• Herzchen schlägt nicht mehr, möchte natürlichen Abort

    Hallo, am Montag (10+4) habe ich plötzlich leichte, bräunliche Schmierblutungen gehabt und bin einen Tag später zur FÄ. Dort wurde leider festgestellt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt und der Embryo auch schon seit längerem nicht mehr gewachsen ist. Er ist ungefähr bei 8+0 stehengeblieben, da war der letzte Termin. Es war vorgestern nur 1,6 cm groß. …
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    Mir persönlich ist das Risiko von Komplikationen bei einer OP bzw. daraus möglich resultierende Unfruchtbarkeit einfach zu groß gewesen.

    Mal unabhängig von der Tatsache, dass manche Frauen sich einfach mit dem Prozess der Blutungen von ihrer Fehlgeburt verabschieden wollen und die Kürettage unter Vollnarkose durchgeführt wird (welche natürlich gewisse Risiken birgt), muss hier - glaube ich - auch mal grundsätzlich zwischen einer Kürettage und einer Abrasio unterschieden werden.


    Bei Ausschabung einer Fehlgeburt erfolgt eine Kürettage. Dabei wird ein stumpfes Instrument gewählt, es kommt also eigentlich nie zur Verletzung der Gebärmutterschleimhaut. Einfach weil damit wirklich nur Schleimhaut und Gewebe, das sich in der Schleimhaut eingenistet hat, entfernt werden kann!


    Bei der diagnostischen Ausschabung dagegen, der Abrasio, wird ein scharfes Instrument benutzt. Daher auch der Mytos, dass bei einer Ausschabung grundsätzlich ein hohes Risiko von Infektionen und Ashermann und Unfruchtbarkeit gegeben sei. Denn bei einer Abrasio ist dieses Risiko tatsächlich vorhanden. Im Gegensatz zur Kürettage.


    Dem entgegen steht die Tatsache, dass bei einer fortgeschritteneren Schwangerschaft, also ab ca. der 8. ssw, es tatsächlich oft zu Infektionen innerhalb der Gebärmutter kommt. Und diese Infektionen wiederum sind oft sehr schwer in den Griff zu bekommen und enden teilweise in einer Sepsis oder führen. Durch solche Infektionen werden einige Frauen unfruchtbar. Das hängt einfach damit zusammen, dass der Embryo in diesem Stadium der Schwangerschaft oft auf natürlichem Wege nicht mehr ganz abgestoßen werden kann.

    Zitat

    Das bringt eben Kohle...

    Es ist natürlich einfach, Ärzten immer wieder einfach zu unterstellen, sie würden ja nur Geld verdienen wollen. Fakt ist aber, dass sich Ärzte heutzutage gegen jeden möglichen Mist absichern müssen. Und deshalb raten viele einfach zur Kürettage bei einer so fortgeschrittenen Fehlgeburt. Weil wenn die TE sich eine Infektion einfängt und deshalb unfruchtbar wird, hat der Arzt eine Klage am Hals.


    Regelmäßige HCG Kontrollen und Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle eines natürlichen Aborts kosten auch...und werden wie die Kürettage auch mit der Kasse abgerechnet. Da kommen ähnlich hohe Kosten zustande.

    Sheilagh


    leider habe ich keine Erfahrungen mit Spontangeburt nd Wehen , weil mein Sohn ein geplanter KS war. Ich hatte also keine Ahnung, was da zu Hause allein auf mich zu kam und man liest halt auch nicht viel Gutes, weils ja immer heisst, es ist gefährlich und muss sofort geschabt werden. Heute weiss ich, dass es Quatsch ist, aber damals war ich überfordert %:|

    Du, oh Mann, wollte Dich damit nicht irgendwie angreifen. @:)


    Habe mich nur erinnert.


    Sollte ich wegen irgendwas Panik oder Angst bekommen, würde ich IMMER einen Arzt rufen, und auch jedem dazu raten. :)^

    Zitat

    Du, oh Mann, wollte Dich damit nicht irgendwie angreifen

    nee neeee , so hab ich das gar nicht aufgefasst , alles gut :)_ ;-D


    mir wäre es auf natürlichem weg viel lieber gewesen, aber ich stehe natürlich auch dazu, dass es nicht ging :)z

    Nur mal kurz zu Sheilagh und dem Thema Mole: Vielleicht habe ich deinen Text nicht genau verstanden, aber bei einer Partialmole kann es, soweit ich weiß, auch "normale" Embryoanlagen geben (ich habe deinen Text so verstanden, dass bei Molen die Fruchthöhle immer leer ist, was meines Wissens nach bei Paritalmolen nicht der Fall ist oder sein muss). Natürlich handelt es sich um keinen gesunden Embryo, aber man kann z.B. auch Herztöne hören, soweit ich weiß (ich benutze das absichtlich so oft, da ich weder Hebamme noch Arzt bin und mich nur als Laie äußern kann), bleibt der Embryo aber in den meisten Fällen irgendwann in seiner Entwicklung stehen.


    Ich habe eine kleine Broschüre, in der steht, dass bei Resten einer Mole die Gefahr besteht, dass sich das Gewebe wieder vermehren kann. Was genau das heißt, kann ich leider nicht sagen, aber ich würde mal sagen, man wird nicht ohne Grund engmaschig nach einer Mole kontrolliert.


    Die andere Sache ist aber auch, dass es ein recht seltenes Phänomen zu sein scheint, ich habe hier eine Zahl von einem Fall pro 1.000 Schwangerschaften.


    Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du dir verschiedene Meinungen eingeholt hast. Ich würde die Hebamme definitiv fragen wie lange du warten kannst und ab wann es wirklich gefährlich werden könnte oder keinen Sinn mehr macht, einfach zu warten, denn ich gehe mal davon aus, dass es so einen Zeitpunkt ja geben muss.


    Ich wünsche dir von Herzen, dass es alles so läuft, wie du das gerne möchtest und dein Körper es noch schafft, das selber zu regeln.

    Eine Partialmole kommt weitaus öfters vor als eine Blasenmole und hat meistens einen Herzschlag. Meist entwickelt sie sich so in der 8.ssw nicht mehr weiter. Und ja - diese ist quasi ein Trophoblasttumor.

    Bei mir hat sich noch nicht so viel getan. Die Schmierblutungen sind jetzt vollends in richtige Blutungen übergegangen, es kommt also fast nur noch rotes Blut, aber nicht sehr viel, wobei die Menge langsam, aber stetig ansteigt. Dazwischen kleine schwarze Stückchen. Heute hatte ich hin und wieder ein Ziehen, das fühlte sich an wie beim Eisprung, also rechts und links. Menstruationsschmerzen hatte ich ein bisschen anders in Erinnerung, mehr so in der Mitte zwischen den Eierstöcken. Gegen 19-20 Uhr wurde der Schmerz auch einmal so stark, dass ich dachte, heute abend passiert es. Aber dann versiegte es wieder. Einen ganz leichten Dauerschmerz (den man eigentlich gar nicht als Schmerz bezeichnen kann), fühle ich aber gerade doch auf beiden Seiten.


    Ich hoffe jetzt, dass ich diese Nacht nochmal ruhig schlafen kann, trotz des leichten Schmerzes, und dass es morgen dann endlich richtig losgeht.

    @ Nanu

    Jetzt hatte ich gerade so viel geschrieben und bin auf irgendeine Taste gekommen :/


    Also nochmal kurz:


    Danke für deine Wünsche!


    Um diesen Zeitpunkt zu finden, gibt es ein paar Anhaltspunkte, und ansonsten muss man da glaube ich sehr nach dem Gefühl gehen. Erstmal hole ich meinen Mann, wenn es schlimmer wird. Falls ich in Ohnmacht falle, kann er sich dann um Hilfe kümmern.


    Die Hebamme sagte, dass ich bei zu viel Blutverlust und Infektionsanzeichen (Fieber) in die Klinik gehen soll und dass das Hauptrisiko die Blutvergiftung sei, aber auch die sei bei natürlichen Aborten selten. Die erkennt man meist am Fieber oder am Schüttelfrost.


    Wenn ich mich plötzlich zu schwach fühle oder einfach das Gefühl hätte, dass ich doch professionelle Hilfe bräuchte, würde ich auch in die Klinik fahren. Ich würde aber die anthroposophische Klinik nehmen, in der ich auch unsere Tochter entbunden habe. Dort hätte ich die Sicherheit, dass ich die kleine Geburt vollenden kann, ohne dass mir unnötig die Ausschabung aufgedrückt wird - die würde ich dann wiederum nur bei Fieber etc. machen lassen, das ist ja klar.

    Hatte gerade die Fehlgeburt in der Dusche, das Gröbste ist raus!


    Ich bin erleichtert. Und ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt. Es reagiert natürlich jede Frau anders, aber ich habe mich die ganze Zeit dabei fit gefühlt, die richtig schlimmen Schmerzen waren wirklich nur ein paar Minuten vor der Geburt, so dass ich es gerade noch in die Dusche geschafft habe. Dann lief mir nur so das Blut die Beine runter, dann habe ich einmal kurz gedrückt, also gepresst, und dann kam Fruchthöhle und Embryo (glaube ich), und ein paar Minuten später die Plazenta (glaube ich) heraus.


    Ich habe alles genau untersucht und eine dicke, weiß-durchsichtige, rutschige Haut gefunden, das halte ich für die Fruchthöhle. Daran hing etwas dunkles, hartes, was ich für den Embryo gehalten habe. Ob die Plazenta dabei war, weiß ich nicht, da war auf jeden Fall etwas ziemlich großes, handtellergroß und leberartig, aber vielleicht war es auch nur ein großes Blutgerinnsel. Mein Mann hat alles fotografiert und ich schicke es meiner Hebamme.


    Momentan habe ich noch leichte Nachwehen und Nachblutungen, die vielleicht auch noch einige Stunden oder Tage andauern werden. Mal sehen.


    Spätestens, wenn ich nicht mehr blute, gehe ich nochmal zum Ultraschall und zum HCG-Test.


    Ich weiß natürlich noch nicht, wie das alles ausgeht. Aber bis hierher kann ich auf jeden Fall schon mal jede Frau ermuntern, es genauso zu machen. Die Schmerzen sind wirklich erträglich, viel näher an einer Periode dran als an einer Geburt! Ich würde es bis hierhin jederzeit wieder so machen, hoffe aber natürlich, dass mir nie wieder so etwas passieren wird!

    Oje, so blöde wie es klingt, ich freue mich für dich, dass du es hinter dir hast und es so unkompliziert lief. Und ich drück die Daumen, dass deine Ärztin damit "zufrieden " ist und du bald wieder starten kannst.

    Danke hatschipu, ich freue mich ja selber auch. Ich bin wirklich so erleichtert. Natürlich weiß ich noch nicht sicher, dass alles raus ist, aber ich habe ein gutes Gefühl.

    Was hast du gemacht damit nach dem fotografieren wenn ich fragen darf ?


    Das restliche Gewebe kann noch ein paar Tage dauern, das ist ganz normal.

    War bei mir so ähnlich!


    Ist ein in gutes Zeichen. :)_


    Das mit den Bildern würde ich lassen, es reicht, denke ich, wenn Du der Hebi berichtest.


    Der FA wird nun immer wieder kontrollieren, ob Dein HcG gut fällt, und schallen wie die Reste abgehen.

    @ :)

    @ hatschipu

    Es klingt ein wenig eklig, aber momentan ist es in einem Plastikgefäß im Kühlschrank.


    Mein Mann und ich überlegen gerade, ob wir morgen zum Friedhof gehen und es dort begraben, oder es bei uns im Kleingarten begraben oder ob wir es in der Toilette "entsorgen". Die dritte Option fällt wahrscheinlich raus. Mein Mann tendiert zum Garten und ich zum Friedhof.


    Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass es eh in der Toilette landet, aber nun habe ich es ja doch "gerettet".

    @ Sheilagh

    Die Hebi hat mir heute morgen auch Fotos über What's App geschickt, von Frauen und deren FGs (diese Frauen haben ihr das damals erlaubt, sagte sie), damit ich eine Vorstellung davon habe, wie so etwas aussieht, und sie sagte, wenn ich wollte könnte ich ihr auch Fotos schicken, da sie ja gerade im Urlaub ist. Sie begleitet seit 13 Jahren Fehlgeburten und kontrolliert normalerweise auch immer, ob alles draußen ist. Ich habe heute morgen mit ihr länger telefoniert. Das Bilder schicken wird sie also nicht für überflüssig halten. Aber ich schicke die Fotos erst morgen früh, dann hat sie was von ihrem Abend.


    Auf jeden Fall bin ich total froh, dass ich sie gefunden habe, denn sie hat mich heute morgen nochmal sehr darin bestärkt, dass ich meinem Körper vertrauen kann. Außerdem war sie auch sehr einfühlsam und hat nie von "Fehlgeburt", sondern immer von "kleiner Geburt" gesprochen und überhaupt war sie in allem sehr wertschätzend, das hat sich echt gut angefühlt.