messer legen würde, würde ich auf ein MRT bestehen. Und am besten einen anderen Arzt suchen, der sich vernünftig um dich kümmert. Er hat sich post OP überhaupt nicht richtig um dich gekümmert. Die Rechnung hatte er da wohl schon kassiert.