• Herzchen schlägt nicht mehr, möchte natürlichen Abort

    Hallo, am Montag (10+4) habe ich plötzlich leichte, bräunliche Schmierblutungen gehabt und bin einen Tag später zur FÄ. Dort wurde leider festgestellt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt und der Embryo auch schon seit längerem nicht mehr gewachsen ist. Er ist ungefähr bei 8+0 stehengeblieben, da war der letzte Termin. Es war vorgestern nur 1,6 cm groß. …
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    Ich war vorhin noch einkaufen und habe mich etwas vorbereitet und eingedeckt ;-)


    Zum einen mit Binden, denn ich hatte mir ein Zyklus bevor ich schwanger wurde, eine Menstruationstasse gekauft und so hatte ich keine mehr da. Nur noch ein paar wenige Tampons.


    Wickelunterlagen haben wir ja zum Glück noch, die lege ich dann einfach drunter, wenn es zu stark werden sollte, einen Ingwertee (Ingwer, Zimt und Nelken sollen nämlich auch helfen), und noch ein paar Sachen, die ich mag (Ovomaltine zum Kraft geben, Choco Nuit zum ruhig schlafen, zwei Riegel), Kombucha.. so kann ich mir die schwierige Zeit, die mir bevorsteht, zumindest ein bisschen versüßen und mich mit solchen Dingen verwöhnen.


    Vielleicht bestellt ich mir auch noch "Nestreinigungstee", aber ich wollte vorher eigentlich noch eine Hebamme kontaktieren. Vielleicht warte ich noch bis morgen. Ich habe jetzt schon von den verschiedensten Tees gelesen, die helfen sollen. Auch Himbeerblättertee oder Hirtentäschelkrauttee soll helfen - oder Mutterkrauttee. Aber in dem Nestreinigungstee sind ganz viele andere Sachen drin, deswegen bin ich da gerade noch etwas unschlüssig.


    Es macht mir nur Sorge, dass die Blutungen nicht stärker werden. Ich glaube, dass dieser Zeitdruck meiner FÄ mir ganz schön zu schaffen macht.

    Zitat

    Zum einen mit Binden, denn ich hatte mir ein Zyklus bevor ich schwanger wurde, eine Menstruationstasse gekauft und so hatte ich keine mehr da. Nur noch ein paar wenige Tampons.

    Ich würd' ehrlich gesagt Binden empfehlen - da siehst Du was vor sich geht.

    Zitat

    Wickelunterlagen haben wir ja zum Glück noch, die lege ich dann einfach drunter, wenn es zu stark werden sollte,[...]

    So stark wird es nicht bluten, dass Du Wickelunterlagen brauchst. Sollte es so stark bluten, geh' bitte zum Arzt. @:)


    Ingwertee habe ich mir auch gemacht. Einfach direkt aus der frischen Knolle:


    Schälen und in Scheiben schneiden, und dann ca. 10 Minuten in simmernden (nicht kochen!) Wasser ziehen lassen.


    Eine Hebamme an Deine Seite zu holen ist eine ganz tolle Idee! :)z


    Ich könnte mir vorstellen, dass du in diesem speziellen Fall auch kurzfristig eine findest.

    Zitat

    Es macht mir nur Sorge, dass die Blutungen nicht stärker werden. Ich glaube, dass dieser Zeitdruck meiner FÄ mir ganz schön zu schaffen macht.

    Bei mir hat es wie gesagt auch lange gedauert...lass Dir Zeit. Dein FA kann Dich da zu nichts zwingen. :)_

    Ich musste im Dezember ähnliches durchmachen. In der 12 SSW (11+6) wurde bei meinem Krümelchen auch kein Herzschlag mehr festgestellt. Es hat wahrscheinlich in der 9 SSW schon aufgehört zu schlagen.


    Meine FÄ riet mir dann auch zu einer Ausschabung, sie meinte dass ich für einen natürlichen Abgang schon sehr weit bin und dies sehr schmerzhaft werden würde und ich wahrscheinlich um eine Ausschabung trotzdem nicht herum kommen würde.


    An diesen Abend haben dann auch die Blutungen eingesetzt. Ich hatte dann auch ca. 4 Tage nur leichte braune Schmierblutungen. Am Abend vor dem Termin der Ausschabung ging es dann richtig los und es war wirklich sehr schmerzhaft. Ich war sehr froh als ich am nächsten Tag im KH war und die Ausschabung gemacht wurde.


    Ich war froh das ich mich für die AS entschieden hatte.


    Ich fand den Gedanken auch schrecklich schon solange ein totes Baby im Bauch zu haben und das es bei einem natürlichen Abgang einfach "entsorgt" wird. So wird es jetzt in einem Sammelgrab für Sternenkinder beerdigt und es findet eine kleine Trauerfeier statt.


    Bei der AS ist Gott sei Dank alles gut gegangen und ich hatte danach überhaupt keine Schmerzen mehr. Körperlich war ich wieder topfit. Leichte Blutungen hatte ich danach ca. 2,5 Wochen.


    Jetzt warte ich auf meine Mens die lt meiner Gyn in ca. 2 Wochen wieder kommen sollte. Dann wollen wir es auch wieder versuchen.

    Ich habe jetzt drei Hebammen erreicht und bin ziemlich verunsichert.


    Die erste sagte, dass ich um eine Ausschabung nicht herumkommen würde, da man natürliche Aborte nur bis zur 6. Woche macht und ich würde keine Hebamme finden, die mich in der 12. Woche begleitet. Sie sagte, embryonales Gewebe in der Gebärmutter könne zu Krebs führen.


    Die zweite sagte, sie habe so etwas noch nie gemacht und traue sich das nicht zu.


    Die dritte hat mir eine weitere Hebamme empfohlen, die in dem Bereich schon etwas mehr gemacht hat.


    Aber schon diese Seite ist ja der Beweis, dass es auf jeden Fall Hebammen gibt, die das begleiten. Ich finde die Seite ganz toll:


    http://www.hebammenwissen.info/die-natuerliche-fehlgeburt-ablauf-und-wissenswertes/


    Trotzdem mache ich mir jetzt so meine Gedanken...

    Zitat

    Sie sagte, embryonales Gewebe in der Gebärmutter könne zu Krebs führen.

    Errr... aber doch nicht embryonales Gewebe von einer Schwangerschaft.

    Habe jetzt die empfohlene Hebamme gefunden, die allerdings jetzt erst mal über das Wochenende weg ist.


    Sie steht dem aber offen gegenüber und hat auch Erfahrung damit. Sie sagte, erst mal abwarten könne man ruhig machen.


    Wenn meine Blutungen stärker werden, soll ich die Binden wiegen und dann aufschreiben (also eine vorher zum Vergleich, ist ja klar). 300-500 ml Blutverlust sind normal, wenn es mehr wird, soll ich ins Krankenhaus. Und ansonsten habe ich Mittwoch einen Termin bei ihr (an dem Tag hat meine Tochter Geburtstag).

    Hallo Birkenblatt - erstmal mein Beileid!


    Mir ist das gleiche im August widerfahren - war auch ähnlich weit wie Du. Bei der Kontrolle kein Herzschlag mehr & auch nicht gewachsen :-/ Traurig ist das.


    Ich musste mich nach der Untersuchung bei der Frauenärztin sofort im KH vorstellen & bekam für den nächsten Tag einen Termin zur Ausschabung! Ich hatte große Angst - war nie zuvor im Krankenhaus... und am Ende war alles "ganz harmlos"... War um 7h morgens da, wurde um 12h operiert & durfte um 16h nach Hause...


    Klar, nicht schön, aber gut auszuhalten! Ehrlich gesagt war ich auch froh, es dann so schnell "vorbei" war.


    ICH hätte mir einen natürlichen Abgang nicht vorstellen können.


    Aber egal, wie Du Dich entscheidest; viel Kraft! :)* :)-

    @ Birkenblatt:

    Meine Ärztin und auch der KH-Arzt sagten das selbe mit dem Krebs... Ich musste auch zur Kontrolle um zu schauen, ob das komplette "SS-Material", wie es so schön genannt wurde, raus ist! Da ist was dran!

    Das mit dem "Krebs", dass das so vermittelt wurde, finde ich einen dicken Hund. :|N


    Bei einem Windei (Fruchthöhle ohne Embrionalanlagen) kann es in gaaanz seltenen Fällen zu einer sog. Blasenmole kommen. Diese wiederum birgt eine geringe (!) Gefahr bösartig zu entarten.


    Bei normalen Embrionalanlagen, welche sich dann ab einem gewissen Punkt nicht weiter entwickeln, ist da keine Krebsgefahr gegeben.


    Es darf auch noch etwas Gewebe nach dem natürlichen Abort in der Gebärmutter zurück bleiben, dass geht dann in aller Regel bei der nächsten Mens ab (war bei mir auch so).


    Es erschreckt mich, wie viele Frauen hier berichten, dass sie direkt innerhalb ein paar Tagen - oder sogar noch am selben Tag - ins Krankenhaus geschickt und quasi zu einer Ausschabung gedrängt wurden, indem hier massiv Ängste geschürt wurden. :-|




    Birkenblatt, gut dass Du die Hebamme gefunden hast!


    :)_

    Zitat

    Ich musste mich nach der Untersuchung bei der Frauenärztin sofort im KH vorstellen & bekam für den nächsten Tag einen Termin zur Ausschabung!

    Das bringt eben Kohle...

    Zitat

    Ich musste auch zur Kontrolle um zu schauen, ob das komplette "SS-Material", wie es so schön genannt wurde, raus ist! Da ist was dran!

    Das wird bei einem natürlichen Abgang kontrolliert, um zu sehen, ob der Abort komplett war.


    Nach einer Ausschabung ist dies eher ungewöhnlich - so als ob der Chirurg seinem eigenen Werk nicht traut.


    Der sieht doch beim Eingriff selbst, ob er alles entfernt hat. ":/

    Ich bin ja auch kein Arzt - kann es nur so schreiben, wie es bei mir war...


    Ich hatte nach der 1. Blutuntersuchung noch einen sehr hohen "HCG" Wert? Heisst der so? Und daraufhin wurde nochmal genau nachgeschaut, ob "alles" entfernt wurde... Manchmal kann noch ein "Rest" drinbleiben & sich bösartig verändern...


    So hat man "mir" das erklärt!


    Wie es denn jetzt wirklich ist... keine Ahnung!


    Aber ich hätte das psychisch gar nicht verkraftet - mein totes Baby in mir :( Warten, dass es los geht... Ne sorry... Ich war froh, dass es "schnell vorbei war" :(

    Zitat

    Manchmal kann noch ein "Rest" drinbleiben & sich bösartig verändern...

    Aber auch nur, wenn bei der Ausschabung nicht wirklich korrekt gearbeitet wurde. :=o

    Zitat

    Aber ich hätte das psychisch gar nicht verkraftet - mein totes Baby in mir :( Warten, dass es los geht... Ne sorry... Ich war froh, dass es "schnell vorbei war" :(

    Das muss natürlich jede Frau selbst für sich entscheiden.

    @ :)

    Mir persönlich ist das Risiko von Komplikationen bei einer OP bzw. daraus möglich resultierende Unfruchtbarkeit einfach zu groß gewesen.


    Mein FA hat mich auch darin bestärkt zu warten, und mit vermittelt, dass dies kaum Risiken birgt, und in aller Regel glatt läuft.

    Hallo Birkenbatt


    erstmal mein Beileid :°_ :)-


    Ich möchte dich auch zum natürlichen Abgang bestärken, auch wenn meine beiden Fälle etwas anders verliefen:


    Im Sept. 2015 hatte ich die erste Fehlgeburt in der 10.ssw. und damals war ich noch froh, dass mich die Gyn sofort für den nächsten Tag zur AS schickte. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nix gross über FG , AS oder natürliche Abgänge.


    Nachdem die 1. Mens wieder eingetroffen war, legten wir im nächsten Zyklus wieder los und ich wurde direkt im November wieder schwanger (wäre auch ein August-Kind gewesen :°( )


    Am 15.1. 16 dann der Schock.


    ich bekam Schmierblutungen .... ich war in der 11.ssw


    Bin sofort zur Gyn und da war das Gleiche, wie bei dir.... kein Herzschlag mehr, vermutlich auch schon um Weihnachten rum nicht mehr gewachsen bzw. wahrscheinlich schon 3 Wochen tot.


    Dabei war im US die Woche vor weihnachten noch der Herzschlag da und alles in Ordnung gewesen .


    Da Freitag war , konnte ich eh nicht ins KH, man machte mir aber für Montag nen Termin zur AS.


    An diesem Wochenende beschäftigte ich mich mit dem natürlichen Abgang und je mehr ich darüber nachdachte und auch gelesen hatte, desto mehr wollte ich das auch.


    Übers WE passierte dann aber gar nix gross ":/


    Am Montagmorgen gings dann auf einmal los: Wehen setzten gegen 6.00 früh ein.


    Es wurde nach ca. 1h leider sehr schnell sehr heftig. Ich wollte eigentlich meinen Sohn für den Kiga fertig machen, aber ich kam nicht aus dem Bett, mein Kreislauf versagte ständig.


    Als ich es nicht mehr aushielt, bekam ich es leider mit der Angst und rief den RTW.


    Die brachten mich ins KH und dort setzten dann ziemlich starke Blutungen mit Koagel ein, es lief andauernd...


    Die Ärzte dort drängten zu nix, aber auf dem US sahen sie, dass es noch ein langer Prozess gewesen wäre und machten sich Sorgen wegen der starken Blutungen, überliessen mir aber die Entscheidung, ob AS oder nicht.


    Leider war ich irgendwann echt nicht mehr stark genug dafür, das Schmerzmittel half überhaupt nicht.... ich wollte es nur noch hinter mir haben und liess ausschaben .... 2 h nach OP bin ich aber wieder heim.


    Zwischen starkem Kiwu und dem Gedanken an aufgeben , hab ich einige Diagnostiken machen lassen (wird erst ab 2 oder 3 FG gemacht) und gab mir diesmal 2 Monate Pause, damit sich die Blutgerinnung reguliert, das sollte man nach einer OP nämlich beachten.


    Nachdem wir dann wieder starteten, hat es nochmal 5 ÜZ gedauert, ehe ich wieder schwanger wurde. In dieser Zeit machte ich mir auch starke Sorgen wegen Asherman-Syndrom.


    Ich bin jetzt in der 29. ssw und alles ist diesmal in Ordnung.


    Ich hatte nach der AS ca. 1 Woche Blutung und anschliessend gleich wieder regelmässige Zyklen.


    Unterstützend habe ich Bryophyllum genommen und Zyklustees getrunken.


    Ich war beide male 2 Wochen nach der FG psychisch im Keller durch den Hormonabfall. Danach habe ich meist schnell wieder nach vorn geblickt.


    Ich hätte bei einer erneuten FG dennoch wieder abgewartet, ob es so abgeht. Man muss halt individuell entscheiden, sich aber auch nicht scheuen, den RTW zu rufe, wenns echt nicht geht.


    Ich drücke dir die Daumen, dass alles soweit gut geht und du schnell wieder starten kannst :)^

    Zitat

    Als ich es nicht mehr aushielt, bekam ich es leider mit der Angst und rief den RTW.

    Interessant, wie jeder da anders reagiert. :-)


    Bei mir war es so, dass gerade als ich starke Wehen und Koagelabgang hatte, und auch die 800er Ibuprofen nicht mehr halfen wurde ich innerlich ganz ruhig, und empfand es so, dass jetzt gerade mein Körper die schwere Arbeit leistet, und alles richtig und natürlich läuft.