Erstmal danke, für all eure Kommentare!


    Der "unsensible post", wurde entfernt, bevor ich ihn lesen konnte, vielleicht ist das auch besser so.


    Ich verstehe es, das mein Freund genauso trauert und geschockt ist, darüber was passiert ist, aber warum lässt er mich nicht an sich ran, damit wir gemeinsam den Verlust bewältigen können? Ich habe es schon mehrmals versucht, ihm gezeigt, das ich für ihn da bin und das ich weiß, das es auch schwer für ihn ist, aber ich treffe nur auf Ablehnung und Wut.


    Ich befürchte, das er mir die schuld gibt dafür, was unserer kleiner Amelia passiert ist. Und das ist einfach ein sehr schwerer Ballast, der auf mir lastet.

    @ Meta4 - nein,

    habe ich nicht, was ist das für eine Initiative?


    Ich habe ihm auch schon Trauerbegleitung vorgeschlagen, er möchte so etwas nicht. Er will keinen Fremden erzählen, das sein baby tod ist. Ich habe Angst, es alleine zu machen, weil ich befürchte es nicht hinzubekommen, ich wünschte mir, er würde es mit mir machen und das wir zusammen diese Situation durchstehen können, auch die Entfernung macht einiges kompliziert. Es war die rede davon, das wir zusammen ziehen, sobald das baby da ist. Wir haben sogar schon nach Wohnungen geschaut, aber seit dem, ist nie wieder ein Wort darüber gefallen. Ich denke, er möchte das einfach nicht mehr. Ich fühl mich so verloren ohne ihn, wir haben uns seit der "geburt" nicht mehr gesehen, er ist am nächsten Tag einfach nachhause gefahren. Immer wenn ich ihn sehen möchte, blockt er ab.


    Ich bin ganz alleine mit allem. Meine Eltern haben sich von mir abgewendet, als sie erfahren haben, das ich das Baby bekommen möchte, darauf hin bin ich von zuhause, in eine WG gezogen, ich habe keinen kontakt zu meinen Eltern, sie wissen beide was passiert ist, aber keiner hat sich gemeldet. Die Mutter meines Freundes, unterstützt mich soweit es geht auf die Entfernung hin und versucht für mich da zu sein. Freunde können einfach nicht umgehen mit dem Thema und sind überfordert, wenn ich gerne mit irgendjemand darüber reden möchte, dabei will ich doch danach keine mega komplizierte psychoanalyse von denen über das geschehen, das jemand mal einfach zuhört, würde reichen. Ich fühle mich so alleine und weiß einfach nicht wohin, mit der Trauer. Es tut alles so weh.


    und ich denke, ich kann sagen, das ich für mein restliches leben gezeichnet bin. Die Trauer, wird eines Tages nicht mehr so groß sein, aber ich werde immer daran denken und es wird mich ein ganzes Lebenlang begleiten, das meine kleine Amelia ein Sternenkind ist. :-(

    Zitat

    Erst 18 und schon für das ganze leben gezeichnet.

    Liebe virginiawoolf,


    dein Bericht hat mich tief berührt. Ich war 19, meine Frau 18, als unsere Tochter kam. Sie war der Anlass, so früh eine Familie zu gründen und ich habe es nie bereut.


    Habe das geplante Studium nicht machen können, musste ja Geld verdienen. Aber da auch wieder Glück gehabt, den Beruf übe ich immer noch aus.


    Ja, das hat mich auch für das ganze Leben gezeichnet, allerdings positiv.


    Ich bin mental ganz nah bei dir. Für den, der so früh einen Schicksalsschlag erleidet, sollte zu erwarten sein, dass bald das Glück anklopft. Deine Portion Leid hat dir das Leben ja schon aufgebürdet. Es wird dich reifer machen als deine Altersgenossinnen.

    Wie gesagt geht jeder anders mit dem verlust um. Schade für dich finde ich es dass dein freund sich isoliert. Ich denke für dich wäre es wichtig dass du ubterstützung bekommst, wenn nicht von deinen eltern, dann von seiner mama, freunden oder professionell.


    Vielleciht hilft es dir darüber zu sprechen oder einfach mit jemanden über etwas anderes zu reden, wenn du dich sonfühlst bleib nicht allein. Red mit dem dr. In der kirche oder einem seelsorger. Ich bin sicher das kann dir helfen.


    Vieleicht hilft es ja auch hier zu schreiben...


    Ichvhatze vor vielen jahren ähnliches erlebt. Ich ahtte einen schweren unfall. Musste bhamdelt werden, durch die medikanente hatte ich damals mein baby verloren... Der dr meinte es wäre ja noch jung und könnte jederzeit danach wieder schwanger werden... Alles halb so schlimm.


    Sehr unsensibel und total fehl am platz diese aussage. Ich fühlte mich damals unverstanden znd alleine...


    Mit familie konnt ich bixht drüber reden. Mein freund war im ausland.. Ich han mixh beranten lassen. Und obeohl ich mit einer fremden person sprach hat es mir geholfen, mich wieder zu finden und das geschehene zu verarbeiten...


    Mein baby hab ich nie vergessen. Es ist in meinem herzen für immer !!

    Liebe Virginia,


    ohne Wenn und Aber glaube ich dir, dass du das Gefühl hast, für dein restliches Leben gezeichnet zu sein. Denn ich hatte nach dem Tod meiner Babys das gleiche Gefühl. Doch ich kann dir sagen, dass auch du irgendwann wieder lachen wirst. Das hört sich jetzt vielleicht unreal für dich an, aber die Zeit hilft. Sei heilt keine Wunden, auch weine ich noch um meine Söhne, aber mittlerweile überwiegen die schöne Zeiten.


    Das dein Freund dir die Schuld gibt oder du das denkst, halte ich für unmöglich. Du kannst nichts, absolut nichts für den Tod eurer Tochter.


    Ich wünsche dir viel Kraft, das alles durchzustehen. Schreibe dir hier alles von der Seele, das kann helfen. Oder schreibe deiner Kleinen, das hat mir geholfen, und ich hatte das Gefühl, im nachhinein etwas für meine Zwerglein gemacht zu haben.

    Zitat

    Warum dieses zweifellos unglückliche Ereignis ein ganzes Leben zeichnen soll, finde ich unter den Umständen auch nicht nachvollziehbar...abgesehen davon kann man nicht im Voraus wissen, was sein wird, und ich finde es etwas dramatisiert hier gleich von "für das Rest des Lebens gezeichnet" zu sprechen...


    pelztier86

    Den Beitrag habe ich gemeldet.


    Das ist ja unter aller Sau! :(v :(v :(v


    Es ist mehr als grausam, was der jungen Frau widerfahren ist, und das sie das ein Leben lang nicht vergessen wird, ist auch klar. Natürlich wird sie vorraussichtlich irgendwann damit umgehen können und wieder ein besseres Leben führen können, aber das kann sie sich im Moment halt nicht vorstellen und schreibt deswegen "für den Rest des Lebens gezeichnet". Aber wie gesagt, auch wenn es ihr irgendwann besser geht, stimmt die Aussage, weil es etwas ist, was man nie vergessen wird.


    Ich wünsche der TE nun viel Kraft und das sich die Sache mit dem Freund zumindest wieder einrenkt, der die Trauer auf seine Art verarbeitet. Er braucht wohl Abstand.


    Viel Kraft Euch beiden!! :)* :)*

    Was 5vor6 schrieb, wollte ich auch in etwa schreiben.


    Sehr sensible Menschen, und DU gehörst dazu, Virginiawoolf, empfinden Trauer anders/tiefer als "gewöhnliche" Menschen. Von den "Gewöhnlichen" wirst Du - leider auch im realen Leben - solche Äusserungen wie die von Pelztier hören. Versuche, solchen "Trost" an Dir abrinnen zu lassen - wie einen Regenguss - und keine Energie für solche Menschen zu verschwenden.


    Ja, Du bist für Dein Leben gezeichnet, das stimmt. Dein Leben hat schon so früh eine Art von Tiefe erfahren müssen, die andere Menschen nie erleben müssen. Wie viele vor mir schon schrieben, wird die Trauer mit der Zeit nicht mehr so uferlos sein und nicht mehr so brennend. Sie wird sich wandeln, milder werden und mit der Zeit wirst Du wieder Boden unter den Füssen bekommen.


    Deine kleine Amelia wird IMMER in Dir weiterleben; Du trägst sie immer in Dir und bist nie alleine. Leider kannst Du sie nicht in den Armen tragen, aber in Deiner Seele solange Du lebst.


    Lass' Dir die Zeit, die Du für Deine Trauer brauchst und bewältige diesen Schicksalsschlag in Deinem Tempo - denn DU musst damit weiterleben. Weine immer wieder, bis es Dir etwas besser geht; Du musst nicht "tapfer" sein und Dich nicht "zusammenreissen". Jetzt zählst nur DU.

    Liebe virginiawoolf,


    es tut mir unendlich leid was dir passiert ist. Ich habe selbst vor einigen Monaten mein Kind verloren - nicht so nah an der Geburt wie du, aber dennoch mein Kind.


    Das Gefühl der Leere, dieses Gefühl, dass alles sinnlos ist ohne mein Kind war am Anfang unglaublich stark. Ich kann dir nur sagen: Es wird besser. Nicht gut, aber erträglicher.


    Ich bin regelmäßig am Grab meines Sohns, das ist für mich mein Ort, an dem ich ungestört trauern kann, ohne dass ich mich zusammenreißen muss. Das macht es für mich möglich, ansonsten weiterzuleben, ohne dass der Schatten dauernd über mir hängt.

    Hallo mein kleiner Schatz, es ist erst ein paar Tage her, seitdem du dich entschieden hast, lieber im Himmel anstatt auf der Erde zu Leben. Ich vermisse dich sehr, und fühle mich so leer ohne dich. Am anfang, waren Papa und ich einfach verzweifelt und wussten nicht, was wir tun sollen, aber schnell war entschieden, das wir das kleine wunder in meinem Bauch haben möchten, sei Papa und mir nicht böse, das wir erst darüber nachdenken müssen. Du hast dich so toll entwickelt, und du hast getreten und dich bewegt wie ein Weltmeister. Dein Papa meinte immer, du bist so aufgeweckt und voller Leben und das schon jetzt, weil du nach mir kommst und ich keine 5 Minuten still sitzen kann. Es war schnell entscheiden, das du, unser kleiner Engel, den Namen Amelia tragen sollst. Wir haben dich von tag zu tag immer mehr geliebt, uns immer mehr gefreut. Papa hat ganz stolz von dir erzählt, und du warst noch nicht mal da. Er hat vor jedem geprahlt, was für eine wunderschöne und tolle frau du einmal sein wirst. Weißt du noch die schöne langsame Melodie, die wir am Abend immer gehört habe? Das war Papa, der auf der Gitarre, dein eigenes Schlaflied gespielt hat. Du hast immer so munter getreten, sobald du es gehört hast. Es waren nur noch wenige Wochen bis du da wärst, wir haben schon alles besorgt und eingerichtet, sobald du da wärst, wollten Papa und ich zusammen ziehen und eine kleine Familie sein. Leider wird es nicht mehr dazu kommen. Wir haben uns so gefreut als ich die Wehnen bekommen habe, endlich unsere kleine Tochter kommt, 2 Wochen zu früh, aber die Freude war unbeschreiblich. Aber dann die Traurige Nachricht, dein kleines Herz schlägt nicht mehr. Du atmest nicht mehr. Sei nicht böse auf Papa, er hat so geschrien, weil er traurig war und nicht, weil er böse war auf dich. Die nächsten Stunden waren schlimm, wir dürften dich nur ganz kurz sehen, du warst schon so groß und hattest lange schwarze Haare. Deine Hände waren so klein mein Engel, du sahst so lebendig aus, und doch warst du es nicht. Du bist jetzt oben im Himmel, ich hoffe Oma und Opa passen auf dich auf, bis ich es kann. Papa vermisst dich auch ganz schrecklich, er zeigt es nur auf seine Art. Du fehlst uns ganz fürchterlich meine kleine. Wir wollten sehen was aus dir wird, wie du läufst, wie du redest auf russisch und auf Deutsch, du hättest dich so verändert in den Jahren, das wirst du auch, nur nicht mehr hier bei mir und Papa. Wir werden dich für immer lieben Amelia und irgendwann sehen wir uns wieder.


    In Liebe, deine Mama. ❤

    Ich hatte echt Tränen in den Augen, als ich die lieben Worte an deine kleine Maus gelesen hatte. :°( das tut mir so unfassbar leid das du so einen schlimmen Schicksalsschlag hattest, ich weiß auch nicht so recht was ich sagen soll. Aber ich denke dein freund ist mit sich und seiner Trauer beschäftigt es ist ja noch nicht lange her, vielleicht weiß er auch nicht wie er damit umgehen soll. Lass ihm seine Zeit, und nimm dir auch die Zeit dies zu verarbeiten. Du bist ja auch mitten in der Trauer. Vielleicht kannst du ja damit du nicht alleine hin musst mit einer Freundin zu der trauerbegleitung gehen. Das is schon gut wenn man jemand vertrautes dabei hat.


    Ich wünsche dir echt vom Herzen alles Gute und fühle dich gedrückt :)_ :)* :)*