Missed Abortion ohne Ausschabung?

    Ich werd bald verrückt...ich lese und lese, grübele und komme trotzdem zu keinem Entschluss. Am Freitag muss ich zum Gespräch ins Krankenhaus. Wie ich dem Zettel entnehmen kann,steht auch ein Gespräch mit dem Narkosearzt auf dem Plan. Ich wurde nicht mal gefragt ob ich eine Ausschabung möchte oder den natürlichen Weg gehen will und abwarten möchte.


    Das ärgert mich irgendwie tierisch.


    Da gibts null Aufklärung vom FA.


    Ich hoffe im Krankenhaus gibt es eine vernünftige Aufklärung. Ich habe mich seit gestern wirklich vielseitig informiert und würde nach Berichten lieber Medikamente bevorzugen und zu Hause auf den Abgang warten.


    Ist irgendwer diesen Weg gegangen und kann mir berichten wie genau das abgelaufen ist?


    Bis jetzt klingt das für mich einfach am "angenehmsten", wobei ich schon Bammel habe,dass der Abgang zu lange dauert, weil ich doch irgendwie schnellst möglich wieder loslegen möchte...Ich hoffe,dass klingt jetzt nicht herzlos. :-/

  • 305 Antworten

    Ach ich bin ja blöd. Da sieht man mal wie verwirrt ich bin.


    Ein paar Informationen wären vielleicht hilfreich.


    Ich müsste jetzt ca 8 Woche sein, es gibt aber keinen Herzschlag, der Embryo ist aber auch nicht richtig entwickelt, scheinbar schon seit 5./6. Woche nicht mehr gewachsen.


    Ich war erst gestern beim FA, wo dies festgestellt wurde. HCG wurde nie gemessen.

    Hast du eine Hebamme? Die könnte dir da vermutlich im Moment am ehesten weiterhelfen.


    Auch bei einer MA hast du Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme, die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

    Ich könnte mal meine alte Hebamme fragen,die mich bei meinen Kindern begleitet hat. Sie kommt auch aus dem Ort, in dem die Klinik ist.


    Ich hab einfach Angst davor, dass die mich in der Klinik "überfallen" und ich keine Chance habe, mich gegen die Ausschabung zu entscheiden.

    Das ist ja das blöde. Es gibt niemanden. Meine Oma passt auf die Kinder auf und mein Mann, meine Mutter und meine Schwiegermutter sind arbeiten...meine Schwägerin wäre gern mitgekommen, hat aber leider auch keine Zeit.


    Ich bin bei diesem Thema einfach so sensibel, dass ich mir nicht zutraue dagegen zu sprechen, wenn sie mir die Ausschabung als einzige, vernünftige Lösung verkaufen wollen.


    Vielleicht frag ich meine Tante, die ist ziemlich selbstbewusst was Ärzte angeht.

    Wie weit warst du denn?


    Ich hatte schon beide Versionen (2x natürlich, 2x Ausscharbung)


    Ein natürlicher Abgang ist schon heftig, du blutest dann alles in die Toilette.


    Insbesondere die etwas dickeren Stückchen sind nicht schön.


    Bei einer Ausscharbung kann natürlich immer etwas schief gehen, durch Verletzungen.


    Das Risiko ist aber eher gering.


    Und es geht wesentlich schneller. Du gehst morgens hin und kannst dann gegen Nachmittag wieder nach Hause.


    Das warten fällt dann auch aus.


    Bei einer Ausscharbung wird der "Rest" dann auch oft beerdigt.


    Du darfst mir aber auch gerne ein PN schicken, wenn du noch fragen hast.


    LG

    Hallo hatschipu,


    es tut mir so Leid, dass Dir das passiert ist. Ich kann Dich super-gut verstehen, denn ich hätte auch eine Juli-Mama werden sollen... Hatte im Thread nur immer mitgelesen, weil ich den ersten Arzttermin abwarten wollte... Naja... Kurz gesagt, in der achten Woche hatte mein Krümelchen zwar einen Herzschlag, war aber viel zu klein, eine Woche später nach viel Hoffen und Bangen hieß es dann Missed Abortion. Schwangerschaftsanzeichen hatte ich auch die ganze Zeit und es gab keinerlei Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung wäre...


    Nun aber zu Deiner Frage. Da eine Ausschabung für mich so ne Art Horrorvorstellung war/ist, hatte ich sowieso schon mit der medikamentösen Variante geliebäugelt. Glücklicherweise habe ich eine sehr nette, verständnisvolle Ärztin, die diesen Vorschlag direkt von sich aus brachte. Da sie selbst diese Medikamente nicht geben darf (das sind dieselben wie bei einer Abtreibung) hat sie mir für den nächsten Tag einen Termin bei einem entsprechenden Arzt besorgt.


    Da gab es ein kurzes Vorgespräch und er hat noch überprüft ob eine Schwangerschaft vorliegt. Ich musste dann am nächsten Tag wieder hin und drei Tabletten schlucken (Mifegyne). Er hat mich vorgewarnt, dass es zu Blutungen kommen kann, diese aber in der Regel nicht ausreichen um die Fehlgeburt tatsächlich auszulösen. (Bei mir haben in der Zeit keine Blutungen eingesetzt, aber ich hatte zwischendurch leichte Krämpfe-wie bei der Periode, gut aushaltbar.) Zwei Tage später musste ich wieder hin und bekam dann vier Tabletten Cytotec vaginal verabreicht. Er hatte schon beim ersten Termin gesagt, dass ich für diesen Termin ca drei Stunden einrechnen solle, die ich nach Verabreichung dableiben müsse. Tatsächlich setzten nach ca. zwei Stunden dann Blutungen ein und ca. eine halbe Stunde später spürte ich wie sich etwas "Größeres" löste. Ich hab dem Arzt Bescheid gegeben, er hat per Ultraschall kontrolliert und meinte, dass das wohl die Fruchthöhle war und ich nun nach Hause gehen könne.


    Die Schmerzen waren nicht schlimm (hab kein Schmerzmittel gebraucht, obwohl ich eher ne Memme bin), die Blutung war gerade am ersten Tag schon sehr heftig - ging dann aber mengenmäßig gegen Abend in eine starke Periodenblutung über. Es kamen noch ein paar mal größere Gewebestücke mit, aber ich fand es machbar. Das ganze ist jetzt zehn Tage her, ich blute immer noch schwach. Hatte gestern einen Kontrolltermin bei meiner Ärztin, es ist noch etwas Schleimhaut da, aber sieht wohl gut aus. Die Blutung kann laut ihr schon noch ein bis zwei Wochen anhalten. HCG wird ca alle zwei Wochen kontrolliert um zu schauen, ob alles raus geht.


    Psychisch fand (finde) ich das ganze heftig. Gerade die Zeit zwischen den Tabletten hat mich ziemlich fertig gemacht. Der (die?) Missed Abortion wäre ja schon schlimm genug, aber dann nicht zu wissen was jetzt auf mich zukommt hat mir ziemlich den Rest gegeben. Dr. Google war da auch nicht besonders hilfreich, da man dort natürlich hauptsächlich die Horrorstories zu Gesicht bekommt... Ich hoffe daher, dass Dir mein (nun doch etwas lang gewordener) Bericht etwas weiter hilft bei der Entscheidungsfindung.


    Achja, hilfreich wäre es auf jeden Fall wenn jemand sich um Deine Kinder kümmern kann am Tag der Fehlgeburt. Mein Mann konnte zum Glück recht spontan frei nehmen - ich war an dem Tag gut mit mir selbst beschäftigt und hätte mich nur schwer um unseren Großen kümmern können.


    Und zum Thema "wieder loslegen" - nach Aussage meiner Ärztin ist das (rein körperlich gesehen) ab sofort wieder möglich, sie rät nur dazu zu schauen, ob der Kopf auch schon wieder frei für eine neue Schwangerschaft ist.

    Hallo hatschipu,


    erstmal mein Mitgefühl, dass du das erleben musst. :)*


    Ich hatte im Oktober eine MA und meine Frauenärztin hat mir beide Optionen freigestellt - zu warten, bis die Natur es erledigt (ohne Medikamente) oder ins Krankenhaus für ein AS zu gehen. Bei mir war es allerdings so, dass ich leichte Blutungen hatte, also schon die ersten Anzeichen für die Fehlgeburt da waren. Meine FA hat es mir so erklärt, dass ich wenn ich warten möchte, damit rechnen muss dass es noch einige Tage dauern könnte und dann eben eventuell auch heftigere Blutungen eintreten. Sie war da aber völlig offen für beide Varianten.


    Ich hab nach dem ersten Schock über die Nachricht mich für eine AS entschieden. Für mich war es leichter, um schnell damit abzuschließen. Ich habs nicht ertragen, einfach dazusitzen und zu warten. Im Krankenhaus hatte ich nochmal eine Untersuchung, ein ausführliches Gespräch und dort haben sie mich dann auch noch über die medikamentöse Variante aufgeklärt.


    Ich glaube ganz wichtig ist, dass man für sich selbst entscheidet und nicht überrumpeln lässt. Schlimm genug, das zu erleben - dann bitte nicht von Ärzten für die das eben Routine ist - bevormunden lassen.


    Der Eingriff selbst war bei mir komplikationslos, morgens reingekommen, am Nachmittag durfte ich nach Hause. Mit (leichten) Nachblutungen musst du jedenfalls auch rechnen. Alles Gute für dich :)*

    Danke für eure Berichte.


    Klar, hätte ich alles schon gern schnell hinter mir, aber trotzdem ist der ganze Eingriff für mich eine schlimmere Vorstellung als abzuwarten und es natürlich "ausbluten" zu lassen. Ich denke einfach, dass ich das psychisch viel besser verkraften würde. Ich bin sowieso eher der Typ, der alles mit sich selbst regelt und mir wäre es dann schon lieber ohne "Publikum". Dass es nicht schön ist zu sehen was da rauskommt, kann ich mir vorstellen. Aber da das Kleine schon sehr früh aufgehört hat sich zu entwickeln (wahrscheinlich schon in der 5. Woche), denke ich, das ist auszuhalten. Ist ja kein "fertiges" Baby was mir da entgegen kommt.


    Umweltschützerin, rechnerisch wäre ich ca 8. Woche, aber das Kind hat sich, wie gesagt, wahrscheinlich schon seit mind. 3 Wochen nicht mehr entwickelt.


    Ich finde es auch ziemlich mies von meinem Körper, mir immer noch eine normale Schwangerschaft vorzuspielen. Wieso stößt er es nicht einfach ab, wenn was nicht stimmt?


    Ja die Kinder würde ich definitiv einige Zeit bei der Oma einquartieren, ich möchte auch nicht, dass die das mirbekommen.


    sukkulente, tut mir leid, dass auch aus dir keine Julimama geworden ist :)_

    Hallo Hatschipu,


    das tut mir Leid, was du jetzt durchmachst. Ich hatte im Januar eine Missed Abortion bei 9+6 mit Ausschabung. Ich wurde gar nicht vor die Wahl gestellt. Ich fand die menschliche Behandlung im Krankenhaus unter aller Sau :(v Danach hatte ich 3 Wochen lang so etwas wie einen Wochenfluss, dann einen Pilz , dann die Mens, dann wieder Pilz, PMS..... ich war so am Ende. Ich bin jetzt wieder schwanger. Sollte es wieder schief gehen, würde ich bei uns ins Geburtshaus zur Sprechstunde gehen und fragen ob mich jemand betreuen kann. Ich will keine Ausschabung mehr, wenn es anders geht.

    Lena-Sophie, auch dir danke. Ich denke auch, dass es am wichtigsten ist, dass man als Frau selbst entscheidet welchen Weg man geht. Daher ärgere ich mich über die nicht vorhandene Aufklärung meiner Ärztin. Ansonsten war sie wirklich super lieb und einfühlsam, hat mich getröstet usw, aber sie hat wirklich nur den einen Weg vorgeschlagen.

    bellagia, das wundert mich auch total. Ich hab schon überlegt mir nochmal einen Test zu kaufen und gucken wie "positiv" der noch ausfällt,aber das ändert ja an der Sache an sich auch nichts mehr :-(


    Ich bin gespannt auf das Gespräch in er Klinik und bete dass ich die Kraft und das Durchsetzungsvermögen haben werde, die von meinem Weg zu überzeugen. Ist ja schließlich mein Körper. Für die scheint wirklich alles Routine zu sein, hauptsache das "Problem" wird schnell gelöst >:(


    Lieschenswelt, das hört sich ja wirklich schrecklich an! Ich wünsch dir aber für deine Schwangerschaft alles Gute und hoffe, dass du sowas nie wieder erleben musst!

    Und wenn du einfach noch mal zu deiner Ärztin gehst und mit ihr sprichst? Sie sollte doch ein offenes Ohr dafür haben.


    Ich denke nicht, dass ein Test viel bringt, die fallen ja oft ganz unterschiedlich aus.

    bellagia, ich habe am Freitag ein Gespräch im Krankenhaus, da wird ja noch nichts gemacht. Da werde ich noch mal untersucht und man bespricht wie es weiter geht. Ich kann denen doch einfach sagen was ich will,oder? Ich denke das mit den Medikamenten wird meine Ärztin auch nicht machen, die Klinik aber vielleicht schon!?


    Nächsten Mittwoch soll ich noch mal zu meiner FÄ, da kann ich ihr ja immer noch sagen, dass ich mich umentschieden habe. Ich hoffe nur, mein Mann steht dahinter, meiner Schwiegermutter war nämlich völlig geschockt, als ich ihr gesagt habe, dass ich keine AS will.