Herzchen schlägt nicht mehr, möchte natürlichen Abort

    Hallo,


    am Montag (10+4) habe ich plötzlich leichte, bräunliche Schmierblutungen gehabt und bin einen Tag später zur FÄ. Dort wurde leider festgestellt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt und der Embryo auch schon seit längerem nicht mehr gewachsen ist. Er ist ungefähr bei 8+0 stehengeblieben, da war der letzte Termin. Es war vorgestern nur 1,6 cm groß.


    Die FÄ sagte, wenn Freitag (also morgen) nicht alles von alleine rausgekommen ist, muss ich zur Ausschabung.


    Ich habe seitdem ganz ganz viel im Internet gelesen und bin mir eigentlich sicher, dass ich noch warten möchte, zumindest solange ich blute. Ich habe einfach die Hoffnung, dass es doch noch alles natürlich rauskommt.


    Leider habe ich momentan keine Unterstützung dafür. Meine Frauenärztin würde die Entscheidung sicher falsch finden, die Hebamme meines ersten Kindes hat anscheinend gerade keine Zeit, hat mir aber Globuli empfohlen. Ich bin gerade dabei, eine andere Hebamme zu suchen.


    In der Apotheke werde ich mir gleich Nestreinigungstee mischen lassen, außerdem will ich mich noch mit Binden eindecken.


    Ich habe jetzt einfach die Hoffnung, dass ich über dieses Forum ein wenig Unterstützung bekommen kann, vielleicht durch andere Frauen, die schon einmal so etwas erlebt haben.


    Außerdem würde ich ganz gerne hier in dem Faden berichten, wie es bei mir weitergeht und ob mein Körper das schafft.

  • 90 Antworten

    Wer sich nicht die Einzelheiten der Fehlgeburt durchlesen möchte, sollte ab hier nicht mehr mitlesen!


    Heute ist schon der vierte Tag, an dem ich blute. Montag fing es an mit hellbraunem Schleim, ansonsten habe ich seitdem dunkelbraunes, krümeliges Blut. Heute hatte ich einmal kurz rotes, frisches Blut. Ansonsten ist leider eher Stillstand :-/ D.h. ich muss mich ein bisschen in Geduld üben.


    Morgen hätte ich eigentlich wieder einen FÄ-Termin. Den werde ich absagen, denn eigentlich soll ich morgen direkt in die Klinik geschickt werden, wenn nicht alles raus ist. Und es ist ja fast noch gar nichts raus...

    ich kenne mich damit leider nicht aus, aber es tut mir sehr leid was passiert ist :°_ Du bekommst bestimmt noch ein paar hilfreiche Antworten, nur wollte ich dir sagen, dass du sehr stark bist und dein Körper bestimmt auch!


    Alles alles Gute! :)_

    Ich habe mal von der Möglichkeit gelesen (off label?) bei einer Missed Abortion auch die Mifegyne nehmen zu können.. Wäre eventuell eine weitere Mögliche Option zu Abwarten oder direkt Ausschaben?


    Wünsche dir und auch deinen Lieben viel Kraft für die nächste Zeit :)*

    Erst mal mein herzliches Beileid :)*

    Zitat

    Morgen hätte ich eigentlich wieder einen FÄ-Termin. Den werde ich absagen, denn eigentlich soll ich morgen direkt in die Klinik geschickt werden, wenn nicht alles raus ist. Und es ist ja fast noch gar nichts raus...

    Genau deswegen ist es ja nötig.


    So schrecklich sich das anhört, eine "Ausschabung" - sie hat dennoch ihren Sinn. Es ist eine Reinigung die Dein Körper vielleicht alleine schafft, aber nicht zwangsläufig, damit Du gesund bleibst.


    Warum genau willst Du das nicht? Angst vor dem Eingriff?

    @ Lola

    Danke für deine Worte, sie geben mir Kraft :-D

    @ b-h-queen

    Ja, das wäre das nächste, was ich machen würde. Wenn ich ein paar Tage nicht mehr bluten würde und noch nicht alles raus ist, würde ich Tabletten nehmen, da gibt es ja auch noch die Cytotec. Ich würde mich dann erkundigen, welche für mich besser geeignet sind.

    @ Isabell

    Vor dem Eingriff habe ich keine Angst - ein natürlicher Abort ist ja viel schmerzhafter. Ich habe aber zum Angst vor den Risiken, z. B. dem Asherman-Syndrom oder einer Verletzung des Muttermundes oder der Gebärmutterschleimhaut. Unfruchtbar werden kann man durch eine Ausschabung sogar auch. Natürlich ist das Risiko gering, aber es ist da.


    Ich denke, die Natur hat unsere Körper so eingerichtet, dass sie Geburten selbst schafft und man sollte da nicht vorschnell künstlich eingreifen.

    Und es ist ja auch so - sollte in ein paar Wochen herauskommen, dass eine Ausschabung doch nötig ist, kann man sie jederzeit machen. Da gibt es ja keine Eile.


    Sobald ich Fieber bekomme oder irgendwelche anderen Anzeichen einer Infektion würde ich ja auch sofort ins Krankenhaus gehen.

    Ich hab das leider auch hinter mir.


    http://www.med1.de/Forum/Sternenkinder/694565/


    Ich habe den Abgang mit Cytotec unterstützt und wollte auf keinen Fall eine Ausschabung.


    Es tut mir sehr leid, dass du das auch erleben musst. Leider informieren einen viele Ärzte nicht vernüftig, ich fand das ganz furchtbar.


    Wie geht's dir psychisch? Hast du seelische Unterstützung?

    Birkenblatt

    Zitat

    Und es ist ja auch so - sollte in ein paar Wochen herauskommen, dass eine Ausschabung doch nötig ist, kann man sie jederzeit machen. Da gibt es ja keine Eile.


    Sobald ich Fieber bekomme oder irgendwelche anderen Anzeichen einer Infektion würde ich ja auch sofort ins Krankenhaus gehen.

    Die Folgen einer Infektion, selbst wenn diese behoben wird, bergen weitaus mehr Risiken als eine zeitnahe "Ausschabung".

    Zitat

    Ich denke, die Natur hat unsere Körper so eingerichtet, dass sie Geburten selbst schafft und man sollte da nicht vorschnell künstlich eingreifen.

    Eine Ausschabung ist kein "vorschnelles" Eingreifen, sondern ein "vorbeugendes" Eingreifen. In das natürliche Vorgehen des Körpers wird nicht invasiv eingegriffen, sondern das natürliche Vorgehen wird unterstützt, so dass die Risiken von Spätfolgen so gering wie möglich gehalten werden.

    Zitat

    Und es ist ja auch so - sollte in ein paar Wochen herauskommen, dass eine Ausschabung doch nötig ist, kann man sie jederzeit machen. Da gibt es ja keine Eile.

    Doch, diese gibt es. Eine Infektion - gerade in diesem Bereich- ist nicht einfach mal so da und kann -vielleicht häufig aber bei Weitem nicht immer - so einfach ohne Spätfolgen mal behandelt werden.


    Gehe das Risiko nicht ein, vor allem dann nicht, wenn Du Dir noch Kinder wünschst.

    Ich kann dich verstehen, würde auch die natürliche Variante bevorzugen und ggf. erstmal schauen, ob es zur Not mit der Mifegyne geht.


    Viel Schmerzhafter als die Schmerzen nach einer Ausschabung muss die natürliche Variante aber nicht sein.


    Ich wünsch dir viel Geduld und viel Glück @:) :)* @:)

    Zitat

    Doch, diese gibt es. Eine Infektion - gerade in diesem Bereich- ist nicht einfach mal so da und kann -vielleicht häufig aber bei Weitem nicht immer - so einfach ohne Spätfolgen mal behandelt werden.


    Gehe das Risiko nicht ein, vor allem dann nicht, wenn Du Dir noch Kinder wünschst.

    Eine Infektion kann sie bei/nach einer Ausschabung aber auch bekommen.


    Dazu noch Gebärmutterhalsinkontinenz usw. immerhin muss der Gebärmutterhals geweitet werden, damit die Instrumente Platz finden. Es ist also nicht unbedingt ein "nicht invasiver" Eingriff.


    Eine Infektion macht sich ansonsten schnell durch Fieber bemerkbar. Also einfach regelmäßig die Temperatur messen, dann merkst du ja, ob sie hoch geht.

    @ hatschipu

    Ich habe deinen Faden heute von Anfang bis Ende gelesen und er war ausschlaggebend dafür, dass ich auch so einen Faden erstellt habe :)z


    Ich konnte alles nachvollziehen, den Kinderwunsch, den natürlichen Abort... einfach alles, was du geschrieben hast. Und es hat mich wahnsinnig gefreut, dass du dann so schnell wieder schwanger geworden bist!

    Ok, ich revidiere dann mal ein wenig:


    Ich bin medizinisch kein Fachmensch, das ist nur so mein Erfahrungswissen.


    Deshalb ziehe ich mich lieber raus an diesem Punkt, weil ich doch zu unsicher bin meine Meinung hier weiter zu vertreten (seht das bitte auch als eine solche, nicht mehr und nicht weniger) ohne damit vielleicht einen falschen Rat zu geben.


    Bleiben tue ich allerdings dabei, dass Du auf jeden Fall nicht nur das Internet zu Rate ziehen solltes, sondern eben auch Einschätzungen Deiner Ärztin/Hebamme.


    Wünsche Dir alles Gute! @:)

    @ Isabell

    Deswegen möchte ich ja auch keine Ausschabung - da die Folgen einer Infektion so viele Risiken bergen.


    Das Risiko, durch eine Ausschabung eine Infektion zu erleiden, ist nämlich um einiges höher.

    @ Aleonor

    Nein, leider noch nicht. Aber wenn es tagsüber losgehen sollte, nimmt mein Mann sich frei, damit ich auf jeden Fall Unterstützung habe. Wenn ich zu viel Blut verlieren sollte oder ohnmächtig werden sollte, kann er dann wenigstens den Krankenwagen rufen.


    Ich werde morgen aber weiter wegen einer Hebamme herumtelefonieren.

    @ Isabell

    Es gibt da einfach verschiedene Meinungen. Das ist genau wie beim Kaiserschnitt. Einige wollen ihn, einige lassen sich schnell dazu raten, andere versuchen es bis zuletzt zu umgehen. Es soll einfach jede Frau selbst entscheiden können (soweit es geht), was für sie das Beste ist.


    Die psychische Komponente kommt ja im übrigen auch noch dazu. Die Ausschabung wäre mir zu schnell, zu plötzlich, da könnte ich mich gar nicht richtig verabschieden.


    Und es ist eben für mich eine grausige Vorstellung, dass in meiner Gebärmutter herumgekratzt wird und mein Körper dadurch irritiert werden könnte.


    Trotzdem Danke für deine Wünsche!

    Ich verstehe langsam was Du meinst/befürchtest....


    Dennoch frage ich (nurneugierdehalber, nicht weil ich es anzweifle ;-)):

    Zitat

    Das Risiko, durch eine Ausschabung eine Infektion zu erleiden, ist nämlich um einiges höher.

    Hast Du da Quellen?


    Weil mir eben bisher immer das Gegenteil zugetragen wurde....


    Wie gesagt, ich will da nicht verunsichern, dass ist reines Erfahrungs"zeugs" ;-)