Puh, das ist wirklich hart. Ich finde aber auch, sowas nach nichtmal 24h zu entscheiden zu früh. In dieser Schocksituation erscheint oft alles ganz anders. Wenigstens mit dem Kinderneurologen würde ich noch sprechen.

    Ich habe gerade darum gebeten, diesen Faden zu verschieben. Eine Abtreibung, die aufgrund einer Behinderung stattfindet, passt nicht in den Bereich Kindermedizin.


    Für mich ist es ein Schlag ins Gesicht. Ich bin Mutter eines behinderten Kindes und würde mein Kind nie abgetrieben haben.


    Ihr habt so lange öffentlich gehibbelt, das Kind hat einen Namen, ihr habt nicht einmal ein Gespräch über die erwartende Stärke der Behinderung geführt.


    Ich wünsche dir, dass du damit leben kannst.

    ms92 .. es besteht ja auch die Möglichkeit, dass das Kind auf Grund des offenen Rückens überhaupt gar nicht lebensfähig ist.. das wissen wir hier nicht... dir steht nicht im Mindesten ein Urteil über Honeys Entscheidung zu !! Ich bin mir sicher, dass Honey sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat !!

    Ich kann das irgendwie aber auch verstehen, wenn man das Kleine die ganze Zeit strampeln spürt und hin und her gerissen ist zwischen Schuldgefühlen, Ablehnen und Liebe. Es wird ja nicht leichter, wenn das Kleine weiter im Bauch ist. Und so schwammig wie bisher die Aussagen der Ärzte waren, wer weiß ob der Neurologe klare Aussagen machen kann. Am Darm und Blasenproblem kann er ja auch nichts ändern. :-(

    Natürlich hatten wir dieses Gespräch ms92.


    Behinderung ist nicht gleich Behinderung und du kannst nicht von dir auf andere schließen!


    Natürlich hat mein Kind einen Namen, immerhin ist es mein Sohn, mein Baby und ich liebe es mehr als mein Leben. Und aus diesem Grund möchte ihn ihn gehen lassen.


    Ich möchte nicht dass er mehrfachen OPs ausgesetzt ist.


    Ich möchte nicht dass er kein ganz normales Leben führen kann.


    Ich möchte ihn gebären und gehen lassen - das ist das beste was ich für ihn tun kann.


    Den anderen danke ich sehr für die Unterstützung.

    So wie honey schreibt, weiß sie es selbst nicht, da sie gestern die Diagnose erfahren hat. Das Kind bewegt die Beine.


    Nein, mir steht kein Urteil zu.


    Aber es kriechen Gefühle in mir hoch, die ich sehr verständlich finde. Ich bin behindert, mein Kind hat eine andere Behinderung und wir leben beide glücklich. Hätten wir abgetrieben werden sollen?


    Bei MS hat man auch häufig Blasen und Darmprobleme. Na und? Das Leben ist eine Herausforderung.

    Ich weiß das es eine sehr schwierige Thematik ist.


    Daher möchte ich an dieser Stelle nur bitten die Beiträge vor dem Absenden noch einmal durchzulesen.


    Bitte nehmt von Vorwürfen Abstand und bedenkt auch das eure individuelle Gefühlslage Honey in dieser Situation nicht unbedingt weiterbringt.


    Es kann nicht jeder das gleiche Gewicht tragen.

    Ich kann ms92 verstehen, auch wenn natürlich jeder seine eigene Geschichte hat. Wie kommst du denn daruaf, dass dein Kind leiden wird, nur weil es nicht ganz "normal" ist? Das weißt du doch noch gar nicht. Ich wurde auch schon mehrmals in meinem Leben operiert (auch als Kind schon, kann einem auch ohne Behinderung passieren), mir wäre aber nie in den Sinn gekommen, dass ich deshalb leide. Und was ist denn schon ein normales Leben?


    Versuch doch, dich noch ein wenig mit der Theamatik auseinander zu setzen und erstmal dein Schicksal anzunehmen, und erst dann zu entscheiden. Du wirst diese Entscheidung ansonsten vielleicht für immer bereuen, aber dann ist es leider zu spät.

    Ach ja, ich habe meinen Sohn in der 19. Woche verloren. 130g und er hat fast 2 Stunden gelebt. Das kann auch passieren. Ich bin dankbar, dass ich ihn lebend erfahren durfte und er ein richtiges Grab dadurch hat, aber niemand bereitet einen darauf vor.

    Das ist natürlich schön, dass ihr gut damit leben könnt. Ich finde auch nicht, dass man abtreiben muss, weil das Kind behindert ist. Aber ich bin nicht betroffen und uns steht es nicht zu, eine Schwangere, die gerade eine lebensverändernde Entscheidung für sich und ihr Kind treffen muss und sich das nicht leicht macht, zu verurteilen.

    Ja ich werde mit Tabletten eingeleitet, muss nach der Geburt n paar Stunden bleiben und darf mich von meinem Kind verabschieden. Danach wird ausgeschabt um Reste zu vermeiden.


    Der Arzt heute hat uns nochmal über die Schwere aufgeklärt...


    Es ist an einer ganz beschissenen Stelle offen und sehr tief. Der Darm und die Blase sind definitiv betroffen, eine mögliche baldige Lähmung der Beine ist nicht auszuschließen da das Rückenmark immer weiter Nachrutscht.


    Es wird einen Wasserkopf haben den man nach der Geburt behandeln müsste.


    Ich will nicht dass mein Moritz all das erleben muss...

    Nein hatschipu, es geht in keinster Weise darum, Honey zu verurteilen. Ihre Geschichte macht mich sehr betroffen und ich leide mit ihr. Es geht darum, dass solch weittragende Entscheidungen gut durchdacht sein wollen und ich nicht glaube, dass sie sich der ganzen Tragweite jetzt schon bewusst ist. Ich sorge mich um dich, Honey und deine Psyche, die diese Kurzschlussreaktion irgendwann auch verarbeiten muss.

    Mal davon abgesehen dass das Kleinhirn momentan eh das Rückenmark abdrückt das für den atemreflex zuständig ist (so hat es der Arzt erklärt). Er müsste direkt nach der Geburt beatmet werden bis der Shunt gelegt ist, auch wenn er pünktlich käme...

    Wenn Du bei Nacht in den Himmel schaust,


    wird es Dir sein, als leuchten alle Sterne,


    weil ich auf einem von ihnen wohne,


    weil ich auf einem von ihnen lache.


    Du allein wirst Sterne haben,


    die lachen können.


    Und wenn Du Dich getröstet hast,


    wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.


    Du wirst immer mein Freund sein.


    Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.


    Und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen,


    gerade so zum Vergnügen


    und Deine Freunde werden sehr erstaunt sein,


    wenn sie sehen,


    dass Du den Himmel anblickst und lachst.


    Dann wirst Du ihnen sagen:


    "Ja, die Sterne,


    die bringen mich immer zum Lachen."


    Antoine de Saint-Exupery


    :)* :)* :)* :)* :)*