• Herzchen schlägt nicht mehr, möchte natürlichen Abort

    Hallo, am Montag (10+4) habe ich plötzlich leichte, bräunliche Schmierblutungen gehabt und bin einen Tag später zur FÄ. Dort wurde leider festgestellt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt und der Embryo auch schon seit längerem nicht mehr gewachsen ist. Er ist ungefähr bei 8+0 stehengeblieben, da war der letzte Termin. Es war vorgestern nur 1,6 cm groß. …
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    @ Isabell

    Deswegen möchte ich ja auch keine Ausschabung - da die Folgen einer Infektion so viele Risiken bergen.


    Das Risiko, durch eine Ausschabung eine Infektion zu erleiden, ist nämlich um einiges höher.

    @ Aleonor

    Nein, leider noch nicht. Aber wenn es tagsüber losgehen sollte, nimmt mein Mann sich frei, damit ich auf jeden Fall Unterstützung habe. Wenn ich zu viel Blut verlieren sollte oder ohnmächtig werden sollte, kann er dann wenigstens den Krankenwagen rufen.


    Ich werde morgen aber weiter wegen einer Hebamme herumtelefonieren.

    @ Isabell

    Es gibt da einfach verschiedene Meinungen. Das ist genau wie beim Kaiserschnitt. Einige wollen ihn, einige lassen sich schnell dazu raten, andere versuchen es bis zuletzt zu umgehen. Es soll einfach jede Frau selbst entscheiden können (soweit es geht), was für sie das Beste ist.


    Die psychische Komponente kommt ja im übrigen auch noch dazu. Die Ausschabung wäre mir zu schnell, zu plötzlich, da könnte ich mich gar nicht richtig verabschieden.


    Und es ist eben für mich eine grausige Vorstellung, dass in meiner Gebärmutter herumgekratzt wird und mein Körper dadurch irritiert werden könnte.


    Trotzdem Danke für deine Wünsche!

    Ich verstehe langsam was Du meinst/befürchtest....


    Dennoch frage ich (nurneugierdehalber, nicht weil ich es anzweifle ;-)):

    Zitat

    Das Risiko, durch eine Ausschabung eine Infektion zu erleiden, ist nämlich um einiges höher.

    Hast Du da Quellen?


    Weil mir eben bisher immer das Gegenteil zugetragen wurde....


    Wie gesagt, ich will da nicht verunsichern, dass ist reines Erfahrungs"zeugs" ;-)

    http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten


    Und dann im letzten Absatz:


    "Die vorliegenden Studien zum Thema belegen mehrheitlich, dass sowohl die zuwartende als auch die medikamentöse Behandlung vertretbare Alternativen zur Kürettage sind. Zwar haben abwartende Frauen im Schnitt längere und stärkere Blutungen; dafür ist bei jenen Frauen, die sich einer operativen Ausschabung unterziehen, das Risiko einer Infektion größer. Auch kann es zu weiteren Komplikationen kommen, wie etwa einer Verletzung der Gebärmutterwand, einer Insuffizienz des Gebärmutterhalses oder der Beschädigung der Gebärmutterschleimhaut."

    Zitat

    Ich konnte alles nachvollziehen, den Kinderwunsch, den natürlichen Abort... einfach alles, was du geschrieben hast. Und es hat mich wahnsinnig gefreut, dass du dann so schnell wieder schwanger geworden bist!

    Oh das ist ja schön, danke!


    Ja das kleine Wunder liegt schlafend neben mir und ist schon über ein Jahr alt. Er kam fenau ein Jahr und einen Tag nach der Fehlgeburt, das war einerseits unheimlich, andererseits sehr tröstend. Ich hätte damals auch nicht damit gerechnet, dass es so schnell wieder klappt.


    Wenn ich meinen Faden von damals lese, erschrecke ich mich manchmal wie nüchtern ich alles berichtet habe. Im Nachhinein habe ich aber einige Trauerphasen durchgemacht und mir ging es danach wirklich schlecht.

    Zitat

    Hast Du da Quellen?


    Weil mir eben bisher immer das Gegenteil zugetragen wurde....

    Das ist sehr veraltet so schnell auszuschaben. Früger war das üblich, heute weiß man, dass ein natürlicher Abgang viel schonender für den Körper ist. Was sie psychisch besser verkeaften kann, sollte aber jede Frau selbst entscheiden dürfen. Deshalb machen mich Ärzte, die Frauen in solch einer Situation nicht vernünftig aufklären so wütend.

    Hallo Birkenblatt,

    ich hatte im April letzten Jahres einen natürlichen Abgang in der 10. Woche.


    Mein FA hat mich dabei unterstützt, und bestärkt, dass es risikoärmer ist, der Natur ihren Lauf zu lassen als eine Ausschabung vornehmen zu lassen.


    Und mein FA ist hier in unserer süddeutschen Großstadt eine sehr gefragt Koryphäe, der lange am Kantonsspital in Basel (Schweiz) gelehrt hat. :)z


    Es hat fast zwei Wochen gedauert, bis der Vorgang begann, und dieser ??Blutungen, Koagelabgang, Wehen und Krämpfe?? dauerte dann in etwa 2 Tage.


    Die habe ich mit Schmerzmitteln und Ruhe ganz gut überstanden - auch wenn es emotional sehr schwer war.


    Mein FA hat keinerlei Ängste hier geschürt,


    sondern mich bestärkt.


    Mein HcG Abfall wurde dann noch eine Weile engmaschig Kontrolliert, ebenso meine Gebärmutter per Ultraschall.


    Etwas Flüssigkeit blieb in der Gebärmutter dann zurück, ging dann aber mit der nächsten Mens ab.


    In Juni - acht Wochen später - würde ich dann direkt wieder schwanger. Bin also mittlerweile in der 31 SSW. :-)




    Ich möchte Isabells Meinung also komplett konträr widersprechen:


    Eine Ausschabung ist hier ein absolut vermeidbarer Eingriff, der Risiken birgt (z.B. Ashermannsyndrom, Perforation).


    Ein natürlicher Abgang verläuft in der Regel komplikationslos. Und sollte es wirklich zu Komplikationen kommen, ist ein rechtzeitiges Einschreiten bei guter ärztlicher Betreuung ja auch gewährleistet.


    Dein Körper schafft das! :)_


    :)* @:)

    @ hatschipu

    Ja, mich macht das auch so wütend. Ich fand meine FÄ bisher wirklich nett, kompetent und einfühlsam. Aber am Dienstag hat sich mich etwas erschreckt: "Wenn Sie wollen, können wir Sie sofort zur Ausschabung schicken" - das ist ja noch ok. Es gibt vielleicht Frauen, die den Gedanken, ein totes Kind in sich zu tragen, furchtbar finden.


    Aber dann "Ansonsten kommen Sie in drei Tagen nochmal wieder, und wenn dann noch nichts auf natürlichem Wege rausgekommen ist, müssten Sie dann aber wirklich ausgeschabt werden."


    Ich habe da schon mit dem Kopf geschüttelt, rein intuitiv, da hatte ich mir noch gar keine Erfahrungsberichte durchgelesen, das kam ja ganz plötzlich. Ich habe mich einfach nur bevormundet gefühlt, grenzüberschreitend war das irgendwie. Sie wollte sogar, dass mein Mann morgen wieder mitkommt! Wahrscheinlich, damit er mich dann zur Vernunft bringen kann! Aber ich habe meinem Mann jetzt erklärt, wie ich darüber denke, und warum, und er ist mittlerweile auch meiner Meinung.


    Wir sind ja auch schon etwas vorgeschädigt. Eine Woche vor der Geburt unserer Tochter hatte ich Blutungen. Wir sind zur Abklärung sofort in die Klinik und sie wollten, dass ich dort übernachte, das habe ich schon gegen meinen Willen gemacht. Am nächsten Morgen um 6 Uhr kam der Chefarzt und sagte, dass sie das Kind jetzt gerne holen wollen, jetzt sei es ja gesund, man wüsste nicht, was passiere, wenn man noch warten würde. Und ich könnte in Kürze schon mein Kind im Arm halten. Das ging mir total gegen den Strich. Ich rief meinen Mann an und sagte ihm, er solle mich da irgendwie rausholen. Wir entließen mich gegen den Willen des Chefarztes (zum Glück hatte ich vorher noch ein Gespräch mit der Chefhebamme, die mir inoffiziell sagte, dass sie mich verstehe) und ich gebar eine Woche später meine Tochter in einem anderen Krankenhaus auf natürlichem Wege, ohne PDA, ohne Komplikationen. Da ist uns bewusst geworden, dass der Chefarzt es wahrscheinlich nur auf unsere Privatversicherung abgesehen hatte, an Kaiserschnitten verdienen sie ja verdammt viel.

    Ich hatte mich auch gegen die Ausschabung entschieden und habe den Abgang mit cytotec unterstützt. Es war psychisch nicht leicht, schmerztechnisch gut auszuhalten. Und fühlte sich richtig an. Ingesamt dauerte der Prozess sieben Tage.

    Gerne. :)_


    Ich denke, Du solltest den FA wechseln, wenn Du ihr nicht so vertraust.


    Du brauchst jetzt einen Mediziner an Deiner Seite, bei dem das gegeben ist.


    Bei Fieber, oder ungewöhnlich riechendem Ausfluss solltest Du natürlich direkt zum Arzt.


    Alles Liebe für Dich!

    Gerade von den operierenden Ärzten wird ja eine Ausschabung gern als einzige Lösung verkauft. Klar, sie wollen ja auch verdienen. Meine Ärtin hat mir ja auch erst NACH meiner Absage von den anderen Möglichkeiten berichtet. Das hätte sie ja auch gleich machen können. Ab dem Zeitpunkt hat sie mich aber gut unterstützt.