Ja, gewogene, bei einem Kuraufenthalt penibel zugeteilte Kalorien. Natürlich wurde sie nicht rund um die Uhr bewacht, aber einen Pizzadienst u. ä. hat sie sicherlich nicht bestellt. Es gab auch keine Süßigkeiten-Automaten im Haus, und sie war ziemlich verzweifelt, wirkte jedenfalls absolut glaubwürdig.


    Selbst wenn sie mal was nebenbei gegessen hätte - ich hätte mir ihrer Schmalkost insgesamt sicher abgenommen. Das ist alles kein Beweis, aber ich verstehe auch gerade nicht, wieso Du so insistierst?


    Mach Dir nicht die Mühe des Heraussuchens; ich habe weder Zeit noch Lust dazu, dass wir uns hier nun gegenseitig Studien um die Ohren hauen. Du kannst gern abwehren und denken, was Du meinst - aber nimms mir nicht übel: Ich tue das auch. Wir kommen im übrigen gerade vom TE und ziemlich von seinem Thema weg.

    Nur dass es für deine Aussage eben keine seriösen Quellen gibt, weil sie falsch ist :-).


    Es kann durchaus sein, dass mal ein Weilchen keine/wenige Veränderungen auf der Waage sichtbar sind (wie gesagt, Wassereinlagerungen). Wenn man dann nach ein paar Tagen/wenigen Wochen denkt "Hungerstoffwechsel" und dann aufgibt, dann wird man halt auch nicht eines besseren belehrt. Diese Plateaus sind aber bei Gewichtsabnahme von mehr als ein paar KGs unabhängig vom Defizit relativ normal, und einer der Hauptgründe, dass Abnehmvorhaben scheitern - weil die Leute glauben, sich den Stoffwechsel kaputt gemacht zu haben und dann frustriert aufgeben.


    Und ich finde nicht, dass die Aufdeckung von Abnehmmythen in irgendeinem Thema, das Abnehmen zum Ziel hat, vom Thema abweichen kann, weil der Glaube an diese Mythen (insbesondere an "Du nimmst nicht ab weil du zu wenig isst") so viele Menschen daran hindert, erfolgreich abzunehmen.

    Wie ich schon schrieb. Weil Abnehmmythen wie der Hungerstoffwechsel daran schuld sind, dass ein Haufen Menschen davon glauben, dass sie nicht/nur seeehr schwer abnehmen können. Und viele von diesen Menschen mit ihrem Gewicht sehr unglücklich sind, abgesehen von den gesundheitlichen Risiken von Übergewicht. Aus dem gleichen Grund würde ich auch bei anderen Irrtümern und Mythen dagegen argumentieren, die Menschen daran hindern, gesünder zu leben, obwohl sie es eigentlich wollen.

    Was heute die wirklichen Irrtümer sind, wird sich später herausstellen - wie es schon häufig in der Vergangenheit der Fall war.


    Zum Nachdenken mal wieder gute, alte und so wahre Spruch: "Ich weiß, dass ich nichts weiß". *:) zzz

    Zitat

    Wie an eindeutig an den Bildern von ausgezehrten Menschen in Hungergebieten sieht...

    Die essen nicht zu wenig: die hungern! Sie bräuchten viel mehr, haben aber nicht mal das Notwendigste. Und von Diäten wissen diese Menschen nichts. Sie haben mit Sicherheit einen hochaktiven Stoffwechsel, keinen durch Dauerdiäten beschädigten.


    Menschen, die hungern, haben nicht mal ausreichend Kalorien, um die Stoffwechselvorgänge aufrecht zu erhalten. Sie zehren sich selbst auf, nehmen die notwendige Energie dazu zuerst aus ihrem Fett und letztlich aus ihren Muskeln. Das ist auch der gründsätzliche Vorgang bei jeder Diät. Jeder Mensch nimmt ab, wenn er weit unterhalt der notwendigsten Kalorienaufnahme, des Verbrauchs, bleibt.


    Nur ist es - und das ist der springende Punkt - eben verschieden, wie viel an Energieaufnahme nötig ist. Durch viele Diäten "heruntergefahrenen" Stoffwechsel, der nun viel weniger benötigt, um zuzunehmen, gibt es jedenfalls - auch bekannt als Jojo-Effekt z. B. nach dem Fasten. Dann wird jede Kalorie aufgesogen wie ein Schwamm, und das Gewicht steigt rasend schnell.


    Wer mit 800 Kalorien nicht mehr abnimmt, würde es wahrscheinlich dann mit 500 am Tag - bloß ist das über einen längeren Zeitraum normalerweise nicht durchzuhalten. Dass es heute tatsächlich schon Diäten mit 500 Kalorien am Tag wie die HCG-Diät gibt, ist einer der Auswüchse der westlichen Wohlstandwelt.

    Um es noch deutlicher zu machen:


    Ein ständig, d. h. über viele Jahre durch knappe Kalorienzufuhr auf Sparflamme gehaltener Stoffwechsel beginnt gewissermaßen Kalorien zu sparen, effektiver zu nutzen, also aus Körpersicht "wirtschaftlicher" zu funktionieren.


    Das hat mit dem Hunger in Drittweltländern nichts zu tun, und ich finde es schon ziemlich zynisch, damit hier zu argumenten.

    Egal wie oft du es schreibst, es stimmt einfach nicht. Wenn der Körper ohne Schäden "lernen" könnte effektiver zu funktionieren, hätte er das in Jahrhundertausenden der Evolution längst getan. Wieso sollte ein evolutionär sinnvoller Körper die Fähigkeit haben, mehr Reserven aufzubauen als er es tut, diese aber in der Regel nicht nutzen?


    Ich poste jetzt hier doch nochmal ein paar der diversen wissenschaftlichen Studien, die sich mit dem Grundumsatz bei niedrigkalorischen Diäten beschäftigt haben: die "Sparflamme" wie du sie beschreibst existiert einfach nicht.


    Studie 1 - Über 10 kg Abnahme durch Kalorienreduktion, ohne Sport --> keine Verringerung des Energiebedarfs jenseits des aufgrund niedrigeren Gewichts zu erwartenden Werts.


    Studie 2 - Kein Unterschied im Energiebedarf zwischen ehemals adipösen Frauen mit Idealgewicht, und idealgewichtigen Frauen, die nie adipös waren


    Studie 3 - Personen die mit einer Flüssigdiät von 800 kcal/Tag deutlich Gewicht verloren hatten, hatten nur einen minimal niedrigeren Grundumsatz als Personen die nie abgenommen hatten (minimale Verringerung durch andere Faktoren erklärbar)


    Natürlich kannst du weiter behaupten, diese "Sparflamme" würde existieren. Nur ist das halt aus meiner Sicht ähnlich wissenschaftlich fundiert, wie die Behauptung, die Sonne drehe sich um die Erde. Falls du mir hingegen wissenschaftliche Studien liefern kannst, die eine signifikante (also so, dass ein normaler Mensch mit 800 kcal nicht mehr/kaum noch abnimmt) Reduktion des Kalorienverbrauchs durch eine Diät belegen, bin ich gerne dabei, etwas dazuzulernen.

    Die üblichen Gründe für den Jojo-Effekt sind übrigens:


    1. Wassereinlagerungen. Wenn du die Kohlehydratspeicher am Anfang einer Diät leerst, verliert der Körper auch eingelagertes Wasser. Deshalb verlieren die meisten Menschen am Anfang einer Diät ein paar kg mehr Gewicht, als sich durch reinen Fettabbau (wir erinnern uns, 1kg Fett entspricht ca. 7000 kcal) erklären ließe. Wenn sie danach wieder "normal" essen, lagern sie dieses Wasser (2-3 kg) wieder ein.


    2. Essverhalten. "Ich darf jetzt wieder normal essen." führt leicht dazu, sich alles zu erlauben, was man sich die Zeit davor verboten hat. Mit dem Effekt, dass man eben mehr als seinen Verbrauch isst, und deswegen wieder zunimmt.


    3. Essverhalten Teil 2. Wenn ich 80 kg wiege, ist mein Verbrauch bei gleicher Aktivität höher, als wenn ich 60 kg wiege. Wenn ich also von 80 kg auf 60 kg abnehme, und danach wieder so esse, wie ich mit 80 kg essen konnte (und mein Gewicht dabei stabil gehalten habe), dann werde ich über kurz oder lang auch wieder bei 80 kg ankommen.

    Egal, wie oft DU jetzt entgegenschreibst: Du magst Recht haben oder auch nicht. Ich bin nicht rechthaberisch, wie mir scheint, im Gegensatz zu anderen Usern.


    Ich werde Dir übrigens jetzt nicht mehr antworten, mir ist dieses Gehacke zu blöd.

    Das Problem ist, dass du der Ansicht bist, dass deine wissenschaftlich widerlegte Meinung gleichwertig ist zu den wissenschaftlich belegten Tatsachen. Und dass du leider 0,0 bereit bist, dich von Fakten von dieser Meinung abbringen zu lassen, sondern sie weiter propagierst, obwohl diese Mythen wie schon beschrieben einen Haufen Menschen daran hindern, ihr (gesünderes) Wunschgewicht zu erreichen, weil sie den Eindruck erwecken, Abnehmen wäre super kompliziert, weil man sich vor Jojo, Hungerstoffwechsel, bösen Kohlehydraten zur falschen Zeit, Stress und whatnot in Acht nehmen muss, sonst kann es ja gar nicht klappen.


    Es ist natürlich dein gutes Recht, es als Rechthaberei zu empfinden, wenn jemand anderes Fehlinformationen nicht einfach stehen lassen will. Aber wenn wir alle immer Fehlinformationen als gleichwertig zur wissenschaftlichen Realität angesehen hätten, dann wären wir auch immernoch davon überzeugt, dass die Erde eine Scheibe ist.